liliiiiliiiiiiililiiil^ ^<^ X^^'c^ V'^^cT X^m^^y \^^m — :^S=:- - ^ ^ wlÄ^ ^ ^ .Z' %. ^z^. ^^ ^^ > 'Vl % ^^-^^ /^tx, \ ,^^ ^t. > ;^.5^f 'i^ -^ ■V^^^'Vi Cv ^ii .& ^^'^^ \^^^^^^d 'j; r^^~ Qi, ^" "4^ v^^ ^' '^A c>^^ .^" C V. .«f^ ^^. \. .V~ ■/jtyt^'y>- J- % m ^ % r 4- ^^^ LEPIDOPTEREN DER SCHWEIZ. / VON PROFESSOR DR HEINRICH FREY. LEIPZIG, VERLAG VON WILHELM ENGELMANN. 18S0. ( C- 3 13 1345 Alle Hechte vorbehaltev. ^x HERRN PROFESSOR P. C. ZELLER IN STETTIN, DEM MELSTER. GEWIDMET VOM SCHULER UND FREUNDE IN ZÜRICH. Vor rode. Am Abend eines arbeitsreichen Lebens übergebe ich ein Buch der Oeflfentlichkeit, welches mir seit einem Menschenalter als zu erstrebendes Ziel vor der Seele schwebte. Als ich im Sommer 1849, in den sonnigen Tagen der Jugend, ein unermüdlicher Wanderer und passionirter Lepidopterologe, unser herrliches Land zum ersten Male durchstrichen hatte in weiter Ausdehnung , von den Glarner Bergen durch das Berner Oberland bis zur eisigen Pracht des Gorner Grates und den göttlichen transalpinen Seen, fasste ich den Plan, eine Lepidopteren-Fauna der Schweiz zusammen zu bringen. üoch indem ich jetzt dieses Buch zu veröffentlichen wage , wie sehr ist das Können hinter dem Wollen zurückgeblieben! Wie dürftig erscheint dem Verfasser die eigene Arbeit! Zu meiner Entschuldigung darf ich sagen : es waren eben nur spär- lich zugemessene Mussestunden , welche ich jenem Vorhaben widmen konnte, und in manchen Jahren anstrengendster Berufsarbeit haben sie gänzlich gefehlt. Und auch in der besten Zeit konnten nur hier und da einmal wenige Wochen des Hochsommers alpinen Forschungsreisen ge- widmet werden. Der Jura blieb mir fast fremd. Unsere schweizersche Landeskunde hat in den letzten dreissig Jahren beträchtliche Fortschritte gemacht und auch die Lepidopteren-Welt ist dabei nicht leer ausgegangen. Wir schweigen von den alten Anfangsarbeiten des achtzehnten Jahr- hunderts und von den Sammlern im Anfang des neunzehnten. Im Jahre 1S18 veröffentlichte Meisner, ein Deutscher, den ersten Versuch einer Macrolepidopteren-Fauna der Schweiz, eine für die damalige Zeit bedeutende Studie. 1S.j2 erhielten wir von Meyer-Dür .eine sehr tüchtige Bearbeitung der Tagfalter. Aus den fünfziger Jahren stammen dann die höchst sorgfältigen Monographien Laharpe's über die schweizer- schen Geometriden, Pyralo-Crambiden und Tortriciden. Leider hat unge- nügende Kenntniss deutscher Literatur, mangelhafte Sammlung und eine unglückselige Spezies-Jagd vieles hineingetragen, was man wegwünschen möchte. Die ICntwirrung hnt mir unendliche Mühe verursacht und ist VI Vorrede. leider nur theilweise gelungen, da man mit der Mittheilung Laharpe'scher Typen in Lausanne etwas ängstlich und zurückhaltend gewesen ist. Es folgen dann meine Arbeiten über die Tineen und Pterophoren der Schweiz. Aus den 70er Jahren liegen einzelne werthvolle Localfaunen von Täschler, Peyer-Imhof, Christ, Kiggenbach-Stehlin, Engster und als bei weitem bestes die Fauna von Bergün, durch P. C. Zeller geschrieben, vor. Vielleicht darf ich noch meine genauere Schilderung des Albula- passes anreihen. Zahlreiche Sammler des Landes haben mit bienenartigem Fleisse mittlerweile Material um Material angehäuft. Indessen wie weit sind wir noch hinter dem Ziele einer irgendwie genügenden schweizerschen Lepidopteren-Fauna zurück! Bringt auch vorliegendes Buch ein mächtiges Material , so wird — wir erhoffen es — nach einem Menschenalter ein befähigterer Forscher etwas Vollendeteres und Besseres liefern können. Unsere schweizerschen Lepidopterologen haben leider bisher aus einer der wichtigsten Fundgruben, aus der Larvenbeobachtung, zu wenig ge- schöpft und das Studium der Microlepidopteren gar sehr vernachlässigt. Man hat mich bei meiner Arbeit auf das Freudigste und Aufopferndste unterstützt, so dass ich den nachfolgenden Herren Lepidopterologen öffent- lichen Dank abzustatten verpflichtet bin. Ich nenne die Namen des Banquier Kiggenbach-Stehlin in Basel und der Sammelgenossen Knecht, Leonhart und Anderer, sowie des Dr. Christ daselbst, des Lehrers Wullschlegel im Aargau, Boll's, früher in Bremgarten (jetzt in Texas), des Pfarrers A. Rätzer (Ferenbalm, Gadmen, Siselen und Büren) im Canton Bern, sowie des Notars F. Jäggi in Bern und Guedat's in Tramelan am Berner Jura. Für Genf bin ich Frci- Gessner, dem Custos der dortigen entomologischeu Sammlung, für Wallis dem Insektenhändler 0. Anderegg zu grossem Danke verbunden. Höchst werthvolle Beiträge erhielt ich für Graubünden von meinen Freunden. Dr. E. Killias, Badearzt in Tarasp, und L. Caflisch, Advoeat, sowie-auch von L. Bazzigher in Chur , für St. Gallen durch den Photographen M. Täschler in St. Fiden. Manches von Interesse lieferten mir über den Thurgau. Pfarrer Engster in Dusnang, für Schaffhausen der früher dort lebende Apotheker Trapp: sowie endlich mein medizinischer College Professor G. Huguenin, Custos M. Paul und 11. Zeller-Doldcr, sämnitlich in Zürich, zu nennen sind. Ohne jene freundliche aufojjferude Beiliülfe hätte ich diese Arbeit nicht liefern können. Zürich. IT). Juni ISSO. H. Frey. Literatur-Verzeiclmiss mit den Abkürzungen. Wir übergelien die grösseren , zum Theii klassischen Werke , sowie die sonst alige- gemein bekannten Schriften und Arbeiten von Bergsträsser, Boisduvai, Bork- iiausen, Ciiarpentier, Clerck, Curtis, Donovan, Duponchel-Godart, E s p e r , E V e I' s m a n n , F a b r i c i u s , Fischer von R o e s i e r s t a m ni , F r e y e r , Froelich, Guenee, Hawortli, von Heinemann, H er r i ch-Schä ff er , von Heyden, Hühner, Laspeyres, Latreille, Lederer, Linne, Mi liiere, Nickerl, von Nolcken, Ochsenheimer und Treit schke , Pallas, Panzer, R a m b u r , R e u 1 1 i , R o e s s 1 e r , S c h i f f e r m i 1 1 e r (und Denis), S c o p o I i , Speyer, Stainton, Stephens, Tengström, Thunberg, von Tisch er, Walleng ren, Wood, Z e 1 1 e r , Z e 1 1 e i- s t e d t und Z i n c k e n . Wir verweisen hinsichtlich der genannten Schriften auf das allgemein verbreitete Buch von Stau dinger und Wocke, Catalog der Lepidopteren des europaischen Faunen- gebietes. Dresden 1871. Für genauere Nachweise bietet H agen , Bibliotheca entomo- logica, Leipzig 1862 und 1863, eine reichliche Fundgrube. Für unsere Schwe izersche Lepidopterenwelt übergehen wir die alten Arbeilen von Fucssly und Sulzer. Wir bezeichnen nur das WerthvoUere und Neuere. Meisner, C. F. A. Verzeichniss der bis jetzt bekannt gewordenen Schweizerschen Schmetterlinge. Naturwissenschaftlicher Anzeiger 1818, 1819, Bern. Meyer-Dür, L. R., Verzeichniss der Schmetterlinge der Schweiz (Abtheilung 1, Tagfalter). Neue Denkschriften der allgemeinen Schweizersclien Gesellschaft. 1853. Laharpe, J. C. de, Abhandlungen über Geometriden, Pyralo-Crambiden und Tor- triciden in der gleichen Zeitschrift 1853. 1855. 1858. Frey, H. Die Tineen und Pterophoren der Schweiz. Zürich 1856 (sowie zahlreiche Abhandlungen in der Linnaea entomologica, der Stettiner enfomologischen Zeitung und den Mittlieilungen der Schweizerschen entomologischen Gesellschaft). Dann die Lepidopteren des Albulapasses in Graubünden. Chur 1877, in dem .Jahres- bericht der naturforschenden Gesellschaft Graubündens. In Gemeinschaft mit Wullschlegel , J., die Sphingiden und Bonibyciden der Schweiz. Schweiz, entom. Zeitschr. Bd. 4, 187 4. Wullschlegel, Noctuinen der Schweiz. Gleiche Zeitschrift. Bd. 4. 1873. Peyerimhoff, H. de, Materiaux complementaires pour la Faune des Lepidöpteres de la Suisse. In den Mittlieilungen der Schweiz, ent. Zeitschr. Bd. 3. 1872. Täschler, M., Grundlage der Lepidopteren-Fauna der Kantone St. Gallen und Appenzell. St. Gallen 1869/70 und 1875/6 (aus den Verhandlungen der St. Gallischen natiu'wissenschaftlichen Gesellschaft). Riggenbach-S tehl i n , F., Die Macrolepidopteren der Bechburg, Schweiz, ent. Zeitschr. 1877. Zeller, P. G., Beiträge zur Lei)idopteren-Fauna des Ober-Albula, Stettiner entomo- logische Zeilschrift 1877 und 187S. VIII Literatur-Vorzeichniss mit den Abkürzungen. Christ, H., Uebcrsicht der um Basel gefundenen Tai^falter und Sjthinges. Basel 1877. Eugster, Anfänge zu einer Lepidopteren-Fauna des Tiiurgau. Frauenfeid 1879. CoulerU; L., Notes laissees sur les papilions u. s. w. (Bulletin de la Societö des Sciences naturelles de Neuchätel 1879). Für das angrenzende S tel vio-G e b ie t erwähnen wir: Wocke, M. F., die Lepidopteren-Fauna des Slilfser Jochs, 1875 und 1876 (Uebersicli- ten der Arbeiten der Schlesischen Gesellschaft für vaterländische Gullur). Für den Norden: Staudinger, 0., Reise nach Island, zu entomologischen Zwecken unteiiiommen. (Stett. ent. Zeitschr. 1837). Staudinger und Wock , Reise nach Finmarkeu. (Gleiche Zeitschr. 1861). Wocke, Ein Beitrag zur Lepidopteren-Fauna Norwegens. (Gleiche Zeitschr. 1864). Für Höhenbestimmungen bedienten wir uns der Dufour'schen Karte und des Werkes von J. M. Ziegler, Sammlung absoluter Hohen der Schweiz. Zürich 1853. Leider haben hinsichtlich der des Druckes stattgefunden. *Bazzigher = Baz. *Benteli = Beut. Bergsträsser = Bergstr. Boisduval = Bsd. Borkhausen = Bkh. *Catlisch = CatL Charpentier = Charp. Clerck = Gl. *Couleru = Coul. Curtis = Gurt. (p.). Donovan = Donov. Douglas = Dougl. Duponchel = Dup. Esper = Esp. Eversmann = Eversm. Fabricius = Fab Fischer von Roslerstamm = F.-R. Freyer = Frr. - Froelich = Froel. Guenee = Gn. *Gu6dat = Ge. Abkürzungen. selben im nachfolgenden Te.vte einige Unregelmässigkeiten Die mit einem * bezeichneten Namen beziehen sich auf schriftliche Mittheilunaen. Haworlh = Haw. Heinemann, von = v. Hein. Herrich-Schäffer = H.-S. Heyden, von = v. Heyd. Huebner = Hb. Hufnagel = Hufn. *Huguenin = Hug. *Jä2gi = Ja. *Killias = Kill. Laharpc, de = Lah. Laspeyres = Lasp. Latreille = Latr. Lederer = Led. Lefebvre = Lef. Linne = L. Meisner = Ms. Meyer-Dür = M.-D. Ochsenheimer = O. Peyerimhotr == P.-l. ^Rätzer == Rä. Kam))ur = Rmh. Riggenbach-Stehlin = R.-S. *Rothcnbach = Rthb. Rottenburg = Rttb. SchilTermiller (und Denis) = S. V. Schneider = Schneid. Scopoli = Scop. Stainton = Sta. Staudinger = Stdgr. Stephens = Steph. Täschler = Tä. Tengströni af = Teiigstr. (p.;. Thunberg = Thunb. (p.). Tischer, von = Ti. Treilschke = Tr. Villiers = Vill. Wullschlegel = Wu. Zeller P. G. = Z. *Zeller-Dülder = Zell.-Dold. Zelterstedt = Zottersf. Zincken = Zk. Eiuleituiig. Ein geistvoller schvveizerscher iNalui'forsfhor, 11. Christ, sngt in einem schönen Buche') über unser Faunengehiet : »Eine Welt voll Gegensätzen und doch voll hannonisciier Schönheit ragt unser kleines Land an der (irenze Süd- und Mitteleuropas hervor, nicht durch i-auniliclie Austiehnung, aber durch einen Reichthuni von Erscheinungen . wie er auf so kleinem Räume nirgends sich »wieder bietet.« Gewiss, unser Faunengebiet ist ein kleines Land. Seine Abgren- zungen sind zum Theil unnatürliche. So wird der Rhein zweimal bei Basel und Schaflhausen von kleinen Landestheilen überschritten; die Ost- grenze ist eine ganz künstliche; westwärts springt ein Stück mit Prunt- rut weit vor, wie vom Nordosten her Yorarlbcrger Land sich eindrängt. Unsere Südgrenze fällt nur theilweise mit der Wasserscheide der Alpen zusammen. Darüber hinaus liegen die herrlichen Tessiner und Grau- bUndner Thäler, die eine Flora enthalten , w eiche sich erst beträchtlich weiter im Süden Italiens wiederholt. Von 23» 37' bis zu 28 o 9' 25" ragt von Westen nach Osten die Grenze, von 47 ^ 48' 30" bis zu 45 ^ 48' vom Norden zum Süden. Man berechnet den Flächenraum auf nur 752'/2 geographische Quadrat- meilen. Hiervon nehmen nach einer alleren Berechnung ein: Felsen, Gletscher uml bleibender Schnee'^; 83-/:j DMcilen. Seen und Flüsse 41Y(i Gebäude und Plätze 33 ','2 Strassen und Wege 92 Grundstücke aller Art 477^5 Unsere Alpweiden ergeben etwas weniger als ^jz, der Gesanuntlläche, ungefähr 144 DMeilen. Noch immer, wenn auch arg und vielfaih in un- verzeihlichster Weise von Habsucht und bäuerlichem Unverstände verwüstet, bedeckt, namentlich im Gebirge, der Wald ein beträchtliches Areal. Wir erhalten ein um wenig geringeres Waldareal gegenüber der Aus- dehnung alpiner Grasflächen. Die Berechnung ergiebt 135 DMeilen Waldland gegenüber anderen Cullurländern allerdings ein ungünstigeres Yerhältniss). Indessen die Gesanuntmenge des dem Ackerl)au entzogenen Landes, der Alpen und Wälder, ist denn doch eine l)edeutende, ein für das Insektenleben nicht hoch genug zu schätzender Vortheil. 1) Das Pflanzenleben der Schweiz. Zürich 1879. 2) Die Schneegrenze lässt sich natiirlicii nur annäiicrnd beslimnien. \)\v Bruder Schlagin t WC i t nehmen für die Nordschweiz 8ä00 , l'ür die östlichen Centralalpcn 8300, für Wallis und die südlicheren Theile Graubündens 8520 — 8800 und südlich vom Monte Rosa 9500' an. X Einleitung. Denn vergleichen wir das dicht besetzte und zum Theil übervölkerte schweizersche Mittel land mit der nationalen künstlichen Wiesencultur, welciier Gegensatz ergibt sich hier ! Hier hat der Mensch das ursprüng- liche Geschelien der Natur tief heruntergedrückt und ihren alten Reich- thum fast vernichtet. Vergleiche man die reiche Insektenwelt der Cantone Wallis und Graul)ünden mit den armseligen Ueberresten , welche das Zürcher Landchen noch bewahrt hat. Unsere Berge entzücken den sinnigen Naturfreund mit ihrer wunder- baren Pracht. Sie machen dem Laien den Eindruck des Beständigen gegen- über der vergänglichen Meereswoge. Doch dem Forscher entrollt sich ein anderes Hild. liier-, vom Wasser hervorgerufen und unterhalten , ein l)eständiger Verwltterungs- und Zer- bröcklungsprozess, ein Sinken der Gipfel und, durch eigennützigen Unver- stand des Menschen unterhalten, eine fortschreitende Verwüstung grüner Flächen. Weitere Veränderungen , durch grosse kosmische Einflüsse hervor- gerufen , Verbesserung des Climas Erwärmung) und Verschlechterung (Abkühlung) gehen ihren stillen unabänderlichen Weg. Doch bleiben wir bei der Gegenwart stehen. Fragen wir, welches ist in den gröbsten Hauptzügen die Beschaffenheit des jetzigen schweizer- schen Gebietes? Die baierisch-schwäbische Ebene, ein wahres Plateau, setzt sich in jenes fort und bildet, als Flach-, Hügel-, Tief- untl Mittelland be- zeichnet, mit ewigen Erhebungen und Vertiefungen einen beträchtlichen Theil des Areals, den eigentlichen Culturboden. Seine mittlere Erhebung können wir auf 950 — 1300' annehmen. Die angrenzende baierisch-schwäbische Hochebene mit weit grösserem Areal besitzt eine mittlere Höhe von 1350'. Bei Basel mit etwa 800' läuft dann noch die rheinische Ebene aus. Wir erhalten zw^eitens den westlichen Grenzwall der jurassischen Berge, von Genf bis zum Randen bei SchaflFhausen. Er bedeckt in der Schweiz ungefähr 85 — 90 D Meilen, also ungefähr '/g des ganzen Areals. Seine mittlere Erhebung beträgt 2/5 der Alpen, etwa 2150 — 3600'. Seine Spitzen gewinnen im Chasseral 4955, Chasseron 4958, Moni Suchet 4912, Mont Tendre 5173 und La Dole 5175'. Drittens begegnen wir dem ungeheueren Steinwall der Alpen — der Grenzmauer des mittleren und südlichen Europas, mit mittlerer Höhe von 6000 — 8500 ', und am Mont Blanc und Monte Rosa die höchsten Gipfel- puncte Europas bildend. Als höcliste Spitzen erwähnen wir Piz Bernina im Osten 12,475, Finsleraarhorn 13,160, Monte Rosa 14,269 und Mont Blanc im Westen 14,809'. In etwas freigebiger Ausdehnung tlürfen wir das alpine Areal auf ungefähr 414 DMeilen, also auf mehr als 2/5 des ganzen Gebietes taxiren. Viertens endlich treten uns südlich die italienischen Landstriche und Thäler entgegen. Hier, bei Locarno, begegnen wir bei 641' der tiefsten Stelle des Landes. Die Höhenverhältnisse, selbst die mittleren, bieten also den gewal- ligsten Unterschied dar. Unser Millelland, ein Hügelland, besitzt, wie so eben bemerkt, eine Elevation von 950^ — 1300'. Sein Clima ist also ein weit rauheres, als es die gleiche geogi'aphische Breite eines wahren Tieflandes ergeben würde. Danzig am Strande der Ostsee und Bern haben nahezu die gleiche mill- Einleitung. XI lere Jahrestemperatur. In den höheren Alpen hei-rschl mehr und mehr nordisches Klima. Wunderbar begiinstitit , durch den Nordwall der Alpen zum Theile, sind die italienisciien Thäler und ihie südlichen Auslaufer zu den Seen. Der Wasserspiegel des Lago maggiore j)eträgt etwa 620', derjenige des Lago di Lugano 92(3 und des Lago di Como 660, während nördlich der Alpen Bodensee 1240, Züricher 1258, Vierwaldslätler 1347 und Genfer See 1154' Hebung besitzen. Solche Höhenverschiedenheiten, wie sie kein kleines Land Europas auch nur im Entferntesten aufzuweisen hat, müssen natürlich zu den ditTerentesten Temperaturverhältnissen und von letzteren abhängig zu der verschiedenartigsten Flora und Fauna führen. Man nimmt nach v. Humboldt an, dass ilas vertikale Aufsteigen von 721' 1 R, Wärmeverlust ergebe, welcher allerdings in Höhen von etwa 6000' l)eträchtlich zunehme. Etwas abweichende Zahlen erhielten die Brüder Schlagin Iw ei t für den Monte Rosa. Wir eeben eine Tabelle : Orte Höhe Tempenituren in ° C. Winter Frühling Sommer Herbst Jahres- mittel Maximum der Kälte Höchste Wärme Bellinzona 729' +3,19 + 12,78 +2 1,79 + 12,39 + 12,58 — 6,8 +31,5 Lugano 92(3 + 2,54 + 12,9 4 + 20,79 + 12,04 + 11,92 — ",o +33,1 Sion 1625 + 1,2 + 11,2 + 19,3 + 10,5 + 10,61 — ',' — Montreux t1S5 +2,41 + 10,40 4-18,69 + 10,65 + 10,54 — 8,7 +29,7 I5asel 1763 + 1,00 + 9,79 + 17,98 + 9,23 + 9,50 — 13,3 +30,3 Cliur 1844 +0,3 + 9,5 + 17,4 + 9,3 + 9,16 — — Ölten 1216 +0,21 + 9,36 + 17,85 + 8,89 + 9,09 — 13,1 +30,5 Zürich 1268 + 0,06 + 9,26 + 17,73 + 8,91 + 8,99 — 13,9 + 29,7 Bern 1576 — 0,73 + 8,38 + 16,88 + 8,02 + 8,13 — 13,6 +80,7 St. Gallen 2081 — 0,90 + 7,84 -1-16,04 + 7,89 4- 7,72 — 15,1 +28,7 Trogen 2786 — 0,74 + 6,69 + 14,86 + 7,07 + 6,96 — 16,5 + 26,6 Beatenberg (Bern) 3530 — 0,80 + 5,81 + 13,92 + 6,68 + 6,43 — 15,8 +26,3 Einsiedeln 2803 — 2,3 + 5,81 + 14,17 + ß,l 4- 5,9 — 19,0 + 26,3 Klosters 37 09 — 2,84 + 5,00 + 12,98 + 5,68 + 5,13 — 20,7 +26,6 I\eckingen Überwallis} 4026 — 4,58 + 3,72 -(-13,16 + 4,73 4- 4,26 — 22,0 +27,4 Anderniatt 'i 4 4 3 — 5,00 + 3,7 4-10,81 + 3,7 + 3,6 — — Zernetz 4608 — 5,8 + 3,61 + 12,9 + 4,8 + 3,8 — — Splügen, Dorf 4 460 — 3,29 + 3,31 + 12,27 + 4,97 + 3,66 — 23,4 +26,4 Davos 5080 — 3,79 + 1,94 4-10,84 + 3,13 + 2,33 —24,7 +23,2 Sils-Maria 5510 — 6,53 + 1,18 + 10,54 + 2,59 + 1,93 — 23,0 4-22,8 Grimsel 5778 — 4,32 + 0,32 + 9,04 + 2,4 + 1,61 ? ? Simplon-Hospiz 6183 — 5,76 + 0,18 + 9,13 + 1,83 + 1,34 — 20,5 +20,5 Bernhard in 6384 — 6,011 — 0,12 + 8.66 + 1,29 + 0,96 — 21,0 + 18,8 Gotthard-Hosi)iz 6491 —7,04 — 1,90 + 7,03 + 0,41 — 0,37 — 24,0 +20,0 .iulier-Pass 7040 —7,58 — 1,16 + 7,53 4- 0,46 — 0,19 — 23,9 4-19,8 St. Bernhard-Hospiz 7628 — 7,77 — 2,71 + 5,75 — 0,58 — 1,33 — 22,4 -j-17,6 * Wir konnnen zu den atmosphärischen INiederschlägen. Besässe der Quergürtel europäischen Landes, welcher die Ketten der Alpen trägt, die geringe Meereshöhe der rheinischen oder lombardo-vene- tianischen Ebene, er würde ein viel n)ilderes, weicheres und wasser- ärmeres Clima zeigen; ein reinerer wolkenfreierer Himmel wüi'de sich ausspannen über ein reizloseres Land. Wir hätten alsdann auch eine südlichere Lepidopteren-Fauna . *) Die Jahrestemperatur der höchsten Gipfel scheint —13 bis —15" zu betragen. XII Einleitung. Die belrächtliclio Erhebung verschlechten also das schweizersche Gebiet und führt zu reichlicheren Niederschlügen, zu einem kühleren und feuchteren Clima. Dass es entsetzlich viel im Hochgebirge regnet, wissen wir zur Genüge. Ja es gibt ungünstige Sommer im Alpenlande, wo fast jede lepidoplero- logische Forschung, namentlich in den nördlichen Alpen, unmöglich ist. Der in der Gestalt von Schnee und Regen erfolgende jährliche Nieder- schlag beträgt für Nord- und Mitteldeutschland 19,92", für das Alpenland im Mittel über 40. Die Gebirge Grossbritanniens in edlem Wetteifei- haben es auf 38,83 gebracht. Einmal verdichten an hohen Bergen sich die Wasserdünste zu Wolken und Nebeln. Dann bringt die zerrissene Beschaffenheit des Berglandes mit seinen Kämmen und Thälern eine Menge ungleicher Erwärmungsverhält- nisse des Bodens und der unteren Luftschichten herbei, welche wiederum zu häufigen wässerigen Niederschlägen aus der Atmosphäre führen müssen. So wird also einmal durch Wolken- und Nebelbildung vielfach die Besonnung höherer alpiner Flächen und Halden behindert. Dann bindet die Verdunstung des feuchteren Bodens — und hier kommt die stärkere Bethauung der Gebirgsgegenden noch in das Spiel — eine ansehnlichere Wärmemenge als in der Ebene. Die atmosphärischen jährlichen Niederschläge ergeben für Schaffhausen 83 Cm., Basel 92, Gersau 165, Lugano 157, Bellinzona 180. Man er- kennt an einigen dieser Zahlen, wie die steile Bergwand des Tessin das Wassergas von Süden kommender Luft condensirt. Freilich ist aber auch hier die Menge heller sonnenreicher Intervalle eine grössere als im trüben mittleren und nördlicheren Theile des Landes. Ein lokaler er- wärmender Luftstrom für letztere ist freilich der Föhn. Als weiterer, die Temperatur örtlich erniedrigender Vorkommnisse haben wir noch der Gletscher," die bisweilen tief in die Culturregion hinabsteigen, sowie der, theils im Mittelland, theils auf den Bergen ge- legenen Torfmoore zu gedenken. Sie stellen feuchte verdunstende, wärme- bindende , nebelreiche Stellen dar. Als Beleg diene (S. XI) das kalte Clima von Einsiedeln. Den Orts-Verhältnissen (der Lage, Besonnung und der Natur des Gesteins), sowie den Temperaturverschiedenheiten unseres Landes ent- spricht die Flora. Wie von den Gestaden der italienischen Seen bis zu den Schneespitzen uns eine ganze Reihenfolge der Climale entgegentritt, so erkennen wir auch eine Anzahl übereinander gelagerter Florenbezirke oder «Regionen« von inuner nördlicherem Character, l)is zuletzt Schnee und F^is alles Leben ei'tödten. Die Vegetationsverhältnisse sind jedoch lokal gar manchen Schwan- kungen unterworfen. Sie gestalten sich anders im Westen als im Osten, günstiger im Süden als im Norden, besser auf dem kristallinischen massen- haften Gestein der (lentralalpen als im geschichteten und dabei so zer- rissenen und zerklüfteten Gebiete der Kalkalpen. Hier liegt die Vege- tationsgrenze liefer. Besonnung und öi'tlicher l'euchtigkeitsgrad greifen stark ein. Sonnige, dem Süden zugekehrte Berglehnen und nach Norden gerichtete Bergwände bieten der Verschiedenheiten gar manche; trockiKM'c sonnigere Stellen gegenüber nassen, an Seen und Glelsi'liern l)elindlichen Oertlichkeiten nicht minder. Im unteren Tessin, d(Mn tiefst gelegi^nen Theile iler Schweiz, be- gegnen wir einer südlicheil Flora. Orangen-, Citronen-, Granat-, Lorl)eer- Einleitung. Xlil und Feigeühiiume überwintern im Freien; die Kastanie in imposantem Wuciise bildet Wälder: an den Bäumen rankt sich die. Weinrebe empor. Oelbaum und Kirschlorbeer sind verwildert. An den ferneren Süden mahnen Cactus opuntia und Agave americana. Wir befinden uns hiei- auf krystallinischem Gesteine und in einer Meereshöhe von 6 — 700', Nörd- lich der Alpen wiederholt sich in den glühend heissen Schluchtthälern des mittleren Wallis nur noch einmal das wunderbare Yegetationsbild, in der Umgebung von Sion, allerdings in 1600' Höhe. Aber hier werfen die nörd- lichen Kalkwände Licht- und Wärmestrahlen in reichlichster Fülle zurück. [■nlernehmen wir, von Sion aufsteigend, einen massigen Tagemarsch, so befinden wir uns zuletzt in einer völlig verschiedenen Welt. Verschwunden sind Laub- und Nadelhölzer, wir haben sie allmählich unter uns den AI)schie(l nehmen sehen. Auf bäum- und slrauchloser Fläche empfängt uns die Vegetation der Hochalpen oder diejenige unserer letzten hoch- nordischen Länder. Lepidopteren sind an die Pflanzenwelt auf das hinigste gebunden. Am Morgen fingen wir ein Geschöpf des Südens, um Mittag bietet sich ein Wesen des Berglandes dar und wenige Stunden später haben wir ein Geschö])f erbeutet, welches der hohe Norden, etwa Finmarken, beherl)ergt — und unter uns noch siclitl)ar liegt der südliche Ausgangspunkt der Frühstunde ! Die Zahl der Pflanzen, auf kleinen Flächenraum zusaunnengedrängl, ist demgemäss auch eine merkwürdige grosse. Wir besitzen mehr als 3000 Phanerogamen , zu welchen fast die gleiche Menge kryptogamischer Gewächse hinzukonnnt. Die Vegetationsgrenzen der Alpen sind die gün- stigsten unserer Berge. Tiefer gehen sie herab im .Iura. Elin weiteres Sinken, trotz der Massenhaftigkeit seiner Rücken, zeigt uns der Schwarzwald, ein noch grösseres die Vogesen. Man wird sclion nordisch angemuthet. Gedenken wir zunächst des W'aldes. hi dem Mittellande begegnen wir nur noch Resten einer alten Bewaldung; hier dominiren die Laub- hölzer. Nach aufwärts im Gebirge tritt der Nadelholzwald an die Stelle. Mit unverminderter Kraft reicht er l)is 5000'; bei 7000 beginnt er zu erlöschen, natürlicii früher in den nördlichen als den südlichen Alpen. Einige der letzleren Orle l)ieten unge\Aöhnlich günstige Vegetationsverhäll- nisse dar, so die Stelviokette. Am höchsten steigt die wetterliarlc Arve (Pinus cembra). An man- chen Lokalitäten bis 7500, am Stelvio über 7800'. Unter 5000' gedeiht sie nicht mehr recht. Dem Jura fehlt sie. Ihr nahe kommt die Lärche (P. larix). Sie gewinnt 7000'. (ileicli der Arve ist sie in den Centralalpen am verlireitelsten. Beides sind Bäume des Ostens. In grösster Ausbreitung begegnen wii- in der Nord- und NN'eslschweiz der Rolhlanne (P. abies). In der nördlichen Schweiz erreicht sie 5500'. in den Centralalpen 6000, im Engadin und Münslerthale 6500 — 7000. Die \\ eisslanne (P. picea) gewinnt im .Iura ihre grösste Veibreilung in Höhen von 2100 — 4000'. Beides sind übrigens westliche Coniferen. Die Föhre (P. sylvestris) verändert sich von 6000' an zur Leg-Föhre (P. mughus) . Sie und Junijierus nana überragen l>eträchllich die Arvengrenze. Wir unterbrechen liir einen Augenidick unsere Schilderung des Hoch- gebirgswaldes , um der Alpenrose (Bhododendi'on) zu gedenken. Ihi'e Mittelgrenze kann man auf 6000 — 6700' .iiinelimen. Die eine Art. B. ferrugineum, ist die viel verbreitelere, sie liel)t kalkarmen Boden, findet sich im Urgebir^e sehr verbreitet, koinnit ferner in Torfmooren und selbst XIV Einleitung. auch im Jura vor. R. Iiirsuluin zieht in beschränkterem Vorkommen kalkreichen Boden vor. Dem Lepidopterologen bietet die Alpenrose nur Schutz- und Ruheplätze seiner .lagdthiere dar. Unter den Laubholzern erreichen reine Buchenbestände 3700'. Ver- einzelt geht unser Baum (F. sylvatica) auf 4200 und 4300', noch höher am Ghasseral und Camoghe, nämlich auf 4600 — 5000'. Die Eiche (Quercus) (indet sich verbreitet bis auf 2400', vereinzelt bis zu 3600. Sie ist in starker Abnahme begriffen. Der prächtige Bergahorn (Acer pseudo-platanus) , gleichfalls der Ver- nichtung entgegentreibend , steigt an günstigen Stellen der nördlichen Schweiz bis 5000'. Die Linde (Tilia europaea) endet bei 3600'; auch die Weisserle (Alnus incana) dringt nicht zu höheren Bergen empor. Die Birke (Betula) erreicht in den Berner und Graubündner Bergen Elevationen von 5 — 5800', ebenso der Vogelbeerbaum (Sorbus aucuparia). Ihnen nahe kommt noch einigermassen die Zitterpappel (Populus tremula) . Dagegen dringt, als achtes Kind des Gebirges, die Alpenerle (A. viridis) bis zur Schneegrenze vor. Die massenhafte Cullur der Stein- und Kernobstbäume grenzt sich im Allgemeinen mit 2800', in Graubiinden etwa mit 3500' ab. Dei- Wallnussbaum (.luglans regia) erreicht in Tessin und Graubünden die Elevation von 3200', während er in der nördlichen Schweiz bei 2500 und 2000' zu endigen pflegt. Die Weinrebe (Vitis vinifera) bedingt vielfach mit den an die Stelle der verschwundenen Wälder getretenen Culturwiesen den Character des Mittellandes und der niederen Gebirgshalden. Ihre Cultur geht in der nördlichen Schweiz auf 15 — 1700', in Graubünden auf 2200, im Wallis auf 2500, doch stellenweise, z. B. im Aostathale, noch einmal beträchtlich höher. Die Kastanie (Castanea vesca), der herrliche Baum (seine wenigen Lepidopteren stimmen mit denjenigen der Eiche), ist massenhaft im Süden und bis zum Genfer See verbreitet, und dann tritt er nochmals am Vier- waldstätter See an geschützten Lagen , ebenso auch noch bei Zug* auf Seine Höhengrenze nimmt man zu 2400 — 2800' an. Wir haben also difTerente »Regionen« des Pflanzenlebens kennen ge- lernt. Ihnen entspricht mehr weniger das Hee^ der Lepidopteren. Die Eintheilungen, welche man hier geben kann und gegeben hat. tragen innner den Character einer gewissen Willkürlichkeit; ihnen klebl gewöhnlich der Wohnort und das Forschungsgebiet des Autors an. Süden und Norden unseres Faunengebietes ändern da sehr vieles. So geben wir als einen bequemen, und den Lepidopterologen durch das Werk der Brüder Speyer bereits bekannten, Anhaltepunkt die Ein- theilung von 0. Heer, doch mit gewissen Modificationen. 1) Die untere Region, wie sie im Süden unseres Faunengebietes an den italienischen Seen erscheint. Man könnte sie. welche im Wallis und Tessin südliche Pflanzen und Lepidopteren beherbergt, mit der Lebens- sphäre des Nussbaums, also mit einer Elevation von 2500 — 3000' und mehr abgrenzen. Ihre Erhebungen in Gestalt von Hügeln und Bergen gewinnen bereits ein viel rauheres Clima. 2) Die Berg-Region, als deren Grenzmarke wir etwa das Erlöschen der Buche mit einer Höhe von 4000 — 4600' und mehi- bezcMchnen dürfen. 3) Die untere AI ])en-R egion. Die Laubhölzer haben abgenom- men und verschwinden allmählich, die Coniferen bilden den Waid, ihre Einleitung XY Erhebung können wir in den nördlichen Alpen auf 5000 und 5500, in den sütllichen auf 6500 — 7000' und hier und da einmal noch höher schätzen. 4) Die 1) e r e A 1 p e n r e g i o n , in den nördlichen Alpen von 5500 und 6000' beginnend, in den niiltleren erst mit 7000', um in den süd- lichen Bergen 8000' und mehr zu überschreiten. Die llolzgewächse sind auf ein Minimum reducirt und verschwinden gänzlich. Die hochalpinen Phanerogamen bestinunen den Character der Flora, um, innner kleiner und dürftiger werdend , den Moosen und Flechten zu weichen , w eiche noch an günstigen Stellen höchster Alpenspitzen getroften werden. 5) Die untere Schneeregion, die letzte Grenze des Lebens. Im Norden von 7000 und 7500', um im Süden bei 8 — 9000 zu l)eginnen. Die dürftigste Vegetation herrscht, Schneefelder bleiben vielfach während kurzer kälterer Sonuner liegen. In ungünstiger Zeit umfasst die Todes- ruhe des Winters mehrere Jahre. Die Cryptogamen bestimmen den Cha- racter; doch hier und da, seilest in bedeutendster Erhebung, noch Resle offenblühender Pflanzen. Unsere Lepid opteren, phytophage Insekten in ihrer Jugend, gehor- chen diesen Vegetationsgesetzen. Allerdings spielt die Besonnung hier stark hinein und auch die Windströme machen sich sehr geltend, so dass pflanz- liches und Lepidopferen- Leben nicht überall parallel gehen, wie das arktische und alpine Terrain leicht erkennen lassen. In unseren tiefsten Regionen finden wir eine reichlichere Lepidopterenfauna, welcher freilich der Mensch mit seiner »Cultur« einen unerbittlichen Vernichtungskampf bereitet. Einzelne südliche Formen sind hier bei uns eingedrungen (s. u.]. Im mittleren Gebirgslande. unter besseren Verhältnissen, herrscht eben- falls noch eine Fülle der Lepidopteren-Arten. Manches, was man aus dem Norden kennt und unserem Tiefgebiete fehlt, stellt sich jetzt schon ein. In den unteren Alpen neue Erscheinungen; aber die Reihe der Arten der Ebene nimmt allmählich ab. An den höchsten Grenzplätzen kommt Weniges, jedoch höchst Interessantes hinzu ; aber die Abnahme der Be- wohner tieferer Regionen ist eine enorme. Wir haben, auch im südlich- sten Alpenlande, über 8500' kaum eine neue Art mehr. Um eine Vorstellung der Abnahme vom unteren Alpengebiete bis zum Hochgebirge zu liefern, gebe ich eine Tabelle und berücksichtige zugleich nordische Beobachtungen. Sie hat nur einen ungefähren W erth , abge- sehen von allen Beobachtungslücken , da über dasjenige , was Art und Varietät bildet, natürlich kein Abschluss zu erreichen ist. Gruppen. (Bergün Zeller) docli auch bis zum Weissenstein (in ungefährer Zahl). Albulapass (Frey). Dovrefjeld (Wocke). Finmarken (Staudinger, Wocke). Island (Staudinger). Papilioniden Sphlngiden Bombyciden Noctuiden 91 44 15 2 28 10 43 6 (viel 7,u gering) (zu gering) 97 17 59 33 93 24 IßO 24 13 3 12 2 11 24 24 1 3 21 Geomelriden 97 17 ST) 35 Pyraio-Crambiden 59 23 13 '17 Tortriciden 93 24 34 36 Tineiden IßO 24 50 57 Pterophoriden i 13 3 ß 2 Der Reichthum an heliophilen Tagfaltern ist also ein sehr bedeut im sonnigen und südlicheren Al|)eulande gegenüber dem trüben i reichen Norden. ü 9 10 3 3 7 1 ender •eszen- XVI Einleitung. Rechne ich, allerdings in nur sehr ungefährem Ueherschlage das zu- sammen , was ich auf den höchsten Grenzplätzen des Lebens, in unge- fährer Höhe von 8500' an in unseren Alpen noch antraf, so ist es eine verschwindend kleine Anzahl, wenn man al)siehl von demjenigen, was Windslröme etwa hinauftrieben. Ich nenne Pier. Callidice, Arg. Pales, Ereb. Gorge , Arct. Cervinii, Agr. Culminicola, Das. Tenebraria , Psod. Alticolaria, Scop. Valesialis, Dichr. Harpeana und But. Glacialis unter den letzten der Getreuen, welche ich dort in eisiger Höhe noch fand. Man wird die Frage entgegen bringen, wie hoch ist die Zahl der zur Zeit in unserem Faunengebiete beobachteten Arten? Ich gehe ungern auf die Beantwortung der Frage ein, weil sie sich eigentlich bei dem mangelhaften Wissen der Gegenwart nicht lösen lässt und weil, wie vorhin l)emerkt, zwischen Art und Varietät keine Grenze zu ziehen ist. Der Arlbegriff ist in dem Nachfolgenden weiter ausge- dehnt, als es bisher bei den Lepidopterologen (namentlich den industriellen) üblich ist; die Artenzahl fällt darum relativ geringer aus. Es kann sich also nur um sehr unsichere Zahlenangaben handeln. Schweizersclie Lepidopteren : a) ohne Varietäten b) mit Varietäten (diese Angabe ziemlich unsicherer Natur) 171 65 61 30 170 26 439 56 375 67 191 23 334 36 727 17 35 1 5 Papilioniden Sphingiden Bombyciden Noctuiden Geometriden Pyralo-Cran)biden Tortriciden Tineiden Plerophorinen Alucitinen 2508 2829." Wir kommen zu einer anderen hochwichtigen Frage. Woher stammen die gegenwärtigen Lepidopteren der Seh weiz? Eine thatsächliche Lösung lässt sich wohl niemals gewinnen. Eine wahr- scheinliche, an der Hand vorsichtiger Hypothesen, erachten wir für möglich. Auch noch in der- jUngei'en sogenannten Tertiärformation herrschte in unserem Areal, wie beispielsweise bei Oeningen am Bodensee, eine süd- liche Pflanzen- und Insektenvvelt. Dieses hat 0. Heer nachgewiesen. .Jene damalige l'lora und Fauna verschwand oder änderte sich uu) durch den Funiiruch der sogenannten (ilelscher- und Eiszeit, einer Folge beständig abnehmender Wiirme. Mächtige Schnee- und Glelscherfelder bedeckten damals uns(M' Faiuien - gel)iet. Die Spuren letzlerer g(>hen lief in diis Miltelland, bis Genf und Zürich herab. Hatte aber -damals eine vollkommene Vereisung des schweizei"- sehen Areals stallgefunden? Um diese Frage dreht sich j'igentlich Alles. Warjene Vereisung eiiu» allgemeine, so musste ihr jedes frühere Pflanzen- iMul Thierleben zum Opfer gefallen und hinterhei' eine neue Pflanzen- und 'Ihierwelt entwedfM' wiiMlei- enlslanxulis u. d. m. 4a) Rein nordische Arten, für welche eine Al)leifung aus der alpinen und Fjszeit-F^auna fehlt, sind initer andern: Arg. Chariclea, F'reya, Polaris, Frigga , Ereb. Embia und Disa , Chion. Jutta, Norna, Oeno, Also, Semi- dea, Arct. Borealis und Thulea , unter den Noctuen Pachn. Carnea, Plus. Microgamma , Parilis, Diasema , auch An. Bohen)anni, Melaleuca, Algida, Schoenherri. Amissa, Zetterstedtii und Quieta zählen dahin, eine sonder- bare Gruppe. Unter den Geonietren nennen wir Cid. Serraiia, Frigidaria, Abrasaria, unter den Pyraliden Scop. Gracilella, Cramb. Trichostoma, Bot. Ephippialis, unter den Wicklern Graph. Giintheri, Biscutana, Phacana, unter den Tineen Ad. Esmarkella, Gel. Tarandella, Pers[)ersella, Orn. Polygrammella, Nepl. Lapponica. Wir haben vieles hier noch übergangen. 4b. Wir gehen über zu den Arten, welche, in vielfach räthsel- hafter Weise, nur dem Alpenlande zukommen, den» Norden sowie anderen kälteren Gebirgen mangeln. Wir heben heraus: Mel. Asteria, Ereb. Eri- phyle, Mnestra, (Arete), Pharte, Ceto^ Qeme, Glacialis, Tyndarus , Gorge, Goante , Pronoe, Chion. Aello, Syr. Cacaliae; ferner Ino Stalices Yar. Chrysocephala , Zyg. Minos Var. Pluto , Filipendulae Var. Mannii , Fausta Yar. Jucunda ; ferner die Setinen b-rorella Yar. Freyeri , Andereggii und Ritlelensis, dann Roseida Yar. Melanomos, Kuhlweini Yar. Alpesiris. 7\urila Yar. Ramosa , Arct. Maculosa Yar. Siniplonia , Cervini mit ihrer Yar. Hnateckii, Spil. Sordida, Hep. Carnus, Ps. Tenella und Plumislrella, Bond). Alpicola. Unter den Noctuen gedenken wii- der Agr. Culminicola, Helvetina, Birivia, Decora, Simplonia, Fatidica, Plus. Aemula, Devergens, An. Nigrita , unter den Spannern der Das. Tenebraria, Psod. Alticolaria. Auffallend gross ist die Zahl derartiger K^leinschmetterlinge, doch wohl vielfach auf mangelhafter bishei'iger Beobachtung beiuhend und darum trügerisch. Wir nennen: Scop. Yalesialis n)il der Aar. Oclonella, Heic. llelveticalis und Yar. Lugubralis, sowie Rupesti-alis. Bot. Rhododendralis. Murinalis, Austriacalis, Sororialls und Nilidalis, Ci'amb. llortuellus Yar. Ces|)itellus, Zermaltensis, Luctiferellus , Pn ramidellus, Spuriellus, Conibi- nellus, As. Aethiojiella Yar. Alpicolella, Sphal. Alpicolana, Conch. Aurofa- sciana, Penlh. Noi'icana, Metalliferana, Spuriana, Dichr. Bugnoniana, llai- peana , Rhaeticana , Alpicolana. Unter den Tineen I)egegnen wir, al)er- mals wohl aus mangelnder Beobachlung. einer sehr grossen Anzahl liei- niischer Formen. Mel. Ciliai-is und Lugubris. Tal. Al[)eslrella , Neu). Panicensis , Swani. Allei'uans und Caflischiella , l'lul. Genialella, Ivxap. Duratella, Dep. Montium, Al])igena , CotoneastiM , ll^ulenii und Laserpitii. Sym. Signella, Gel. Acupediella, Praeclarella , Ochripalpella , Petasilis. Melaleucella, Perpetuella , Elalella , ErschofTii , Killiasii, Diffluella , Cacu- minum, Excelsa, Sieudeliella, Holosericeella, Feralella, Succinctella, Sub- Einleitune;. XXI missella . Libertinella , Helificella, Hyps. Basiguttellus , Anch. Grisescens. Liiureolella, Oec. Rhaelk-ii, Heul. Slntaiiolla und Laserpitiolla , Biit. Am- phonycella und Glacialis, At-rol. Atljcctella . Ocn. Coj)iosclla, Zell. Saxi- IVaiiac , Orn. AljuCola und Pfaflcnzelleri , Co!. Albisquaniella , Aoripennis, Aelliiops, Reclilinec'lla , Fulvostinaniella, (lollina, Mediost i'ii^ala, Bn'gensis, Albulae, Chaul. Aequidentcllus, EI. Freyi, Juiiensis, Sublimis und Ileinc- niannii, Buc. Faligatclla. Jugicola, Valesiaca und Alpicola, Nept. Dryadis, Oed. Rogenhoferi. 5. Zu den auirallenden Vorkonnnnissen der Alpen, welche weder durch Tempera! ur- noch Fiora-Din'erenzen erklärt werden können, müssen wir einige, unser Faunengebiel durchschneidende, botanische und enlo- mologisehe Grenzlinien rechnen. So gehört Anth. Ausonia Vai", Simplonia dem Wallis. Mel. Asteria dem Osten unseres Alpengebietes an. Arct. Cervini erstreckt sich nach bisherigem Wissen nur bis zur Simplonkette, Cramb. Zermattensis in gleicher \N'eiso. während Cramb. Maculalis nur in Gi'aulninden angel rollen ist. Die meisten unserer Alpenl)ewohner sind allerdings vom Montblanc bis zum Slelvio zu irellen. 6. Wir haben ferner der eingedrungenen SUdeuropäer zu gedenken. Ihre Zahl ist keine grosse und ihre Abgi'enzung eine sehr missliche. Unbedenklich ziehen wir Anth. Eupheno und Rhod. Cleopatra hier- her. Sie haben sich bis Lugano \orgescho])en. Hierher zählen wir ferner Lyc. Escheri, Jolas . Pol. Hipponoe, Var. Gordius. Viel weiter nördlich, nämlich bis Basel und Zürich, ging Lyc. Baetica. Gewiss hat ein nicht uid)elrächtlicheres F^inwandern 'dem Genfer See entlang der Rhone hinaid' in das Wallis stattgefunden. Wir machen nur aufmeiksam auf Xyl. Lapi- dea Var. Sabinae. dal. Opalina und Plat\ptei-a. Eurr. Adulatrix, Cat. Puer- |)era , Hem. NNcthenieraria , Orth. Vicinai'ia und auf Par. Aprilella, um Anderes zu übergehen. Wir reihen noch zwei andere Fragen an. a) Besitzt der Jura eine e i g e n t h ü m 1 i c h e L e p i d o p t e r e n - V a u n a ? Wir können nur svenige Arten und Formen beibringen. Lyc. Corydon mit Var. Syngrapha, Pol. Xanthomista als Var. Nivescens, Gar. Jurassica dürfte man anführen. Anderes wiederholt sich in den Alpen. 1») Haben ursprünglich alpine Lepidopteren tieferab- w ä r t s im Lande eine U ni g e s t a 1 1 u n g zu anderen Spezies er- fahren? Es liegt nahe, auf dem Wege der Hypothese (wir bemerken es ausdrücklich) in Pier. Bi-yoniae den Stammvater der P. Napi, in Gol. HNale den Abkönunling der Pliicomone zu erblicken, Lyc. Argus von Aegidion , die Melitaeen-Gruppe Alhalia-Parthenie von Asleria abzuleiten. Mel. Maturna von Var. Wolfensbergeri. Zyg. F]\ulans für den Urvater zahl- reicher Zygaenen zu erachten und dergleichen mehr. Gewiss haben diese Vermuthungen vollstes Recht auf weitere Prüfung — allein wie soll man einen zwingenden thatsächlichen Beweis führen? Unsere Sache hier ist es nicht. Wir verlassen hi(Miiiit das verlockende Gebiet der Hyjiothesen. Wir wenden uns zu den nüchteren Thatsachen. Wir bringen unser Verzeichniss. Hölieiiverzeichnisß in Pariser Füssen. Aarau (Aargau; Wil. Aarberg (Bern) 1379. Aarburg (Aargan) 1236. Agno (Tessin) 908. Aigle (Wallis) 1290. Airolo (Tessin) 3629. Albiila-Pass (Graubünden) 7120. Algabi (Wallis) 3425. Alpien (Wallis) 4895. Alpnach (Unterwalclen) 1437. .Mvarieu (Graubünden) 4076. Amden (St. Gallen) 2801. Amsteg (Uri) 1640. Andermall (Uri) 444 5. Ardetz (Graubünden) 4523. Arlesheim (Baselland) 1062. Auvernier (Neuchätel) 1388. Baden (Aargau) 1179. Baldern (Albis) (Zürich) 2309. Bahne, Col de (Wallis) 6785. Baltschieder (Wallis) 4760. Basel (Basel-Stadt) 763. Bauma (Zürich) 1982. Bealonberg (Bern) 3530. Rechburg bei Ocnsingen iSolotliurn) 1819. Beleben (Baselland) 3385. Bellaggio (Italien) 666. Bellalj) (Wallis) 6317. Hellinzona (Tessin) 729. Belp (Bern) 1631. iSerglialp (Glarus) 4981. Hcrgiin ((iraubünden) 427."i. B6risal am Sini|)lon (Wallis) 4768. Bern (Bern) 1576. Borneck (St. Gallen) 1296. Bernhardin (Graubünden) 658 4. Bernina-Pass (Graubünden) 7182. Bcriiina-Wirthshäuser (Graubundeii; 6321. Bevers (Graubünden) 5264. Bex (Waadt) 1259. Biasca (Tefesin) 1043. Biel (Bern) 1371. Bicier (Peters-) Insel (Bern) 1471. Bipp (Bern) 1523. Blaise, Ste. (Neuchätel) 2120. Blauen (Baselland) 2373. Boezingen (Bern) 1372. Bonfol (Bern) 1373. Bormio (bagni vecchij (Italieiij 4707. Boudry (Neuchätel) 1448. Braunegg (Aargau) 1328. Bre, Monte, bei Lugano (Tessin) 2909. Bremgarten (Aargau) 1143. Brieg (Wallis) 2180. Brienz (Bern) 1859. Brugg (Aargau) 1060. Brusio (Graubünden) 2709. Buchs (Zürich) 1404. Bünzen (Aargau) 1354. Büren (Bern) 1327. Burgdorf (Bern) 1675. Calanda bei Ghur (Graubünden) 86,")0. Cantoniera quarta des Stelvio (Italien) 78()6. Casaccia (Graubünden) 4490. Cauma-See bei Flims (Graubünden) 3078. Cavaglia (Graubünden) 5236. Celerina (Graubünden) 5306. Chamouny (Savoien) 3282. Champpr> (Wallis) 3180. Chasseral (Bein) 4955. Chasseron (WaadI) 4958. Chäteau d'Oex (WaadI) 2900. Chaumont (Kreiburg) 3608. Chexbres (Waadt) 1788. Höhenverzeichniss in Pariser Füssen. XXII I Chiaclavuol bei Bergün (Grauiniiuien) 5727. Chiavenna (Italien) 1023. Chules (Neuchätel) 1364. Chur (Graubünden) 1844. Churwalden (Graubünden) 3731. Cierfs (Graubünden) 5119. Coltura (Graubünden) 3091. Combes (Neuchätel) 1693. Constanz (Baden) 1253. Cornauv (Neuchätel) 1385. Cresciuno (Tessin) 831. Gressier (Neuchätel) 1370. Cresta (Graubünden) 5293. Crevola (Italien 1031. Croix Ste iWaadl) 3552. Daubensee der Gemmi (Wallis) 0791. üavos, Dörfli (Graubünden) 4 793. Davos, Platz (Graubünden) 4 790. Dazio grande (Tessin) 2869. Degersheini (St. Gallen) -2654. Denens (Wnadl) 1542. Dictikon (Zürich) 12üü. üischuialhal (Graubünden) 5400. Disentis (Graubünden) 3600. Döle (Waadt) 5175. Domo d'Ossola Italien) 1555. Dorneck (Solothurn) 91 1. Dübendorf (Zürich) 1331. Dürreck (Baselland) 3386, Dusnang (Thurgau) 1847. Ebenalp (Appenzell) 4925. Eggiswyl (Bern) 2231. Egliswyl (Aargau) 1717. Eigenthal am Pilatus (Luzern) 3213. Einsiedeln (Schwyz) 2803. Elm (Glarus) 3029. Engelberg (Unterwaldenj 3085. Engelberg, Berg bei Ölten (Solothurn) 2198. Engstlen (Bern) 5715. Ennenda ^Glarus) 1465. Erlenbach (Bern) 2272. Ermattingen (Thurgau) 1265. Evolena (Wallis) 4245. l'ählensee ^Appenzell; 4479. Faido (Tessin) 2201. Fain, Val da, Eingang (Graubünden 6321. I'aulhorn (Bern) 8260. Felsberg (Graubünden) 174 8. Ferenbalm Bern, 1529. Filisur (Graubünden, 3200. Fischenthal (Zürich, 2404. Fischingen Thuri-au] 1939. Flinis (Graubünden) 3401. Flimser Stein (Graubünden) 8303. Fluela-Pass (Graubünden) 7394. Fontanezier (Waadt) 2549. Franzenshöhe des Stelvio (Tirol) 6717. Frauenfeld Thurgau) 1290. Frohburg am Hauenstein ;Solothurny 2601. Frutigen (Bern) 2613. Fürstenau (Graubünden) 2013. Furka-Pass (Wallis) 7419. Gadmen (Bern) 3700. Gaebris (Appenzell) 3856. Gais (Appenzell) 287 5. St.. Gallen (St. Gallen) 2081. Gamsen (Wallis) 2044. Gasterthal (Bern) 4603. Gemmi-Pass (Bern] 7086. Generoso, Monte (Tessin) 5199. Genf (Genf) 1165. Gentel-Alp (Bern) 3540. Gingins (Waadt) 1678. Giornico (Tessin) 1216. Giubiasco (Tessinj 717. Glarus (Glarus; 1397. Güschenen (Uri) 3386. Goldau (Schwyz) 1615. Gomagoi am Stelvio (Tirol) 4070. Gondo (Wallis) 2164. Gorner Grat bei Zermalt Wallis) 934 0. Gotthard (Tessin) 6491. Grengiols (Wallis) 3263. Grimsel (Bern) 5778. Grindelwald (Bern) 3220. Grono (Graubünden) 939. Gürgaletsch bei Parpan (Graubünden) 7.'i24. Guensberg (Solothurn) 1921. Gurnigel, Bad. iBern; 3554. Gurnigel, Schwarzbrünneli (Bern) 4020. Gurnigel, oberer (Bern) 4765. Gurten (Bern) 2666. Gullannen (Bern, 3291. (i^sulatluh bei Aarau (Aargau] 2379. Ilaldenstein (Graubünden) 1724. llasennialt (Solothurn) 4 400. Hauenstein (Solothurn 2254. Hindelbank (Bern) 1616. Hohenstollen (Unterwaiden) 7640. Holderbank (Solothurn) 2215. Homberg (Aargau) 2451. Hörn, Slälzer (Graubünden) 7936. Hütten (Zürich) 2278. Hundslein (Appenzell^ 67S5. XXIV Höbenverzeichniss in Pariser Füssen. .lamans, Col de (Waadt; 3783. Jean, St. (Neuchatel 1343. Igis (Graubünden; 1773. Ilanz (Graubünden! 'i\'\'2. Indcn (Wallis) 3620. Ins (Bern) 1610. Interlaken (Bernj 1753. Inzlingen (Baden) 1167. Jochpass (Unterwaiden; 6905. Jolimont (Bern) 1859. Jorat bei Lausanne fWnadI 2857. Irchel (Zürich) 2143. Isella am Simplon (Italien; 2042, .lulierpass (Graubünden) 7040. Juslistiial am Thuner See (Bern) 3760. Kandersteg (Bern) 3602. Kasten, Hoher (Appenzell) 5538. Katzensee bei Zürich (Züricli) 13C1. Klönthal (Glarus) 2475. Klosters i'Graubünden) 3709. Krayalp (St. Gallen) 6156. Kreuzungen (Tiuirgau) 1304. Küttigen (Aargau) 1307. Kyburg, Schloss (Zürich) 1939. LachauKdefonds (Neuchatel) 3071. Landeron (Neuchatel) 1345. Langnau (Bern) 2068. Lägernberg bei Baden (Aargau) 2654. Languard, Piz (Graulninden) 10,053. Laret, Alp, bei St. Moritz (Graubünden) 6460. Latrigen (Bern) 1385. Latsch (Graubünden) 4950. Lauenen (Bern) 3879. Lausanne (Waadt) 1583. Lauterbrunnen (Bern 2434. Lavey (Waadt) 1333. Lax (Wallis) 3451. Lecco (Italien) 926. Lenk (Bern) 3309. Lenz (Graubünden] 4063. Lenzburg (Aargau) 1222. Loonhard, St. (St. Gallen) 1558. Leuk, Stadt (Wallis) 2438. Lenker Bad (Wallis) 4 536. Lichtensteig (St. Gallen) 2611. Liestal (Baselland) 962. Lrgerz (Bern) 1335. Ligniöres (Neuchatel; 2485. Locarno (Tessin) 641. Locle [Neuchatel; 2826. Lostorf iSolothurn; 1394. Luc, Sl. (Wallis) 5054. Lugano (Tessin) 926. Lungern (Unterwaiden) 2241. Luzern (Luzern) 1347. Macugnaga (Italien) 4039. Magadino (Tessin) 616. Maienfeld (Graubünden) 1555, Malans (Graubünden) 1718. Maloja (Graubünden) 5393. Mandach (Aargau) 1864. Manis (Graubünden) 3573. Marly bei Freiburg (Freiburg 1804. Martigny (Wallis) 1302. Marwies (Appenzell) 6310. Matt (Glarus) 2543. Maurice, St. (Wallis) 1259. Meiringen (Bern) 1863. Mellingen (Aargau) 1072. Mels (St. Gallen) 1536. Mendrisio (Tessin) 1250. Mettmenstetten (Zürich) 1459. Metzerlen (Solothurn) 1767. Moerel (Moerill; (Wallis) 2383. Moerschwyl (St. Gallen) 1736. Moleson (Freiburg) 6172. Mollis (Glarus) 1379. Montcherand (Waadt) 1376. Mont d'Or (Frankreich) 4504. Montmirail (Neuchatel; 1385. Moosseedorf (Bern; 1635. Morges (Waadtj 1154. Moritz, St. (Graubünden) 3464. Moro, Monte (Wallis) 8386. Moudon (Waadt) 1583. Mühlen (St. Gallen) 1524. Münchenbuchsee (Bern) 1616. Münster (Wallis; 4168. Muottas bei Samaden (Graubünden) 7942. Muraigl, AlpbeiSamaden i Graubünden) 67 72. Muranza, Val (Graubünden; 6705. Murren (Bern) 5017. Nairs (Graubünden) 3760. Naters (Wallis] 2385. Neftenbach (Zürich) 1277. Neuchatel (Neuchatel) 1346. Neuveville (Neuenstadt) (Bern 1{;'i4. Nidau (Bern) 1416. Niesen (Bern) 7280. Nikolas, SL (Wallis) 3580. Nürensstorf (Zürich) 1582. Nyon (Waadt) 124 6. Obefgestelen (Wallis) 4174. Obshildeii (ihuiis 21196. Höhenverzeichniss in Pariser Füssen. XXV Ofiringen Aargan 1216. Ollon (Waadt; 1893. Ölten (Solothurn; 1216. Orbe (Waadt) 1376. Ormont (Ormond) (Waadt) 3;i81. Ofa, Alp bei Pontresina (Graubünden 6928. Othmarsingen (Aargau) 1221. Oucliy (Waadt; 1154. Palezieux (Waadt) 1986. Palpuogna bei Bergiin Granbiinden; 5904. Panex (Waadt) 2847. Panixer Pass (Glarus) 7425. Parpan (Graui)ünden) 4633. Passwang (Solotliurn) 3094. Payerne (Waadt) 1391. Pfäfers (St. Gallen) 2525. Pfäffikon (Zürich) 1665. Pfynwaid (Wallis) 1715. Pilatus (Luzern) 6858. Ponte (Graubünden) 520 J. Pontresina (Graubünden) 5566. Po-scliiavo Graubünden) 3118. Prägels (Bern) 2550. Proniontogno 'Graubünden) 2521. Ragaz (St. Gallen) 1664. Randa (Wallis) 4535. Randen (Schaffliausen) 2594. Raron (Wallis) 2322. Rawyl (Bern) 6970. Renan (Bern) 2758. Rheineck (St. Gallen) 1234. Rheinfelden Aargau) 840. Rhone, Hohe ^Zürich u. s. w. 3781. Rhonegletscher (Wallis) 5390. Richetligrat (Glarus) 6970. RifTelberg bei Zermatt (Wallis; 7910. Rigi (Scliwyz) 5541. Rorschach (St. Gallen 1233. Rosegg, Val (Graubünden) 5975. Rosenlaui (Bern) 4160. Rossiniere (Waadt) 2798. Roveredo (Graubünden 911. Rueggisberg (Bern) 2855. Rupperswyl (Aaigauj 1115. Saanen (Bern) 3149. Saas (Wallis) 4982. Safenwyl (Aargau) 1484. Saillon (Wallis) 1743. Saleve, Mont, bei Genf 3605. Salgetsch (Wallis) 2170. Salvatore, Monte (Tessin) 2797. Salvan i Wallis) 2850. Samaden (Graubünden, 5362. Sandalp, obere (Glarus) 5966. Sardasca (Graubünden) 6033. Saargans (St. Gallen) 14 96. Saxon (Wallis) 1644. Scaletta (Graubünden) 8062. Schaefler (Appenzell) 5843. Schafmatt bei Ölten (Solothurn) 2362. SchatThausen (SchatThausen) 1222. Schangnau (Bern) 3100. Schännis (St. Gallen) 1361. Scheidegg, grosse (Bern) 6037. Schinberg (Aargau) 2247. Schinznach (Aargau) 1057. Schniadribach der Gemnii (Bern) 6360. Schnebelhorn (Zürich) 3987. Schupfen (Bern) 1607. Schuls (Graubünden) 3725. Schwarenbach der Gemnii (Wallis) 6360. Schwarz-Brünneli am Gurnigel (Bern) 4020. Schwarzenegg (Bern) 2915. Schwarzer See bei Zermatt (Wallis) 7873. Schwendi (Appenzell) 2589. Seealpthal (See) (Appenzell) 3515. Seedorf (Bern) 1776. Seen (Zürich) 1404. Septimer (Graubünden) 7115. Sertigthal (Graubünden) 5369. Sierre (Siders) (Wallis) 1696. Sils-Maria (Graubünden) 5510. Silvajjlana (Graubünden) 5587. Silvretta-Gletscher bei Klosters Graubün- den) 6391. Simpeln (Wallis) 4340. Simplon, Pass (Wallis) 6218. Simplon, Hospiz (Wallis) 6183. Sion (Sitten) (Wallis) 1625. Siselen (Bern) 1478. Sissach (Baselland) 1141. Soglio (Graubünden, 3349. Solothurn (Solothurn) 1355. Sorvilier (Bern) 2158. Souaillon (Neuchätel) 1354. Sparenalp bei Klosters (Graubünden) 4880. Speer (St. Gallen) 6021. Splügen (Graubünden j 6510. Stachelberg (Glarus) 2044. Sfaffelegg (Aargau) 1918. Stalden (Wallis) 2567. Steinegletscher am Susten Bern) 574 3. Stelvio, Pass (Tirol) 8610. Stockhorn (Bern) 6767. XXVI Höhenverzeichniss in Pariser Füssen. Suchet, Moni (Waadt) 4912. Surenenpass (Unterwaklen) 7076. Sustenpass (Bern) 6957. Tamins (Graubünden) 2106. Täsch (Wallis) 4Ü78. Tarasp (Graul)ünden) 3417. Tavanasa (Graubünden) 24:26. Teufelsbrücke (üri) 4294. Teufen (Appenzell) 2537. Thalweil (Zürich) i472. Thielle (Zihl) (Bern) 134S. Thun (Bern) 1730. Tiefenkasten (Graubünden) 2650. Toess (Zürich) '1324. Tour d'Ai (Waadt) 7336. Tour de Gourze (Waadt) 2858. Trafoi (Tirol) 4765. Tramelan (Bern) 2857. Trininüs (Graubünden) 3315. Trins (Graubünden) 2647. Trons (Graubünden) 2648. Trübseealp bei Engelberg (Untorwalden) 5800. Turtig (Wallis) 1986. Turtmann (Wallis) 2070. Uetliberg (Zürich) 2687. Umbrail, Piz, am Stelvio (Italien) 9340. Unterseen (Bern) 1724. Urbachthal (Bern) 2827. Urweid (Born) 2343. Ltzwyl, Nieder- (St. Gallen) 1592. Utzwyl, Ober- (St: Gallen) 1761. Valengin (Neuchatel) 2011. Valzeina (Graubünden) 3725. Varen (Varon) (Wallis) 2407. Vettan (Graubünden; 5070. Vevey (Waadt) 1154. Via mala (Graubünden) 2657. Vicosoprano (Graubünden) 334 6. Viege (Vispach) (Wallis) 2216. Viesch (Wallis) 324 4. Viescher Wald (W^illis) 3581. Villeneuve (Waadt) 1154. Villigen (Aargau) 1121. Villmergen (Aargau) 1288. Visperterminen (Wallis) 4205. Vulpera (Graubünden) 3925. Wädensweil (Zürich) 1505. Wäggis (Luzern) 1347. W^aldhäuser bei Flims (Graubünden) 3392. Waldkirch (St. Gallen) 1952. Wallenstadt (St. Gallen) 1315. Walperswyl (Bern) 1371. Wartburg (Solothurn) 2099. Wa.sen (Uri) 282'.. Wasserfluh (Aargau) 2675. Wattwyl (St. Gallen) 3158. Wauwyl (Luzern) 1622. Weissbad (Appenzell) 2524. WcLssenburg (Bern) 2270. Weissenstein, oberhalb Bergün Graubün- den) 6249. Weissenslein , oberhalb Solothurn (Solo- thurn) 3919. Wengen (Bern) 4011. Wengernalp (Bern) 5797. Wesen (St. Gallen) 1310. Wettingen (Aargau) 1127. W^ildegg (Aargau) 1356. Wimmis (Bern) 1678. Winterthur (Zürich) 1358. Wohlen (Aargau) 1287. Wülflingen (Zürich) 1318. Würenlos (Aargau) 1378. Wyl (St. Gallen) 1816. Yverdon (Waadt) 1345. Yvorne (Waadt) 1468. Zermatt (Wallis) 5073. Zernetz (Graubünden) 4 608. Zizers (Graubünden) 1748. Zmutt (Wallis) 6588. Zofingen (Aargau) 1342. Zürich (Zürich) 1268. Zweilülschin 1705. I. Rhopalocereii. Papilioniden. Papilio L. P. Podalirius L. {Hübner [Hb.] 388. 389). Raupe (R.) an Schlehen- und Pflaiimenhäumen ; ebenso an Prunus avium [R.Benleli [Beut.]] . Der Psalter (F.) in zwei Generationen vom Mai bis Juni hin- ein, dann im Juli und August kommt über die ganze schweizerische Hoch- ebene zwischen Jura und Alpen, bald seltener, bald häufiger, vor; er liebt Rergspitzen und sonnige Hänge und pflegt etwa 3000' Meereshöhe nicht zu überschreiten. Doch begegnete ihm Wocke [Wo.) ausnahmsweise noch im angrenzenden Tiroler Dorf Trafoi in 4765' Höhe. Die zweite Generation wird nach Meyer-Dür [31. -D.) an den heissen Hängen des Unterwallis zwischen Raron (2322') und luden (3620') weiss- licher mit Annäherungen an die südeuropäische Varietät Zanclaeus Zeller Z.) (S. Isis 1847. 213 1). P. MachaonL. [Hb. 390. 391). R. an Daucus carota und einer Anzahl anderer Umbelliferen. Ueberall gemein, im Tieflande mit doppelter (Mai, Juni, dann Juli und August) im höheren Gebirge nur mit einfacher Generation Juli und August). Im Gegensatze zur vorigen Species steigt P. Machaon mit vereinzelten Stücken hoch im Gebirge bis zu 6 und 7000' auf (beispielsweise im Ober-Engadin und auf der Franzenshöhe des Stelvio 6717'). Die Exemplare des zweiten Fluges haben die Neigung, ein dunkleres Gelb sowie einen weniger breiten Dorsalstreifen des Hinterleibs zu gewinnen 2). 1) Wir begegnen liier zum ersten Male einem Verhältniss, welches uns später nocli öfter entgegentreten wird, jener Verschiedenheit der Exemplare zweier Generationen. M'a^/ace hat dafüi- das schreckliche Wort »Sa ison -Dimorp h ismus« erfunden. Neben diesem ze itl ichen Dimorphismus unterscheiden wir noch den geschlechtlichen, d. h. die Verschiedenheit des Mannes und Weibes. 2) Das Genus Thais F. mit der Spezies Polyxena S. V. dürfte unserem Faunen- gebiete wohl fehlen. Allerdings soll nach Füssly (vergl. Meisner [Ms] das Thier vor langer Zeit einmal im Tessin gefangen worden sein. Trapp begegnete ihm am 19. April 1857 zahlreich in den Weinbergen des italienischen Stadtchens Orta. Frey, Lepidopteren. ^ "2 I. Rhopaloceren. Parnassius Latr. [Doritis 0.]. Unser Faunengebiet l)eherbergt die drei europäischen Formen. P. Apollo L. (Hb. 396. 397. 730. 731). R. im Früliling an Sedum album , nach TreitschJie [Tr.) auch an S. Telephium. F. mit längerer individueller Flugzeit in einer, aber lang ausgezogener Generation , welche nach Klima und Erhebung von Ende Mai bis weit in den August sich erstreckt. Das Thier bevorzugt sonnige Halden und Fels- lehnen. In der schweizerischen Ebene nur selten und vereinzelt; dagegen sehr verbreitet am Jura, von Schaffhausen, dem Lägernberg bei Baden und von Basel bis zum Genfer See. Er erreicht hier auf dem Chasseral 4955' Höhe. Dann in der ganzen Alpenkette , allerdings vorwiegend in den Thälern und in geringerer Erhebung, doch auch in Höhen von 6000 und 6500'. Bis zur Baumgrenze reicht er freilich nur ausnahmsweise einmal [Wo.); Ober- Engadin am Fusse des Fex-Gletschers {Bischoff [Bi.]); Celeriner Alp {3Ien- gelbir [Mgb.]; schwarzer See bei Zermatt [Jäggi [Ja.]). Hier also zuletzt in 7873' Meereshöhe i) . P. Delius Esp. {Hb. 649—652, 684, 685 und Herr ich -Schaff er [H.-S.] 317—318). R. auf Saxifraga aizoides an nassen, vielfach überwässerten Stellen, wozu Z. in seiner Bergüner Fauna (faun. berg.) zu vergleichen ist 2). 1) M.-D. hebt mit Recht hervoi'; dass der alpine P. Apollo kleiner sei, dass die weisse Grundfarbe der Flügel klarer, mehr milchweiss erscheine, sowie die Augenspiegel meist kleiner und blasser als beim jurassischen. Letzterer dagegen besitze ein dichteres , mehr in's Gelbliche ziehendes Weiss, wovon die schwarzen Flecke und hochrothen Augenspiegel zierlich abstechen. Von Interesse ist dann noch die richtige Bemerkung, dass an den Exemplaren des Jura der Inncnrandfleck des Vorderflügels auf der Unterseite roth gekernt erscheint, nicht aber beim alpinen Apollo. Man begegnet als sehr seltenen Vorkommnissen in unserm Faunengebiete Exemplaren, bei welchen der äussere Vorderrandsfleck des ersten Flügelpaares sowie dessen Innen- randsfleck oberwiirts roth gekernt sind (nach Art des P. Delius). 1875 fanden sich einige derartige Stücke auf der Sissacher Fluh (2161') {Christ); einmal erhielt der alte An- deregg (der Stammvater der bekannten Sammler-Familie) das Thier im Wallis [M.-D.). Eine Aberration mit gelben Flecken bei Homburg in der Nähe Basels gefangen (F. Burch- hardt). Eines am 10. October (I) 1816 auf dem Hügel Tourbillon bei Sion gefangenen Zwitters gedenkt endlich Meisner (Ms.). 2) In sonderbarem Gegensatze steht eine Angabe von M.-ü. Er fand im Obercngadin bei Ponlresina in den ersten Junitagen die Raupen lebhaft hin- und herkriechend auf den mit Scmpervivum überzogenen Felsen und Mauern der Strasse (Schweiz, ent. Zlsciu-. 1. 143). Pierlden. 3 F. der schweizer'schen Ebene und dem Jura gänzlich fehlend, daeeeen in weitester Verbreitung durcli unsere Alpen vorkommend , und zwar von Chamouny bis über die Ostgrenze hinaus am Stelvio. Auch den nördlichen Alpen , denjenigen der Cantone Glarus [Heer] und St. Gallen [Keiser] fehlt er nicht. Die Flugplätze sind nasse Stellen, die Ufer der Bäche, versumpfte Wie- sen. An trocknen , felsigen Abhängen könnte man höchstens einem ver- sprengten Exemplare begegnen. • Die schöne , auch durch ihre Variationen interessante Spezies beginnt wohl schon bei etwa 4000'. (Z.) bei Bergün in Graubünden (4275); Simplon {Christ). Elevationsgrenze 7 — 7500'. Auf den höchsten alpinen Grenz- plätzen des Insektenlebens fehlend [Frey] . P. Mnemosyne L. [Hb. 398), R. auf Corydalis [Kindermcmn] . Der F. fliegt auf feuchten Grasstellen im Juni und Juli . aber nur lokal und bis zu sehr massiger (höchstens wohl 5000' betragender) Erhebung in unseren Alpen. Dem Jura und der Ebene fehlt er. Im Wallis häufig Lenker Bad (4536'), Baltschieder Thal, Simplonstrasse etwas oberhalb Brieg [Trapp], sowie noch oberhalb Berisal (4768') ; weiter westlich im Val de TArolla und am Col de Trient [Riggenhach-StehUn [ß.-S.]); Urbachthal hinter Meiringen im Canton Bern [M.-D., Snell und Ja.) ; im Gadmenthal bei 4500' [Rätzer [Rii.]); Umgebungen Engelberg's im Surenen- thal und Engst lenalp [Ms.) ; ebenso im Gentelboden nahe am Abhang der Engstlenalp [derselbe); Wasen (2823') Canton Uri nach Wullschlegel [Wu.]; Weggithal [Frey); über Einsiedeln (2803'); im Alplhal am Fusse der Mythen nicht selten [M. Paul); auf Wiesen bei Pfäfers (2525') und Bergen um Wallen- stadt (1315') [Eisenring); Valzeina (3725') [Atnstein] . Graubünden, Veltlin und Chamouny (3232') [Salis-Marschlins und M.-D.i. Im Bezirk des Stelvio scheint er nach [Wo.) zu fehlen. Pieride n. Aporia Hb. A. Crataegi L. [Hb. 399. 400j. Die überwinternde R. an Schlehen, Pflaumenbäumen, Weissdorn, Sorbus aucuparia. Im Hochgebirge neben letztgenannter Pflanze noch an Prunus padus [Wo.) und Cotoneaster [Frey). F. im Juni mancher Jahre gemein, höher aufwärts im Juli und noch im August fliegend, ohne die Laubholzgrenze jedoch zu überschreiten. Noch bei Bergün (Z.), Sils-Maria im Oberengadin (5558')i [Frey] und im benachbarten Trafoi [Wo.] . Elevalion in den südlichen Alpen etwas über 5500'. I. Rhopaloceren. Pieris Schrk. C. Brassicae L. [Hh. 401—403). R. an Kohlgewächsen. F. im Tieflande der Schweiz in doppeller Generation (Mai und Juni — dann im Juli und August) überall gemein. Schon in der Höhe von Evolena im Unterwallis [Trapp], also in einer Erhebung von 4245' wird die Genera- tion zur einfachen. Unser Thier , allerdings als vereinzeltes Vorkommniss, gewinnt noch Höhen von 7 — 8000' ; so nach meinen Beobachtungen auf dem Riffelberg bei Zermatt 7910', auf der Fuorcla da Surlej im Oberengadin, so- wie auf dem Albula-Passe (7120') i). P. Eapae L. [Hb. 404. 405). R. von denselben Futterpflanzen wie die vorherige Art lebend. F. in der Ebene in doppelter Generation, im Hochgebirge mit einfacher. 2) Hier geht er vereinzelt bis gegen die Schneegrenze. Neben den bei P. Brassicae genannten Flugplätzen seien beispielsweise noch die Gemmi 7086' [M.-D.), sowie Schilthorn und Tschingelgletscher erwähnt. P. Napi L. [Hb. 406. 407) und Var. Bryoniae Hb. [Hb. 407). Ich bin sehr geneigt mit Weismann (Studien zur Descendenz-Theorie I, 28) in Bryoniae die alte dimorphe Stammart der Eiszeit und in Napi die nachträglich entstandene, monomorphere Gestalt der Ebene zu erblicken. ^) Heber die Verschiedenheit beider Generationen bemerkt M.-D. : Bei der Frühlingsgeneration sind die Hinterflügel breiter und an der Basis schwarz bestäubt. Die Vorderflügelspitze ist grau , nicht sehr scharf von der weissen Grundfarbe abstechend. Der Hinterleib oben schwarz, aber mit weisslicher filzartiger Behaarung überzogen. Die Sommergeneration führt mehr rundliche, an der Basis kaum merklich geschwärzte Hinterflügel, tiefschwarze Flügelspitze , welche nur dem Rande nach graulich erscheint. Die weissliche Behaarung des Hinterleibes fehlt. Er ist oberwärts tief schwarz, unten weiss. 2) "Wir folgen wiederum hinsichtlich der Verschiedenheiten beider Generationen M.-D. Die Frühlingsfalter mattw eiss, Vordertlügelspitze schmal graulich , die Wurzel beider Flügelpaare schwarz bestäubt. Der Mitteltleck der Vorderflügel , sow ie der Fleck am Vorderrand der Hinterflügel klein, meist blass graulich, oder auch ganz fehlend. Die linterseite der Hinterflügel mattgelb mit schwarzer Bestäubung, welche besonders durch die Medianader zu einem Streifen sich anhäuft. Lang behaarter Hinterleib. Die Sommerfalter etwas grösser, reiner, weiss mit viel breiterer schwarzer oder schwärzlicher Spitze, meist grösseren und stärkeren Mitteltlecken namenilich beim 5, welches noch einen grauen Schattenstreifen am Innenrand besitzt. An der Wurzel der Hintertlügcl fast ohne alle schwarze Bestäubung (was auch noch bei der Sonuiiergeneration der nachfolgenden Arten P. Napi und Daplidice vorkommt). Unterseite der Hinterflügel einfarbig blassgelb mit kaum merklicher schwärzlicher Bestäubung in der Mitlelfalte. Die Weiber oberwärts auffallend gelblich, die schwarzen Flecke und die verdunkelte Flügel- spitze stärker und deutlicher hervortretend. Hinterleib nicht so dunkel, etwas weisslich behaart. Pieriden. 5 R. neben Kohlarten an Reseden, Turritis glabra und Biscutella. Als Napi in zwei (gegenüber der vorigen Art etwas früheren) Genera- tionen durch die ganze Ebene häufig ^j . Die Männer der Var. Bryoniae erinnern mehr an die Frühlingsgeneration. Der Grundton der weiblichen Flügel wechselt sehr. In niederen Lokalitäten, wie z. B. bei Meiringen 1865'), kommen Uebergänge vor iM.-D.). Von allen Alpen, namentlich aus geringeren Erhebungen , während in beträchtlicher Höhe die dimorphe Form selten wird, ebenso vom Jura (Hasenmatt (4460'), Nesselboden, Brennets (2548') vom Doubs, sowie von Tramelan im berner Jura (2857') [Guedat [Ge.]) , vom Chasseral (4955') [Couleru [Coul.]]. Hier, auch in den Waadtländer Alpen (Dent de Janian, Ormond (3581') etc.) behalten die Flügel einen mehr gelblichen Farbenton [M.-D.]. P, Callidice Esp. [Hb. 408. 409). Die Nahrungspflanze derR. unbekannt. Die graue Puppe unter Steinen. F. auf allen Alpen, denjenigen von Graubünden, Glarus, St. Gallen öst- lich, ebenso dem Pilatus [Knecht) bis nach Chamouny, bald seltener, bald häufiger. Seine Generation ist eine einfache. In tieferen Lagen kann man ihm schon in den letzten Maitagen (Z.) oder im Juni begegnen, während er an höheren und höchsten Stellen im Juli und August sehr rasch umherfliegt. Bereits bald oberhalb Rosenlaui (4600') beginnend [M.-D.)j geht er über 8000' und mehr, bis an die Schneegrenze (Piz Gorvatsch in Graubünden, Gorner Grat (9346') und Zermatter Berge überhaupt [Frey]). Im Gegensatze zur vorigen Art fehlt P. Callidice dem Norden gänzlich. Sie kommt typisch nur noch in den Pyrenäen und dann als Var. Chrysidice H.-S. auf dem Hochgebirge Kleinasiens vor. P. Daplidice L. [Hb. 414. 415) und Var. Bellidiee O. [Hb. 931—934). R. zweimal im Jahre an Kohlarten , an Reseda lutea, Turritis glabra, Alyssum etc. Die beiden Erscheinungsformen des F. sind so verschieden, dass sie schon in älterer Zeit Ochsenheimer [0.] dahin führten, die kleinere Frühlings- generalion mit dem Namen der Bellidiee zu versehen. 1) Die erste Generation nach M.-D. etwas kleiner. Aussenrand der Vorderflügel convex, Hinterflügel breit gestreckt. Basis aller vier Flügel lebhaft schwarz (beim (5 auch der Vorderrand). Die Adern nach dem Hinterrand verbreitert, schwärzlich auslaufend. Die Adern der Hinterflügel sämmtlich grün bestäubt und nach oben durchschimmernd. Flügelspitze und Vorderflügelflecke oberwärts grau. Die zweite Generation, oftmals als ausgebildete Napaeae Esp. (Hb. Fig. 664. 665) vor- kommend, erscheint grösser (namentlich im weiblichen Geschlechte', mit gerundeteren Hinterflügeln und reinerem Weiss. Flügelspitze und Flecke treten scharfer hervor , die schwarze Bestäubung der Wurzel fällt geringer aus, die Hinterflügeladern schimmern viel weniger hindurch. Die Unterseite der Hinterflügel bald blass, bald gelblich; die schwärz- lich grüne Bestäubung der Adern tritt stark zurück. 6 I. Rhopaloceren. Die geographische Verbreitung des im April und Mai zum ersten , und im Juli und August zum zweiten Male fliegenden Thieres ist bei uns eine eigenthümliche. Häufiger ist es nur im Hauptthale des Wallis schon mit der Frühlingsgeneration [Jenner] ^ als namentlich mit der sommerlichen. Letztere traf ich bis St. Nikolas im Vispthale (3580') öfters. Schon nach dem Genfer See hin wird Daplidice spärlicher , und in den meisten übrigen Gegenden unseres Faunengebietes erscheint unsere Spezies selten oder wird einmal als merkwürdiges vereinzeltes Vorkommniss bemerkt. So wurde beispielsweise in einer langen Jahresreihe ein Exemplar bei Zürich (allerdings einer armen Localität) gefangen. — Von Ingis am Neuenburger See (R. Snell); St. Gallen {Täschler [Tä.\]; Schaffhausen [Trapp j; Basel (mit häufigerer Sommergenera- tion); Liestal (962') [Christ); Schupfen (1607') im Canton Bern [Rothenbach [Rthb.\). Um Bern seit den Tagen von Ms. selten geworden und nur noch stellenweise vorkommend, z. B. bei Elfenau [Bent.]. Von Zofingen (1342') und Lenzburg (1222') im Aargau [Wu.]. Aus Graubünden fehlt sogar jede neuere Nachricht, während P. Daplidice dort früher getroffen wurde. Authocliaris Bsd. A. Beüa Cr. [Hb. 417. 418) Var. Simplonia Frr. [Hb. 926—928). Die R. der bei uns wohl allein erscheinenden Varietät ist noch unbekannt. Der F. erscheint lokal im südwestlichen Theile unseres Faunengebietes. Der centralen und östlichen Schweiz fehlt er gänzlich. Dann begegnet man ihm in der östreichischen Bergwelt auf den Seisser und Antholzer Alpen. Endlich soll er auf denjenigen des Altai fliegen. Simplonia ist von Anfang Juni bis Mitte Juli durch das Wallis in Er- hebungen von 3 — 5000' sehr verbreitet [Trapp- Simplon [Änderegg, Christ); Laquinthal bei Simpeln [Ja.); aber auch schon bei Visp in 2216' Höhe [Christ, Ja.) und noch auf dem Ryff'elberg bei Zermatt und ferner im AroUa- thal [R.-S.]. Ein Exemplar bei Kandersteg (3602') am 15. Juli wohl ver- irrt [Trapp). Die typische Frühlingsform Belia soll etwas abgeflogen schon Anfangs Mai bei Sion an Wiesen längs der Rhone gefangen sein [Trapp). Unserer Ansicht nach herrscht hier das gleiche Verhältniss wie bei P. Bryoniae und Napi. Simplonia die alte Grundform hat sich nachträglich in Belia und Ausonia fib. umgewandelt. A. Cardamines L. Hb. 419. 420. 424. 425). R. an Turritis glabra, Sisymbrium alliaria , Arabis Gerardi , Barbaroa vulg. etc. F. überall von Ende April durcli den Mai bis in den Juni ; in höheren Gegenden später, so bei Bergün bis in den Juli [Z.]; St. Moritz (5464'. An- fang Juli [Mengelbir [Mgb.]); nach der Mitte desselben bei Guttannen (3291'); oberes Gadmenthal (über 3700') ; Justisthal (3760') oberhalb Merligen am Pieriden. 7 Thunersee [M.-D. Jenner); Leuk (2438') [Ja.]; bei Zermatt (5073') noch An- fangs August (Frey) . Die Höhengrenze dürfte also zwischen 5 — 6000' liegen. Doch ist die Art hier nur noch sehr vereinzelt vorhanden ; das schwarze Querzeichen des Vorderflügels verkleinert sich dabei. A. Eupheno Esp. Hb. O. L. (?). Euphenoides Stg. [Hb. 421 — 423). In den letzten Jahren'ani Monte Bre (2909') bei Lugano von einer Basler Dame, Frau Süffevt-Mieg gefangen. Leucophasia Steph. L. Sinapis L. [Hb. 410. 411) und Varr. Lathyri Hb. [Hb. 191. 798). Diniensis Bsd. Erysimi Bkh. R. an Lotus corniculatus, Latliyrus pratensis und Trifolium pratense. F. in der ganzen schweizerschen Ebene, April bis in den Juni und dann Mitte Juli in den August hinein. Die Frühlingsgeneration [Hb. 410. 411) beim r^ mit grauschwarzer Flügelspitze (unterwärts gelblich) und zwei darunter in den Rand verdunkelt auslaufenden Adern. Unterseite der Hinterflügel lebhaft grün -gelblich. Q statt des dunklen Fleckes in der abgerundeteren Flügelspitze nur mit einigen verdunkelten Adern oder einförmig weiss. Die Unterseite der Hinter- flügel wie beim q^. Zweite Generation mit reinerem Weiss, tief schwarzem Fleck in der Flügelspitze fast ohne dunkle Aderausläufe. Unterseite der Hinterflügel heller (bei Exemplaren von Bellinzona [729'] auffallend gelblich nach Trapp . Q auf beiden Flächen fast rein weiss. Im Wallis geht die Sommergeneration nahe an die südliche Varietät Diniensis. Bei Varen (2407') in der Nähe Leuk's von Christ gefangen. Var. Lathyri kam ganz vereinzelt bei Basel und Liestal vor [Knecht^ Christ:. Auch Annäherungen an Erysimi fehlen nichf [Christ]. Die beiden letztgenannten Formen von Oftringen (1216') und Lenzburg [Wu.). Unsere Art geht im Gebirge höher hinauf, als man früher annahm. Bergün im Ge- wände der Frühlingsform von Ende Mai bis in den Juli (Z.); oberhalb Zerraatt nach der Julimitte [Trapp). Am Stelvio sogar noch bei 6000' [Wo.]. Colias Fab. C. Palaeno L. Hb. 434. 435 und 602. 603) (Philomene) sowie Var. Eviro- pomene O. und Var. Q Werdandi H.-S. 41. 42. 621). R. an Vaccinium uliginosum. Linne hatte wohl die nordische Form [H.-S. 403. 404), welche Stgr. als Var. Lapponica aufführt (beim (J' oberhalb blassgelb, mit schmaler schwärz- licher Randbinde und grünlicher Unterfläche der Hinterflügel), bei seiner Be- schreibung vor Augen. 8 I. Rhopaloceren. Bei uns in der Schweiz, wie auch im Schwarzwald (Torfmoor von Hin- terzarten) sowie in den Vogesen (See von Lipach) kommt die typische Palaeno vor, welche in dem Faunengebiet unmerklich in Var. Europomene {(^ kleiner, lebhafter gelb, schwarze Binde breiter) übergeht. Die weiblichen Exemplare fallen alsdann weisslich gelblich, schwach gelb oder lebhaft citronengelb aus (Werdandi H.-S.) . Der schöne Falter beginnt schon mit 2600'. Ende Juni und im Juli, natürlich lokal, meist an nassen Stellen , wo die Nahrungspflanze vielfach wächst, um vier bis sechs Wochen später in Höhen von circa 6500' zu endigen. Auf den höchsten Flugplätzen fehlt er. Vom Wallis bis zur Ostgrenze Grau- bündens bald seltener, bald häufiger. Var. Werdandi aus dem Wallis {Anderegg); Alpen von Obergestein zwi- schen 5—6000' [Frey); von Bellalp [6317'); M. Thion; Engelberg (3085' [Christ); Engadin bei St. Moritz und Weissenstein (6249') [Frey) ; Berge um Churwalden [Huguenin [Hug.]); Davos [R.-S.). Ob C. Palaeno dem Tieflande zukomme, steht anhin. 31. erwähnt eines bei Luthry am Genfer See, Trapp eines bei Burgdorf (1749') gefangenen Exemplares. Dagegen schon vom Torfmoor bei Einsiedeln [Paul) ; ebenso vom See des Taillieres im Neuenburger Jura [31s.) und aus dem Bernischen von Tramelan [Ge]. C. Phioomone Esp. [Hb. 436. 437). B. noch unbekannt. Der schöne, namentlich im männlichen Geschlechte sehr variable F. (aus welchem möglicherweise C. Hyale hervorgegangen ist) erscheint bald seltener, bald häufiger auf dem ganzen Alpengebiete der Schweiz von der Westgrenze bis zum Stilfser Joch. Nach der Erhebung schon vom Juni an bis tief in den August. Als tiefste Fundstelle kennen wir Obslalden am Wallensee (2096') [Christ). Ueber der Begion des Baumwuchses oftmals sehr häufig (z. B. Pass- höhe des Albula). Höhengrenze etwa 7500—8000'. C. Hyale L. [Hb. 438. 439. ? H.-S. 33. 34. B. (sowohl grün als bunt gezeichnet) an Trifolium, Medicago, Coronilla, Vicia und Hippocrepis comosa. F. gemein in der ganzen Hochebene mit 2 Generationen, einer spär- licheren (Mai und Juni) und einer reichlicheren (Juli bis September). Höher, z. B. schon bei Bergün nur einmal im Jahre [Z.). C. Hyale bewohnt nicht allein den Jura, sondern auch die Alpen und zwar immer seltener und seltener werdend bis zu Höhen von 7 und 8000' (z. B. Stelvio, Albula, Biffelberg) , wo sie mit Phicomono zu fliegen pflegt. Etwaige Modificationen sind noch zu erforschen. C. EdusaL. (///;. 429—331) und Var. Heiice Hb. [Hb. 440. 441 i. B. an Cytisus, Onobrvchis und Medicago saliva. Lycaeniden. 9 Vom F. gilt so zremlieh alles, was bei der vorhergehenden C. Hyale be- merkt wurde. Hochalpin. In vereinzelten, aber reinen Exemplaren begegnete ich ihm auf den Alpen hoch über Sils-Maria im Engadin über 7000' ; noch höher sah ich ihn einstmals auf dem Riffelberg bei Zermatt in etwa 8000' fliegen. Meine (wenigen, hochalpinen Exemj^lare verhalten sich denjenigen der Ebene voll- kommen gleich. Im sonderbaren Sommer \ 879 war er in der ganzen Schweiz , nament- lich mit der zweiten Generation überaus häufig. Ich sah ihn vom graubünd- ner Weissenstein durch den ganzen Canton , namentlich bei Bergün Ende August, ebenso später um Zürich überall in Menge. Gleiches meldete man aus Basel. Die weibliche Varietät Heiice, sonst selten, kam gleichfalls häufiger bei Basel vor R.-S.\ Ein Exemplar auf dem graulmndner Weissenstein fing damals H. Lanz. ßhodocera Bsd. Bh. Rhamni L. [Hb. 442—444). R. an Rhamnus catharticus und frangula (im Gebirge vielleicht noch an Rh. pumilus . F. meiner Ansicht nach in zweifacher Generation , einer sommerlichen (Juni und Juli , und einer herbstlichen (vom August an mit nachfolgender Ueberwinterung' . Im ganzen Flachlande gemein, aber nicht hoch aufsteigend. Zwar noch häufig bei Tarasp (Killias [Kill.]) in 3417' Höhe und seltener schon bei Ber- gün [Z.]. Vereinzelt (als Ausnahme einmal in beträchtlicher Höhe , so im Canton Appenzell am hohen Kasten [Tä.) in 5538' Höhe, ebenso auf der Gemmi am Daubensee (6791') [Trapp). Rh. Cleopatra L. [Hb. 445. 446). Dieser F., an dessen Artrechten ich, beiläufig bemerkt, stark zweifle, wurde kürzlich von Madame Siiffert-Mieg im Canton Tessin am Monte Bre getroffen. Lycaeniden. Thecla Fab. T. Betulae L. Jib. 383— 385 . R. an Schlehen- und Pflaumenbäumen im Frühsommer. F. in einer spätsoramerlichen Generation von Ende Juli bis in den Herbst hinein) bald seltener, bald häufiger in der Ebene , selbst noch bei Tarasp häufig [Kill.), dann am Monte Generoso im Tessin (5199') [Jenner^ . Die nicht Itedeutende Höhengrenze wie bei den verwandten Arten bedarf näherer Feststellung. Bei Bergün fand ihn Z. nicht mehr. 10 I- Rhopaloceren. r T. Spini S. V. [Hb. 376. 377). R. Ende Mai und im Juni an Rhamnusarlen, sowie Schlehen und Pflaumen. F. im Thale weit verbreitet, keineswegs aber überall. Seine Flugzeit ist im Allgemeinen der Juli. Er mag mit einer Erhebung von circa 4000' endi- gen [M.-D.]. Basel, Liestal [Knecht^ Christ.; Zürich Katzensee [Hug.]; Schaffhausen {Trapp): im Aargau am ganzen vvestlichen^^Jurazug , z. B. der Bechburg bei Oensingen im Canton Solothurn (1819'] [R.-S.); bei Solothurn [Jenner); am dortigen Weissenstein (3949) (Stygelos Rysi) sehr zahlreich [M.-D.). Im Wallis von Brieg (2180'^ abwärts, stellenweise sehr häufig [M.-D.); dann aus Graubünden, wie bei Alvaneu (4076') {Zeller-Dolder [Zell.-Dold.]) , Igis (1773') [Amstein]: von Schuls (3725') und Tarasp (Ä7//., Wo.). T. W. album. Knoch. [Hb. 380. 381). R. an Linden und Ulmen. F. im Juli. Bern in den Lindenalleen um die Stadt öfter; Burgdorf {M.-D.); im Canton Waadt selten {Laharpe [Lah.]); von Basel (R.-S.), Liestal [Christ); der Bechburg [R.-S.); von Marly bei Freiburg (1804'); Neuve- ville am Schlossberg 1654' {Coul.) ; von Zürich (Balgrist [Zell.-Dold.] und Ütli- berg [Hug.]). T. Ilieis Esp. (Linceus Fab.) {Hb. 378. 379). R. an Ulmen und Eichen. F. im Juni und Juli. Basel [Knecht); Liestal {Christ); von der Bechburg {R.-S.); Burgdorf; Solothurn; St. Blaise-Neuveville (Coi. ; selten bei Ghur [Cafl.); um St. Gallen [Ta. und Degersheim (2654' i 'Müller] : aus dem Gadmenthale [Hä.]; und an anderen Orten, wie Zürich, gänzlich fehlend. Var. Argyrognomon fing Wu. meistens bei Vevey. Mit steigender Elevation wird unser Thier kleiner, im männlichen Ge- schlechte trüber blau, im weiblichen bleibt es fast ausnahmslos braun. Die Unterseite gestaltet sich bräunlich grau, die jVugenflecke kleiner; das Both wird trüber. Dieses ist Ms.'s Var. Aegidion. Noch l)ei Bergün ist das Thier ein Argus : allein es bräunt sich die Unterfläche (Z. . Am Weissenstein zeigt sich bald Argus, bald Aegidion, im 01>er-Engadin nur letztere Varietät [Frey] . Aegidion ist übrigens auf den Hochalpeu vom Wallis bis zur Ost- grenze Graubündens sehr verbreitet. Die Baumgrenze überschreitet sie nur in vereinzelten Exemplaren. So traf ich sie auf der Passhöhe des Albula nur ganz selten und auf den höchsten Flugplätzen der Alpen niemals, i) L. Optilete Knoch {Hb. 310—312), Var. Cyparissus Hb. (///). 654 — 657), B. an Yaccinium uliginosum . vielleicht auch an V. myrtillus und V. oxycoccos. Die Stammart fehlt wohl. Im Gebirge, schon im Torfmoor bei Einsie- deln [Paul] (Juli und August), erscheint die auch dem Norden angehörende kleinere Var. Cyparissus, vielleicht mit etwas hellerer Unterseite. Lokal aber in grosser Ausdehnung durch das Alpengebiet der Cantone Wallis, Bern. Unterwaiden und Graubünden. Elevation von ungefähr 4_7000'. L. Battus Hb. (Orion, Fall., Telephii Esp.) (Hb. 328—330). R. an Sedum telephium und (?, album. F. vorwiegend im Tessin , dort mit doppelter Generation (April und Juni, sowie Juli mit August), sowie in den italienischen Thälern Grau- bündens. 1) L. Lycidas Trapp. Trapp (Mittlieil. d. Schweiz, ent. Ges. I, 103) unlersclieidet als Mittelform zwischen L. Aegon und Argus dieses Thier, welches im letzten Drittheile des Juni an nassen Stellen auf der Simplonstrasse etwas oberhalb Brieg 1857 von ihm und 1861 \on M.-D. erbeutet wurde. Ich sali vor langen Jahren ein paar Stücke dieser Lycaene, welche aber bei ihrer bedeutenden Grösse sicher nicht hierlier geboren können, aber nur flüchtig, so dass ich mir kein Urtheil erlaube. Spätere Versuche, mir behufs genauerer Prüfung Exemplare zu verschaffen, blieben resultatlos. 16 I. Rliopaloceren. Im Tessin bei Faido (2201') {A. Gerber) , schon zwischen Dazio grande (2869') und Giornico (1216') [Ms.], bei Biasca (1043') (Gerber], bis herab nach Magadino (616') [M.-D. und Trapp): die Sommerfalter hier beträchtlich grösser als die Frühlingsgeneration ; Lugano oft (M.-D.); von Crevola, Südseite des Simplen (1031') [Ja.]; Bergeil und Misox (Kill.); Puschlav (Gerbe)-). Aus der Thalsohle des Ober-Engadin (?) (Pfuffenzeller , Mgb.). Ferner von der Süd- seile des Simplen, bei Isella (2042') an Sedum album (!) häufig (Ja.). L. HylasS. V. (Baton Bergstr.) [Hb. 325—327). R. an Thymus Serpyllum und Coronilla varia. F. in den gewöhnlichen zwei Generationen durch die schweizer'sche Ebene weit verbreitet, vielfach aber selten. Basel [R.-S., Knecht); Lostorf (1294'); Canton Solothurn [Stehelin-Imhof) ; St. Blaise-Neuveville (Cow/.); Bech- burg (R.-S.); Aarberg (Rthb.); Burgdorf (M.-D.) ; Gadmen (Rü.); Waadtland (Lah.); im Wallis [M.-D.), so von Berisal (Jü.). Für die Niederungen Grau- bündens fehlen Mittheilungen. Auf den Alpen (und das Thier geht, wie ich bei Zermatt und auf dem Albulapass sah, bis zu 7000' Meereshöhe) in weite- ster Verbreitung (Cantone Waadt, Wallis, Bern, Graubünden] . freilich mei- stens vereinzelt, aber ohne erhebliche Abänderungen. L. Pheretes Hb. [Hb. 495. 496. 548. 549]. R. unbekannt. F. nur auf den Alpen (dem Jura fehlend). Er dürfte unter 5000' be- ginnen, um mit 7000' und mehr zu endigen. Durch das Hochgebirg in weitester Verbreilung (Alpen von Waadt, Wallis, Bern, Uri , Unterwaiden, Luzern (Bründlen Alp des Pilatus [TFm.]), von Glarus, St. Gallen, Appenzell, Graubünden. Das gewöhnlich seltenere Thier im Juli und August fliegend. Die sehr spärlichen Weiber etwas abändernd. Ein sehr schönes Exemplar mit bläu- lichen Mittelflecken in der Escher-Zollikof er' sehen Sammlung der Zürcher polytechnischen Schule. L. Orbitulus De Prunner) (Hb. 522—525. 761. 762). Die schöne R. fand vor einigen Jahren Gustos Royenhofer am Stelvio unter Steinen. Die Nahrungspflege noch immer unbekannt. Auf allen Alpen des Faunengebietes (untl schon auf dem Pilatus I ITw.]) vom Montblanc bis zum Stelvio, oft ungemein häufig. Vertikale \'erbreitüng von ungefähr 5 — 8000' und mehr (so am Gornergrat bei Zermatt). Die schöne, ruhig fliegende Lycaene variirt schon bei uns nach Grösse, Flügelschnitt, Farbe, dunkler Randbegrenzung der männlichen Flügel, nach Zeichnungen und Färbung der weiblichen (letzlere erhält zuweilen an der Flügelwurzel leicht bläulichen Anflug) ungemein, ohne dass ich lokale Ver- schiedenheilen zu erkennen vermochte. lAcaeniden. 17 Eine schöne Aberration des Q [H.-S. 24. 25 [fiiischlich als Aquilo be- zeiclinel) mit ansehnlichen weissiichen Mittelzeichen beider Flügel, mit einer Bogenreihe weisslicher Flecken des vorderen und ein paar gleichen Fleckchen auf dem hinteren Flügelpaare kommt im oberen Engadin seilen vor. Auf den Pyrenäen verändert sich unser Thier zur Var. Pyrenaica (Bsd.); auf den Hergen Kleinasiens und Armeniens , al)er auch auf der si)anischen Sierra nevada, wird sie zu Var. Dardanus [Freijer [Frr.]) . Im höchsten Norden erhalten vsir L. Orbitulus zuletzt als verkümmerte kleine, monomorphe Form, als Aquilo [Bsd.]. Die sibirische Varietät Wosnesenskii (Menelries) kenne ich nicht. L. Agestis S. V. (Astrarehe Bergst. Medon Esp.) [IIb. 303 — 305). U. an Erodium ciculailum, aber auch noch an anderen Pflanzen. F. in grösster Verbreitung. Im Flachlande ziendich spärlich oder ge- radezu seilen in den zwei Generationen (herbstliche im August und Sep- tember). Die Stücke der ersten Generation tragen oberwärts nur Anfänge oder Spuren rothgelber Randmonde, während sie bei den Sonunerexemplaren über alle \ier Flügel grösser und deutlichei' sich gestalten. Im Süden ist letzteres in noch höhcM'em Grade der Fall, womit sich statt der Ixu uns grauen Unterseite eine bräuidichgelbe verbindet [M.-D.]. Mäuhgei" dann am .Iura ;in heissen Stellen, wo er hoch aufsteigt (Vy'eissen- stein, Chasseral, Dole [5175'j etc.) und im Eingang mancher vVIpenthäler, um mit ihnen und auf den Alpen zu ansehnlicher Erhelning zu gelangen. In den Walliser, Berner und (iraubündner Alpen namentlich gemein im Hilde der Frühlingsgeneration mit allmählichem Verschwinden aller rother Fleck- chen der Oberseite l)eim Männchen, widu'cnd den weiblichen F^xemplaren immer noch erheldichere Randmonde anhaften (Z., Fvey.. Die Generation wird hierbei (schon bei BergUn Z.) einfach. Ilöheugrenze etwa bei 6500' beginnend. Vereinzelt noch iUiei- 7000'. L. Eros O. (///;. 555. 55(>. 11. -S. 212. 213). R. unbekannt. F. im .lidi und August namentlich in den Walliser, Berner und Hündnei" Alpen, in letzteren wohl am häuligsten , schon zienili<'h lief etwa mit 3500' beginiu'ud. [Tfupp traf ihn einstens schon bei Slalden im Nikolaithal in 2567' und Jü. kürzlich sogar bei Viege) . Hei 5 und 0000' stellenw eise häulig, bei 7000' nur noch sehr spärlich iz. B. Albulapass). hAolena (/?.-.S'.i, Zermatt, luden [M.-D.], Berisal bis (iondo und isella [Ja.]] über den Hadern von Leuk, auch auf der Genuni am IJaubensee [Trapp); M. Thion Chrisl); bei Kandersleg; Hreitbodenalj» idter Meiringen [iM.-D.); Gadmen [Rä.. C/n-isl). Im Ober-Iuigadin slellenw(>ise gemein; Sils-Maiia, St. Moritz, Celerina (530()'), Samaden (5:{()2'), Pontresina. Am Weissenslein bei Bergün (selten) nach Z. Von Tai-asp [Christ.]. Im Davos und dem Misox (Ä7//.). Frey, Lepidopteren. 2 ^8 I. Rhopaloceren. Die Männchen etwas vnriirend. Die (seltenen) Weiber hier und da mit weisslichem Queraderfleck des Vorderflügels (Z.), gewöhnlich nur schwach bläulich angehaucht, selten ganz bläulich üJ)erflogen, wie es analog l)ei L. Alexis, Adonis etc. bemerkt wird. L. Alexis S. V. (Icarus Rottenb.) {IIb. 292 — 29'i) und Var. Icarinus Scriba [Frr. 676. 'I. 2). R. an Ononis spinosa, Medicago falcata und minima, Trifolium monta- num. Noch erwähnt sind Melilotus, Genisla, Astragalus und sogar Fragaria. F. in doppelter Generation, wo7ai in warmen Jahren und Lokalitäten noch eine dritte herbstliche Erscheinung kommt. So fand z. B. Jenner Mitte September diese Art am Monte Generoso. In der Ebene überall gemein, ebenso im niederen Gebirge, um zulelzl auf höheren Alpen seltener zu werden und mit etwa 7000' zu endigen. Die Frühlings- und Sommergeneration bieten wenig Difl'erenzen im Faunengebiele dar. Die Männchen des Sommerfluges zeigen mehr röthlich schinuiierndes, die des Frühlings mehr reines Blau [M.-D.) . Blau id)erllogene Weibchen von Kalkboden, aber auch autleren Stellen der Ebene. Auf den Alpen fehlt der blaue Anflug gewöhnlich ganz oder erscheint nur einmal schwach. Die Randflecke bleiben hier kleiner. Die Ab. Icarinus (Alexius Frr.) (ohne schwarze Basalpunkle der Unter- seite der Vord(>rflügel) ganz vereinzelt unter der Schaar typischer Stücke, so z. B. von Zürich (Jlug.); von Basel [Knecht)] der Bechburg [H.-S.); von Aigle (1290'); Naters und Evolena [R.-S.). L. EumedonEsp. illh. 301. 302. 700. 701). R. soll in den Früchten von Geranium sanguineum leben, F. in der Ebene nur ganz vereinzelt, so z. B. 1865 im Bremgartner Walde bei Bern. Vom Jura, so am Ghasseral in 3500', auch oberhalb Neuve- ville [Colli., Rthh.). Dann in den Alpen, aber wohl nirgends gemein. Alpen des Waadtlandes oberhalb Bex und Ormond [Lah.]; Gemmi bei Kandersteg 3700' und Breitbodenalp bei Meiringen [M.-D.); im Wallis bei Evolena [Trapp und R.-S.); Zermatt [R.-S.); von Saas und Turtmann (2070') [Christ); über Visperterminen (4205'); bei Baltschieder (4760') [Trapp); vom Simplen [Der- selbe und JH.); Leuk [Ja.); von Bergün (/.); aus dem Ober-Engadin, bei Sils- Maria, St. Moritz, Celerina, Samaden (Muoltas (7942') [Wolfensberger]) (aber immer vereinzelt); von Trafoi unterhalb der Franzenshöhe [Wo., Frey). Die Walliser Exemplare öfter noch mit rolhen Randflecken auf den Ilin- tei-flügeln , wähi'cnd die ans Gi'aubüntlen und Trafoi nur i)eim Q S|)uren jener erkennen lassen. Von lüide Juni ])is Anfang August. Ilöhengrcnze etwa 6500'. Lo Icarius Bsp, (Amanda Sehneid.) [IIb. 283 — 285. 752—754). I''. nm- in der östlichen i^k'ke unseres Faunengebietes hei Tarasp [Kill.), doi-l ;iImt in Mclir/.ilil. Audi iinlerliiilb Ti-.il'oi im Juli. Lycaenideii. 19 L. Escheri Hb. (Agestor God.) Hb. 799. 800. 867. 808). R. iin])ekannl. Der südliche F. nur in's Wallis liereinragend ; dort im Juli stellenweise an blumigen Halden liäulig. Im Hauptlhale bis Brieg lieraul" [M.-D.] ; von l.euk (Ja.); Evolena [R.-S.]; Zermatt [Frey]^); Saas [Christ); am Simplen und zwar von Berisal bis Gondo [Ja., Ch)-ist) und auf der Südseile ])ei Isella [Ja.]. L. Adonis S. V. (Bellargus Rottb.) [Ifh. 298—300) und Var. Ceronus Esp. [IIb. 295—297). R. an Hijipocrepis comosa, Genista sagittalis, Trifolium, Coronilla und Stacliys. F. bei uns im Tieflande wohl überall, bald seltener, l)ald häufiger in (Ion zwei Generationen so vieler Lycaenen (Mai und einer häufigeren im Juli und August), im Gebirge allmälig mit einfacher. liier am Fusse des Jura und in manchen Alpenthälern häufig. Höher im alpinen Ge]>irge, kaum mehr häufig zu nennen, so z. B. im oberen Enga- din, wähi'end ihn Z. bei Bergün noch zahlreich antraf. Höhengrenze etwa 6000 — 6000'. Auf Albulapass sehr selten [Frei/j. Die alpinen Weiber fast einfarbig braun oder nur sehr schwach bläulich angehaucht. Die prachtvoll blaue Varietät des Q Ceronus von Basel [Knecht) uiul Liestal [Christ); von Bern [Ja.). Die merkwürdige seltene Aberration Cinnus [Hb. 830. 831) ohne Augen- Hecke auf der Unterseite der Flügel aus dem Basel benachbarten Solothurni- sclien Dorneck (911') [Knecht, Leonhart). L. Corydon. Poda. Scop. [IIb. 286—288) und Var. Syngrapha Kefer- stein [IIb. 742). R. auf Coronilla, Vicia, Aslragalus, dann von Hippocrepis comosa [Frey). F. in einer einzigen sonunerlichen Generation im Juli und August. Bald seltener, bald häufiger, zuweilen massenhaft. Ganz fehlend bei Burgdorf, im Emmenthal und 01)erargau [M.-D.). Nur ganz lokal bei Bern [Beut.]. Anderwärts, namentlich auf Kalkboden , so am Fusse des Jura [M.-D.) und im Hauptlhale des Wallis [M.-D.. Frey) unsäglich gemein. Ebenso recht häufig in niederen Alpen; häufig bis 5 und 6000' (so im Engadin). 7000' erreichen selbst in unseren südlichen Alpen nur vereinzelte Exemplare. Unsere schweizer'sche L. Corydon ist etwas kleiner als norddeutsche Stücke, der Mann mit schmaler schwärzlicher Randbinde und etwas lilasserer Grundfarbe ; das Weib ohne nennenswerthe Verschiedenheit. Im Hochge- birge begegnet man ganz dem gleichen Geschöpf, nur ^^ird es kleiner. Var. Syngrapha fand sich einmal bei Tramelan [Ge.). Ich sah sie. 1) Eine prachtvolle männliclie Aljeri'alion, die äussere Fleckenreihe der Unterseite auf beiden Flüiieln in Striche aiisiiezoi^en, fing ich dort in den ersten Aiigusltai^en 1Sß9. 20 !• Rhopaloceren. L. Dorylas Hb. (Hylas Esp.) [Hb. 289—291). R. an Trifolium und Melilotus officinalis. F. in der Ebene zweimal (Mai und Juni, dann Juli und August) gewöhn- lich selten, noch am meisten auf kalkigem Boden. Selten oder spärlicher bei Basel (C//r/s/); vom Berner und Neuchateier Jura [CoiiL); Zürich {Frey); vom Gadmendiale [Rü.]; St. Gallen [Tu.); öfter im Wallis, so z. B. ])ei Viege und Berisal [Ja.) ; hier und da in Graubünden , sowie unseren südlichen Thälern. Erhebliche Aberrationen sind selten. 1876 im August traf ich ein prächtig blaues ^ am Stulser Weg bei Bergün. Kleinere Exemplare von Zermatt [Frey). Die Höhengrenze scheint bei 5000' zu liegen. Natür- lich ist hier die Generation zur einfachen hochsommerlichen geworden. L. Daphnis S. V. (Meleager Esp.) [Hb. 280—282). R., wie es scheint, unbekannt. F. nur ganz vereinzelt im Südwest- und südöstlichen Faunengebiete. Im Wallis zwischen Varen und Siders [Mb.); an letzterem Orle Ende Juni [Ja.); Salgetsch (2170') [Benf.) und Pfynwald (1715') zwischen Leuk und Sierre. Dort ei'hielt einstens Trapp am 19. Juli zwei frische männliche Exemplare. Dann von Viege [Ja.], heim Kurhause von Tai-asp [Pestalozzi- Hirzel und Kill.). L. Dämon S. V. [Hb. 275—277). R. an Onobrychis (und gewiss noch verwandten Pllanzen). F. im Juli und August. SchaUhausen [Trapp); St. Gallen [Tä.); Zürich [Breini, Frey); Baden (1 159') (F/'c^); sonst im Aargau vereinzelt [Wu.); Licslal [Christ); Ariesheim (1062') [Knecht). Gegen die Berge hin, sowohl nach dem Jura wie den Alpen häufiger, stellenweise, wie im Wallis sehr gemein nn er- dend (und auch stellenweise ganz fehlend, so nach Z. bei Bergün . In den Walliser, Berner und (iraubündner vMpen bis gegen 6000'. Üie Exeni|)lare kleiner, sonst keine erheblichere Umänderung. L. Donzelii Bsd. (///;. 955-957. II. -S. .351. 352). R. unbekaiml. Der F. (im Norden und in Asien \^ i(>der- vorkommendi Itewohnl bei uns in (Mufacher Son)in(M'gen(Mali(in die yMpen, meislens lokal und s(>lleii, nanuMit- licli das Weil». Die schwciztM-schen iMännclien dunkler und (ruber, als noi-d- russisclie |{\('m|>lai(^ (von Pctrosowodsk am Onega See). bu Wallis. Z(>inia(t [Frey); Saas [U.S.); Turlmanlhal [Christ); Simplon [Andcreyy). Im JMigadin Sils-Maria , St. Moritz , Celerina , Samaden (F/(!// u. A.); Val Bosegg, auf dem Weg(! zum Gletscher- [\Volfensl)eryer]; ValBevers [ZeU.-l)<)l(l.\ IJei TiaCoi unlerhalb der Franz(>nsliölu' öftei- (Hol. Den cen- tralen und nördliclicn Alpen sclieinl das Thi(>rchen zu fehlen. Die vertikale Verltreiliing etwa von lOOO' bis zu 6000 und 6500'. Lycacnidcn. 21 L. Argiolus L. [IIb. 272—274). R. an Rhamnus frangula. Andere Nahrungspflanzen unsicher. F., in der Regel selten, doch wohl durch den ganzen ebeneren Theil unseres Faunengebietes in zwei Generationen (April und Mai, dann .luli und August) verbreitet. Bei Sion (1625') un Mai sehr häufig [Trapp). Die ver- tikale Verbreitung eine geringere. Man traf ihn in 2700' oberhall) Leuk [M.-D.]. dann höher im Sertigthal und Bergell [h'/'U-), ferner bei Göschenen auf der Gotthardslrasse in 3386' [R.-S.) ; endlich vom Solothurner Weissen- stein [Ja.]. L. Sebrus Bsd. H. unbekannt. Der südliche F. im Wallis in doppelter (Generation April bis in den •luni, dann um Mitte .luli [M.-D.\']. Von iUgle (1290') li.-S., CIn-isl) bis nach Brieg an sonnigen oder feuchten Stellen, hier oft sehr häutig, namentlich in der Frühlingsgencration [Trapp); von Schaffhausen [Trapp); vom 01)er-Engadin [Bi. nach Mfjb.) '!'!. L. Alsus S. V. [Minimus Fuessly). [IIb. 278. 279). R. in den Hülsen verschiedener Pa])ilionaceen (Z.), wie Astragakis gly- cyphyllos und cicer, dann in den Blüthen sowie Fruchtkelchen von Anthyllis vulneraria [A. Schmid, Mühlicj). F. wohl nur in einer, aber lang ausgezogenen Generation, in der F^bene \om Mai, höher erst vom .luni an. Ueberall und häufiger. Sehr gemein im .luni, auf dem .Jura in lürhebungen von 3 — 4000'. Häufig auf den Alpen, in l)edeutender Höhe erst im .luli und August. Man l)egegnel hier nicht selten einzelnen ungewöhnlich grossen, reichlicher blau bestäul)ten Stücken. Uöhengrenze über 7000'. L. Aeis S. V. (Semiargus Rottb.) [IIb. 269—271) und Var. Montana M.-D. R. an Anthyllis vulneraria, in den Köpfen von Armeria vulgaris. F. wohl nur in einfacher längerer Generation mit successiver F^ntwick- lung. Im Flachlande von Ende Mai bis in den .luli, später im mittleren Ge- birge und auf Höhen von 6 — 7000' im Juli und August. In der Tiefe wohl überall, l)ald seltener bald häufigei- , auf den Alpen von Zermatt und dem Simplen l)is zum unteren Engadin und Stelvio. Hochalpine Stücke werden auffallend klein [Var. Montana). L. Cyllarus Rottb. Esp. [IIb. 266—268). R. an Astragalus, Trifolium, Melilotus, Onobrychis und Genista. F. im Mai an den meisten Stellen der Ebene selten. Häufig in dei- Waadl [Lah.) und bei Sion [Trapp). Vom Jura und aus Alpenthälern , so z. B. bei Tarasp [Christ); auch Bergell [Pfaffenzdler) . Höhengrenze gering, kaum 3500'. Doch traf ihn Wo. noch in der Elevation von Trafoi. 22 J- Rliopaloceren. In Grösse, Flügelschnitl , Auiienpunktcn und uiolalliscli lilaui;rüner Wurzelbestäubung wechselnd. Letztere wird grünlicher und verkleinert sich bei walliser Stücken, deren Unterseite sich dabei aufhellt in Annäherung an südliche Exemplare [M.-D.]. L. Jolas O. [IIb. 879—882). R. in den Sanienhülsen der Colutea arborescens. F. dem Süden, dann dem wärmeren Osten (Ungarn etc.) angehörig. Als zufälliger Einwanderer, gleich L. Baetica (S. 14) von Bent. einstens mit 3 Stücken (2 (^ und 1 5) i™ -'imi 18(30 im heissen Sierre getroffen. L. Alcon S. V. [Hb. 263—265). F. von Ende .luni bis in den August; sowohl in der F^bene wie in den Alpen vorkommend. Seine Höhengrenze in den südlichen Alpen bis gegen 7000' [Wo.]. Von Basel [Christ] ; Bei'n (friUier nach Ms.) ; Zürich [Breini , Frey, Hug.)., Schaft'hausen {Trapp); St. Gallen [Tä.); auf trocknen steinigen Stel- len am Fusse des Jura z. B. bei Ölten [Wu.)j St. Biaise [Coitl.)] bei Biel und Solothurn [M.-D.); von Gadnjen [Rä.); im Wallis weit verbreitet, so Evolena, Zermatt [Frey), Visperlerminen [Ben!.); von dem Simplonzug (auch dem Laquinthal) nach Ja. Um Weissbad (2524') ziemlich häufig [Peyer-Imhof [P.-/.]) ; bei Bergün am Stulser Weg öfter (Z.); aus dem Ober-Engadin [Saraz) und von Tarasp [Kill.), aber einzeln. L. Euphemvis Hb. [Hb. 257—259) . R. (?) in den Samenköpfen von Sanguisorba officinalis (/l. Schmid). F. auf sumpfigen Wiesen des Tieflandes im Juni, Juli und August, al)er auffallend selten und lokal. Von Liestal [Christ]; im Aarthal bei Oftringen [Wii.); von den Aarwiesen bei Aarau [R. Siiell); um Bern [Ja.]; Schupfen und Aarberg [Rthb.'.; von Ins am Neuenburger See [Snell); Neuveville [Coul.);. Aus der Waadt an der Tour de Gourze (2858') und vom Jorat (2857) [Lah.'^; früher am Fusse des Ütliberges bei Zürich [Bremi) . Aus dem Münsterthal [ZeU.-DoUL). L. Arion L. [IIb. 254 — 256) und Var. Obscura Christ. R. zweifelsohne an Thyums serpyllum (Z.) . F. auf Wiesen in einfacher Generation von Mitle Juni bis in den August, sehr weit verbreitet durch das Tiefland und die Ilügclregion , dann im Jura und bis 6000' und mehr in den Alpen ; stollenvscisc häufiger , an anderen Orten ganz spärlich. Besonders grosse und schöne Exemplare aus der Leventina [Trapp), was schon Ms. füi- Giornico bemerkt hatte. In den Alpen und zwar schon bei massiger lu'hebung kleiner und mit mehr und mehr schwäizlicli \ ei'dunkelten Flüi^eln. Dieses bildel die \ar. Er\ciniden. Lib\thei(1rn. Apiituriden. 23 Obsciii';i. \\cIohe von Zermall bis zum Stelvio iicli-olVon wurde. Schon l»ei Lieslal oi'liiell Dr. Christ ausnahmsweise ein dorai'H;^ stark \er(lüslerles Stück. L. Erebus Knoch (Areas Rottb.) Hb. 260—262) . R. wohl an Sauguisorba offii'inalis. F. auf nassen Wiesen gleichzeitig mit L. Eupiiemu.s. An (h'nselben Stellen wie L. luiphemus [Wu.)\ Aarau [Snell]; aus dorn Torfmoor- von Ein- siedeln [Pdu/] . Zwischen Schupfen und Aarberg [lUhh.); Bern; Lenk (3309'); Lauenen (3879'j [Ja.] . Selten am .lorat [Lah.]; ein Stück am Chasseral [Cuul.) . Eryciniden. Nemeobius Staph. N. Lucina L. >Hb. 21. 22). R. an l'rimula und Ampfer. F. im Frühling, dem Mai und Juni wohl überall, auch im Tessin bei Lugano (926') [R.-S.]. Bei Lecco fing im August (!) 1879 Dr. Christ ein Stück. Er dürfte 3000' nicht viel überschreiten. Libytheiden. Libythea Fab. L. Celtis Esp. (///). 447—4 49). R. an Celtis australis. F. im Juli auf der Südseile des Simplon. So bei Isella [Ja.) und bei Crevola [Escher). Beide Orte liegen l^ereits in Italien. Im Tessin? Apaturiden. Apatura Fa}>. A. Iris L. IIb. 117. 118. 584; und Var. Jole S. V. [IIb. 622. 623 . R. an Salix caprea und aurita. F. von Ende Juni bis in den August in Laubwaldungen. In weitester Verbreitung (Canlone Basel, Aargau, Zürich, Rei-n, Neuchatel, Waadi, ScliaH- hausen, Thurgau, St. Gallen, Glarus, Graidoünden, so Rheinthal, Chur, vor- deres Prättigau [Kill.]). Bewohnt nur tiefer gelegene Theile und über- schreitet wohl nicht 3000'. Jole (ohne Weiss) nur als ganz vereinzelte Seltenheit, so bei Bern [Ms.], Burgdorf M.-D.) und Liestal [Christ). A. Ilia S. V. IIb. 1 15. 116 und Var. Clytie S. V. ///;. I 13. 114). R. an Populus tremula . tlann an P. |)\ lamidalis [M.-D.]. dilatata und canescens ; ebenso an Weiden. 24 '• Hliopaincereii. F. gleiciizeilig mit dem vorigen, bald seltener, doeh wohl im Allgemeinen häufiger als jener. Meistens ist wohl Var. Clytie zahlreicher als die Slamm- art zu treflen. Dieselbe Erseheinungszeit und ähnliche Verbreitung nach Fläche und Höhe. Doch ist er für Schaflhausen nicht und für Graubünden nur mit dem unteren Misox [Wredoiv) erwähnt. Vom Monte Bre [Christ). Nymphaliden. Limenitis Fat). L. Populi L. [Hb. 108— 110) und Var. rf Tremulae Esp. R. an Populus tremula. F. im .Juni und Anfang Juli in Lauliholzwaldungcn der unteren Region, gewöhnlich als seltenere Erscheinung, llöhengrenze ungefähr 2500'. Basel und Liestal vereinzelt; Aargau, z. B. Bremgarten [Boll), Lenzburg. Gysulafluh u. s. w. [Wu.]; Zürich. Häufiger im Berner Mittelland (Bern, Burgdorf, SchU[)fen, Aarberg), während er im Canton Waadt seltener wird und bei Genf fehlt [M.-D.); Schalfhausen, St. Gallen [Tä.), Thurgau [Eugsler); im Ganton Glarus, z.B. bei Mollis (1379') (Heer); für Graidjündcn kennt man Chur, Trins (2647') und Tiefenkasten (2650') [KiU.]. Die schöne Aberration Trenmiae ohne Weiss als Seltenheit von Krauch- thal bei Burgdorf [M.-D.) und Chur [Kill.). L. Camilla S. V. [Hb. 106. 107). R. an Loniceren (L. coerulea, xylosleum, ca|)rifolium und pericix meniun). F. namenllich an Waldrändern im Juni durch den .luli und an höher ge- legenen Stellen noch im August. Im Allgemeinen seltener als die nachfol- gende Art und vielen Gegenden fehlend. Basel vereinzelt nach Christ. Derselbe erhielt Mitte Oc(ol)ei- i!) ein Exemplar. (Eine zweite Generation scheint in Italien vorzukommen [Z.])] Bechbiu'g bei Oensingen (/?.-^^); SchaIVhausen [Trapp): Thui'gau ^Sulzhcryer); Canton St. Gallen [Tä.); zweifelhaft im Canton Zürich (in den Umgebungen der Stadt fehlend); Aargau [Wu.), so bei Ehrendingen am Lägern [Snell); Bern, Schü|)fen uml Burgdorf (il/. -/>.); Gadnien [Hä.) und bei Sorvilier im ber- ner Jura (2158') [Huy.); von St. Blaise bis Neuveville [Coul.); bei Lausanne am Jorat und bei Sauvabelin [Lah.)\ im Wallis weit ver])reitet, Grengiols (3263'), Leuk, auch in Seitenthälern [M.-D.. Trapp). Bei (ilarus und F^nneda, sowie am Eingang des Klönlhales (2475') [Frey). In Graubünden [Kill.). Hier ist als höchste l)isherige Flugstelle Bergün zu nennen (/. und Frey); aber das Thier ist dort sehr selten geworden. L. Sibylla [Hb. 103—105). R. an den nämlichen Loniceren. F. in gleicher l^^rscheinungszeit , aber gemeiner und woid üljcrall Nor- konm)end. Seine Höhenverbreilung bleibt geringer. F^ine Aberration ohne weisse Binde von Laufenburg (.1. Müller). Nymplialiden. ' "25 Neptis Fab. N. Liicilla S. V. ijlb. 101. 102 . R. an Spiniea salicifolia. F. von Lugano Anfangs Augusl \Ms.\, vom dortigen Monlo Brc Jm-uu Sulj'cvl-Mieij). Vor Jahren fand in der Nähe des Lago niaggiore ebenfalls Trapp ein Exemplar. Vanessa. V. Levana L. IIb. 97. 98. 728. 729 , Var. Prorsa L. IIb. 94 — 96) und Var. Porima O. [Hb. 728. 729). R. an der grossen Brennessel in waldigem Terrain. Der F. bietet uns das frappanteste Heispiel des sogenannten Saison- Dimorphismus (S. 1) unter allen Schmetterlingen des euro|iäischen Faiuien- gel)ietes dar. Aus überwinternden Puppen entsteht Levana , die Friihlings- generation; aus deren Nachkömmlingen, aus der Sommerbrut entwickelt sich Prorsa. Porima einzeln einmal im Freien l»eol>achlel, liisst sich künstlich züchten [Dorfmeister, Mitth. des naturw. Ver. für Steiermark 1864 und Weis- 111(111)1^ s Werk S. 1). Der interessante schöne Faller nur in der El)cne und dem Hügel lande verbreitet, an vielen Orten gänzlich fehlend, im Mai und Hochsommer. Basel, stellenweise häufig, dann von Lieslal Christ); \on der HcM-hburg [H.-S.]; im berner Miltellande häufig, so um Iku'gdoif, Schupfen und im ganzen überaargau; Lenzburg [Wu.'^ und Bern 'Ja.]; Canton Glariis [Heer): in Graul)Unden von Tavanasa im vorderen Rheinlhal (2426'] [Briiyyer und Ragaz (1664') [Eisenring) als Seltenheit. In dei- westlichen Schweiz nur noch bis Payerne (1391'), Lueens und Moudon (1583') verbreitet; südwestlich vom .lorat, von Lausanne bis Genf fehlt ei- gänzlich [M.-D.), ebenso in den Can- Lonen Schallhausen, Thurgau, St. Gallen und Züi'ich [Frey). V. C. album L. [IIb. 92. 93). R. an Linien, Hopfen, Urtica urens, Ribes rul)rum und grossularia, Hasel und I.,onicera xylosleum. F. in zwei Generalionen Mai untl.luni, dann im Spätsommer und llerbsl mit überwinternden Flxemplaren. Ueberall; doch nach meinen Fj-fahrungen im Alpenlaiul zi(Miilicli lief, etwas über 4000', endigend. Auf Hochalpen traf ich ihn nicht. V. Polyehloros L. [IIb. 81. 82). 1{. an Jjreitblättrigen Weiden, Ulmen-, Kirsch-, Birnbäumen, ebenso (nach M.-D.) an Populus pyramidalis in der Schweiz. F. in einer sommerlichen Generation mit Ueberwinterung. In der F^bene und dem Hügelland überall. 26 I. Rhopaloceren. Die Elevation eine geringe; so noch von Bergün (Z.j. Kill, erwähnt sogar das Ober-Engadin.i) V. Urticae L. [Hb. 87—89). R. an Brennessehi. F. in zwei Generationen. dei"en erslere Mitte iMai und letztere (mit Ueberwinterung) Mitte August l)eginnl. Ueberall gemein l)is zu den höch- sten Alpen , wo man den Faller noch an Silene acaulis saugend antreffen kann. Die hochalpinen Exemplare sind denjenigen der Ebene gleich. Die hochnordische Var. Polaris Stgr. fehlt unseren höchsten Flugplatzen. V. JoL. [Hb. 77. 78). R. an Urtica dioica und auf Hopfen. F. in zwei Generationen, von Ende April bis Mitte Juni , dann vom August an mit partieller Ueberwinterung. Ueberall; keineswegs aber an allen Orten gleich gemein. Vereinzelt bis zu 6- und 7000'. V. Antiopa L. [Hb. 79. 80). R. an Weidenarten, auch an Birken. F. im Sommer mit einziger Generation und Iheilweiser Uel>er\\ inlerung. Ueberall, vereinzelt (die hochalpinen Salix-Arten erklären das Vorkommen) noch in sehr bedeutender Höhe, so z. B. in etwa 7400' 1876 auf dem Albula. Aehnliches berichtete früher Staudinyer [Stgr.] vom Grossglockner. V. Atalanta L. [Hb. 75. 76). R. an Urtica dioica. ¥. von Mitte Mai und dann häufiger von Mitte Juli an. Ueberall. Vereinzelten frischen Exemplaren begegnet man noch weit über der Baumgrenze. V. CarduiL. [Hb. 75. 76). R. polyphag an Brennesseln, verschiedenen Distelarten, Malva, Gnapha- lium, Achillea und Artemisia. Mit doppelter analoger Generation, welche natürlich im Hochgebirge zur einlachen ge\\orden ist. Hier kann man ilem kosmopolitischen Faller noch in Höhen 7500 — S500' begegnen. In den meisten .lahi-en luii' selten, da- gegen 1879 in ungeheuerer McMige mit merkwürdigen Wandei-zügcn und auch auf den Hoch-Alpen sehr häufig. 1) T)as Heimatsrecfit der V. Xantlioniclas S. V. stellt auf scfiwäclieslcn Füsson. Der ver.slorl)ono IM'nir(>r liordoifin Seen bei WinteiMhur soll ihn mehrmals aus der R. erzogen haben. NieiiKuid rmid später eine V. Xanthomolas im t'aunen-Gebiele. Nymphaliden. 27 Melitaea Fab. M. Cynthia S. V. Hb. [Hb. 3. 569. 570. 608. 609). Die R. (schwjirz mit gelben Querringen) polypiiag. In hochgelegenem Terrain iil)erwintert sie zwei Mal. F. im .luli und August, gerne an steinigen Halden, um Felsen, indessen auch auf Wiesen und öden hochgelegenen Stellen. Er findet sich auf allen Alpen l)ald seltener , bald häufiger) vom Montblanc bis zum Pilatus \Wh..j und Stelvio in Höhen von etwa 5 — SOOO'. Dem .Iura ganzlich fehlend.') M. Maturna L. [H.-S. 132), Var. Wolfensbergeri Frey. R. poivphag; junge Espen, Eschen, Buchen, Wollweiden, dann noch an Melampyrum nemorosum, Veronica, Scabiosa und Plantago. Die Stammart , die typische Maturna des Flachlandes fehlt uns. Stall dessen erscheint im Alpeugebirge, aber nur an wenigen Orten, im Juni und .luli eine merkwürdige Abänderung (welche ich nach meinem Freunde R. ff o//l?/)6'6e/'r/e/- benannt habe). Als Fundstellen bekannt: der Südabhang des Maloja etwa 4600' [Myb.) an der Strasse; das Val Rosegg bei Pontresina etwa gegen 6000' {M.-D., Wolfensbercjer] . Ein paar ganz abgeflogene Stücke einstens bei Sils-Maria [Frey]; Lagalp unterhalb Languard [Saraz)\ aus dem unteren Misox [Kill.]. Endlich aus dem westlichen Wallis, Val Anniviers [Mennet], in der Sammlung von Dr. Christ. Var. Wolfensbergeri 2) ist etwa um ein Viertheil kleiner als die typische Maturna. Die Grundfarbe des Männchens ist ein trüberes, düsteres, durch mehr Schwarz verdunkeltes Rothbraun. Dagegen nehmen die weisslichen Zeichnungen der Oberseite überhand (allerdings nicht in demjenigen Grade, welche von Stgr. erhaltene westsibirische Stücke, die Var. Uralensis von Lederer, zeigen). Mein einziges weibliches, schweizer'sches Exemplar ist durch die Uel)erhandnahme des Weisslichen auffallend bunt. Die Unterseite meiner sämmtlichen Stücke erinnert weit mehr an die- jenige der M. Cynthia als die der typischen Maturna. 3) M. Artemis S. V. (Aurinia Rottenb.) [Hb. 4 — 6) und Var. Merope de Prunner [Il.-S. 13^. 135;. R. auf Scabiosen, Centaureen, Planlago und Veronica. F. im Mai (meistens von der zweiten Hälfte an) durch den .luni. - 1) Unsere Exemplare, \venn auch \ielfach in beiden Geschlechtern variirend, bleiben stets dimorph. Im hohen Norden begegnen wir M. Iduna Dalman, meiner Ansiclil nach der gleiclien, monomorph gewordenen Spezies. 2) Ich kann hier nur nach 7 Exemplaren urtheilen — und fasse mich desshalb so kiiiz. 3) Ich halte M. Cynthia für die alte Stammform der Eiszeit, aus welcher sich sowohl Var. Uralensis als Wolfensbergeri zunächst entwickelten und die dann zur Abzweigung der M. Maturna des Flachlandes freilich bis nach Estland und Peterburii i^efüliil hat. 2S I- Rhopaloceren. Die Form der Ebene wohl überall vom Jura durch die Ebene und das IJügelland bis gegen und in die Voralpen. Die Ilöhengrenze jener kennen wir nicht und Uebergangsformen zur montanen und alpinen Form müssen jedenfalls sehr selten sein. Mir kam niemals etwas dieser Art vor.^) Var. Merope mit im Grunde genommen gleicher Raupe [Frey), und schönen Variationen , von 5 — 8000' wohl auf allen Alpen, den südlicheren häufig, ja oft sehr gemein, auf den nördlicheren seltener. Die Grenze zwischen Stammart und Varietät bedarf genauerer Forschun- gen. Z. fand bei Bergün niemals Artemis, dagegen auf dem dortigen Lal- scher Kulm und })ei Palpuogna die ächte Merope. M. CinxiaL. [Hb. 7. 8). R. an Plantago lanceolata, Veronica, llieraciun), Achillea. F. von Mitte Mai l)is in den .luni auf Wiesen und niederen Berghalden, wohl überall. Ilöhengrenze gering; nach M.-D. etwa 3000', womit meine Erfahrungen übereinstimmen. M. Phoebe S. V. [Hb. 13. 14). R. an Cenlaurea scabiosa und jacea, sowie an Plantago lanceolata. F. in doppelter Generation (Mai und .luni, dann Juli und August), im llochgel)irg Juli und August. Ei' ist weil vei'breilct, von Schaffhausen [Trupp bis Lugano [Hug.], aber vielen Orten fehlend, oder nur als Seltenheit (Lau- sanne, Bern, Zürich, St. Gallen [2081']) zukommend. Vom Jura bis in die Al|>en. Ungemein lebhafte feuerige Stücke im Wallis; trüber, verdüstert im Aargauer Jura [Wn.] uml der Ebene, sowie den Alpen, wo er im F^ngadin gegen 6000' Meereshöhe erreicht. M. Didyma O. (Hb. 9. 10). R. [)olypliag, bei uns an Scabiosa, Centaurea , Plantago, Teucrium cha- maedrys, Euphorbien etc. F. in der Tiefe, vom .Iura bis Graubünden, weit verbreitet (stellenweise häulig, alter auch manchen Gegenden, z. B. nach M.-l>. dem Emmenlhal und Burgtlorf ganz fehlend) mit den zwei (ieneralionen ; im Gel)irge einmal. Die grosse! individuelle Veränderlichkeit gestattet kaum, Lokaldifferenzen , wie .S7f//.'.S' Var. Alpina anzunehmen , da gleiches in der F^bene vorkonnul. Im Süden, in der Thalsohle des Wallis und in dei" Levenlina und im männlichen Geschlechte feuerig roth, im (iebirgc kleinci' und weniger lebhaft, während das ^ legellos abzuändern scheint. Ilöhengrenze in den Gi'aubündner und Walliser Alpen bis gegen GOOO'. \) Icti lege hier wcnigei Wcrth auf Grösse und l'iirbung, als auf die ungleiclie i{o- scliuppunji der Arlcinls und Merope. Nach der Eiszeit-Theorie würde Merope Slamni- und Arlt-niis altiicieilelt- Koimi sein. Nyniplialiden. 29 M. Dictynna Esp, [Hb. 15, 16). i) R. auf Valeriana, Melampyriim und Spiraeen. F. im Juni und Juli, im Gebirge nocli im August, im Tieflande gewöhn- lich auf nassen Stellen, in den Alpen auch an trocknen Bergabhängen , z. H. bei Bergün. In grosser Verbreitung durch das Tief- und Hügelland in einlacher Generation von Ende Mai durch den Juni. Höher auf dem Jura \\ie den Alpen später. Die alpinen Exemplare kleiner und tridier; ihnen fehlen die hellen Fleckenreihen auf der Oberseite der Hinterflügel annähernd oder gänzlich. Höhengrenze gegen 6000'. z.B. imOber-Engadin bei Sils-Maria undSamaden. M. Athalia Rottenb. Esp. [Hb. 17. 18) und Var. Pyronia (Corythalia) Hb. [Hb. 583—588). H. an Melampyrum-Arten, Plantago , Veronica, Chrysanthemum corym- bosum, Digitalis ochroleuca. F. von Mitte Juni bis Anfang August wohl überall vorkommend (bei Lugano schon im April und Mai [M.]], stellenweise gemein. Auch auf nie- deren Bergen tles Jura wie der Alpenkette häufig, ebenso in Hochlhälern, z. B. Hergün, Überengadin, am Stelvio oberhalb Trafoi [Wo.); vom Simplon [Jo)-ris). Höhengrenze etwa die gleiche der M. Dictynna. Unsere schweizer'sche Athalia steht in Grösse und Schönheit meistens liinlei' der norddeutschen Form beträchtlich zurück; ebenso ändert sie viel weniger ab, was schon M.-D. richtig angab. Lel)hafte feuerige Stücke sah ich \on Luzern (1347') und Ghur, iMgb. endlich vom Comersee. Ab. Corythalia (mehr rothbraun, weniger schwarz) von Grengiols im Ober- Wallis [Tvapp)\ von Trafoi [Wo.]. \] Die mit Dictjnna beginnenden Melitaeen gehören zu einem der scliwierigsten Ab- schnitte der Lepidopterologie. Ich habe im Jahre 1878 wiederum einmal viel Zeit unil Mühe auf dieselben verwendet. Durch die Güte meiner Freunde und Correspondenten, tler Henn A. Sclwiid in Regensburg, B. Moschler und /. Schilde in Bautzen, L. Caßisch in Chur, U . .1/. Schöyen in Christiania u. A. mit freundlicher Beihülfe Slaudinger s bin ich zur Ansicht und Prüfung von etwa .SOO Exemplaren der verschiedensten Gegenden ge- langt. Meiner Ansicht nach ist nur eine Art scharf getrennt, nämlich die alte primiire, der Eiszeil angehorige M. Asteria Frr. Aus iiu' ging zunächst M. Varia Bi. iiervor, welche zur Parthenie H.-S. sich gestaltete. Von jener alpinen Grundform abzuleiten ist elien- falls M. Aurelia Nickerl. Beide (Varia und Parthenie) gehen in die altbekannte M. Athalia über, und — wenigstens nach nordischen Stücken zu urtheilen , existirt zwischen Athalia und Dictynna auch keine scharfe Grenze. — Ich besitze aus dci' Schweiz intermediäre Stücke. Zwischen Athalia einer- und Parthenie, sowie Aui-elia andererseits und hei Schöyen s grossem interessantem Material von GJirisliania , sowie dem DoM'cfjeld lassen unsere üblichen , vorwiegend an deutschen Exemplaren gewonnenen Trennungsmerkmale mehr oder weniger im Stiche Indessen, \n Anpassung an übliche Systematik, befolge ich die gewöhnliche Speziesreihe. 30 I- Rhopaloceren. M. Aurelia Niokerl und Var. Rhaetica Frey. [M.-D. I, 2). R. an Melampyrum und Plantago. F. im Juni und Juli. Unsere scliweizer'schen Exemplare mit Parallel- Verhalten zu norddeutschen, wie es bei Athaiia vorkommt. Von Chur mit geringer Höhenverhreilung in Menge durch Cafl. Das Thier, natürlich einem gewissen Wechsel unterworfen, kleiner, lebhafter rothbraun, weniger trüb, mit feineren schwarzen Zeichnungen, das ^ nicht selten mit sehr lichten braunen Fleckenreihen (Var. Rhaetica). Bei Rergün auf Wiesen im Juli nicht selten mit ein/.elnen Uebergängen gegen M. Athaiia [Z.]. Von Tarasp [Christ). Dann von Kvolena, Viesch, der Bellalp [R.-S.). Sicher noch (aber mit Parthenie verwechselt) an zahl- reichen anderen Orten. M. Parthenie H.-S. (Parthenoides Keferst.) [11. -S. 136. 137. il/.-Z). 1, 3. 4) und Var. Varia Bisehoff [M.-D. I, 5. 6). R. an Scabiosen [Frey]. F. in zwei Generationen , Juni , dann August und September , in der Ebene an trocknen, wie nassen Stellen. Basel, Liestal, Sissach (1141'); Bechburg; Engelberg (2198') l)ei Ölten und der Gyselafluh [Wu.) oft; Zürich; St. Gallen; Graubünden; Solothurn ClSbö'), Burgdorf; Interlaken (1753'); Brienz (1859'); Meiringen ; Oberhasli [M.-D.]; Aigle; zwischen Salgetsch und Sierre ; überall bei Gadmen [Rä.); Berg- halden des Unter-Wallis ; ferner von den Bädern von Leuk ; von Zermatt [Frey); vom Simplen [Jorris); von Lugano. Exemplare von Basel (auch aus dem Elsass), Zürich, Graubünden sind grösser, von feurigerem Rothbraun und von feineren Zeichnungen als Stücke von Frankfurt a. M. Kleiner, aber ungemein feurig aus dem Tessin. Im Gebirge gestaltet sie sich mehr und mehr zur trüberen, kleineren Var. Varia. Bei Zermatt, Riffelberg, schwarzem See [Frey]; Simplen, vom Ross- bodenlhal und der Passhöhe [JH.). Verbreitet im Engadin inid hier bis gegen 7000'. Alpen um Sils, St. Moritz, Samaden (Muottas und am Piz Padella); ValRoseg bei Pontresina [Schenl{); von) Bernina, nanientlich im Ueuthal (6321') und mehr [Mgb. u. A.); auf dem Albulapasse nur nach der Engadiner Seite [Frey); bei Trafoi selten. M. V'aria wechselt sehr nach Grösse und Form, wie sie denn bei Zermatt unzweifelhaft in M. Parthenie übergelit. Prachtvolle Aberi'alioiKMi ans dem Ober-Engadin in der Sammlung von J{. Zcll.-Dold. zu Zürich. M. Asteria Frr. [Il.-S. 3. 4. 568). H. unbekannt. V. im .hili und August, in Höhen von 7000' und mehr. Nciten diMi öst- reichischen Alpen erreicht ei- mit seinei* Westgrenze aHein den (l.uiloii Grau- bünden. Nymplialiden. 31 In den zwanziger Jahren auf dem Calanda (8650') aufgefunden von Wredoiv. Dann von den Churer Alpen [Kriechhüumer]: Berge über Chur- walden [Ilifg.):, vom Gürgaletscli (7524') ol)erhalb Parpan [Caßiscli]; aus dem Val da fain {Wolfensherger); von der Passhöhe des Albula, aber l)eiderseits thalal)^^ärls bald fehlend [Frey). In manehen Sonuuern an lel/lerer Stelle häufig mit eigenlhümlichem Fluge und zahlreichen Variationen. Argyimis Fab. A. Selene S, V. [Hb. 26. 27). R. an Viola. I^. in zwei Generationen, Juni, dann August und September. Im Ge- birge nur einmal. Seltener und viel vereinzelter als die nachfolgende A. Euphrosyne. Von Basel [Knecht); der Bechburg [R.-S.) und dem Jura [Christ); hier und da im Aargau [Wu.]; Büren (1327'; und Solothurn [Ms.); Burgdorf, Bern, Lattri- gen , Meiringen und das Oberhaslithal bis über Guttannen oft [M.-D.j; im Gadmenthal nach dem Steinegletscher [Frey) ; in der V^ aadt bei Lausanne [Lall.); Canton St. Gallen und noch oberhalb Amden (2801') nach den Chur- firsten (Tä., Müller); bei Zürich ganz vereinzelt in der Nähe der Trichters- hauser Mühle [Zell.-Dold., R. Snell); ferner noch aus Graubünden, von Chur- walden (3731') [Hug.]; dem Daves, oberen Engadin, sowie dem angrenzenden Trafoi (A7//., Wo.). Endlich noch aus dem Tessin (^Ms.); so am Monte Gene- roso im September [Jenner) . Meistens selten und vereinzelt. Höhengrenze wohl etwas über 5500'. Die alpinen Exemplare auf der Unterseite der Hinterflügel blasser, aber mit verdunkelterem Roth, norwegischen Stücken sich annähernd. A. Euphrosyne L. [Hb. 28—30,. R. an Viola und auch an Fragaria. V . in einfacher Generation vom April bis Ende Juli nach der Erhebung des Bodens. In der Ebene wohl überall , auch in niederen Berggegenden von Basel bis Graubünden, vom Tessin (Lugano nach M.-D.) bis Schaflhausen. In den höheren Bergen mehr vereinzelt, so bei Zermatt, auf Surenen [Christ] auf der Gemmi (Schmadribach [6360'] nach Snell); Graubündner Weissenstein Z.); im Ober-Engadin. Ilöhengrenze der letzten Exemplare etwas bei 6000'. Alpine F^xemplare pllegen stark schwarz gezeichnet zu sein; ihre Lnlerseite bietet das Rothe und Violette verdunkelt dar. Am Ghasseral scheint Cottl. Aehnliches getroflen zu haben. A. Pales S. V. [IIb. 31. 35. 38 und 39), Var. Q Napaea Hb. (IIb. Fig. 757. 758, sowie 563. 564 [als Pales bezeichnet; Fig. 964) und Var. Arsilache Esp. [flh. 36. 37 . R. poKphag an niederen Alpen-Ptlanzen. 32 '• Rhopaloceren. F. dem Jura fehlend, aber im Sommer auf allen Alpen und hier vielfach sehr häufig. Unter 5000' kam er mir niemals vor. Im August und noch in den Anfang des Septembers hinein auf Höhen von 8 — 9000'. A. Pales variirt ganz ausserordentlich nach Grösse, Flügelschnitl, Flügel- farbe und schwarzer Zeichnung, selbst wenn man vor der Unterfläche der llinterflügel absieht. Gehen wir von hochalpinen Exemplaren aus, so haben wir einen kleinen, spitzwinkligeren , in beiden Geschlechtern gleichmässig hellbraunen , fein gezeichneten Falter. Tiefer abwärts, in Höhen von 7000' und weniger, wird Pales grösser, zuweilen viel stumpfflügliger. Dabei kann sich der alte Monomorphismus erhalten. Derartigen Weibern gab IIb. den sehr unpassenden Namen der Vai". Isis, eine Benennung, welche meiner Ansicht nach einzugehen hal. Oder das Weib verdunkelt sich; es entsteht ein Dimorphisnuis. Darauf bezieht sich Ifh.'s Napaea und seine Fig. 964 [Pales). lune Menge Aberrationen , zum Theil der merkwürdigsten Art reihen sich nun an. Hohe slerile Stellen des Albulapasses lieferten mir manche. Weiter abwärts auf nassen Stellen, mitunter noch in nicht unbeträcht- licher Meereshöhe (so z. B. an den Ul'ei-n des Statzer See's ])ei St. Moritz im Engadin) ist A. Pales zur Yar. Arsilache geworden. Sie konunt nur sehr lokal unserem Faunengebiete zu. So Waadtländer Alpenthäler [Lah.); framelan (Ge.); im Ober-Emmenthal im sogenannten Breitmoos zwischen Eggiswyl und Rothenbach in ungefähr 2000' Höhe, ferner in der Gegend um Schangnau (3100') [M.-D.]. Im Torfmooi" von Einsiedeln häufig [M. Paul). Die letzeren Exemplare klein, ziemlich stark schwarz gezeichnet, norwegi- schen Stücken meiner Sammlung sehr nahe kommend, an Grösse und statt- lichem Aussehen Stücken der nordostdeutschen Tiefebene (Meckleni)urg, Ponunern), ebenso denjenigen des Oberharzes weit nachstehend. A. DiaL. s Gantons Tri [Wu.]; bei Bergün hinten im Val Tuors (/.); vom Albula nacli Ponte abuiirts ein Ex. [Frey]; aus dem Über-Engadin bei Samaden, nach den Muottas [Frey]; um St. Moritz [Mgb.]; im Val Bosegg [Schenk': \on dem SteKIu obcirhalb (I(M" Franzenshöhe [Wo.]. E, Pharte Hb. [Hb. 491—494. 11. -S. 95). F. in der i:('\\ öhnliclicn flrsciicinunL's/.cil dcv \ Crw andicn weit ver- Satyriden. 37 breitet, doch lokalisirt , namentlich an etwas nassen Stellen innerhalb der Bauinij;renze ; etwa von 4 — 6000'. Im Wallis aus dem Val d'Arolla [R.-S.), aus der Umgebung des Simplen {Anderegg); von den Alpen oberhalb Obergestein [Frey]] in den Berner Ber- gen , so am Ober-Gurnigel [Ms.) und zwar oberhalb des Schwarzbrünnleins sehr gemein [M.-D.]; von der Gemmi an beiden Abfällen, nordwärts schon am Eingang des Gasterthales und den Abhängen des Kienthals, der Grimsel- strasse oberhalb der Handeckfälle etc. [M.-D.)\ aus dem Gadmenthal (fiä.); von Surenen bei Engclberg iChrisf); vom Pilatus [31. Paul); der Mühlebach- alp über Engl im Canlon (ilarus: Kalfeuser Alpen des Canlon St. Gallen [Eisenrin;/ ; für Graubünden vom Flimser Stein [Cafl.]; in der Thalsohle des ol)eren Engadin nicht oft iMgb., Sehen/,-) ; an dem Fluela (7394') {R.-S.); lokal am Slelvio [Eppelsheint] . E, Pyrrha S. V. (Manto Esp.) [Hb. 235. 236), Var. Coecilia Hb. [Hb. 213. 214, H.-S. 58 i. 585) und Bubastis Ms. [Frr. 38. 1 und 91. 4) sowie Var, Pyrrhula Frey. Die Stanmiform im .bini und.luli weit verbreitet, vielfach häufig, an an- deren Orten seltener oder fehlend. Walliser, Waadtländer, Berner Alpen (z. B. Gurnigel, Gemmi, Kandersteg , Oberhasli. Wengernalp oft ; Gadmen [Rä.]; Unlerwalden (Engclberg); vom Pilatus {M. Paul); von den Appen- zeller [Tu.) und St. Galler Bergen 'Eisenring); in den Graubündner Bergen selten, so von Alp Tschita oberhalb Bergün (Z.) und aus der Thalsohle des Engadin. Die Aberr. Caecilia (fast ganz einförmig schwarzbraun) von Engelberg {Frey), dem Jochpass {Zell.-Dold.); von Gadmen {Rä.). Ab. Bubastis (hat weisse Flecke auf der Unterseite des IlinterflUgels und die Franzen des letzteren dunkel gescheckt), von Leuk durch Ms. entdeckt; vom Aargauer Schinberg (225 7') (/?.-S.i; Gadmen {Zell. -Bold.); vom Pilatus {Wu.) und den Vogesen (Christ). Die Ilöhenverbreitung der ziemlich wechselnden Art von 3600 — 6000', also im Allgemeinen innerhalb der Baumgrenze. Anders wird es mit der von mir aufgefundenen Graubündner Var. Pyrrhula. Sie fliegt auf dem Albulapass hoch über der Region der Nadel- hölzer in manchen Jahren im .luli und August nicht gerade selten, doch sehr lokal. Caß. fing sie auch auf dem Gürgaletsch oberhalb Parpan. Bedeutend kleiner als die Stammform, im Ausmaasse einer ansehnlichen E. Melampus oder einer Eriphyle. Vorderflügel etwas stumpfer. Die Zeich- nungen recht wechselnd. Die am lebhaftesten gezeichneten Männchen zeigen auf den Vorder- llügeln 6 rostrolhe Keilstreifen ohne Augen. Gewöhnlicher fehlt der vor- derste im Apicaltheil , so dass also nur 5 vorhanden sind. Der nunmehi" erste Apicalfleck ist immer der ansehnlichste, jedoch von ungleicher Aus- 38 I. Kliopalocereii. dehnung. In ihm und seinem Gefährten können 2 kleine kernk)se schwärze Augenpunkte erscheinen. Die 'i lieferen rostrollien Keilflecke erfain-en all- niälig eine Reduction Ins zum völligen Verscln\inden. Auf den Hinter- flügeln bemerkt man nach Yi nicht selten einen rostfarbenen Keilstrich. Vor ihm tritt zuweilen ein kleinerer auf. Sehr selten ist letzterer bis zum Oval verkürzt. El)enso l)emerkl man nur ausnahmsweise gegen den Afterwinkel zu noch 2 oder 1 rostfarl)iges Fleckchen. Die Unterseite ist diejenige einer männlichen Pyrrha. In noch höherem Grade ist diese Llnterfläche der Hinterflügel beim ^ für die Zusanunengehörigkeit unserer Form mit Pyrrha in ihren gelblichen Flecken bezeichnend. Die beiden Striche im Apicaltheil des Vorderflügels sind oberwärts stark verkürzt , zu langen Querovalen geworden , bald mit, bald ohne Augenpunkte. Die Hinterflügel fleckenlos, einförmig. Eine Aber- ration hat nur in den Vorderflügeln rostfarbenen Schimmer. Sie erinnert an Ab. Caecilia der Stammform ; doch die Unterseite der Ilinterllügel bewahrt ihre gelben Flecken. E. Ceto Hb. [Hb. 578. 579]. F. erscheint auf seinen Wohnplätzen schon von Ende .luni an. um ge- wöhnlich Finde .luli nur noch al)geflogene Stücke darzubieten. Von Evolena [R.-S.]; Zermatt (ß. -8. und Frey); Turtmann (C//r/i7i; dem Simplon (an der Südseite häufig [Ja.]]; vom Leuker-Bad und nach Inden [Ms.); in den Waadtländer Alpen l)ei Ormond [M.-D.) ; ferner aus Graul)ünden , so im Bergell oberhalb Vicosoprano und im Ober-Engadin bei Samaden [Mgb.]; ebenso im unteren F^ngadin bei Ardetz (4525') und Tarasp [Schenk, Kill.]; vom Stelvio unterhalb Gomagoi (4069') [Frey]. Höhengrenze etwa 4000—4800'. E. Medusa S. V. [Hb. 45. 103. 104) und Var. Hippomedusa O. R. an Panicum und Setaria. F. wohl überafl in der Flbene und dem Ilügellande im Mai und .luni. bald seltener , bald häufiger. Höher im Gebirge (wo er noch im .luli fliegt) als kleinere Var. Hippomedusa (welche meiner Ansicht nach mit Styr.'s nordi- scher Var. Polaris zusammenfällt). Für letztere wird erwähnt : Basel [Orislhal] und Liestal [Christ); auf den Kämmen und höchsten Grasabhängen des Jura, am Weissenstein in 3700 — 3900' Höhe sehr häufig [M.-D.]; ebenso von der Bechburg [U.S.]. Dann bewohnt Var. Hippomedusa die Alpen (aber wohl nur lokal), so das Lauler- brunnerthal bis zum Bergdorf Wengen (4011'); in Graubünden Nairs (3760'), den Gürgaletsch [Caf.]. Häufig 1871 oberhalb Trafoi, jedoch weit unter der Franzenshöhe endigend [Frey). E. Oeme Hb. [IIb. 530—533). F. im Juli auf niederen Alpen schon (nördliche Berge) von 3000' an, vereinzelt wohl noch über 5500' (südliche). Satyriden. 39 Wallisor Berge [Anderegg); Bernor Alpen (hier z. B. ;itii (iurnigel selir häulig (jy. -/>.); sellener auf Waadtländer Bergen {M.-D.); auf Ti'iibseealp Itci Engelberg und Surenen {Christ); aus dem Gadnicnlhal {Ra.) ; Seliwyz im oberen Sihllhal oberliall) Einsiedeln [Knecht, M. Paul]; Brjschalp im Weggi- tlial [l'^eg); im Canlon Glarus von Mülilebachalp oberhalb Engi [h'ejj); See- alplhal nach P.-J. In Graubünden das Vorkommen unsicher. Auf der Nord- seite des Stelvio (Wo.). Das Thier variirt ziendich. Die Stücke von Einsiedcin auffallend kloin und an Augenpunkten verarmt. E. Stygne O. [Hb. 223. 224. II. -S. 90. 91). F. I»egiunt schon in sehr geringer J<]levation zu fliegen, so nach I5cutli im Schwarzwalde sogar bei 950', ferner in den Vogesen [h')-ön<'r) . Im Jura am Dürreck i3386'j, Beleben (4350') (Chr/sl) und dann am ganzen westlichen Grenzzug des Gel)irges, vom Chasseral [CoiiL). Ferner in niederen Alpen der Cantone Wallis, Bern, Unterwaiden, Glarus, Appenzell und St. Gallen; auf dem Pilatus [M. Paul), ebenso [Derselbe] am Fusse der Mythen im Canton Schwyz. Auf der hohen Bhone und in Graubünden l)ei Churwalden [Ihig.); von Bergün (Z.) Ziemlich wechselnd ; die Stücke des Jura mit dem meisten Rostroth und den entwickellsten Augenpunkten. Ilöhengrenzen von 2800 ])is über 4000'. Die Flugzeit vom Juni an. D. Nerine Frr. [H.-S. 69—74). F. erreicht mit Exemplaren, welche sich noch am meisten an Var. Bcich- linl H.-S. anreihen , aber doch manches F^igenthümliche darbieten (so dass ich eine l)esondere Var, Italica anzunehmen geneigt wäre; die südöstliche Ecke unseres Faunengebietes. hl Graubünden eine Stunde hinler Zernetz (4608') im Münslerthale (Champ long) nach Curo; bei Cierfs (5119') an einem Bergsturz und im ^'al Muranza [11. Zell.-Dold.]; sowie im Val da Fi-aele [Derselbe): dann südlich vom Stelvio an den alten Bädern von Bormio (4707'), häufig auf Schutthalden im Juli und August [Curo, Wo.). Nach Curo geht er tief hinab zum Gomersee, wie er auch am Monte Grigna oljerhall) Eecco vorkommt [Christ). E. Evias Lef . (Bonellii Hb.) f//6. 892— 895). F. nur dem südlichen Theil des Faunengebieles angehörend, dem Wallis und Graubünden. In ersterem Canton im Mai und Anfang des Juni au war- men, kräuterreichen Halden, später und höher im Juli ; so nach Trapp l)ei Sion, Visperterminen, im Baltschieder Thale, bei Gamsen ; ebenso vom Sim- plen [Trapp und Ja.); von Brieg [Christ und Jorris); von Evolena [R.-S.). Dann aus Graubünden, bei Tiefenkasten [Cafl.); aus dem oberen Engadin, der Alp Nuova bei St. Moritz, also in etwa 6000' Höhe [Mgb.); ferner aus dem Daves [R.-S.]. 40 •• Khopaloceren. B. Glaeialis Esp. (Alecto Aut.) [H.-S. 173. 174j und Var. Pluto Esp., sowie Var. Aleeto Hb. [Hb. 528. 529). F. auf den meisten liochalpen, nördlichen, wie südlichen, von 6 — 8000' und mehr, an Schutthalden, Felsen etc., im Juli und August. Den Bergen des Waadtlandes aber fehlend [Lah.]. Die augenlose Form bildet die Regel. Hier kann es bis zum Verschwinden jedes rothen Anfluges auf Ober- und Unterseile kommen (Pluto Esp.). Der Esper'sche Name Glaeialis hat also hier einzutreten und die l)ei uns sehr selten vorkommende augenführende Gestalt die Hb. 'sehe Benennung Aleclo zu tragen. Von allen Hochalpen, den Wallisern. Bernern etc. bis zu den Bündnern und dem Stelvio. Auch der Pilatus besitzt unsere Spezies. Die augeführende Abweichung Aleclo erseheint nur ganz selten ; so aus dem Oberhasli M.-D.], vom Piz Umbrail (9340') [Zell.-Dold.) und vom Stelvio in sehr Jiedeutendei- (8000' und mehr betragender) Höhe [Wo., Frey). Hier und da fliegt die schwer zu erhaschende Art einmal auch auf den ärmlichen Grasflächen jener hochalpinen Stellen. E. Manto S. V. (Lappona Esp.) [Hb. 512— 514). E. Manto ist in grösster Verbreitung und mit mannichfalligem Wechsel dem Alpengebiete zukommend, mangelt aber dem Jura. Sein eigenthüm- 1 icher Flug (nur E. Tyndarus bietet etwas Verwandtes dar) lässt ihn augen- blicklich erkennen. Seine Tiefgrenze kennen wir nicht genau. Das Thier mag bei 4000' hier und da beginnen. Es erhebt sich auf 8000' und mehr. Unsere schweizer'schen Exemplare sind norwegischen von Dovrefjeld voll- kommen gleich. E. Tyndarus Esp. [Hb. 209—212). F. im Juli und August auf allen Alpen, milunler sehr gemein, gewöhn- lich häufig. Er n)ag in den nördlichen Alpen mit 4000, in den südlichen mit 5000' beginnen. Ueber 6000' Meereshöhe wird er sparsam. Auf den höchsten Fangplätzen traf ich ihn nicht mehr, wie er schon 1000' über der Baumgrenze auffallend selten wird. Dem Jura, gleich der vorigen Art, feh- lend. Er variirt nicht erheblich in unseren) Faunengebiele , wohl aber in anderen Gebirgen (Pyrenäen, Caucasus). E. Gorge Esp. [Hb. 502—505), Var. Erynnis Esp. [H.-S. I75i und Var. Triopes Speyer. F. im Juli und August in weitester Verbreitung, stellenweise allerdings selten, durch das Alpengebiet vom Wallis bis zum Stelvio und nordwärts zu den Glarner, Appenzeller und St. Galler Alpen. Die Tiefengrenze mag l)ei 4800 ' liegen, die Erhebung übersteigt im stldlichen Alpengebiele 8000'. An Strassen, Felsen, Schutthalden (seltener auf Wiesen) begegnet man dem flüchtigen Falter. Satyriden. 41 Unsere häufisiste Form führt im Spitzonthcil des VorderllUgels zwei bald grössere, bald kleinere, mehr oder weniger weissgekernle Augenflecke. Durch Verkümmerung letzterer, welche zuletzt zum völligsten Ver- schwinden gehen kann, erhalten wir die in den West- und Ost-Alpen selten vorkommende Varieliit Erynnis. Den vollkonmienen Gegensatz bildet die Spetjersche Var. Triopes. 3 grosse, stark weissgekernle, in ihren schwarzen Randbegrenzungen sich be- rührende, schwarze Augenflecke nehmen die Apicalpartie des Vorderflügels l)ei (^ und § P'"; -^ — 4 kleinere den Ilinterllügelrand. Triopes scheint den östlichen Alpen mehr anzugehören. Vereinzelt im Ober-Engadin wird sie auf ilem Allndapass nicht seilen und zur verbreitetsten Erscheinung am Stelvio. ich habe sie dort mit der gewöhnlichen typischen (jorge und mit Erynnis in Copula getroffen. E. Goante Esp. [Hb. 233. 234). Wiederum im .luli und August in derselben weitesten Verbreitung. Der schöne Falter, an ähnlichen Stellen vorkonmiend , fliegt ruhiger, beginnt schon liefer, mitunter bereits bei 3000' aufzutreten und endigt, selbst an der Südgrenzc der Alpen, bei höchstens 6500'. Nennenswerthen Variationen bin ich nie begegnet. Zell.-Üold. traf einstens E. Nerine und Goante in hybrider Begattung. E.PronoeEsp. (7/6. 215— 2 17), Var. PithoHb. 1/76. 574— 77. 1000. 100 I). Die am spätesten erscheinende Erebie der Alpen von Ende Juli durch den August. Die Männer häufig, die Weiber selten. Die Stammlorm Pronoe, mit zusanunenhängender Rostbinde der Vorder- flügel, zwei weissgekernlen Augen und manchmal gegen den Innenrand hin noch einem dritten, selbst einem vierten blinden Augenfleck und Hinter- flügeln, w eiche 3 getrennte Rostflecke, bald mit w eissgekernlen bald blinden Augen, führen, kommt den östreichischen Alpen zu und fehlt iler Schweiz. Aus jener (irundform geht durch allmäliges Verschwinden des Rost- rothen (zuerst auf den llinlerflügeln, dann auf den vorderen , durch Reduc- lion der Augenflecke der Vorderflügel auf zwei im Spitzentheil) die Var. Pitho hervor. Bei einzelnen (^ können letzlere Rostflecke auch verschwinden, während das ^ gewöhnlich noch etwas Rostroth und entwickeltere Augen- flecke darbietet. Walliser, Waadlländer, Berner, St. Galler, Ap|)enzeller, sowie Bündner Alpen [M.-D.]; auch vom südwestlichen .Iura an der Dolo. Manche Stücke aus den südwestlichen Alpen nähern sich noch Pronoe, ebenso Exemplare vom Leukerbad [Trapp]. Aus Graul)ünden und Wallis sah ich nur ächte typische Pitho. Elevation von 5000 — 6000'. Noch weit höher, jedoch sehr selten, auf der Passhöhe des Stelvio [Wo.]. E. Medea S. V,, (Aethiops Esp.) [Hb. 220— 222 . R. an Dactylis. 42 '■ Rhopiiloceren. F. im Juli und Auijusl hiiufig und wohl überall in derEhene, ;mi und tiuf dem .lurii, sowie in den niederen Alpen. Die lloheni^renze 4500 — 5000', ohne dass diese Stücke von denjenigen der Ebene abwichen. Im heissen Unterwallis mil lichterem Braun und breiterer Rostbinde. E. Ligea L. [Hh. 225—228). R. an Milium elTusum. F. (bei uns alljährlich; von Mille .luni bis in den Augusl. In der Ebene, am .Iura und in den Voralpen. Er endet mit 4000 — 4500'. So ist er bei Bergün und Traloi seilen. Er findet sich noch im Bergeil, geht aber dem Ober-Engadin ab. Zell.-Dold. fing einige kleinere Stücke am Silvretla-Glelscher [6391') bei Klosters, welche als eine Uebergangsform zur nachfolgenden Art gelten köJinen. E. Euryale Hb. i Frr. 91. 1 und 2 [schlesische Forml und ll.-S. 97 — 101;, Var. Adyte Hb, [Frr. 61.3 und 4, sowie Hb. 759. 760), Var. Philomela Esp. [IIb, 789. 790 unil wohl auch 218 und 219) und Ab. Ocellaris Stgr. Uel)er diese vielbesprochene Erebia herrschen Verschiedenheiten der Ansichten. M.-D. hat vor längeren .Jahren den Gegenstand erörtert. Nach genauer Prüfung stimme ich vollkommen bei. Die schlesische Euryale (sie gilt einmal als Grundform) besitzen wir nicht. Unser F. ist schon von Ms. trefflich bezeichnet worden. Er l)emerkte : 1) sind die Flügel des schlesischen Geschöpfes mehr verlängert, 2) besitzt die rostfarbene Binde der Vorderflügel bei der Sehlesierin geradlinige Be- grenzung, während sie bei schweizer'schen Stücken an beiden Räudern un- gefähr in der Mitte eingebogen ist, 3) führt die schlesische Euryale regel- mässig zw ischen den beiden oberen Augenpunkten und dem vierten (gegen den Aiialwinkel befindlichen) noch einen dritten kleineren, etwas mehr gegen den llinlenand hinausgerückten Augenpunkt. Letzterer fehlt dem schwei- zer sehen Falter constant. Endlich 4) ist l)eim schlesischen i^ die Unterseite der llinterflügel mit deutlich orangegelber Binde versehen,, w'elche unserem Thiere abgeht. Diese nördlichere Form fehlt also, oder kommt annähernd einmal in ein- zelnen Stücken vor (wie die schlesische Eiu'yale vereinzelt eine Adyte ent- wickelt). Wir besitzen nur Vai". Adyte.') Sie verhält sich zur Sehlesierin etwa wie E. Cassiope zu Jvpiphron [M.-D.). Als A])errationen dei'selben nehme ich Philomela und ücellaris an. Adjte im .luli und August in grössler Verbreitung durch das Alpenland von 2800 bis 5- und 6000 ', ja wohl noch etwas höher in den südlichen Alpen. 1) Ich iniiclilt! ührii,'ciis Ad\,te als Stannnronn belracliton. Inlciinocliär \orlialtoii sicli Slüclco aus Norwci^cii von Don ivl'jckl. Satyriden. 43 Bei 7000' fehlt sie. Auch vom Jura, so ;mi Solothurner Weissenslein schon Ende Juni (I\I.-D.); vom (Ihasseral [Coul.]. Var. Phihimehi vom Gurniij;el, dort aber selir liaulig in 4000' Höhe.'j Ah. Ocellaris (die Flüiielhinde in ijjelrennle kleinere sch\var/[)unklirle Rosttlecke zerfallen) aus dem Canlon Glarus [('lirisl;. Einen prachtvollen llerma]ihrotlilen . h'nks miinnlich . reclils weihlich, fing ich im Juli 1805 auf dem Grauhündner Maloja. Cliiouobas Bsd. [Oeneis Hb.). Ch. Aello Hb. [Hb. 519— 521). 2) F. (der einzige Repräsentant des nordischen Genus im südwestlichen Europal manchfach . namentlich in der Zahl der Augenflecke, wechselnd. Vom Mai und Juni bis in den August, zweijährig (nw Ganton Bern mit glei- cher, in der Ostschweiz mit ungleiclier Jahreszahl (M.-D. und Frey). Er findet sich durch das ganze Alj>engebiel weil verl)reitel, vom Wallis bis zui' östlichsten Iilcke Graubündens. Nur für die nördlichen Alpen liegen wenige Notizen vor; doch vom Schäfler (5843') in Appenzell [Tä.); el)enso vom Pila- tus [Wu., Knecht); für die Südseite der Alpen fehlt jede Mittheilung. Ch. Aello beginnt schon tief. Ich traf ihn einstens hinter Engelberg, und M.-D. berichtet für die Berner Berge von einer Tiefengrenze bis zu 2000'. Aello gewinnt Höhen von 7000' (so 1879 auf dem Albula, früher von den Silser Alpen). Er fliegt vielfach an Felsen, Steinhalden, aber auch auf alpinen Grasplätzen. Häufig kam er mir niemals vor. Satyriis Fab. S. Hermione L. [Hb. 122—124) und Var. Alcyone S. V. (Hb. 125. 126). R. an Holcus lanatus. F. im Juli und August. Beide Formen im Wallis sehr häufig, am süd- lichen Jura nur Hermione (i7.s. und Coul.';. Alcyone im Canton Waadt bei Lausanne, aber auch dort Hermione [M.-D.); Basel, am dortigen Jura, Liestal nur Hermione [Christ); Alcyone von Homburg [Derselbe); von der Bechburg in beiden Formen (R.-S.); aus dem Aargau [Wu.); Graubünden nur in den drei transalpinen Thälern, Puschlav, 1) M.-D. bemerkt hierzu: Grosser, mit gestreckteren Vorderfliigeln und auf der Obci - Seite eine meist schmale, trübe, zerstückelte, krumm begrenzte Binde, beim 5 stets mil blinden Augen. Sie ist ein wahres Mittelding imd verbindet die beiden Extreme (d. li. Euryale und Adyte). Der (J unten mehr Adyte, das £ bald der schlesischen Euryale, bald demjenigen unserer alpinen Adyte ähnlich, indem bei einzelnen Stücken die Unter- seite der Ilinterflügel bald eine lehmgelbe, bald eine weissgezackte Binde, bald mit 2, bald mit 4—3 Augen führt. — Auch bei Rosenlaui Uebergangsformen. 2) Prioritäts-Fanatiker werden gewiss die Entdeckung von Z., dass der älteste Name Pap. Danaus ist (vergl. SchranJc und Moll, Naturhistorische Briefe, I, 102. Salzburg 1785) mit Entzücken begrüssen und — neueConfusion machen. 44 I- Riiopaloceien. Misox und Bergell [Kill.); Hermione von Lugano [R.-S.]. Bei Zürich ver- schwunden [Frei/]; aus dem Canlon St. Gallen von Obcr-Uzwyl ITä.]. Her- mione bei Schaflhausen öfter [Trapp). Höhengrenze höchstens 3000'. S. Proserpina S- V. (Circe Fab.) [Hh. 119—121). R. an Anthoxanlhuni, Bronius, Lolium. F. nur lokal, und den meisten Orten fehlend, Hiegt im Juli und August. Er scheint nur der westlichen Schweiz mit sehr geringer Erhebung anzuge- hören und dann in den Iransalpinen Thälern Grauliündens uiederzukehren, so im Bergell {P/'a/}'e)i zeller, M nicht übergrossen Werlh gelegl (nach zwei in Zürich Itelind- lichen Exemplaren des HüOnei' sehen Werkes kann man daraus Alles machen), halle er (anstatt liier zum Tlieil damit widersprechen(b) Besclueibungen zu geben) neue bihlliehe Darstellungen geliefert, so würden wir wohl lieutigen Tages weiter .sein. Ich bemühle mich lange, zu einem gedi-iingten i^J'gelMiisse zu gelangen. Das Nacldbigende (wobei frei^ lieh di(! bokalangaben der NOrgiinger S(>hr unsicher werden) isl was ich glaut)e, eriiiillell zu haben. 1) Als S. I'rililluiu tllt. (in meinen Augen die U pische t'orm der l^lbene), welche In der Schweiz und Deulschland bald sellener, bald häuliger IHegl , t)elrachle icli die Kurni mit den giöss'rn weissen l'leekiMi der Olierscile ; l'iHiicikolhc nach aliwarls rosiroth; l'nlerseile dei' II iiilcrIlML'el brann oder (ihAcii-rnn Ulis Bilder t-'itl. '.(!/. uml /.fi", sind Hosjicrideii. 51 schön, wiihrend die dos Juni kleiner und l)riiunlieli überflogen erseheinen); von der Seh.ifin.ill hei Ollen (23()2') [Kncclü]. Für (ir;iubünden nur T;ir,is|» [Christ) . S. Fritillum O., Var. AlveusHb,, Var. Serratulae Rbi'., Var. Onopoi'di Rbr,, Var. Caeeus Frr. uud Var. Cirsii M.-D. F. in 7.\\o'\ Generjilionen Juni und Auuusl in dei' Rl)ene, iiüher in dem Gebii-ge nnl einfacher. Von Zürich (Frey): aus dem Wallis i^Brieg, F^volena f/?.-S. ; Zermatt [Frey); Gadmen [Cliristj: Triftalj) [li.-S.). SudfleicMi. Besser Mocli auf der Oberseite der IlinU'rflügel viel zu deutlieli gezeiclinet) iiat Frr. das Ding i349. 4) abgejjildel. — S. l'ritillum geiil durcii Zwischeiiformen über in 2) Var. Alveus Hb. Die l'ieclven kleiner; das l''alterelien in Grösse wechselnd; Unter- seite der Hinlerflügel bräunlich oder meistens grünlich mit reichlicherem Weiss; Fühler- kolbe unterwärts meistens rostrolh. Hb. 's 6t — 63 sind wiedei'um nicht gelungen. 3) Verkleinern sich die weisslichen Flecke auf der Oberseite noch mehr, so erhallen wir Serratulae \on H.-S., Fig. 18 und 19, ebenso Hb.s Fig. ."»ü6, welche ich für ebenso sicher erachte als Ü.s Alveus [I, 1, t06]. Der ,5 oberwärfs grauschwarz ; Fnterseite der Hinterllügel grünlich. U oberwiirls grünlichbraun überllogen. Fühlerkolbe bei beiden (ieschiechtern in der Regel unterwärts kastanienbraun oder lichter braun. Ein wichtigeres Merkmal (was nur selten den Dienst versagt) hat Stgr. noch aufgefunden iZ., Fauna berg. 312,. Nämlich der costale Basallleck der Unterseite des Hinterflügels — er kann oval oder rundlich erscheinen — bleibt isolirl. Veraiml die Oberseite der Vorderllügel an weissen Fleckchen mehr, so erhalten wir H.-S. Fig. 20 — 22, ein Geschöpf, welches ^S7^r. in seinem Gatalog meiner Ansicht nach mit Unrecht Caeeus Frr. nennt. 4y S. Caeeus Frr. (493, 3. 4) mit .schiefergrauer Oberseite, in beiden Geschlechtern aus den ösireichischen Alpen stammend, besitze ich in einem .sehr schönen glatt- schuppigen 5 ^om Albulapasse. Die Vordertlügelfranzen sind von der Spitze an tief ab- wärts verdunkelt, die Unterseite der Hinterllügel ist mehr bräunlichgrün [Frr.'s Bild zeigt letzlere grasgrün). Mit S. Serratulae hat Caeeus wenig Verwandtschaft. Der eiförmige Costaltleck auf der Unterseite des zweiten Flügelpaares ist mit der hinteren l'lecken reihe verbunden. '■')) M.-Ü. hat endlich noch einen S. Cirsii. DasThier (von welchem ich ein originales Pär(;hen besitze] ist eine hübsche , auffallende, südliche Abänderung des S. Alveus. Da Hambur's Cirsii nicht näher Ijekannt , mag es den Namen des \erdienfen scliweizerschen Beobachters tragen. S. Cirsii besitzt die Grösse von S. Alveus. Flügel gestreckter, spitzwinkliger, als bei jenem. (5 auffallend gelb bestäubt , wie ich es in der Gruppe nie sah; die weissgelben Würfelllecke der Vordertlügel gross und scharf ausgeprägt; auf der Oberseile der Hinler- tlügel die Miltelbinde und die Aussenrandfleckchen gleichfalls sehr dcullich; ihre Unler- seite braun mit vielem Weiss, so dass man an S. Carthami in etwas erinnert wird ; Al'ler- busch gelblich. £. mit etwas breiteren gedrungeren l'lügeln; die Spitze des vorderen IMügelpaares stumpfer, das hintere Paar stark olivenbraun Übergossen. Die Grundfarbe der Oberseile dunkel, die l'leckenreihe wie beim .5- '>'^' Zeichnung der Oberseile des letzten Flügelpaares erscheint nur sehr verloschen. Unterwärls die Vordertlügel nach dem Dorsalrande ziendich stark verdunkelt; das br:uinc Coloiil der Hinlertlügel lebhafter braun als beim J . 4* 52 I- Rhopaloceren. Var. Alveus. R. an Polentilla incana in Norddeutschland (Z.). F. in zwei Generationen die lil)ene, in einer das Gebirg hewuiinend. Basel, Lieslal [Christ)-, Engellierg [Frey); Wallis, im Val d'Arolla [U.-S.): Daves [Derselbe); vom oberen Engadin , dem Albuia und von Trafoi [Frey). Höhengrenze über 7000'. Var. Serratulae und Var. Caecus. F. im Juli und August im Gebirge; mir gleich Chi'ist in der Ebene nicht vorgekommen. Surenen bei Engelberg [Christ), auch sonst dort; Berge von GraubUnden, so das Davos [R.-S.), das Ober-Engadin mit Nebenthälern ; vom Albuia : aus Trafoi [Frey). Durch Verarmung an weissen Fleckchen selten beim (j^ , sehr gewöhnlich beim § und durch gi-Un!ich-l)räunlichen Anflug der dunklen Grundfarbe des letzteren entsteht die von II. -S. 21 und 22 abgebildete Form, Caecus von Stgr. An den meisten der genannten Orten mit Serratulae vor- kommend. Auch vom Fluela-Pass und von Alvaneu [R.-S.). Höhenverbreitung wie l)ei Var. Alveus. Die Var. Caecus Frr. scheint l)elrächt!ich selten zu sein. Zwei Exem- plare vom Alltulapasse gefangen im .luli und August [Frey]. Var. Onopordi. üb M.-D., welcher das Thier vereinzelt am Jura antraf, richtig bestimmt hatte, steht anhin. — R.-S. erwähnt noch Evolena und das Davos. Var. Cirsii. M-D. Nach M.-D. in zwei Generalionen, im Juni, dann August und September fliegend, sowohl an warmen Halden, wie mageren und tortigen Wiesen, aber vereinzelt. Salgelsch und Varen, sowie am Fusse des Eggerlierges im Wallis : von Ikirgdorf, Stiegenlos und Resi bei Solothurn ; ebenso nach Breiiii aus den Umgebungen Zürichs ein Exemplar (?). Ferner sind erwähnt Basel [Christ), die Bechburg und Saut du Doubs [R.-S.). S. Caealiae Rbr, [II. -S. Fig. 23.') 24. 25). Nach Z.'s guter Beschreibung nicht gerade schwer zu erkennen. Die Grösse unseres Falters ist einigermassen, doch nicht sehr l)eträchtlich wech- selnd. Oberseite gleichmässig grauschwarz, trüber, glanzloser als bei der vorigen Gruj)pe und bei Andromedae; Analwinkel abgerundet, wie bei letz- terer. Die zwei JVlittelbiiulen auf der Oberseite der Hinterflügi^l ganz ver- IoscIkhi oder häuliger noch f(!hlend. I*' ranzen weisslich (nicht schneeweiss wie bei der nachfolgenden Spezies) mit schwarzen nach aussen verschmähir- ten schwäi'zlichen Slrichen. findessen l)leiben letztere auch zuweilen "leich- 1y Fii,'. "i-i im l'lüi,'('lscliiiil( iiiclil i.'('luiiii(Mi und zu si'luviuz colorirt. Hesperiden. 53 breit). Unterseile der Hiuterflügel trübe, verloschen. EndUch ist die vveiss- liciie Halbbindc der Untei-seile jenes Flügeipaares an der Subcoslalader würze Iwärts zu einem Zahn verlängert, wahrend sie bei S. Fri- lilluni und deren Varietäten geradlinig erscheint. F. im Juli und August mit raschem Fluge auf fast allen Alpen vom süd- westlichen Wallis bis zur tiroler Grenze, hi Grauhüntlen häulig. Die ver- tikale Verbreitung ungefähr von 5500 — 7500'. S. Andromedae "Wallengren. Z.'5 trefflicher Charakteristik folge ich hier wiederum fast wörtlich. Grösse diejenige der vorigen Art ; Analwinkel derselbe , ebenso der nändiche zahnartige Vorsprung an der llan)binde der Unterfläche; Grund- farbereinschwarz, freilich durch weissliche Härchen gelichtet; Flecke der Vorderflügel rein weiss, grösser und meistens viereckiger. Ein vortreff- liches Artmerkmal gibt die schräg einwärts ziehende Querreihe weisser Punkte (Fleckchen), in welche der Doppelpunkt der Querader aufgenommen ist, unterhalb dessen bis zum Innenrande drei Punkte folgen , von welchen der oberste weder bei Alveus und Serratulac, noch bei Cacaliae je vorhanden ist. Auf den Ilinterflügeln von der verloschenen Mittelbinde nur die Costa 1- hälftc deutlich ausgedrückt, und die dem Ilinterrand nahe ist in einen nel)el- artigen Schleier zusannnengeflossen. Die Franzen J)reit, schnceweiss. mit gleichbreiten tiefschwarzen Strichen. Auf der Unterseite sind die weissen Zeichnungen nicht wie bei S. Cacaliae verwischt, in der dritten Zelle (vom Hinterrande gezählt), welche schwärzlich überflogen ist, liegen zwei weisse Fleckchen. Das hintere derselben ist gerundet oder unregelmässig vier- eckig, das vordere länglich rund, gegen das hintere hin lang zugespitzt und es zuweilen berührend. S. Andromedae beginnt, wenigstens in den ösl reichischen Alpen, unter 4000', gewinnt aber zuletzt beträchtliche F^rhebungen. Von der Gemmi [Speyer); in GraubUnden , Berge um Bergün, vom Weissenstein , schon vom Beginn des .Uini an durch den .luli hinauf zum Albula-Passe ; dort bis in den August, doch nicht gemein auf ebenen Gras- flächen (Z., Frei/); aus dem Ober-Engadin [Zell.-Dold.); vom Stelvio dicht bei der Franzenshöhe [Stgr., Fi'cy)'-, nach Wo. dort noch 1000' höher. Für die westlichen Alpen fehlen alle Nachrichten. S. Alveolus Hb. (Malvae L.) [IIb. 466. 467) und Var. Taras Meig. {Hh. 847. 848). R. an Potentillen, Walderdbeeren. Comariini |)alüstre [Z.). F. vom Ende April bis F^nde Mai und länger in dem Tieflande ; hoher im Gobirg noch bis tief in den .luli. Bei 6000' noch stellenweise häulig, bei 7000' ganz vereinzelt. Var. Taras (die weissen Vorderflügelflecke mehr weniger zusammen- geflossen) scheint nur selten in unsereui Faunengehiete vorzukonnnen. 54 ^- Rliopaloceren. Icli lind iiKinclie andere Beohfichler liiilen sie niemals. Doch erwähnen ihrer M.-D. lind Trapp oline Orlsani;al)en ; dann vonGailmen und vom Niesen (./«,]. Vom Alhula l)esilze ich ein c^, dessen Oberseile genau derjenigen von Var. IIn poleiicas J.ed. enlspriciil , während unterwärts die llinterdUgel ge- wöhnliche Zeichnung darbieten. S. Sertorius Hoffmannsegg (Sao Hb.) [Hb. 471. 472). R. an Poterium sanguisorba ; auch von llindiecren. F. im Tiefiande mit doppelter Genei-ation, Mai in den Juni , dann im Spälsonnncr. An höher gelegenen Orten, z. B. Zcrniatt, einmal im Juli und August. Weit verbreitet, aber keineswegs überall. Umgebungen Basels (Lieslal. Ramsach, Metzerlen [^1767'], Schafmall^ nach Christ nndKnedil^ Schatl'hausen am Randen Trapp); Zürich nicht häulig [F}'ey]] bei St. Gallen selten [Tä.y, am Jura, so St. Blaise-Neuveville iCoul.); im Bei'n'schen Mittellande, an den Hügeln um Rurgtlorf, im Oberhaslithal ])ei Meiringen; dann von Lausanne; namentlich aber im Wallis an sonnigen Berghalden [M.-D.''-; in Graul)ünden bei Bergün (Z.) ; aus dem unleren Engadin (A'/7/.) und vom IMz Okel bei (]hur (Ca//.). Eine kleine schöne Form trat ich im Juli bei Zermalt. Flügel oberwärts dunkel, die meisten Flecke klein. Fühler, I'alpen , sowie die Rückeidläche des Ko|)res uiul der Bi'usl gelJ) übei'zogen. Die Unterseile bietet keine \'ei-- schiedenheit dar. Thanaos Bsd. (Nisoniades Hb.). Th. Tages L. [Hb. 456. 457). R. an Teesdalia, Lotus, Coronilla, lu-^ngium, Ibei'is. I''. im A|)ril und Mai, dann .luli und August. Ueberall, wenig iindeind. bis 5000' häulig, dann nur vereinzelt. Ilochalpin traf ich ihn nicht, wohl aber Wo. vereinzelt am Stelvio. Hesperia Bsd. H. Linea S. V. (Thaumas Hufn.) [Ilh. 4«5— 487). R. an Fcslnca, Aiia. Phleiim. F. von Enile Juni an, im .luli iiiui August sehr gemein im Tiel- und Hügellande. Uöhengrenze etwa bei 3500', im südlichen Faunengebiele höher, so z. B. bei Zermatt [Frc)/) . 11. Lineola O. R. an Gräsern, so an An-henalhei-um. F. im Soimner in der Ebene uiul im Gebirge, hier höher aufsteigeiui. bi derF:bene sellenei' und lokaler, z. R. Rern, Lieslal, Rasel. Sl. (lallen ; im Gebirge (auch dem .Iura zukommend vcrbreilel und siidlach gcMuein, bis 5000' und mehr: neben dem Jura, in den Gantonen Wallis und Graubüiulen. Hes|)tMi(leii, 55 H. Actaeon Esp. Hb. 488-490). R. an Gräsern, so an Calaniogrostis epigeios. F. im Hoch- untl Spätsonniicr ; nach bisherigen Angalten lokal, doch gewiss sehr häufig übersehen. Von Basel; hier fing sie Knecht 1879; von Züricli lli<emerkl: »im Thale des Wallis überall". Von Zermatt 'Zf//.-Aj/(/.\ H. Sylvanus Esp. Hb. i 82— 484). H. an Festuca, Poa, Avena und IJoIcus. F. im .luni, .luli und August sehr verbreitet, auch am .luia. Kv steigt ziemlich hoch im Ge])irge auf und gewinnt in Graubünden, sowie am Slelvio llöhengrenzen von 6000'. H. Comma L. [Hb. 479 — 481) und Var. Catena Keittel und Stgr. R. an Coronilla varia. F, im .luli und August in grösst(M' Vei'breilung. Iliilier im (iebirge grösser, dunkler, namentlich bei weiblichen Stücken . die Var. Gatena aus dem nördlichsten Scandinavien weit übertrcfiend. Von den Walli^^er itis zu den Graubündner und Tiroler Alpen. Ich Itegegnete dieser ilesperie doi1 noch in Höhen von 7000 — 7500', aber vereinzelt. Cyclopides. Hb. C. Steropes S. V. (Morpheus Pallas.) [IIb. 473. 474). Nur die südlichste Stelle unseres Faunengebietes mit s(>ln' geringiM- Höhengrenze ei'reichend. Ms. fand ihn schon 1804 unterhalb Giornico und an der Südseite des Monte Genere, Ti-app 20. Juli 1857 l)ei Giubiasco (717') unweit Mugadino am Lage maggiore, nicht selten. a])er verflogen. Carterocephalus Led. C. Paniscus Fab. (Palaemon Pallas.) IIb. 475. 476). R. an Plantago, nach anderen Angaben an Gräsern. F. im Mai und .luni überall auf lichten, Ijegrasten Waldslcllcn dci- Kbene und des Hügellandes und bis zur Bergregion stellenweise luiudu . som Jura bis zu den Voral))en. Im Alpenlande gewiss nur lokal; dodi, wcnigslcns in (ir-aubiiudeii auf- steigend, so bei Bergün nach Z. End(^ Juni selten, eltenso von l-liiiis und dem Davos (Ä7//.). Im Jahre 1865, Ende Juli, erhielt ich fast auf der Passhöhe dos Maloja zwei männliche Stücke, ein schlechtes imd (mu vollkonunen i-(Mnes Exemplar, 56 II- Sphingiden. Das letztere ist nun so interessant, dass ich ihm ein paar Zeilen widme. Kleiner, robuster, weil kurz- und rundflügliger. Auf der Oberseile der llintcrflügel die drei typischen gelben Flecken des Mittelfeldes. Dagegen fehlt die Bogenreihe vor dem Aussenrande. Die Unterseite ändert gegenüber Exemplaren der schweizer'schen Ebene und norddeutschen Stücken nicht. II. Sphingiden. Sphinges. Acherontia 0. O. Atropos L. {Hb. 68). R. im Hochsommer auf Kartoffelpflanzen, auf Datura stramonium. Lycium barbai'um, ja selbst an Evonymus europaeus u. s. w. F. im Spätherbste oder dem nächsten .lahre früh im Sonuner. Ueberall, bald seltener, bald häufiger. Bei seinem sehr entwickelten Fliigvermögen kam er bisweilen hoch im (jel)irge vor. Sphinx 0. S. Convolvuli L. {Hb. 70). R. verborgen im Spätsommer an Winden, namentlich C. arvensis. F. mit der Entwicklung von A. Atropos. Man traf ilm bis gegen und bis 8000'; so an der Canloniera (piarla des Stelvio (7866') {Speyer) und auf der Trift-Klubhütte des Gadmenthals in un- gefähr 8000' [Rü.] . S. LigustriL. {Hb. 69). B. an Liguster und Syringa; seltener an Spiraea nimaria und Eschen, ja sogar an Cytisus purpurcus. F. im Mai und .luni. Stellenweise liäiilig im Gadmenihjile: mit der Esche geht unser Thier bis 4500' {Md.); stellenwcMse seltener otler selten im tiefe- ren Theile unseres Faunengebietes. Von einer llöhengrenze des Faltei-s ist natürlich keine Rede. S. Pinastri L. {Hb. 67). R. an Pinus syl\esti-is, ausnahmsweise einmal an einer anderen Pinus- Art im Spätsommer uml Herbste. I'. vom Miii bis in den Juli . elw;i bis 5000' ansteigend und nattlrlicii nach (l(>ni VorkonuiuMi der .\;ihrungspllanze bald liäiiliger. bald seltener. Sphinges. 57 Deilephila 0. D. Vespertilio Esp. [IIb. 62. 103. 104). R. im Juni und Juli an Epilol)iuni rosmarinifoliuni und dodonaei. F. Iheils im Herbste, theils nach der Ueberwintcruni? im nächsten Jahre. Genf und Nordseile des Genfer See's {Wii.); im Wallis {Änderegg und Andere); früher bei Zürich und Wülflins;en (1318') [Bremi); von Winterthur (1358'] [Biedermann]'^ Umgebungen Basels [Imhof . R.-S.]; von St. Blaise- Neuveville [CoiiL); Lenzburg [liingier; ; Wimniis (1678') am Fuss des Niesen [Ms.]; Bern [Ms. und Rlhb.: bei Neuveville [Coul.]; von Engelberg [Frey); von Bergün [Lashis): von Chur und aus dem Bergell (A7//., Baz.]. D. Hippophaes Esp. [Hb. 109). R. im August und September an Hippophae rhamnoides. F. im nächsten Frühsommer. Genf [Ms., Rthb.); Wallis [Ms.. Anderegg. \Vu.\] Baltschieder bei Visp [Jä.]\ bei Ragaz [Eisenring). D. Galii S. V. [Hb. 64). R. im Spätsommer und Herbst an Galium und Epilobium. F. I)is\veilen noch in demselben Herbste , gewöhnlich im folgenden Sommer. Ueberall, meistens selten. Noch im Daves [B.-S.) und dort noch im Sertigthale [Kill.); und dem oberen Engadin [Mgb.); ebenso im unteren Engadin hoch über Ardelz [Kill.) getroffen. D. Euphorbiae L. [Hb. 66) und Var. Paralia Nickerl. R. an Euphorbien, E. cyparissias und esula. F. selten noch im gleiciien Spätsommer, gewöhnlich erst im nächsten Jahre Mai und Juni. Wohl überall, bald häufig, bald zur Seltenheit verein- zelt. Er erreicht Elevationen von ö — 6000', so im Gadmenthal [Rä-] und im oberen Engadin zwischen Sils und dem Maloja [Hnaleck und Frey, ZelL- Dold.). Var. Paralia (mit röthlich übergossenen VorderflUgeln) vereinzelt, so am Jura [Rä.). D. Lineata Fab. (Livornica Esp.) [Hb. 65. 112). R. im Sonnner an Galium, Scabiosen und der Weinrebe. F. entweder schon im Herbste oder dem nächsten Frühsonnner als Zug- vogel an vielen Orten des Faunengebictes. Bern [Ms., Rä.) und Diablerels [Ms.); Schupfen ißthb.); Neuenlmrger See [Coul.); im Aargauer und Solo- thurnerJura, sowie um Lenzburg [Wu.); im Maderaner Thal [Slehelin-Imhof); t'/anlon Glarus [Heer); l)ei Zürich [Zell. -Bold., Hag.); aus den Umgel)ungen Winterthurs [Biedermann); Pfäfers [Eisenring); im Ober-Engadin (P/"a//'t'n- zeller); so bei Celerina [Wolfensberger); bei Vicosoprano im Bergell [ZelL- Hnld.). Auf der Steinal]) bei Gadmen noch bis gegen 6000' Höhe. 58 JI- Spl)ingiden. D. Celerio L. Hb. 59). Die Raupe dieses Ziiiivoi;cls auf dem Weinstock. F. iiii Sepleml)cr oder ersl dem nächsten Jahre ^i^elrotlen im Canton Tessin [Ms.) ; im Bergeil bei Vicoso|)i-ano [Zell.-Dold.) ; Lausanne ^Ü.-S.); Yverdon (1345') [Ms.]] Bern (i7s., /iö.); Oflringen [W}(.)\ in Aarau er- zoi;en [Boll); Winlerthur [llu(j.)\ iNeftenbach (1277') [Kubier] und Wädens- weil (1345') [Dietrich]; bei Sargans (1496'j [Tä.]. D. Elpenor L. (Hb. 61). R. an Epilobiuni, Circaea, Impatiens [Ms.], iler Weinrebe und Ampe- lopsis hederaeea. F. gewöhnlich erst im folgenden Mai untl Juni. Wohl überall, bald hiuiliger, bald seltener. In Glai'us bis zur Bergregion; im (ladinenthal bis i300', im Ober-Engadin über 5000', etwa bis gegen 5500' [Pf'a/f'eiizeller . D. Porcellus L. [Hb, 60). R. an Galiuni (erst nach Sonnenuntei'gang sichtbar werdend] ; auch Hlpilobium erwähnt. F. im Mai und Juni, wohl überall, aber an vielen Orten nicht häulig. Er erreicht das Ober-Engadin [Pfiilj'cnzeller] . Feiner natürlich vorgekom- menen Bästardbildung zwischen D. Elpenor und Porcellus gedenkt Ihig. (Mitth. schw. ent. Ges. 111, 510). D. NeriiL. [Hb. 63). R. in heissen Jahren (1834, 1854, 1857 und 1859) auf dem Oleander. F. im Oktober. Basel, Aarau und Aargau , Zürich, St. Gallen, Glarus und GraubUnden. Smeriuthus 0. S. TiliaeL. ///). 72). R. an Linden und Ulmen; auch auf Kirschbäumen, Castanea vesca, Erlen, Birken und Eschen. F. bald häufiger, bald sellenei-, je nach dem Voi-koinn)en (M-stg(Miannl(>r Bäume im Mai und Juni durch tlas ganze Faunengebiet. Nach Heer eri'eichl er im Canton Glarus die Bergregion. Nach Hü. bleibt er gleich der nach- folgenden Art im Gadmenthale bei 2000 — 2500'. S. Ocellata L. [Hb. 73). R. an Weiden und Apfelbäumen. F., wie S. Tiliae erscheinend, allgemein verbreitet, doch wie es scheint wenig in das (iel)ii'ge aufsteigend. Die llohengrenze der vorigen Art gleich. S. Populi L. [Hb. 74). R. an den verschiedenen Populus-Arten ; auch an WcMden. Spbinges. 59 F. ühenill im Mcii und Juni die noch in demselben Ilei'hste sich ent- wicIvchuhMi E\eni])liM'e iiuflallend iiell | \Vii.\). In den (liuitonen St. (lallen und (ilarus noch die Bcr|j;fCü;ion {gewinnend {Tä., llcev . VAncv Parlheuo- i-eiiesis tUesei" Arl, sowie der voi'hergehenden gedenkt J^-. Pterogou Bsd. F. Oenotherae S. V. (Proserpina Fall.) [Hh. 58). R. an Epiloltium hirsutuin . angusli- und rosniarinilolinni . sowie an Oenothera l)iennis. F. im Mai und .Juni, gerne (zuweilen schon am Tage' um wohlriechende Blumen lliegend, so an Silene nulans [Wu.). Graubilnden [Mengokl's Sammlung), dann im (Ihurer llhointhal und ein- mal 600' unter Bergün (AV//., Z.); ebenso hinter Klosters im Prätligau als Rau|>e [Hiüinj]] bis 1000' bei Gadmen [Rü.]\ Ragaz [Eisenriiu/ ; bei (iais [P.-I.]; Schairhausen selten [Trupp); Basel, nahe bei Hüningen mit 1). Vcsper- lilio [R.-S.); Canton Zürich, aus den Umgebungen Winlerthurs [Biederinann] und von Kyburg (1939') [Frei/]; von Gais [P.-I-] und Borschach [Tä.]; im Aargau, Lenz[)urg, Oftringen, Zofingen, dem Aarthal NonAarbui'g bis Brugg (I060'\ dann am liallwyler See [Wu.]; Bern {3Js. und Hä.]; Burgdorf [Hlhh.); hei Schupfen selten [Derselbe]; von Neuveville [Coiil.]; am Genfer See bei Villcneuve [Wu.]. Macroglossa 0. M. Stellatarum L. [Hb. 57) . R. an Galium. V. im Sonuner und Spiitlierbsl. dann mit |)artieller Ueberwinterung. l'eberall gemeiner mit l)elrächtlicher Ele\ation, so bei Zernuitt , auf denj Albulapasse, also in Höhen über 7000'. M. Bombyliformis O. [Hb. 55. M7). B. an Loniceren und [f] Galium. F. mit doppelter Generation (Mai und .luni , dann von Ende .luli an). Seine Höhengrenze so viel bis jetzt liekannt l)ei Gadmen [Hd.] und Bergün [Frei/]; also über 4000'. M. Fueiformis O. (L.) [Hb. 56). B. an Scabiosa arvensis und succisa. F. mit gleicher ErsclKMuiingszeil wie der vorhergehende, und wohl iü)er- all vorkommend. Er scheint höher im Gel)irge aufzusteigen, so im Gadmen- Ihal l)is über 5000' (Rä.). 60 II- Sphingiden. Sesiiden. Trochilium Scop. T. Apiforme Gl. (Hb. 51). R. zweijäliriü im Holze der Pappeln. F. von Ende Mai bis in den Anlang des Juli, ül)erall in den tieferen Gegenden unseres Faunengebietes vorkommend, und zwar je nach der ört- lichen Cultur der Pa]ipeln bald häufiger, ])ald zur Seltenheit geworden. Die Höhengrenze (kaum eine erhebliche) bleibt noch zu ermitteln. Bis- her nur in der schweizer'schen Hochebene zwischen Jura und Alpen getroflen. T. Bembeciforme Hb. (Crabroniforme Lewin) {IIb. 98). R. zweijährig im Holze der Weide (Salix caprea). F. im Juni und Juli. Bisher nur an wenigen Orten gefunden , so von Burgdorf [M.-D.) und von Lenzburg [Wu.) sehr selten. Sciapteron Stgr. S. Asiliforme S. V. (Tabaniforme Rottenb.) (///). 44. H.-S. 3). R. in den Stämmen junger Pappeln. F. gleichzeitig mit T. Apiforme, aber selten. Von (lenf (,1/.s.); bei Siselen (1478') im Canton Bern {Hö.); von Zürich auf dem Zürich-Berg und von Buchs (1404') [Ilwj.]. Aus GraubUnden (A7//.) und ein Exemplar von Rorschach [Tä.]. Sesia Fab. ? S. Seoliaeformis Bkh. Jlb. Hl). R. unter der Rinde von Betula ail>a. F. angegeben für Gadmen [RU.] und das Bergeil [Pfa/fcnzcller] . Ich bezweifle das Vorkommen. S. Spheciformis Fab. {Ilh. 11. 78). R. an Alnus glutinosa. F. im Juni vom Bieler-See (ßä.); von St. Gallen ein Stück {Ta.): von der hohen Rohne am Züricher See [llu(i.]\ (ilarus bis zur Bergregion (?) nach y/ee/-; bei Zürich einmal [Frei/)] um Bremgarten [Boll]; sowie dem be- nachbarten Bünzen (1354'), ebenso von Lenzburg einzeln {Wu.); von Bern {Ms.). Da l\ls. hier die Birke als Nahrungspflanze angab, ist möglicherweise eine Verwechslung n)it der vorhergehenden S])ezies vorhanden gewesen. S. Anthraciformis Esp. (Andronaeformis Lasp.) II. -S. 50). Angeblich von Ms. bei Bern gefangen, ist sie erst kürzlich als Mitglied des Faunengebietes sicher nachgewiesen worden \n den Umgebungen Zürichs im sogenannten Slöcker Tobel [Hiff/.]. Sesiiden. 61 S. Tipuliformis Gl. {IIb. 49). R. in den Zweiyen von Ribes, F. im Juni und nach Alt der Verwandten in den heissen Mittagsstunden die Nahrungspflanze umfliegend oder zur Ruhe benutzend. Er konnnl wohl überall im Tief- und Hiigellande vor. Wir id)ergehen deshalb die zahl- reichen Angaben. Die vertikale Erhebung nicht ganz unbedeutend , da sie licifl/i im Schwarzwalde und zwar im liöllenthale bei 2'2ö0' und Bü. bei Gadmen noch hoher angetroflcn haben. S. Cephiformis O. [II.-S. 32). R. Nahrungspflanze unsicher — Coniferen V F. scheint in unserem Faunengebiete sehr vereinzelt vorzukonunen. Nur Wu. traf ihn im Aai"gau iiu Wiggerthale. bei üftringen und Lenzburg. ?S. Conopiformis Esp. (Nomadaeformis Lasp.) [II.-S. 40). R. in Eichenstämmen. Ms. I)ei-ichtet von dem Vorkommen bei Genf und das alte Atnslein'sL'he Verzeichniss von demjenigen bei (Ihur. S. Cynipiformis Esp. (Asiliformis Rottenb.) [IIb. 95). R. in dci' Eiche, namentlich in den stehengel>liebenen Wurzelsliuumen. F. von Rremgarten [Bo/l); im Canton Aargau, im Wigger-, Aar- und Aathale, bei Lenzburg vereinzelt [Wu.) ; aus Graul)ünden (Ä7//.) ; von St. Gallen [Tu.]; ebenso von Zürich [Hug.). S. Myopiformis Bkh. (Mutillaeformis Lasp.) (7/6. 45. 91) , R. unter der Rinde von Apfel- und Pflaumenl)äumen. F. im .luni. Zürich selten [Frey); Rremgarten .sparsam (ßo//, Frey)] aus dem Aargau von Oftringen und Lenzburg (Hw.); von Langnau (2068') auf Ligusterl)lüthen einmal in Mehrzahl ; Rern [Ms.]; Siselen am Rleler-See [Rü.]; aus dem Wallis, zwischen Visp und Visperterminen [Ja.]; von Chur [Kill.). S. Culieiformis L. [IIb. 151. 152j. R. in ilen Stämmen der Rirke und Erle. F. von Ende Mai den .luni hindurch, und, wie es scheint, recht selten. Hremgarten [Boll]; Lenzburg [Wu.]; von Rern [Ms.); von Neuveville [CouL); von St. Gallen ein Exemplar [Tä.]; von Malans [Kill.). S. Stomoxyformis Hb. [IIb. 47). Die Ernidirungsweise der Larve unbekannt. F. eine \ereinzelte Seltenheit. Zwei l'>\emplare fing einstens Bull bei Bremgarten. Eins in meiner Sanuulung. S. Pormicaeformis Esp. {IIb. 20). R. in Weiden-Arten. F. wiedei'um Lianz vei'einzelt. Hei'u (Ms.); aus dem Gadmenthale und 62 II- SphinijidiMi. von Siselen [Bö.); aus doin Anrgaii, so von Villingen bei Brugg, am Engel- berg, jedoch selten [Wn.]; von Bi-enigarlen [Bolljj doch zweifelhall ; von Manis (3573') nach Amstcin, aber unsicher. Von Zürich in der Naclibar- schaft der Irren-Anstalt [Hug.). S. lehneumoniformis Fab. lll.-S. 19) und Var. Megillaeformis Hb. [flh. 114. H.-S. 39). K. in den Wurzeln von Anlhyllis vulneraria (/.), von Lotus corniculatiis vielleicht auch \on llij)|)ocrepis coinosa u. s. \v. Aus Graubünden, so von Bergün (Z. , Boll, Frey) Mitte Juli. Im Canlon (liarus bis zur Rergregion [Heer]: Bei'n [Ms.]; Gadmen und Siselen [Bä.]; am Born, Kngelberg, am unteren llauenstein, auf dei" Südseite des Belchen, bei Erlinsbach: »wo llippocrepis wächst« [W'U.); bei Scliwendi (2589') im Ganton Appenzell [P.-I.]: bei Zürich, am iltlil)erg und auch auf . i. 3). H. an Globularia. F. (durch die verfeincMMe FUhlers|)itze, die schlankere Körperform, die grösseren und breiteren Flügel laclitungen angestellt hat, weiss, dass kt'ineGrenze zwischen Z. Minos und Var, Nubigena, d. h. jenen hlxemplaren , NNcIche Mann früher vom (Jros.s-Glockner verschickte, exislirl. Ich besitze im Uebrigen in meiner Sariiiulung zwei Slücke, welche ich im oberen luigadiii. einige l.iiiseud Fuss Zygaoniden. (55 über Sils-Maria 1SG5 fing, gegenüber \\ol('hon die Mamf^che Var. Nubigena als grosses, dicht besehupjites, dunkel gefärbtes Tliier erscheint. Z. Minos kommt von Ende Mai l)is in den August wohl überall vor. Basel und Umgebungen, Aar- und Thurgau, Sehaflhausen , Zürich, Glarus, St. Gallen, Bern, Neuchatel, das untere und ol)ere Wallis, (irauJJünden. Im niederen Aljienlande von Zermatt bis zum Fusse des Slelvio im ge- wöhnlichen Ansehen. Höher aufwärts, Alpen um Zermatt und auf denjenigen des Oberengadin . allmälig zur Nubigena, mit welcher O.'s Pluto zu ver- einigen ich sehr geneigt bin, sich umgestaltend. Nach meinen Erfahrungen in Erhebungen über 6000' bedeutend seltener und lokal werdend; so z. B. traf ich sie niemals auf dem Albula-Pass und mehreren, genau durchsuchten überengadiner Alpen. Var. Polygalae fand ich einstens am Eingange des Klönthaies bei Glarus. H.-S. erwähnt sie für Naters im Wallis, für die Bechburg; Christ traf sie ebenfalls im Wallis und Kill, bei Tarasp. (Flecke zusammengeflossen). Ab. Interrupta wohl nur als selteneres Vorkommniss , so von Gadmen [Rä.] und von Trafoi [Stgr.] (Mittelflecke stark getrennt). i) Vereinzelt erreicht Z. Minos 7000' und mehr. Z. Scabiosae Esp. [Hb. 86). K. an Trifolium und ('?) Vicia. F. im .Tuni und .hili, in unserem Faunengebiete nur vereinzelt vor- kommend. Im Wallis bei Leuk und Sierre [Als.); aus dem Gadmcnthal [Hü.]: Um- gebungen Zürichs, so am Katzensee und am Lägernberg bei Baden [Huy. und Snell], doch seltenei" vorkommend. Schadhausen (hinteres Mühlenthal und vom Mosenthal, sumpfige Abhänge hinter dem l)enachbarten Doi'fe Flurlingen [Trapp). Aus den Umgebungen Basels ist von Knecht das Wiesenlhai und .4. 1(?ow/?a/-/ Waidhof bei Inglingen (1167') angeführt; von Gadmen [liä.): von Wyl im Canton St. Gallen [Tu.]; Graubünden (im Amstein^schen Verzeichniss); sicher (wie ich durch Autopsie weiss) in typischen Stücken bei Celerina im Ober-Engadin [ZelL-DoUI.]^ also über 5000'. was zur Zeil die Ilöhengrenze bildet. Z. Romeo Dup. [H.-S. 48. 49) und Var. Freyeri Led. (Orion H.-S.) (//.-.S. 3). Wir sind über das schweizer'sche Bürgerrecht dieser Zygaene wenig aufgeklärt, ^tgr. schrieb mir, dass er in Rthb.'s Sammlung Exemplare des ächten Orion getroffen habe, welche mit Sicherheit im Tessin gesammelt wurden. Dann fing SU/r. letzteres Thier im .luli un(erhall) Macugnaga bei Geppo Morelli im Val Anzasca, aber schon verflogen, da die Spezies früh- i) Nach Ms. sollte Z. Bri z ae Esp. bei Sierre in Wallis gefunden sein. Da Niemand eine Brizae später fand, liegt ein — damals sehr leicht möglicher — Hestimmungst'ehler zweifelsohne vor. Frey, Lepidopteren. 5 6ß II. Sphingiden. zeitig erscheint. Zwei Exemplare dieser Ausbeute in meiner Sammlung stinunen mit Stücken vollständig überein, welclie ich vor 30 Jahren hier in Zürich in der ßordor/' sehen Sammlung sah und welche nach der Versiche- rung des ehemaligen Zürcher'schen Insectenhändlers Biedermann aus dem Wallis stammen sollten; Südseite des Simplon , so aus dem Val Vedro bei Grevola [Rä.]: von Gondo [Bent. und Ja.). Z. Achilleae Esp. [Hb. 9(). 97), Var. Bellis Hb. [IIb. 10) und Var. Vieiae Hb. (//6. 11). R. an Trifolium, Lotus, Ästragalus, Coronilla etc. F. in tieferen Gegenden schon von Ende Mai bis in den Juli fliegend. Er ist sehr weit verl)reitet von Basel und l'mgel>angen bis in das unlere Wallis, so z.B. St. Maurice (1259') (/{.-N.j, am Simplon zwischen Gondo und Algabi (3425') [Ja.] und von da durch das Berner Land bis nach St. Gallen und Graubünden, wie Bergün (Z.), dem oberen Engadin [Zell.-Dohl.. Frei/]: von Trafoi und Bormio [Wo.) und dem Daves [li.-S.]. Im Engelberger Thale und später auf den Alpen von Zermatt traf icii eine kleinere Form des Thieres, dünner beschuppt und mit einem gegen den Afterwinkel ausgezogenen äussersten Vorderflügelfleck. Var. Bellis, grösser und dunkler, wird als im Wallis vorkommend von Knecht angeführt und aus dem Val Vedro [Rä.]. Var. Vieiae mit kleineren Flecken und äusserer abgerundeter Makel von St. Maurice [R.-S.]; Tarasp [Kill.], Wengen [Christ] , von Basel [Knecht); aus dem Gadmenlhale als seltener [Rü.); vom Piz Und)rail am Stehio [Zell. -Bold.). Die Höhengrenze überschreitet 6000' bei uns. Z. Exulans Hoehenwarth [Hb. 12. 101 ) und Var. Vanadis Dalman. R. schon von Ms. gut beschrieben , an niederen Alpenpflanzen lebend. Die dünnen weisslichen Cocons unter Steinen zuweilen sehr häufig, aber schwer ablösbar. F. wohl schon mit 5000' beginnend und bis 8500' und mehr gehend, findet sich von der westlichen Walliser Grenze bis zur Ostgrenze Graubün- dens und darül)er hinaus. Mitunter kann er in förndichen Schaaren er- scheinen, wie ich es Anfangs August 1871 am Sielvio zwischen der Ganto- niera quarla und dem Beginn des schweizerischen Val Muranza ((3705') be- (»bachtele. Ziendich variirend und mit Annäherungen an die hochnordische Varietät Vanadis. Gewöhnlich finden sich in unseren schweizer\s(then Sannidungen derartige Exemplare, obgleich ich das \^)i-kommen jenei" borealen Form in unserem Faunengebiete nicht l)eslreiten \\ill.') 1) Z Gy na rac Esp. ist siflicr ivoinc Hcwdhin'riii der .Schweiz, obgleich sie einstens Ms. als im Wallis üelioUcii eiwiihiile. Zyttnoiiidt'ii. (57 Z. Meliloti Esp. [IIb. 82 und Var, Stentzii Frr. (//.-.S. Sß. 87). H. auf nassen Wiesenslellen an Trifolium . Lotus und anderen ver- wandten, zur Krnälu'unsj; der Zyyaenen-I.arven dienenden, niederen Fllanzen. V. von Ende Mai durch den Juni und in den Juli hinein fliegend. Er konunl vereinzelt und seltener in unsereiu Flach- und Ilügellande vor, ohne, wie ich annehmen muss, gerade besonders hoch in das Gebirge aufzusteigen. Doch erreicht Z. Meliloti noch die Thalsohle des Ober-Engadin , wie sie auch den untersten Theil dieses Alpenthales, l)ei Tarasp [Kill.) bewohnt. Von St. Gallen [Tii..\ Dusnang (1847') [Eugster]-^ Schafl'hausen [Trapp]; Bremgarten [Boll)] bei Oflringen lokal [Wii.]; ebenso örtlich meistens auf nassen Wiesen bei Zürich (z. B.am Katzensee und bei Wytikon) [Frey). Ferner von Liestal [Christ) und Dorneck [Knecht,; vom Pilatus [Christ); im Wallis l)ei Viege und Lenk [Jii.) und aus dem Saasthale (R.-S.'j. Var. Stentzii (mit rothem Gürtel) fand sich nach Pfaß'enzeller im Bergeil : bei Macugnaga [Stgr.) (4039'); bei Zürich einmal in der Nähe der Trichters- liauser Mühle R. Snell) . ?Z. Charon Hb. [H.-S. 69. 70). Das schweizersche Bürgerrecht der schönen Zygäne wurde erst kürzlich constatirt. Il.-S. bemerkt: »der Insektenhändler Biedermann brachte viele I^xemplare aus Fiemont«. Stgr. in seinem Catalog citirt die Alpen des süd- lichen Wallis, also Macugnaga (er fliegt dort Ende Mai in frischen Exem- plaren); vom Val Vedro Mitte Juli, auch mit rothem Gürtel [Hü.]. Man \Nir(chis. F. im Juli und August, ein Bewohner lieferer Gegenden, namentlich der westlichen Schweiz; an trocknen sonnigen Stellen. Im wärmeren Theile des Wallis gemein, so vom llauptlial. soni iNicolai- ihal, von Villeneuve und Martigny (IT//.); \on Viege, von Nj^on (1240') [Rü.). Syiiloinicleii. 71 Chexbres [Wu.]; Bern nicht gemein [Ms., H(i.):, Scliwarzenegg i29l5') bei Tluin (ir//.); von Brenigai-Ien idcn) doiligen Mulseiielleri liänfig (Boll); Ziiricii iiuf ganz lokal; Winleilluir Biedevmann); von Lnngern (2241') und ileni IMIatus [Wu.]; SchalFhausen , mitunter oft [Trupp]] auf trocknen sonnigen Hügeln und Bergen der (Kantone Baselland, Solothurn und Aargau, z. B. am llauenslein (2254'), tieni Engelberg, auf der Gysula- und Wasserfluh (2675'), dem liomberg (2451') [Wu.], der Bechburg [R.-S.]\ Biel [Bthh.]\ St. Blaise- Neuveville [Cotd.]; St. Gallen, an verschiedenen Stellen [Tri.]; (iraubünden im Rheinthal, Domleschg und Oberland [Kill.]. Var. Diniensis von der "Bechburg annähernd; dann aus dem Yal Vedro [Hä .] . Voi'derflügelflecke sehr gross, gelb gerändert. Vai". Iled}sari im Aargau vereinzelt hier und da unter der Stamn)art [Wn .]; Basel [Knecht]] Bechliurg (/?.-8.) häufig; häutiger als die Stammart bei N}on [R(i .]] aus dem Wallis. Vorderfltigelflecke klein unti ohne roilien beibesgürtel. Var. Berolinensis in tieferen Gegenden, so Basel, Auenslein und Aarau bisweilen [Wu.]] von der Bechburg [li.-S.]. Ohne gel])Iiclie Begrenzung dei- V'ordertlügelflecke. Var. Flaveola (ganz gelbj traf Knecht bei bostorf. Üie Höhenverbreilung eine geringe. Syntomiden. Hyntoniis Hb. S. Phegea L. [Hl). 99. 100). B. an ni(Mleren Pflanzen. F. \otn .luni an bis in den August an lichten . trocknen Stellen. Er komnjt indessen erst jenseits der Berner Alpenkettc , also im Wallis und in den italienischen Thälern, dann gewöhnlich zahlreich vor. Im südlichsten Misox uml dem B(>rgell unterhalb Soglio (3349') und Ihal- abwärts in zunehmender Zahl [Baz., Mgb-] ] aus dem unleren Puschlav [Pfa/f'enzeller]] aus dem Münsterthal [Kill.]. Im Tessin [Ms.]] so bei Faido [Rthb.] und Mendrisio (1250') {F)-ei/-Gessnen . Gemein ferner im Haupthaie des Wallis, im Val d'Herins, dem Val d'Anniviers (hier noch bei St. Luc 5054') nach R.-S.] dem Saas- [Christ] und dem Nicolaithal. Auf der Süd- seile des Simplen zwischen Crevola und Isella [Ja.]. Vereinzelt noch bis 5000' (nach Speijer auch Trafoi). Naclia Bsd. N. Ancilla L. [IIb. 114). R. auf .lungcrmannia, Parmelia etc. F. vom Juni bis in den August. Bei Basel [R.-S.]] Liestal und Sissach [Christ]] von der Bechburg [R.-S.]] 72 lll- Bombyciden. bei Schaffliausen einzeln [Trapp); im Canlon Aarij;au an sleinigen, mit Ge- büsch bewachsenen Stellen, z. B. bei Lenzbury und Oflringcn [Wu.); zu Cornaux bei Neuveville, selten {CoiiL); ßiel (Ja. und liä.); Villencuve [Wu.) und mit weiter Verbreitung im Wallis; auch von Genf (Sammluni^ des Mu- seums) von Ragaz [Tit.); aus dem unteren Bergell (Baz.). N. Punctata Fab. [Hb. 115). F, von Ende Juni bis Juli im Wallis an gleichen Orten, wie der vorher- gehende [Als.]. Zwischen Visp und Vispcrterminen Anfang Juli häufig [Frey); von Stalden [Christ) und Zermatt [R.-S.); von Varen [Christ); Sierre, Sion , Visp (7ä.) und Brieg (^o//); im unteren Thcile des Entremonl-Thalos [Wu.); aus dem unteren Bergeil [Baz-.). III. Bombyciden. Nycteoliden. Sarrotripa On. S. Revayana S. V. (7/6. 7), (Undulana Hb.) und Var. Dilutana Hb. [IJh. 6 , Degenerana Hb. [Hb. 8), Punctana Hb. [Hb. 9), Ramo- sana Hb. [Hb. 10). R. an Eichen und Weiden. F. im Hochsommer, in einzelnen Exemplaren überwinternd [Wu.). Schafthausen [Trapp); Zürich {Frey und ZelL-DoUL). Im Aargau an verschiedenen Stellen, so z. B. Bremgarten [Boll); von Lenzburg, dem Engel- berg und von Oftringen [Wu.); von der Bechburg [R.-S.); von Bern [Ja.]; aus dem Wallis bei Gamsen [Anderegg); von St. Gallen [Tä.); aus Graubünden [Mengold); so von Chur [Caß.). Als Revayana gilt die mehr weniger einförmig graue Form. Von Zürich und der Bechburg. Dilutana ist ebenfalls mit grauen Vorderflügeln ver- sehen , welche einen dunkleren , selbst bis zur Querbinde vergrösserlen Costalfleck führen. Von der Bechburg und aus dem Wallis [Anderegg). Var. Degenerana hat graulich oder grünliche Grundfarbe mit schwärz- licher reichlicher Fleckenbildung. Bei Zürich namentlich von an Salix lel)en- den Larven erzogen; von der Bechburg [R.-S.) und Bern [Rä.). Var. Punc- tana zeigt Vorderflügel meist mit 3 (aber von 1 — 6 wechselnden) schwarzen Punkten. Von Zürich und der Bechburg. Var. Ramosana, deren Vorderflügel eine schwärzliche oder dunkelbraune verästelte Längsbinde zeigen, li-af ich niemals in der Schweiz. Bei der so wechselnden Gestaltung ist die Annahme einer Stanmiform natürlich ganz willkürlich. Nyctcülidcn. Litliosiden. 73 ^ Earias Hb. E. Vernana Hb. [Uh. 1(31). R. ;in Sill)ef|>;ip|)eln Z. . F. nach den Vorsiclici'ungen von ZeU.-Dold. durcli Dwlruh im Tossin bei Mendrisio gefangen, lui allen Anisleiti' sehen Verzeichnisse auch für Grau- hünden angegeben, doch Niemand fing sie später. E. Chlorana L. [Hb. 160). R. an Weiden. F. im April, dann dem Juni und Juli. Ueberall im Tiellande. Die Höhengrenze unbekannt. Hylophila Hb. H. Prasinana L. {Hb. 158). R. an Buchen und Eichen. F. in) Fridding: in den tieferen Gegenden wohl überall, llöhenverbreitung nicht unbeträchtlich. Ca/I. ling sie bei Gliur am Pizokel, Rü. im Gadmenthale selbst bis gegen 4500'. H. Quercana S. V. (Bicolorana Fuessly) [Hb. 159). R. an der Eiche. F. im Juli. Im Graubiindner Rheinlhale [h'ill.]; Schanhausen [Trapp); Zürich selten ßug., Freij]; an verschiedenen Orten des Aargau, z. B. Lenz- burg und Wildegg [Wu.); elienso auf der Bcchburg [R.-S.) keine Selten- heit; Bern seilen und auch am Jura (Ja.). Lithosiden. Nola Hb.M N. Cucullatella L. (Palliolalis Hb.) IIb. 149 . R. im Frühling an Schlehen und anderen Prunus-Aiten ; ebenso an Pyrus. F. vom Juni an. St. Gallen [TcL); Zürich selten [Uuy. und Frei/ ; sowie vom Ijenachbar- ten Balgrist [Zell.-Dold.]; für den Aargau kennen wir Bremgarten [Bod); Ollen, Aar!)urg und Lenzburg [Wu.]; Bern und Siselen [Rä.]; Wallis (.1//- deregg) und St. Gallen selten [Tä.]. N. Strigula S. V. Hb. 16). R. an Quercus. F. im Sommer, bishei' nur von der Bechburg {H.-S.)\ von Züi'icli Ifiig. • Bremgarten [Boll] und in einem Exemplare von (Ihur [Cafl.]. 1 ) Keine Art des Genus Nola scheint erheblicher im (iebirge aufzusteigen. 74 III. Hoinhyciden. N. Cicatricalis Tr. {H.-S. I3i— 136 . Von Ziiricli [h^rei/i: noii Hrcm.uai'ten [BoU)\ von Oftringen und Lenzl»ui-g vereinzcll Wu.; von Hasol [Kiicclin iiiul dor Bechburi; [li.-S.][ von Hnrii- dorf [Ja.]. N. Confusalis H.-S. R. an iricIuMi lind Ikiclicn. Von Zürich durch Zell .-Dohl . imuI Uitr (iegciul \oii (Ihur [k'ill.j. N. Cristulalis Hb. [Hb. 17). K. an Tcucriniu Chaniaedrys. F. vom Juägoruberü; bei Baden [Frei/ ; dann aus dem WaUis [Andereyy] . Niidjiriii Stei»h. N. Senex Hb. (///>. 236. 237). R. an .lungormannicn. F. nur von wenigen SleMon. So von Landeron am Bieler See Coiil. ; bei S<-iiüjifen als Seilenheil im Juli {Rthb.); Genf (Sammlung des Museum). N. Mundana L. [IJb. 63. 64). R. an Flechten der Wände und Steine. F. von Ende .luni durch ilen Juli und an höheren Lagen noch bis in den August. Im tieferen Theile unseres Gebietes an zahlreichen Orten. In den Alpen wohl überall, bald seltener, baki hautiger, vom Wallis l»is zum Engadin. llöhengrenze über 6000'. N. Murina Hb. [Hb. 62). R. an Flechten. F. (nur die südwestliche Ecke unseres Faunengebietes eben noch er- reichend) im Jidi und August. Nicht seilen bei Vevey []Vii.)j Genf Museum- Sanunlung); aus dem Wallis [tliig.]. Calligeiiiii Dup. C. Rosea Fab. (Miniata Forster) [IIb. MI). R. an Parmelia etc. F. im Juni und Juli in unseren LaubwaldungcMi. r(. lO-'i . Var. Freyeri Niekerl F//-. 459, ;ij , Andereggii H.-S. IJ.-S. 45. 46; und Rifi'elensis Pallou L\nii. S. E. F. 1865. 11. 2). R. an Flechten, Parnielien u. s. w. F. im Juli und August; in der Tiefe milder gewühnlichen t\ pischcn Foi'iu, im Hochgebirge mit interessanten Variationen. Von Basel, sowie der Bechburg (/?.-.S.); Schatliiausen und Umgebungen; ebenso Winlerthur [Biedermann) ; Zürich. An vielen Slellen im Aargau ; U';^ ; von Bremgarten IBoll); St. Blaise-Neuveville [Cou/.); Biel [Hl/ih. : Umgebungen Bürens (JIs.); im Gatbnenthale , von der untersten Thalstufe bis zu höheren Alpen sehr häutig [Rä.i; von Murren und der Gemmi; voiu Golthard oberhalb Amsteg (1640') [Frey); im oberen und unteren Wallis, sowie von Genf {3Is.); für den Canton Appenzell bei Teufen (2573') [Tä.] und im Seealpthal (P.-/.); St. Gallen und Amden [Müller). In Grau- bünden bei Bergün , und hier an manchen Stellen nicht selten (Z.j; im Daves [U.S.); im oberen Engadin (Ä7//., Frey); sowie im unteren bis Tarasp [Kill.); bei Trafoi häufig [Frey). Nach Wo. unten als h-rorea. Bei 5000' beginnt schon Var. Andereggii in einzelnen Exemplaren, üben wird sie zur fast herrschenden Form des Stelvio-Passes. Die Stammart erreicht (freilich recht vereinzelt) noch Höhen bis 6000'. Eine Aberration des Q, klein mit bräunlichen Vorderflügeln, von Sils- Maria im Oberengadin in meiner Sammlung [Frey] . Var. Freyeri (blasser) im oberen Engadin, so dem Val Fain am Bernina und den Umgebungen vonSils [Pfaffenzeller., Zell.-Dold.. Wolfensberyer, P>'(-''.l; • hn Gadmenthale auf den Alpen, z. B. der unleren Gadmenfluh [lUL' : von Zermatt und Trafoi [Frey). Das Q klein, sehr selten. Höhengrenze 7000' und mehr. Var. Andereggii (dunkelstreilig). Gleich der vorhergehenden nur hoch- alpin. Von den höheren Alpen des Gadmenthales [lUi.]\ von dem obern Enga- din, namentlich dem Val Fain; dann vom Slelvio [Frey ; von Zermatl, d. h. von dem Riflelberge bis zum Gornergrale hin [Frey,; aus dem Calfeuser Thal des Canlons St. Gallen [Keller ; von den höheren Alpen des Gailmenlhales [Hü.]; aus dem Saasthal und von Bellalp [R.-S.]; vom Simplen /{('/.) öfters. Das Q vielleicht etwas häufiger. Hier also eine Elcvation von mehr als 8000'. Var. Rillelensis an der letztgenannten Walliser Lokalität, wo sie Fullou entdeckte und ich sie 1869 bis zu etwa 8500' selten antraf, in Graubünden traf ich sie niemals ; wohl aber fanil sie Wo. am Piz Umbrail des Stelvio (grau überflogen) . S. Roseida S. V. IIb. 106. 107, 11. -S. 51 und Var. Melanomes Nickerl IL-S. 69. 70). Die Stammart scheint nur sehr vereinzelt bei uns vorzukommen. Auf 76 III. Bonibyciden. dem Lindeiiberu; hei Winlerlhiir traf sie Hug. in kleinen , aber typisi-litMi Exemplaren. Dann ii;e(lenkt ihrer von St. Blaise-Neuveville Coul. Vai'. Melanomes (dunkler) wird in den Graul)ündner llochalpen eine in manchen Jahren stellenweise sehr häufige Erscheinung. So im oberen En- iiadin ; von der Alp Muraigl und den Muottas Ijei Samaden , vom Bernina, namentlich am Eingange des Val Fain , dann den Alpen oberhalb Sils [M. 92) und Var. Pallifrons Z. B. an Flechten. F. im .kini und .luli, höher noch im August. Vereinzelt im Faunengebiete, stellenweise öfter. Von Poschiavo [Zell.- holiL); aus dem Davos {R.-S.); vom Davos und dem untei-en i<]ngadin [Kill.): bei |}(u-gün häufig (Z.); zwischen Borschach und Ilorn [Tit.); vom Bremgai-ten (?) nach Boll. Am Aargauer Engelberg und von Lenzburg (11?/.); B(>rner' Alpen [Rä.) und Meiringen [Hug.); von Sion {JU.). Var. Pallifrons von Tarasp, wie /. berichtet. llöhengrenz(» etwa ."iOOd'. L. Aureola Hb. (Sororcula Hufn.) [IIb. 98). U. an Flechten der Laubbäume. F. im Mai und .luni. Zürich mul Lmgebungen, nicht häufig {/elL-Dold., Ilug.. Frey); von Dusnang im Thurgau [Kugsler). Nicht selten bei St. Gallen und so bis zur Baumgrenze [Tä.) uiul in yXppenzell bis zui" hlbenalp iu mehr AiTliidon. 79 als 5000' Höhe [Derselbe); ebenso l)is zu i^leicher Erhebunc; im Canton (ilariis [Heer,; von Schalfliausen [Trapp); \on Brenigarten und Oftringen [Bo/I und W(f.]; von ßei'n [3Is. und ./ä.); von Scliüpfen [Ht/ih.j; Siselen [Hä. /, ebenso bei der Becliburg [R.-S.]; aus dem oberen Engadin [Zcl/.-Dolcl.]. L. Cereola Hb. (///). 99). F. [die barve kennt man nicht^ im .hib und Anfang August, bislier nui- in den W'alliser und Graubündner Al])en, sowie l)ei Trafoi beobachtet . Sudseite des Simplen (Laquinllia!) nach Hd. Engadiner Berge [ZelL- Dol(L); so auf der Celeriner Alp und l)ei St. Moritz [Mgh.)\ rmgeltungeii von Samaden und Sils, sowie im Val Fain [Frei/]. Ini Bergün ziendieli selten [/.) . Die Höhengrenze mag etwa bei 6000' liegen. Bei Trafoi, an den (h-ei heiligen Brunnen des letzteren Ortes, schon unter 5000' selten und Ncrrin/cil (HV)., Freij . Exemplare aus Estland sind iniseren volIkomnKMi gleich. (jiiopliria Stepli. G. QuadraL. [Hb. 101. 102). R. an Baumflechten, namentlich denjenigen der Eiche. F., im .luli, kommt an manchen Stellen unseres Faunengebietes häulig vor, an anderen nur selten (im sonderbaren Gegensatze zu dem südlichen Deutschland). Die Höhenverbreitung ist wohl keine irgendwie erheblichere. Glarus i>is zur montanen (?) Region [Heer] und ebenso im Canton St. Gallen [Tä.)\ Umgebungen Winterthurs [Biedermann) und Ziii'iclis (hier sehr sparsam); Bremgarten [Boll): Lenzburg und Oftringen , auch in NadelJKjIz- \\aldungen (IV//.): Bechburg, ziemlich häufig [H.-S.): bei Alpnach [\i'M') am Fusse des Pilatus [B.-S.]; Schlipfen, nicht selten ßtlib.i; bei Bern öftei's, sowie von Siseh^n Ms. und Rä.); von St. Blaise-Neuve\ ille, gemein (Co///.); (ienfer Sanunlung; l)ei Martigny [Hü.); aus dem Bergell [P/'a/l'enze/ler,. G. Rubrieollis L. [Hb. 94). R. an Flechten. F. im Mai und .luni in Laubwaldungen. bn (-anton (jlarus bis zur Baumgrenze (was sicher falsch ist) nach Heer; St. (iallen [Tu.); Weissbad [P.-I.]; Dusnang [Engster); Winterthur [Bie(h'r- mann)\ Umgel>ungen Zürichs, doch nicht häulig [Zell. -Bold. . Hug.^ Frey): von Bremgarten [Boll); von Oflringen und Lenzburg [\Vn.); Bechburg [H.-S.) Bern [Ms.. IIa. und Ja.]; Siselen und Gadmen (Thal und Alpem. aber ziem- lich selten [liä."^; von St. Blaise-Neuveville ziemlich seilen [Cotfl.]: \uu Zer- matt [Rä). Arctiiden. Emydia Hb. E. Grammica L. (Striata L.) (///;. 122. 1231. R. an niedeien Pflanzen, wie HiiM-acium, Fesluca. Arleinisia. Oiioiiis etc. 80 J'I- Bombycidoii. F., im Juli fliegend, findet sich nur sehr lok;il und selten in unserem F.iunengehiele. Bei St. Gallen ein Exemplar (Tä.); vom Randen bei Schaft- liausen [Trapp). Aus dem Saanenthal hoclialpin ein Exemplar [Ja.]; Souaillon hei St. Blaise [Coul.]. Im Wallis, bei Leuk, Morel u. s. w. früher nicht sel- ten von Ms. getroffen; von Nalers [Ja.]; von Brieg [R.-S.]; von N von am Genfer See 7{a.;. Ol) die Var. Melanoptera Brahm [IIb. 244. 242 , jemals hei uns vorkam, weiss ich nicht. E. Cribrum L. (///>. i20. 121), Var. Punctigera Frr. [Frr. 140. 1. c), und Var. Candida Cyrilli [IIb. 119). R. an Calluna und niederen Pflanzen. F. im Sommer, aber nur sehr lokal. Bei Bern sehr selten [Ms.]. Von Sils im oberen Engadin [Hnateck): von Tarasp und dem Bergeil [Kill.]; St. Blaise-Neuveville mehrmals [Coul.]. Zweifelhaft bleibt die Angabe 5o/r,9 : bei Bremgarten. Die Varietäten Punctigera und Candida (ersterer Vorderfliigel mit weni- gen schwarzen Punkten versehen , währentl bei letzterer auf den weissen Flügeln ein schwarzer Doppelpunkt in der Mitte vorhanden ist, zu welchem noch eine kleine Anzahl derartiger Randpunkte hinzukommen) finden sich im südlichen Faunengebiete; so im Wallis, woher sie Anderegg mir lieferte. Zwischen Visp und Visperterminen , ferner bei Naters zu Ende Juni, zwi- schen Isella und Grevola am Simplen [Ja.]; aus dem Bergell [Pfu/fenzeller/. Var. Candida ist einmal auch im Über-Engadln [k'ilL] und dann noch bei Poschiavo l^von Sche7ik] getroffen worden. y\uf der Südseite des Simplon erreicht sie gegen 4800' Höhe [Rä.]. Deiopeia Stepli. D. Pulchella L. (Pulehra S. V.) [Hb. 113). R. an niederen Pllanzen. Nur an sehr wenigen Orten. Von Basel an beiden Rheinseiten [Kneclil, Leonhart , H. Sulger); ein Exemplar an der Südseite des Simplon zwischen Isella und Grevola [JH.] ; Genf [Ms.]. Soll auch bei Büren vorgekommen sein [Ms., Coiil.]. liä. fand sie einstens Mitte October im Gadmcnthal bis zu ungefähr 3G00', Flügelfragmente in dem Netz einer Spiiuie sannuelte auch noch Baz. im Bergell. llöhenverbreitung bis etwa 4000'. Euchelia Bsd. E. Jaeobaeae L. [IIb. 113 . U. auf Senecio jacobaea, an Tussilago alba und Seneeio paludosa. F. im Mai und Juni, hiiher im Gebirge (wo er bis über 4000' aufsteigen kann) noch in dem Juli. Arclilden. Sl Im Canton Glarus [Heer] und St. Gallen {Tä.); Sehaffhausen oft [Trapp); Wintei'thur und Zürich; Bremgarten häufii; [BoH): sehr verl)reitet und mit- unter häulig im Aargau [Wu.]; Basel Knecht eU\); Bechburg [R.-S.]: Bern [Ms., Rä.); Gadmenthal nicht häufig und Siselen [Bö.;; Schupfen selten [Bthb.]; Neuveville gemein [CouL), sehr häufig von Bex [3Is.]. In Graubün- den noch wenig beobachtet, von Ragaz(?) [Amsteinj; nur von Bergün an Tussi- lago alba öfter Z. . Frey). Nemeophiha Stepli. N. RussulaL. Hb. 124. 125). R. an Plantago , beontodon . Galium, Nesseln und andern niederen Pflanzen. F. in doppelter Generation, .luni und Spätsommer, im höheren Gebirge natürlich mit einfacher. Von Basel und Islein [Knecht und B.-S.); Zürich an verschiedenen Stel- len z. B. Katzensee. Wallisellen [Zell. -Bold.. Hug., P^'^'y]'- Sclialfhausen und Canton St. Gallen vereinzelt [Trapp, Tä.) ; von Bremgarten [Boll) und an- deren Stellen des Aargaus [Wu.).; Siselen [Bä.); Schupfen und Emmenlhai [Bthb.); Lenk [R.-S.); Nyon [Rä.) ; Genf (Sammlung des Museum); Neuve- ville [Coul.]; aus dem Wallis [Anderegg), so vom Simplen [Ja.); von Locarno [Hug.). In den Bergkantonen wie Glarus, Bern, bei Gadmen [Rä.) und Murren [Speyer), im Wallis, Graubünden (Ober-Engadin [Mgb., Zell. -Bold , Frey]), sowie Tarasp [R.-S.'^ gewinnt er die höheren Alpen, doch meistens nur vereinzelt. Höhengrenze etwa bei 5500 — 6000' und dann ein stärkeres Ausmaass. N. Plantaginis L. [Hb. 127. 128), Var. Hospita S.V. [Hb. 1261 und Matronalis Frr. [Hb. 238). R. an niederen Pflanzen. In den Hochalpen gleich der Puppe gewöhn- lich unter Steinen zu finden. F. von Ende Mai bis in den Juli hinein, an den höchsten Flugplätzen im Juli und August. Var. Hospita (mit weissen schwarzgefleckten Hinterflügeln des (j^^ und Var. Matronalis (Hinterflügel fast ganz schwarz) finden sich untermischt mit der Stammart, doch letztere Abweichung erst höher im Gebir-ge. Alpine weibliche Flxemplare vorwiegend mit dottergelben Hinterflügeln. Unser Thier mangelt dem Tiefiande mit Ausnahme Schaflhausens [Trapp). Doch findet es sich schon im Basellande auf dem Wiesenberg [R.-S.) und der Schafmatt [Knecht); überhaupt auf dem Jura weit verbreitet, Chasseral, Chaumont (3608') [Coul.), Renan (2758') und Sorvilier [Hug.]. Auf dem Hörnli (3496') an der östlichen Grenze des (lantons Zürich mit den beiden Varietäten [Berselbe); Aom Pilatus [Wu.); Berner Alpen , so auch mit ihren Varietäten im Gadmenthal [Rä.); in den Glarner Alpen tibei- der Grenze des l" r e y , Lepidojitpi-fii. 6 S2 "f Bombyciäen. Holzwuchses [Heer); am Sentis-See [Ja.); im Appenzeller Seealpthal (ziem- lich selten) nach P.-J.; Alpen um Ragaz [Eisenrin(j): Togtienbuiger Vorbei'ge [Frei); Graubündner Berge und llochthiiler, üavos (R.-S.). ßergün (Z.), vom oberen Engadin, sowie in den ßerner und Walliser Alpen. Gemein ist sie stellenweise im Über-Engadin. auf der Furka ; seltener auf dem Albu!a|)asse (ebenso auch bei Trafoi), sowie auf den Alpen um Zermatl Freij . Höhengrenze von 7000 und 7500' bis zu 8000' im südlichsten Hocli- gelnrge. CallimorpUa Latr. C. Dominula L. (///;. 117. 118). R. an Himbeeren, Prunus und niederen Pflanzen. F. von F^nde Juni an durch den Juli; weit verl)reitet stellenweise hiiiili- ger, fast gemein, um an anderen Orten seltener zu werden, liv bevorzugt nasse Stellen, Schluchten. Basel [Knecht); im Aargau wohl nirgends selten [Wu.). Vereinzelt von Winterthur [Huy., Biedermann) und Zürich. Schaffhausen spärlich [Trapp); Zug, Luzern, Weggis, Altorf [Wu.); Bechburg R.-S.). Bern selten [Ms.); dagegen gemein in den Thälern des Berner Oberlands (schon b:i Unlerseen ('1724') und Lauterbrunn [Ms.); Gadmenthal ziemlich häuhg [Rä.); Gemmi am Schwarenbach in ungefähr 6000' [Speyer) : vom Fusse des Jolimont [Coul.); Vevey [Wu.); Wallis [R.-S.); so z. B. bei Zermatt [Rä.), dann zwischen Viege und Turtig [Ja.); in den Gantonen St. Gallen [Tä.) und Glarus [Heer) »bis zur Baumgrenzeu; aus Graubünden in den tieferen und minieren Gegenden [Kill.). Im (iadmenthal noch bis zu 4000' [Rü.). Höhengrenzen \on 4500 — 6000' bilden wohl inuner Ausnahmen. C. HeraL. [IIb. 116). R. an Rubus, Epilobium imd niederen Pflanzen. F. im Juli und August, gern an lilüthen iles F^u])al()rium canna])inum und Origanum vulgare. iiei Basel [Knecht) ; bei Schallhausen [Trapp) : um St. Gallen fehlend [Tä.); dagegen bei Rorschach [\Veh)-le) und Berneck [Frei); sowie bei Ragaz: im Thurgau Euystc)-); (Danton (ilarus [Heer): Graubünden an lieferen Stellen häufig [Kill.); Winterthur [Huy.]; Zürich selten [Frey,; Bremgarlen [Boll : Baden, am Absturz des Fagern [Frey); Bechburg gemein [R.-S.): wie denn C. Hera in den Gaiilonen Baselland, Aargau und Solothurn auf trocknen Al)- hiingen nirgends selten ist [Wii.): von Lungern und dem Fusse des Pilatus [Derselbe); Bei-n sehr seilen, liäuliger hei Unterseen und Brienz (1859') (ilis.); im unteren Theil des Gadmenlhals [Rä. ; von Sl. Blaise-Neuveville recht haulig [Coul.): von (ülie\bres, \evey, Villcneuve H>/.); im unleren und mittleren Wallis gemein [Wu., Frey u. A.). liä . laiul die llöhengrenze im Gadmenlhale clwa bei ;5600'. Arcliiden. 83 Pleretes Led. . P. Matronula L. [llh. 138. 139). U. \erl)orgeu auf feuchten Waldstellen an Lonicera, Corylus etc., zwei- mal überwinternd. F. im Hügellande der Schweiz weit verbreitet, aber als Seltenheit. Basel [Knecht): von Liestal (woher ich sie vor langen Jahren erhielt); Bechburg (/{.-N. ; Schafl'hausen vom Randen [Stierlin); von Fischingen im Thurgau (Eugster); Zürich [Hug., ZelL-Dold. und Frey); Winterthur und Flaach [Hug.)\ von Ermattingen (1265') im Canton Thurgau [R.-S.); im Aar- gau, so von Bremgarten [Boll): ferner von Lostorf, Lenzburg, Ölten etc., be- sonders in alten, mit Gebüsch bewachsenen Steinbrüchen iWu.); vom Hauen- stein [fhig. : Bern [Ms., Rthh.): Schlossberg bei Neuveville [CouL); St. Gallen Scheillia); von Lichtensteig (2611'), Berneck und Waltwyl f3158') , von Kagaz [Kaiser,: Glarus [Heer\; von Chur iCaf}.) und auch sclion frUliei" in (iraubünden getroffen [Kill.). Arctia Schrauk. A. Caja L. [Hb. 130— 132 1. R. |)()l\phag. F. im liügellande überall und auch in das Gebirge beträchtlich aufstei- genil (wie er denn auch im nördlichen Norwegen bei Bodoe [67" IK'j nach Stgr. und Ho. noch vorkommt). So von Bergün (Z. ; und aus dem Gadmen- Ihal /{(■/.,: auch Heer gibt ihn für den Canton Glarus bis zur Baumgrenze an. Im Hochsommer 1869 noch auf dem Riffelljerg bei Zei-matt [Frey). A, Flavia Fuessly iUb. 315—318,. B. an Cotoneaster. doch vorwiegend an niederen Alpenpflanzen, wie Aconitum. Ein hochalpines, lokales, im Jahre 1778 in Graubünden entdecktes In- sekt. Der merkwürdige F. wiederholt sich erst wieder in Sibirien , ohne sich zu ändern. Entwicklung zw^eijährig. Flugzeit Juli und Anfang August. Bei Trafoi nur selten [Stgr., Frey); oberes Engadin , so Pontresina [M.-D. ; Umgebungen Samadens [Heer, Wagner . Pfaff'enzeller , Frey); (^elerina [Wolfensherger., Zell.-Dold.); Umgebungen von Sils [Hnateck); vom Weissenstein und Bergün (Z., Boll, Frey u. A.); aus dem üavos [Haury). Dann in kleineren mit mehr Weiss versehenen Stücken im Berner Gadmen- thal und zwar nach Rä. vom dortigen Ürosistock, Schafberg, der Steinalp und dem Wendengletscher. Endlich ist noch der Griesgletscher , an der Grenze des Ober-Wallis und Val Formazzo, angegeben i/Jä. . Die Graubündner Exemplare variiren wenig. Sehr selten sind Stücke mit gelbem Hinterleib [Zell.-Dold. ). Innige weibliche Exemplare, welche ich erzog, haben bräunlich gelbe Hinterflügel. — Die Erziehung aus normalen Eiern gelingt mit nothwendiger Sorgfalt bei einmaliger Ueber- winterung im Tieflande. ß* 84 m. Bombycideii. Die Höhengrenze mag gewöhnlich et\\;is ül)oi" (iOOO', «in l»oson(leren Stellen auch noch 7000', beiragen. A. Villica [Hb. ISG). l\. an niederen Pflanzen. F. im Juni und Juli, nur in ganz beschränktem Vorkommen dem \\ eslen und Süden unseres Faunengebieles angehörig. Bei Yverdon undMartigny selten [Ms.); im Wallis trafen sie Frey-Gessner und Ja. bei Sierre, Lenk und Visp, dann in weiterer Verbreitung durch die Thalsohle {M. Paul). Genf (Sammlung des Museum). Aus dem Bergell [Pfuffenz-eller , Boll , Baz-. und Cafl.). Auch von St. Gallen einmal durch Scheälin getroffen [Tä.]. Die Angabe Ileer's: »aus dem Ganton Glarus« bleibl unsicher. Walliser Stücke, welche ich von Anderegg erhielt, besitzen ein geringes Ausmaass; die weisslichen Vorderilügelllecke klein, die schwarzen des hin- teren Flügelpaares ansehnlich. Die Höhengrenze ist keine irgendwie ei'hebliche , doch noch näher zu bestimmende. A. Purpurea L. (Purpurata L.) [Hb. i42'. R. an Galium, Plautago, Uumex und anderen niederen Pflanzen. F. im Sommer, Juni und Juli, im schweizer'schen ebenen untl hügligen Lande sehr weit verbreitet. Das Thier scheint nicht erheblich aufzusteigen ; doch in dem Toggenburg nicht selten [Frei, Mülle?'] . Höhengrenze unermittelt. A. Hebe L. [Hb. 129) scheint unserem Faunengebiete fast völlig zu fehlen. Nur Hü. berichtet, sie sei in den 60cr Jahren im Solothui'ner Jura gefangen worden. A. Aulica L. [IIb. 139) und Var. Curialis Esp. (CivicaHb., Maculata Lang) Hb. 140. 141,.'^ Die Slannnform erreicht bei Ariesheim in der Nähe Basels [li.-S.) el)en noch die nordwestliche Ecke unseres Faunengebieles. Var. Curialis steht für die Schweiz auf ziendich schwachen Füssen. Die Angabe Coitl.'s »bei Neuveville selteiu<, ei-achle ich als werthlos; dagegen hatte sie Pfa/l'ciizel/cr im Bergell gelrollen und Slg.\s luind bei Macugnaga ist damit im Einklang. I ) Als t'in tU-ispiol , wdliiii tier l'rioi'iliils-l'imiilisnnis zuletzt riiliioii kniin, mii.nc die Benu'rlvung gelten, dass in dein Cataluge von Slg.-Wo. nach einem last Imndeit Jahif allen, liingsl vergessenen Verzeieliniss von Lang der (nur durch einen Drucklehler begieil- liche) unsinnige Name Maculania dem nniicn Tliierc anr:;('z\vuni^en wurde! Arctiiden. 85 A. MacvQosa S. V. Hh. 144. 145), Var. Simplonica Bsd, \H-S. 4 — 6). R. ;in niederen und hochalpinen Pflanzen. Die typische Stammform fehlt wohl sicher unserem schweizer'schen Faunongebiete — und wenn hier und da einmal eine Maculosa erwälmt wird, so l)eruht dieses auf Unkenntniss, auf der Verwechslung mit dei" bei uns allein vorkommenden alpinen Varietät Simplonica. Letztere erscheint in unseren südlichen westlichen wie östlichen) Hochalpen und gewinnt hier Erhebungen von 7500' und mehr. Im Wallis auf dem Simplonpasse ' Anderegg , Ja. und Frey). Dann be- gegnen wir ihr wieder auf den Ilochalpen des Ober-Engadin, so in den Ber- gen um Sils, auf dem Bernina und dem Albulapasse , hier aber selten [ZelL- Dold. , Hnatecli , Wolfensbevger . Ball, Frey]. Dem an das Unter-Engadin angrenzenden Sielvio-Gebiete scheint sie schon zu fehlen ■ Uo., Stgr.^ Frey). A. Casta Esp, [IIb. 127. 219). R. versteckt an Galium, Asperula und anderen niederen Pflanzen. F. im Fridisommer. Er findet sich nur in der südwestlichen Ecke un- seres Faunengebietes. Aus dem Wallis [Anderegg). Höhengrenze gering, aber Näheres unbekannt. A. Cervini Fallou [Ftdlou in den Ann. S. E. Fr. '1S64. PI. 10, 1— :{) und Var. Hnateekii Frey. R. wenigstens zweimal überwinlei'nd und glcMch der Puppe unter Steinen. Sie scheint vorzugsweise an Rhamnus alpinus zu leben, ohne je- doch niedere Pflanzen zu verschmähen. F. nur als hochalpines Insekt des südlichen Wallis bisher bekannt. Entdeckt von Fallou auf dem RilTell)erg bei Zermatt. Schon einige hun- dert Fuss ld)er dem Hotel begegnet man einzelnen Stücken. Häufiger wird die interessante Arctia am Fusse des Gorner-Grates, um etwa 3 — 400' unter der Spitze dieses wunderbaren Aussichtspunktes zu endigen. Sie fliegt nur in sehr warmen Mittagsstunden, aber matt und armselig. Ich erzog aus im August un'tgebraclilen Feiern in meiner Wohnung in Zürich, zuletzt im geheizten Zimmer, zwei im Dezember desselben Jahres sich entwickelnde Stücke. Var. Hnateekii, diese monomor]>he, d. h. in beiden Geschlechtern gleich- massig helle und gelbe, Form [vaii Anderegg auf einer anderen mir unbekann- ten Lokalität des Wallis (ich vei-nuühe die Simplonkette).^) Höhengrenze bis 8500' und mehr. A. Quenselii PaykuU [llh. 353—355). R. zweimal überwinternd an niederen hochalpinen Pflanzen, vielfach an passenden Stellen gleich der Puppe unter Steinen. t) Eine Verwandtscliatt mit der sibirisclien A. (ilyphyra \on Eversmann [H.-S. 169, bezweifle icli sehr. gß III. Briiiil)yciden. F. im völliuen Gogensatze zu der nach bisherigen Fifahiuiiiien so enii hegrenzlcn A. Cervini in weiter Verbreitung, .so in Labrador. Lappiand untl unserer Hochalpenkette vom Grossglockner l)is zum RitTelberg bei Zermatt. An warmen, sonnigen Tagen des Juli und August in den Mittagsstunden (11—2 Uhr; fliegend. Am Stelvio, so um die Cantoniera quarta auf der Südseite des Passes [ZelL-Dold., Frey : Alpen des Ober-Engadin. so um Samaden am Piz Padella und auf der Alp Muraigl Zell.-Dold. . WoJfensherger . Frei/: Silser Alpen [Stgr., Wolfensherger, Frey): Val Fain [von Heyden: Albula-Pass 'Z. . ^o//. Frey u. A.) ; ferner von den Alpen zwischen Stalla und dem Avers-Thal {Wolfensherger): vom Panixer Pass (7425') [Mengold] und vom Gürgaletsch bei Parpan Cüfl.\\ Berge um Zermatt, so auf dem Rifl'el Falluu. Frey . Ocuogyna Lecl. O. ParasitaHb. {Hh. 146. 228 . Aus dem Wallis von Anderegg. Alle näheren Angaben fehlen fast völlig. Nur Rä. führt das Laquinthal auf. Spilosoraa Steph. S. Fuliginosa L. Uh. 143 . R. an niederen Pflanzen. F. im Mai und Juni. Im ganzen Faunengebiete. Ei- erreicht, wenig- stens im Ober-Engadin iZelL-Dold., Pfaffenzeller , Frey , noch Höhen üJ)er Ö500', ohne eine (etwa an nordische Exemplare erinnernde] Variation zu erfahren. S. Luctifera S. V. iHh. 147). R. an niederen Pflanzen, wie Cynoglossum. Stellaria. Veronica. F. im Juni und Juli. Von Basel und ümge])ungen {II. -S., Knecht. Leonlmrt/. am .Iura Jh.. Boll) und dort in der Gegend \on Bipp (1564') nicht selten [Ms.]: Aarau (Boll); ebenso am Engelberg, Bern, Lostorf, Küttigen (1307') nicht selten [Wu.); um die Bechburg häufig \R.-S.r, St. Blaise-Xeuveville selten {Coiil. : von Zermatl {Ja.): dem östlichen Faunengebiete, wie es scheint, fehlend. Höhengrenze unbekannt, doch wohl gering. S. Sordida Hb. Uh. 151) und Var. (^ Carbonis Frr. Fr)-. 642, 4). R. an niederen Alpenpflanzen. F. im Juli und August. Canton Schwyz, auf der Bi'\s(lialp im \V(>ggi- Ihal in ungefähr 4500' [Frey); Berner Alpen [Rthh.): so im Gadmeulhal und auf den dortigen Bergen [Rä.]: Walliser Alpen, so vom itilVelbei-g und dem Simplon Ja.); Bergün {Z.) an verschiedenen Stellen und im Fngailin. so bei Samaden, (^^lerina , Sils Pfd/fcnzclh')- . Zell.-I)nii;ebiele bisher aurtiffuiuioiieii Psychidon erscheint aiifliilicnci i;eririg. Leider ist diese (liiippe von den Sammlern bis znr Zeit sein vernachliissii^l i^c^blieben und in nolliij;e(li'nn!^ener' Ndrsiclii; habe ich mich hiei- anl' ein Minimum hesehiiinken müssen 2) Z. erliicH keinen l'allei- und die Sticke i'eiielhen hinterher in \erUist. « Psych iden. 91 P. Plumifera O. H.-S. 103). Alpen des G;i(liiienth;iles liäulij; Jin. : von Mendrisio iniTessin. Kndc^ iMiirz und von Malans im April llug.]: von den Bei'i-'en des Kniiadin [M(/h.. Ffei/); vom Weissenslein olierhaib Bergün bis zum Passe heraul'. nielit irerade selten (Z. , Frei/]; auch an tieferen Stellen des Canlons (Jraubünden Kill.]; vom Joch und der Maienwand im Canlon Bern [Ja.]: am Pic d'Arzinol (9241') hei Evolena im westlichen Wallis (ß.-S. ;. P. Plumistrella Hb. {Hb. 213). Vom Simplon Jü., Rü. und llug.]; auch sonst aus dem Wallis .l/H/c/tv/f/ und ./(>".); vom Gotthard oberhalb Airolo 3629') Zcll.-Dold.], der Maienwand [Jü. und von den Engadiner Alpen [Frey); von der Grimsel [R.-S.]; von den Alpen des Gadmenthales und dem Stockhorn [Rä.). P. Tenella Speyer. Säcke an Felsen des Alpengebieles. F. im Juli. Von den Bergen des südlichen Wallis, so bei Zermall bis gegen den Rifielberg hin {Frei/); von Sils-Maria {Ilnateck), von woher ich aus überschickten Larven das Thier erzogen habe; aus dem Bergell {Baz.).'^) P. Calvella O. (Hirsuteila Hb.) [IIb. 3 . Vom Simplon und auf dei" Südseite des Passes {Ja.); vom Chasseral {Coul.]; dann aus den Berner Alpen Rthb.); aus dem Engadin [ZelL-Dold.); von der Bechburg {R.-S.); von Oftringen {Wu.) und Züricii {Frey). An letz- terem Orte gerade keine Seltenheit. 2) Elevation also ül)er 5000'. Epicliuopteryx Hb. E. BombyceUa S. V. [IIb. 4). F. aus dem Aargau von Bremgarten , selten {Roll); dann im unleren Theile des Wiggerthales und ])ei Lenzburg, aber nicht häufig [Wu.]; Neuve- ville {Coul.]; nach Ja. von Schupfen, Leuk und Lugano; von Siselen auf nassen Wiesen , Ende Juni häufig Rü.; ein sicheres F^xemplar von Zürich kenne ich zur Zeit nicht. Das Thier scheint nicht in das Gebiree aufzusleiüon. i; Eine der P. Tenella nahe verwandte Spezies, aber im Aderverlaul'e etwas abwei- chend , sowie dunkler und kleiner ting ich 1869 im Hochsommer im Tliale von Zermatt. Natürlich wage ich hier keine sichere Bestimmung, ."sollte übiigens (woran ich kaum zweifle) das Thierchen neu sein, so möchte ich dafür den Namen P. Zermaftensis vor- schlagen. 2) Z. hatte früher Bergün als Fundplatz angeführt. In seiner Fauna dieser Gegend bemerkt er aber, er sei, indem keiner der Säcke zur Entwicklung gelangte, hinterher un- sicher geworden. 92 "I- Bombyciden. E. Pulla Esp. IIb. ? 7i. F. in der Ebene wiilirend eines wannen Frühlings schon im April und Mai nicht selten auf Wiesen. In dem Tiefland erwähnen sein Vorkommen alle Berichterstatter. Das Thierchen steigt im Gebirge auf. So in den Berner Alpen und dem Gadmenthale [Ja., Hä.), dem Ober-Engadin [Mgb., Frey). Von Bergiin, Ende Mai und l)is in den Juli auf dem Weissenstein [Z.). Kleine Exemplare, w^elche ich von der Passhühe des Albula besitze (Ende Juli), kann ich nur hierher ziehen, obgleich die Grenze der Art schwer zu bestimmen ist. Die Elevation würde also 7200' betragen. E. Sieboldii Reutti. Einige Exemplare traf ich bei Zürich. Zwei Stücke, von mir auf dem j Albula-Pass gefangen, möchte ich wenigslens fragweise hierher ziehen. Auf dem Stelvio, an der Franzenshöhe begegnete ihr ül))"igens auch Wo., was mit meiner Beobachtung übereinstimmt. Cochlophaues Stgr. C. Helix Siebold, i, Die wunderliche H. mit ihrem an ein Schneckengehäuse mahnenden Sacke trafen Boll und ich vor längeren Jahren an eng begrenzter Stelle des Lägernbergs bei Baden an Teucriura chamaedrys, Ilelianthemum vulgare etc. Vom Mont Saleve bei Genf [Ball) und von Mendrisio [Hng.]. Sicher weit verbreitet, aber unbeachtet geblieben. Höhengrenze vorläufig unbestimmbar. Fiimea Hb. F. Nitidella O. (Intermediella Bruand.) {llh. 1 6;. R. an Baumstämmen. Felsen, Mauern. Bergün (die Säcke häufig) nach Z., Zürich, öfters erzogen [Frei/); Lugano [Hug.); Neuveville [Coii/.); vom Jura, von Schü()fen \Ht/ih.): (ienf (Museum). — Das Aufsteigen im (iebirge noch unermittelt; doch überschreitet sie bei Bergün nach Z. 4000'. T. Sepium Speyer (Tabulella Bruand). R. an den Flechten alter Schlehen. Hei Zürich ein paar- Mal erzogen [Frey). T. Betulina Z. (Anieanella Bruand). B. an Baumlleclilen. Kam mir niemals bei Zürich vor. Doch erwälinl sie Ihig. 1) Claus (S(. c. Z. 1S66, ."iäSj erzdg zuerst das so langü gosuclite Maniiclioii des par- thenogcnelisclieti 'l'lueres. I LiparidiMi, 93 Lipariden. Orgyia 0. O. Gonostigma Fab. [Hb. 78. 253). R. an sehr verschiedenen Laubhölzern, wie Eichen, Apfel-, Birn-. Pnaunienbäumen, Schlehen . F. im Sonnner, meistens im Juli, wohl im ganzen Flachlande der Schweiz , doch meistens nicht häufig. Die l)edeutenilste uns bekannt ge- wordene Elevation findet bei Gadmen \Rä.) statt. O. Antiqua L. Hb. 77. 235). R. in ähnlicher Lebensweise. F. in sommerlicher und zweiter herbstlicher Generation überall und häufiger. Auch er erreicht noch das Gadmenthal (Rä.) und das Bergeil Dasychira Steph. D. Fascelina L. (Medicaginis Hb.) IIb. 81). R. an niederen Pflanzen. Klee, Onobrychis. Plantago u. s. w. F. im Juni und Juli, ül)erall im Tieflande, meistens häufiger. Er steigt im Gebirge und zwar ganz beträchtlich mit abnehmender Zahl aufwärts. So in den Alpen des Gadmenthales bis zu G200' [Rä.]; von der Passhöhe der Gemmi [R.-S.i; im Engadin bis etwa 5500', mitunter häufiger vorkonnii(>nd [Pfaffen zeller, Freij] . D. Pudibunda L. (Juglandis Hb.) [Hb. 84. 85). R. poly|)hag. F. im Frühling überall, vielfach häufig. Höhengrenze nach den vor- handenen spärlichen Angaben vielleicht l)ei 4500' [Rä.]. Laria Hb. L. V. nigrum ///;. 71). R. an Linden- und F]ichenl)üschen. F. im Juni und Juli, lokal und gewöhnlich seltener. Von Zürich [Zell.-Dold., Frei/): Utngebungen Winlerthurs [Bieder tnann); Bremgarten IBoll) und andern Lokalitäten im Aargau, wie am Engelberg, Boi"n, in den Wäldei'n l»ei üllen und f.enzburg U'//.); Bechburg , öfters [R.-S.]; Bern, selten (^c7.); Schupfen, sehr selten [Rthb.j; Neuve\ille [Coiil..: St. Gallen, selten (7a.); Genf (Museum . Leucoina Steph. L. Salicis L. [Hb. 70). R. an l^appeln und liölier im (iebii'ge an Weiden (Z. . 94 I'I- Bonibyciden. An vielen Orten häufig, so um Basel, im Aargau, bei Schupfen, Siselen, Neuveville, bei Ghur. Anderwärts, wo Pappeln fehlen, wie bei Zürich, sel- ten [Frey). Die vertikale Verbreitung reicht in die Voralpen und höher, so bis Gadmen [Rä.] und Bergün (Z.). Porthesia Stepli. P. Chrysorrhoea L. [Hb. 67. 2i8. 249). K. an Eichen, Weissdorn, Schlehen, Apfelbäumen etc. F. gemein von Ende .Juni den Sonnner hindurch. Im ganzen lieferen Faunengebiele bis nach Lugano {M.-D.). llöhengrenze wohl namhaft unter 4000'. P. Auriflua S. V. (Similis Puessly) [llh. G8. (39j. U. in ähnlicher Lebensweise wie diejenige der vorigen Art . auch an Hosen. F. in gleiche!' Flugzeit , wohl ül)erall , doch wohl etwas seltener. Hei Zürich einmal ^erheerend getroffen [Fi'ey ■ Höhengrenze noch zu ermitteln. Psilura Stepli. P. Monacha L. [Hb. 74). H. an Eichen, Föhren, aber pohphag. F. im .luli untl August. Wohl im ganzen Flachlande, an manchen Üi'ten \^ie Zürich ZelL-Dold., Hi<(j., Fi'cijj , el)enso Sl. Gallen [Tä.) seltener; an andern Lokalitäten häutig, wie namentlich in der westlichen Schweiz. Höllengrenze, wie es scheint, eine gei'ingere, alier nicht festgestellt. Uli. fand sie am Simplen in Lärchenwaldungen oft. Die Var. Eremita 0. scheint im schweizerischen Faunengebiete zu fehlen. P. Dispar L. [Hb. 75. 7(i). H. an sehr verschiedenen Laubbäinnen. V. im Juli und August, ebenfalls mehr auf das Ti(>fland eingegrenzt. Das Gadmenthal {M(i.) zeigt gegenwärtig die grösstc b(»kannle Elexation. Bonibyciden. Bonibyx Bsil. B. Crataegi L. [IIb. IGi) und Var. Ariae Hb. [IIb. 288. 289). R. an Erlen, Hirken, Weiden, Schlehen n. s. w . F. im Herbste. Wohl durch das FLu-hland und die ilügelregion des Faunen-Gel)ietes weit \erbreitet. Wir kennen zur Zeil die Cantone Basel. Bern, Aargau, Zürich, St. (Jallen, sowie Gi-aubiinden als FuiulsU^llen. Boinb>cideii. 95 Var. Ariae lebt als Raupe im oberen Kngadin an Alnus viridis. Die Entwicklung des F. erfolgt oft erst nach mehrjälii'iger Puppenruhe. Ifnateck, Zcll.-Do/d. und ich erzogen sie, aber vereinzelt, von tlorther; dann aus dem Gadmenllial und vom Simplon [Bä.). Grösser und dunkler. B. Populi L. [Hb. 163 und Var. Alpina Zell.-Dold. (i. 1.). R. an Erlen, Schlehen, den Stänunen älterer Eichen [Frei/) und Kirsch- bäumen [Wu.].^] Durch die ganze Tiefregion der Schweiz verbreitet, l)ald häufiger, bald seltener. Var. Alpina ist eine schöne Gebirgsform unserer Spezies mit mehr Weiss auf den Vorderflügeln , namentlich denjenigen des q^. //«a/ec/i hat sie vor Jahren zu Sils-Maria im Engadin erzogen und ZeU.-Dohl. dann für seine Sammlung erworben. Sie ist bis zui" Stunde eine grosse Seltenheit. B. Alpicola Stgr. (Franconica S. V. pro parte). R. polyphag, jedoch vorzugsweise an nassen Stellen des Alpenlandes, dortige Weiden-Arten verzehrend. F. (schwierig zu erziehen, wenn man nicht die Puppen unter Steinen einsanmieln kann) im Juli und August. Von Trafoi [Fvey] und höher vom Stelvio-Passe; Engadinei' Alpen, so bei Sils [Frey]^ Alp Muraigl [Zell.-Dold., Wolfensherger . Frey]] Albula-Passe und tiefer abwärts am Weissenstein [Frey, Z.); selbst bis unterhalb des Ber- güner Steins [Wolfensberger); Berge des Gadmenlhales [Rä.) bis zur Steinalp am Susten [Frey); von der Grimsel [U.S.); auf Cherbenon-Alp im Wallis [Ms.]; von der Simplonstrasse (./ä.); von Zei-matt [Freyi. Höhengrenze 5 — 7000'. B. CastrensisL. (///;. 177. 178). R. an niedern Pflanzen, Erica- und iüiphorl»iuni-Arteii u. s. \v. F. im Juli und August, doch lokal, wie er denn der nördlichen Schweiz ganz zu mangeln scheint. Von Tarasp (AV//.); von Basel [Knecht] vom Jura bei St. Blaise-Neuveville, seilen [Coiil.); vom Mont Saleve bei Genf [Frey- Gessner); aus dem Wallis an verschiedenen Stellen, z. B. dem Vieschwalde und Brieg [Ms.); Bern, äusserst selten [Ms.]. Höhengrenzc noch unbekannt (4000'?). B. Neustria L. [IIb. 179. bSO). R. gemein und oftmals schädlich an I.aubhnlzcrn . wie namentlich an Obstbäumen. F. überall im Juli uiul August. Die Elevation für die Gantone St Gallen und Bern taxiren Hü. inid Tii. gegen 3000'. Ich traf das Thier niemals in den niederen Alpen. 1) Stelnheil und Wo. taiidoii Ix'i Trafoi die Raupen an Piiuis lari\. 96 III. Bombyciden. B. Lanestris L. [Hb. 169. 170) und Var. Arbuseulae Frr. Frr. 590. ?). R. an Schlehen, Linden, Weiden und anderen Laui)hüizern. F. im Frühling ; überall von Basel und Schaflhausen bis nach Genf, dem Wallis und ostwärts nach Graubünden. Var. Arbuseulae (über welche so Manches verhandelt worden isti lel)t auf Alnus viridis und Salix-Arten in den Alpen. Ihre Puppe kann mehrerei" Jahre zur Entwicklung bedürfen. Schöne Exemplare in der Sammlung von Zell.-Dohl. im Balgrist l)ei Zürich. Sie weichen von der Stammart nicht unbeträchtlich ab. B, Catax L. (Everia Knoch, Hb. O.) [Hb. 166. 167). R. an Crataegus und Prunus spinosa. F. im Herbste. Er ist an manchen Orten im ebeneren Landesthelle ein selteneres Insekt, so bei Winterthur und Zürich [Ihixj.^ Biedeniiann , Fret^), ebenso im Aargau bei Bremgarten [Boll], sowie Lenzburg und Ölten [Wo.], im Canton Bern bei Schupfen iRthb.), während er im Thurgau bei Dusnang- [Engster und im Emmenthal häufiger wird {Rthb.r. St. Blaise (Com/.); St. Gallen [Tä.) und Bern, sowie in dei" Waadt {Ms.)\ aus den Glarner Thä- lern [Heer). Ilöhengrenze unbekannt, doch wohl nur eine geringe. B. Rimicola S. V. (Catax O.) IIb. 168). R. an Eichen. F. im Spätherbst, nur sehr einzeln und selten bei uns angetroffen. Bei Zürich seit langen Jahren von Niemand gefunden , während ihn Ms. einstens, aber gewiss irrthümlich, als nicht selten bezeichnet hatte. Aus dem Aargau vom Südabhange des Engelbergs bei Oftringen (Wii.'r, von Landei'on und St. Blaise [CoiiL). Weitere Angaben fehlen. B. Trifolii S. V. [IIb. 171) und Var. Medioaginis Bkh. R. nach der Ueberwinterung an Trifolium und niederen Pflanzen. F. vom Juli an in den August. Er ist im Gegensatze zu einem älteren Ausspruche Ms.'s durchaus nicht überall, wo Klee gebaut wird, gemein. Basel, wohl selten [Knecht]; Thurgau bei Dusnang [Engster); Zürich lokal und auch da sehr sparsam, doch an beiden Seeufern [Hiig., Frey]; lii'emgarten, hier bisweilen öfter [ßoll. Frei/], sowie in anderen Aargauischen Landestheilen, wie Oflringen, Lenzburg und Aarburg [Wu.); gleichfalls häu- figer auf der Bechburg [R.-S.]; bei Bern (i/5., /{ä.); Schupfen [Rtlib.]; von Weissenburg [hhig.]; St. Blaise-Neuveville [Coul.]; vom Randen bei SchalV- hausen [Trapp]; um St. Gallen, ziemlich selten [Tä.]. In der Thalsohle des Cantons Glarus traf ihn Heer; Graubünden und auch im Rergell (A7//., Ha:.]. Var. Medicaginis (heller, gelblicher mit der Stammail verbreite!. Die Elevation wohl eine eerimie. Bombyciden. 97 B. Quercus L. {Hb. 172. 225) und Var. Alpina Frey. R. polyphng, an Laubhölzern. aber auch an niederen Pflanzen. F. im Juli und August. Gemein im ganzen lieferen und Hügellande. Sie erhebt sich, wenn auch vereinzelt, im Hochgebirge (von Zermatt , Gadmen, bis in das Ober- Engadin) auf 6 — 7000' und wird hier zu einer interessanten dunkleren Varie- tät in beiden Geschlechtern. In diesen höheren kälteren Regionen über- wintert die Puppe. Diese alpine Form (der Mann tiefer braun, die verl)reiterte Rinde blasser, die Franzen der Hinterflügel hell, das Weib der Var. Callunae Palmer nahe- kommend) ist getrofTen auf dem Slelvio, dem Hochgebirge um Zermatt, in dem Ober-Engadin (von hier durch mich erzogen) , von den höheren Alpen des Gadmenthales (/? bis elwa i?00' (liä.). IV. Noctuiden. 1 j 1 A. Megaeephala L. (Hb. 10. 11). R. an Pappeln, Espen, Weiden. F. im Juni, an den meisten Orten iiäufiger. Nach Rä. in der mittleren Scliweiz bis etwa 5000' ansteigend. Ein sehr grosses dunkles Stück von Tramelan [Ge.). A. Alni L. [Hb. 3). R. an Erlen, Eichen, Linden, Kirschbäumen. F. im Juni. Rern [Beut.); Burgdorf (i/.-/).); Schupfen [Rthb.]; Bechburg (R.-S.); Alpnach, Luzern , Wäggis [Wu.); verbreitet im Aargau [Derselbe); Rheinthal und Bergell (AV//., Baz.). A. Strigosa S. V. [Hb. 2). R. an Crataegus oxyacantha. F. im Juni. Von Bern seilen [Bent.]; von Burgdorf [M.-D.)\ aus dem Aargau [Wu.]. A. Tridens S. V. (?//?;. 5). R. an Weiden, Pappeln, Schlehen, Apfelbäumen. F. im Mai und Juni, wohl überall. Er scheint bis in die Vorberge auf- zusteigen [Wu.]. A. PsiL. (?//6. 4). R. an Schlehen, Apfelbäumen, Pappeln. F. im Mai und Juni, verbreitet um! häufigei". Im Gadmenthale dürfte er 5500' erreichen {Rü). A. Cuspis Hb. [Hb. 504). R. an Alnus glutinosa. F. im Mai und Juni, selten und sehr lokal. Tramelan [Ge.]; ?St. Blaise- Neuveville [CouL); Schupfen [Rthb.); Aargauer Stellen [Wu.); i G\i\vus [Heer); ? Graubünden (ältere Quellen). A. Meuyanthidis Vieweg [Hb. 67) . R. an Menyanthes und Lysimachia, auf nassen Wiesen. F. lokal im Mai. Uallwyler See, ol)erer Theil des Aathales, Torfmoor von Wauwyl (1622'), zwischen 01(i-ingen und Safenwyl (1484') [Wu.). St. Gallen (rä.) und Graubünden Sfgr.). Die Höhengrenze unbekannt. A. Aurieoma S. V. [Hb. 8). R. polyphag an Laubholzern und niederen Pflanzen. F. im Mai und Juni, dann im August. Wohl überall, bald häufiger, bald seltener. Er geht hoch in das Gebirge, freilich vereinzelt; so bei Trafoi bis zui" 112 IV. Noctuiden. Baumgrenze [Wo.]. Eine ilunklere, schön gezeichnete Form traf Bit. im Gadmenthale. A. Euphorbiae S. V. {Hb. 529) und Var. Montivaga Gn. [Frr. 737). R. polyphag. F. im Mai und Juni, dann nochmals im Spätsommer. Wohl überall, vom Jura [Ge.) zum Simplon bis Graubünden. Var. Montivaga (grösser und dunkler), die Gebirgsform , stellenweise häufig, so im Gadmenthale. Von Trafoi und am Slelvio; hier noch in mehr als 8000' Höhe. A. Euphrasiae Bkh. [H.-S. 87—89. 374. 375). R. polyphag, gern an Campanulen im Jura. F. mit denselben zwei Generationen, im Tieflande, am Jura und in den Alpen. Er erreicht nicht nur das höhere Gadmenthal [Rä.], sondern auch die Thalsohle des oberen Engadin [Pfaffenzeller., M.-D., Frey). A. Rumicis 1j. [Hb. 9). R. polyphag, an Laubhölzern wie niederen Pflanzen. F. in zwei Generationen. Im Gebirge, so der Ebenalp in Appenzell und bei Trafoi [Wo.) zu 5000' und mehr. A. LigustriL. (//6. 21). R. an Liguster und Eschen. F. im Mai und Juni, seltener, doch weitverbreitet. Cantone Basel, Thur- und Aargau, Zürich, Solothurn, Bern, Neuchatel, St. Gallen, Glarus, Graubünden. Bryophila Tr. B. Raptricvaa Hb. {Hb. 29) und Var. Deeeptricula Hb. {Hb. 30). R. an Flechten von Baumstämmen und Mauern. F. im Hoch- und Spätsonnner. Basel und Bechburg (ß.-S.); Aargauer Fundstellen mit Holderbank (2215') {Wu.); Bremgarten [Boil]; Zürich [Hag. und Zell. -Dold.); St. Blaise-Neuveville {CouL). Var. Deeeptricula (mit rothbraunen Vorderflügeln) ist bei Oftringen häufiger als die Stammform {Wu.); Bremgarten {Boll); Bechburg {R.-S.]; Basel {Leonhart); St. Blaise-Neuveville {CouL). B. Fraudatrieula Hb. {Hb. 28). R. an Flechten. F. im Juli von Bern {Ja.) und Basel {Knecht). B. Ravula Hb. {Hb. 461) und Var. Ereptrieula Tr. {Hb. 863). R. mit ähnlicher Lebensweise. IV. Noctiiiden. 113 F. im Juli und August, seltener. Zürich ijiur/., Frey]] Lenzburg (IF?/.); Bechburg [li.-S.]] St. Blaise-Neuveviile {CouL); Cliur [Baz.]. Var. Erepti'icula (mit schwiirzliclien Vorderflügeln , grauer Basis und Flügelmakeln) von Zofingen, Oftringen und Aarl)urg , nicht häufig [Wu.]; Bechburg {R.-S.); St. Blaise-NeuveviUe [Coul.); St. Gallen (7(7.). B, Spoliatricula S. V. (Algae Fab.) [Hb. 26j und Var. Degener Esp. R. an Flechlen der Lau])bäume. F. im Sommer, lokal und seltener. Bern [Bent.]; Schupfen [Rthb.); Siselen (R(7.); St. Blaise-Neuveviile (CouL); Aargauer Fund|)l;it/e [Wii.); Bechburg {R.-S.]; Genf (Museum). Die Var. Degener (mit fast einfarbig grünen Vorderflügeln) von Si- selen [Rä.]. B. Glandifera S. V. (Muralis Forster) [Hb. 24) und Var. Par Hb. [Hb. 5 IG). R. an Stein- und Mauerflechlen. F. im Sommer seltener und vei'einzelt. Burgdorf [M.-D.) früher häufi- ger; Schupfen [Rthb.]] St. Blaise-Neuveviile [Coul.]; Tramelan [Ge); Ouchy [Panchaud de Bottens); Genf (Museum); Zürich [Ffey); Rorschach {Tu.); Chur (Ä7//.); Ghiavenna {Mgb.]. Var. Par (heller, verloschener) von Grindelwald und Martigny [Wn.) und sonst im Wallis {Anderegg]; aus Graubünden [Amslein] . B. Perla S. V. {Hb. 25). R. an Steinflechten. F. im Hochsommer in weitester Verbreitung. Noch am Stein unterhalb Bergün (Z.) und im Ober-Engadin {Pfaffenzeller) ^ also wohl die am höchsten aufsteigende Bryophila. Eine schöne Var. mit vielem Gelb von Tramelan {Ge.). Moma Hb. M. Orion Esp. (Aprilina S. V.) {Hb. 22). IV. an Eichen und Buchen. F. vom Frühling bis in den Juli, sehr verbreitet von Schaffhausen bis Genf, doch stellenweise, wie zu Zürich, fehlend oder sehr seilen. Höhen- grenze wohl unbedeutend. Diplithera 0. D. Ludifiea L. {Hb. 23). R. an Crataegus, Apfelbäumen, Prunus jiadus, Salix caprea. F. im Mai und Juni und dann im Hochsommer, verbreitet, aber seltener. Die gewöhnlichen Aargauei- und Berner Fundslellen; Bechburg [R.-S.]: Frey, Lepidoijtereu. 8 114 . IV. Noctuiden. Zürich {Frey); St. Gallen {Tu.) und Ragaz-Pfäfers {Eisenring); Schaffhausen [Trapp). Höhengrenze woh! unbedeutend. Panthea Hb. P. Coenobita Esp. {Hb. 72). R. an Pinusarten. F. im Mai und Juni, selten. Bern {Beut.); Gurnigel {Ja.]; um Oftringen, Lenzburg u. s. w. [Wu.); Reinach {Boll); Bechburg {R.-S.); Tramelan (Ge.); ?Glarus {Heer). Agrotis 0. Lederer. A. Porphyrea S. V. (Strigula Thunberg) (///>. 93). R. an Heidekraut. F. im Sommer. Von Base\ {Leonhart); Aargauer und Berner Fundplätze ; Torfmoor von Bünzen {Wu.); Bellalp im Wallis {Ja.); Sils im oberen Engadin [Hnateck) . Höhe wohl bis 6000'. A. Polygona S. V. {Hb. 125). R. an Polygonum und Rumex. F. im Friihsommer lokal. Vom Aargauer [Wu.) und dem Rerner Jura, der Bechburg [R.-S.) und dem Wallis [Anderegg) . Steigt wohl wenig auf. A. Sigma S. V. (Signum Fab.) [Hb. 122). R. polyphag, auch an Vil)urnum lantana und Cytisus laburnum. F. im Juni und Juli, doch meistens vereinzelt. Aargauer und Berner Fundstellen; Bechburg [R.-S.); Zürich [Frey); Schaffhausen [Trapp); üus- nang im Thurgau [Engster); St. Gallen (7V/.); Graubünden (Kill.). A. Janthina S. V. [Hb. 100). R. polyphag an niederen Pflanzen, Primulen, Mercurialis, Arum etc. F. im Juli und August, meistens selten und vereinzelt. Berner und Aargauer Lokalitäten; Bechburg {J{.-S.); Tramelan {(h\]: Zürich [Frei/]: Fischingen {Engster); St. Gallen {Tä.); Ghur {Ca/I.). Höhengrenze wohl gegen 3000'. A. Linogrisea S. V. {Hb. 101. 531). R. an Primeln und anderen niederen Pflanzen. F. im Juni und Juli , seKeii und mit geringer Elevation, wohl nur dem Westen angehörend. Neuchatel {Rihh.) ; St. Blaise-Neuveville {Coul.) ; Burgdorf {M.-D.); Oftringen, Engelberg, Frohl)urg , Beichen [Wu.); aus dem Wallis, .so den) Vis])thal (M.-l).) und von (iamscn {Anderegg). IV. Noctuiden. 115 A. FimbriaL. (Hb. 102. 551. 552). R. polyphag an niederen Pflanzen , Primulen , Nesseln , auch an Loni- ceren etc. F. im Sommer überall, bald seltener, bald häufiger. Er eri'eicht , viel- leicht vom Winde erfasst, bedeutende Hohen, so bis 8000' {Heei-, liä.). Eine stehende Alpenl)ewohnerin ist A. Fimbria aber kaum. A. SobrinaBsd. [H.-S. 127—129) u. Var. Gruneri Gn. [Dup. 59. 5. b). F. Ende Juli und im August, wohl nur dem westlichen Theile des Faunengebietes als seltenere Erscheinung angehörig. Berner Oberland {Rthb.]; Oftringen und Aarthal (11^/.). Var. Gruneri (grösser, mit graueren Vorderüügeln) von Gadmen (ßä.) und Eigenthal am Pilatus {Wu.). A. PunieeaHb. [Hb. 115). R. an niederen Pflanzen, sowie Him- und Brombeeren. Aus dem Wallis (S'/r/?.); von Siselen {Hä.); im Aargau von Wildegg, dem Engelberg und der Gysulafluh [Wu^.]. A. Augur Fab. [Hb. 184). R. an niederen Pflanzen, wie Primulen, Leontodon, auch von Loniceren, Vil)urnum und Prunus-Arten. F. im .luni und Juli, wohl im ganzen Tieflande, hald häufiger, bald sel- tener und auch in den Alpen, so dem Gadmentlia! unti dem ganzen Engadin von Tarasp [Kill.) bis Sils-Maria [Hnateck] . Höhenverbreitung (iber 5500'. A. SennaHb. [IIb. 771. 772). F. nur aus den südlicheren Alpen , so Gamsen im Wallis {Anderegg); zwischen Täsch und Zermatt auf Ali)wiesen [Slri/ve): von Cbur {Tr.) . A. Ravida S. V. (Obseura Brahm) {Hb. 126). K. an niederen Pflanzen. F. vom Eingelberg bei Oftringen, von Eigenthal {Wu.); von Flims und Tarasp iCafl., Kill.). A. Pronuba L. {Hb. 103) und Var. Innuba Tr.) [Frr. 275). R. an niederen Pflanzen. F. im Juli gemein und überall vereinzelt, noch hoch im (iebirge. So am IMz Umbrail der Stelviokelte in 8000'; Berner Hochalpen bei 10,000' {Hü.). Var. Iniudja (Thorax luid Vorderflügel gleichfarl>ig) untermischt mit der Stammart; auch aus dem Bergell {Baz.). A. Subsequa S. V. (Orbona Hufn.) {IIb. 106). R. an niederen Pflanzen, wie l'rinuda. Pl.inlago, Leontodon. 8* 1 16 IV. Noctuiden. F. im Juni und Juli, seltener. Basel [Knecht); Bechburg [R.-S.); Lenz- burg [Ringier); Oftringen und Aarburg [Wu.); Bern {Rä.)\ St. Blaise-Neuve- ville [CouL); Genf (Museum); Glarus [Heer). A. Comes Hb. (Orbona Fab.) [IIb. 521) und Var. Prosequa Tr. R. an Primulen, Lamiuni, Urtica etc. F. im Juni und Juli. Aus den Gantonen Basel, Aargau, Bern, Waadt, St. Gallen, Scliad'liausen und Graubünden, vielfach als seltener erwähnt. Var. Prosecjua (Vorderflügel dunkler und deutlicher hell gezeichnet) untermischt mit der Stanunform von Lenzburg [Wu.]. A. Castanea Esp. (Cerasina Frr.) [H.-S. 131 — 133) und Var. Negleeta Hb. [Hb. 160). R. polyphag an Heide, Heidelbeeren, BlUthen von Taraxacum, Trago- pogon, Crepis, Hieracien. F. im Sommer, nur sehr lokal. Lenzburg [Wu.)] Bern [Beut.). Var. Negleeta von Bern, dann von Schupfen sehr selten, weniger in den Berner Alpen [Rthb.); von Meiringen und Nyon [Rä.). Graue Form. A. Hyperborea Zetterst. F. im Hochsommei- sehr selten. Von Chur (Ca/L); Sils-Maria [Hnatcck, von Heinemann [v. Hein.], Frey). Ich fing ein Stück in 7000' Höhe, ebenso Wolfensberger auf der Celeriner Alp. Unsere Stücke gleichen lappländischen vollkommen. A. Collina Bsd. (Montana Frr.) [H.-S. 142). Aus dem Berner Oberland ((»'»., H.-S.) und Wallis [Lederer) selten. A. Triangulum Hufn. [Hb. 497). B. an Primulen, Geum etc. F. vom Juni bis August sehr verbreitet mit ungleicher Häufigkeit. Noch bei Sils-Maria, also in mehr als 5500'. A. Baja S. V. [Hb. 119). B. an Primula elatior. F. vom Juni bis Septeujber, an manchen Orten häuliger, an antlorn sel- tener. Auch aus dem Gadmenthale [Rä.) und von Sils-Maria [Hnateck). A. Sincera Hb. (ZeUeri H.-S.) [H.-S. 512. 513), Var. Rhaetica Stgr. R. unbekannt. Nur die trüber graue und mit dci'artigen , iiicht aufge- hellten Hinlerflügeln versehene Var. Rhaetica erscheint als Seltenheit im Grauhündner Hochland. So im Engadin J)ei Sils-Maria durch Nachlfang er- halten [Hnateck, Frey); von Bergün ein Ex. [Z.). Flugzeit .luli und August lliiliemirenze ilber 5500'. i IV. Noctuiden. 117 A. Speciosa H.b (Ifb. 491) vind Var. Obscura Frey. H. unbekannt. F. in derselben Zeit, doeh verbreiteter, häufiger weil liefer absteigend. Sils-Maria [v. llmn., Frey, Hnatech) \ vom Weissenstein [Wolfensberger); Bergell {Ba.z.); Andermatl {Speijer)] Wallis [Stgr.]; Engsllenalp {Ja.); Gad- nien mit 4000' häufiger (ßä.); von Langnau im Emmentliale etwas über 2000' [Rthb.]. Var. Obscura mit ganz dunkel sehwarzgrauen Vorderflügeln findet sich sehr vereinzelt im Ober-Engadin. A. Candelisequa S. V. [IIb. 397) und Var. Signata Stgr. ~ R. an niederen Pflanzen. F. seltener, im Juni und Anfang Juli vom Jura, so dem Aargauer , z. B. ßelchen, Hauenstein [Wu.), der Bechlmrg (fi.-S.), dem Berner, wie Tramelan (Ge.) und St. Blaise-Neuveville [Coul.); dann aus den Alpen, Gadmen [Rä.) und Thalsohle des obern Engadin [Pfaffenzellcr) . Var. Signata (heller und mit sehr deutlichen schwarzen Zackenlinien) vom Aargauer Jura und der Bechburg {R.-S.). A. C. nigrum L. [IIb. 111). R. an niederen Pflanzen. F. im Mai und Juni, dann im September, sehr weit verbreitet, bald sel- tener, bald häufiger. Aus den tieferen Theilen wohl aller Cantone. Erreicht Sils-Maria {Hnateck); auch aus dem Bergell [Baz.]. A. Ditrapezium Bkh. (Tristigma Tr.) [Hb. 472). R. an Primulen, Lamiuni etc. F. im Juni und Juli in weiter Verbreitung durch das Tiefland , am Jura und in Alpenlhälern , so bei Chur. Allein aus höheren Regionen von Sils- Maria [Hnateck), dann auch noch aus dem Bergell [Baz.). A. Rhomboidea Tr. (Stigmatica Hb.) [Hb. 470. 471). R. an niederen Pflanzen, Primula, Galium, Pulmonaria. F. wie der vorhergehende, doch seltener und vereinzelt. ßechburg [R.-S.)', Aargauer Fundstellen [Wu.); Bremgarten [Boll]; Bern [Bent.); Siselen und Ferenbalm [Rä.); Schupfen, Langnau [Rthb.); Genf (Museum); St. Gallen [Tä.) und Sehaffhausen [Trapp). A. Xanthographa S. V. [Hb. 138). R. an Gräsern. F. im August und September in weitester Verbreitung, stellenweise häufig. Basel [Knecht); Bechburg [R.-S.); Aargauer Fundplätze [Wu.); Brem- garten [Boll); Bern [Bent.); Siselen und Nyon [Rä.]; Zürich [Frey); Schaff- hausen [Trapp); St. Gallen (rä.). 118 IV. Noctuiden. A. Kubi Vieweg (Bella Bkh.) [H.-S. 81). R. an Grasarten und niederen Pflanzen. F. in doppelter Generation, bei uns selten und lokal. Bern {Ja,); Siselen [Rä.) , hier öfter; Schupfen (Rthb.]\ am Fuss des Engelbergs, von Oftringen und Lenzburg [Wii.]; von Zürich [v. Hnm.); von Chur und am Gürgaletsch über 6000' [Ca/L); auch von Tarasp '.Kill.]. A. Dahlü Hb. [Hb. 465. 466). R. an niederen Pflanzen. Ein Exemplar vom Fusse des Born bei Aarburg {Wu.) . A. Brunnea S. V. [Hb. 121). R. polyphag, an Brombeeren, Solidago, Primulen, Pteris aquilina etc. F. vom Juni an tief in den Hochsommer hinein. Wohl überall im Tieflande, am Jura, wie in den Voralpen. Noch von Flims [CafL] und aus dem Bergell [Baz.) . Im Hochgebirge scheint A. Brunnea zu fehlen. Bei Zürich einstens während des Mai's in finsteren Tannenwal- dungen gemein; jetzt fast verschwunden [Frey). Die Höhengrenze also eine geringere. A. Pestiva S. V. [Hb. 114. 467—469). R. an Pteris aquilina, Primula elatior und Mespilus germanica. F. von Ende Mai bis in den August, lokal. So von der Bechburg (Ü.-S.); Aargauer Fundstellen mit Bremgarten [Wu. und Boll)\ Eigenthal am Pilatus [Wu.)\ Bern [Beut.); Burgdorf [M.-D.]; Gadmenthal [Rä.]; Berner Alpen [Rtfib.]; Viege [Zell.-Dold.]: Genf (Museum); St. Gallen, selten {Tä.)\ Sils-Maria [Hnateck]. Also bis 5500' aufsteigend. A. ConfluaTr. [H.-S. 154. 455). R. an niederen Pflanzen, wie Silene, Plantago, Polygonum bistoi-la. F. in den Berner Alpen [Rthb.); Beleben, Engelberg, Eigenthal (1V'.); Böningen [R.-s]; knr- gauer Fundstellen (H'^«.); Bechburg [R.-S.); Sorvilier [Hug.]; Tramelan (G(^); St. Blaise-Neuveville [Coul.]; Dusnang [Engster); Zürich [Zell.-Dold.]; Nüren- storf [Di.etrich); Kreuzungen [R.-S.). bn Alpengebiet von Meiringen und Innertkirchen (1927'), sowie Gadmen [Rii.); aus dem Davos [R.-S.); wie dann nach Kill, in Graubünden verbreitet. IIölicnL'renzc clwa hei <)000'. IV. NocUiiden. 127 N. Cespitis S. V. {Hb. 428). R. an Gräsern, wie Aira caespisosa und Triticum repens. F. von Mitte Juni in den Juli , August und September , an grasigen, sonnigen Stellen, an Echium, Silene schwärmend. Er ist selten und lokal. Als Fundplätze sind zur Zeit bekannt: Basel ISulge}'); Bechburg (ß.-S.); Kreuzungen [Derselbe); St. Gallen einmal [Tä.]; Canton Glarus [Heer); Chur {CafJ.]\ im Aargau Oftringen, Engelberg, Wartburg, Aarburg, Lenzburg [Wu:]: Bern (5(m^); Schlipfen (/?//; 6.); Ferenbalm und Siselen [Rü.]; Chas- seral [CouL); Gurnigel [Ringiev); Wallis, bei Gamsen [Anderegg]. Höhenverbreitung unbekannt, kaum erheblich. Mjiiiiestra Tr. M. Leucophaea S. V. [Hb. 80. 817). R. an zahlreichen niederen Pflanzen, auch Gräsern. F. vom Frühling, den Sommer hindurch, überall, auch auf dem Jura und bis zu den Voralpen, doch keineswegs überall häufiger. Er erreicht die Höhe von Bergün (Z.) und kommt auch dem Bergeil und Misox (A7//.) zu. Einer etwas kleineren dunkleren Abweichung aus dem Gadmenthale ge- denkt Rü. M. Serratilinea Tr. [Hb. 365. H.-S. 486). B. an IMantago und Verbascum. F. im Juli und August. Aus dem Wallis [Gn.]; aus dem Ober-Engadin (Thalsohle) nach Ifaffenzel.ler. Ist letztere Angalte wirklich richtig, so hätten wir zwischen 5 — 6000' die Elevationsgrenze. M. Advena S. V. [Hb. 81). K. polyphag an einer langen Reihe niederer Pflanzen nach deutschen Angaben und nach Wu. auch an Gräsern. F. bei uns selten im Juli. Basel [Knecht]; Bechburg [R.-S.}; Bern [Beut.]] Langnau und Schupfen [Rthb.]; aus dem Berncr Oberland und dem Gadmen- thale [M.-D. und Rü.); von Luzern und dem Pilatus, sowie den Aargauer Stellen [Wu.) und von Bremgarten [Ball); aus der Thalsohle des Ober-Enga- din [Pfa/fenzeller]; unteres Engadin mit Trafoi (Kill); Sfelvio (Franzens- höhe) nach Wu. Die Höhengrenze bis etwa 7000'. M. Tincta Brahm (7/6. 77). R. an Heidelbeeren, Ononis spinosa. F. Ende Juli und im August vom Jura und den Alpen. Berner Oberland, Gadmen, hier bis zu den Alpen im Juli häufiger (/?«.) und Rosenlaui [M.-D.); Langnau [Rthb.); vom Engelberg bei Oftringen und dem Beleben [Wu.): Bechburg f/f.-S.l; St. Gallen ein Stück [Tä.); Glarus 128 IV. Noctuiden. [Heer]: in GraübUnden von Casliel (3697') (Ca/?.) und von Tarasp {Kill.). Nach den meisten Angal)en seilen und mit einer iiinter der vorhergehenden Spezies weit zurückbleibenden Elevation. M. NebTÜosa Hufn. [Hb. 78) . R. an niederen Pflanzen, Primula elalior, Lamium, Verbascum u. s. w , auch an Prunus padus [Wu.) . F. im Juni und Juli überall, bald häufiger, bald seltener, noch in ilen Voralpen z. B. dem Gadmenlliale [Hü.) und bei Taras|) [Kill.). M. Contigua S. V, [IIb. 85. 609). R. an Genisten, an anderen niederen Pflanzen, an Heidelbeeren, Brom- beeren, Birken. F. vom Juni an und, wie es scheint, nicht übei'all. Bern, häufig [Bent.)] Burgdorf und überhaslithal [M.-D.); von Langnau [Rthb.)-j vom Gadmenthale (Rä.); von Tramelan im Berner Jura [Ge.]; vom Jolimont, Chasseral [Coul.); vom Rigi [R.-S.); vom Fuss des Pilatus bei Alp- nach und Eigenthal, auf seiner Höhe beim Gemsmättli ; sowie ferner ])ei Oftringen, Engelberg, Wartburg, Born, Lenzburg nicht selten [Wii.); Bechburg [R.-S.]; Genf (Museum); von Bremgarten [Boll); bei St. Gallen [Tu.); Chur [Cafl.); Tarasp [Kill.). Vereinzelt bis 6000'. M. Thalassina Hufn. [Hb. 483) und Var. Achates Hb. [Hb. 498. 610). R. polyphag an den verschiedensten Pflanzen, Birken, Berberis , Brom- beeren, Vaccinien , Spartium , Chenopodium, Senecio , Solidago , Achillea, getroffen. F. im Juni und an höheren Stellen noch im Juli, l)ei uns nur lokal und vielen Orten fehlend. Bern [Bent.); Meiringen [M.-D.); Langnau [Rthb.); Gadmenthal [Rä.); Tramelan [Ge.); St. Blaise-Neuveville [CouL); Alpnach und die gewohnten Aargauer Lokalitäten [Wu.); Bremgarten [Boll); Bechburg [R.-S.); Genf (Museum); Zürich [Hiig.); St. Gallen [Tä.); Graubünden [Memjold); so bei Chur [Cafl.) und mit besonders dunklen Stücken bei Tarasp [Kill.). Die (unbedeutende) Ab. Achates mit einförmiger gefärbten, aber rölh- Hcheren Vorderflügeln, kam vereinzelt vor auf der Bechburg, sowie den Süd- abhängen des Born und Engelbergs, endlich um Lenzbui'g [R.-S. und }Vu.). Die Fllevation der Art wohl nur sehr massig. M. Suasa S. V. (Dissimilis Knoeh) [IIb. 426). R. polyphag an den verschiedensten Plhinzen, an Cruciferen, Melilotus, Trifolium, Lacluca, Chenopodium und auf den Aarinseln sogar nach Wu. auf Tamarix germanica. F. von luule Mai bis in den .luli und August, wohl auf den lieferen ( IV. Nocfuiden. 129 Theil des Faunengebielos beschivinkl , doch hier keineswegs übenill vor- koininend. Bec'lihui!.' H.-S. : im Aiiranu von Leiizhurt;;, \Vii(h'ij;u und Hupperswyl [Wi(.]: von Bern [Be.]; Schupfen [Rthb.); St. Biaise-Xeuvevine ('<>nl.]\ Wallis [li.-S.): Sl. Gallen Tu. ; von Chur [Cafl. und Tarasp Kill.). M. Pisi L. (Hb. 429) . R. an niederen Pflanzen, wie Taraxacuni, Runiex , Erl)sen , gern auf nassen Wiesen. F. im Juni. Basel, Bern, im Aargaii, Zürich, Schaffhausen, St. Gallen, Grauhiinden, wohl überall im tieferen Lande. Auch vom Jura und den Alpen in \erschiedener Färbung, so aus dem Gadmenthale [liä.] und bei Andermalt (Spei/er)^ Gais in Appenzell [P.-J.], dem Vatzer Berg in Graubünden [Kill.)., dem Ober-Engadin M.-D., Hnateck); Bergeil \Baz.). Sie erreicht noch Höhen von 6000', so den Graubündner Weissenstein [Z.]. M. Brassieae L. [Hb. 88), R. polyphag an niederen Pflanzen , vorzugsweise an Kohl-Arten. Man hat sie bei uns auch an Atropa belladonna, Pai)aver soimiiferum und rhoeas getroffen [Wu.\ . F. vom Frühling bis Herbst gemein in der Ebene und dem Hügellande, ebenso den Höhen des Jura. In den Alpen noch bei Bergtin (Z.) und im Davos Kill.). M. Persicariae L. [Hb. 64 j und Var. Unicolor Stgr. R. polyphag; Rumex, Polygonum, Sambucus, Rubus u. s. w. F. im Juni und Juli id)erall, doch wenig aufsteigend. Vom Jura, so der Bechburg, in prächtig gefärbten Stücken und Al)en'ationen [U.-S.'\. Den höheren Alpen scheint sie zu fehlen; doch im Bergell [Baz.). Var. Unicolor (in den Sammlungen als Acci])itrina bezeichnet, ohne das weisse Vorderflügelzeichen einzeln bei Aarl)urg und Wildegg (ir/^., eiienso von Bern [Bent.) und der Bechburg \R.-S.). M. Albieolon Hb. (Hb. 542. 543 . Bisher nur bei Basel !»)blass«j durch Knecht und von Airolo (»dunkel« durch A. Gerber erhalten. M. AlienaHb. [Hb. 441 . R. an trocknen sonnigen Stellen, gerne an Melilotus und Hi[)pocrepis comosa. F. im Mai und Juni, selten und an wenigen Orten. Ofiringen, Wart- burg, Born, Aarburg, am Goftersberg bei Lenz])urg [Wu.]; von der Bechburg [R.-S.) und dem Berner Oberland [R.-S.]. M. Oleracea L. [Hb. 87) . . R. polyphag; ich traf sie öfter bei Zürich an Akazien. Frey, Lepidopteien. 9 130 IV. Noctuiden. F. im Juni und Juli häufig und wohl überall. Noch auf dem Aargauer Jura. Hohen Gegenden scheint er zu fehlen. Doch hat man ilm im Unter- Engadin und Bergeil getrollen (AV//,, Baz.j. M. Genistae Borkh [Hb. 6i1. 612). H. an Ginster und Heidelbeeren. F. im Juni und Juli, verbreitet, stellenweise gemein. Basel [Knecht u. A.); Bechburg [R.-S.); die bekannten Aargauer Fund- plätze [Wu.] ; Bern [Bent.); Burgdorf [M.-D.]; Siselen [Rä.); am Fusse des Chasseral [CouL); Genf (Museum); am Pilatus einzeln [Wii.]; Zürich nicht oft, auch vom Katzensee (ßug.) und von Mettmenstetten (1459') {Dietrich) \ St. Gallen [Tä.) und Degersheim [Müller); für Graubünden im Rheintlial und dem Unter-Engadin [Kill.]. Bis zur Bergregion in St. Gallen nach Tä. M. Glauea Hb. [Hb. 4i0). B. polyphag, an niederen Pflanzen, nfeistentheils bei uns auf Vaccinien. F. im Juli fast nur Bewohner des Gebirgs, weniger auf dem Jura als den Alpen. Burgdorf {M.-D.)\ auf dem Born und Engelberg und im Eigenthal [Wu.]] von der Bechburg [R.-S.); vom Pilatus [Wu.)\ Berner Oberland [Bent.]; Gadmen [Rä.\; Lenk [Ja.); Wallis [Ancleregg); so zwischen Täsch und Zermatt auf Alpwiesen [Struve); Leiik [Speyer) ; von der Ebenalp im Canton Appen- zell [Müller). In Graubünden bei Disentis [Speyer), Bergün, aber selten (Z.i, im Thale des Ober-Engadin, so Sils [Frey) und Pontresina M.-D.). Auch am Stelvio [Frey] und hier bis zur Franzenshöhe [Wo.). Die Höhengrenze also erst gegen 7000'. M. Dentina S. V. ///;. 408] und Ab. Latenai Pierret Hb. 874 . R. an Taraxacum und Hieracien. F. vom Mai bis September in grösster Verbreitung vom Juia durch die ebeneren Landestheile und ebenso in den Alpen von Wallis bis zur Grau- bündner Grenze nach Tirol. Auf Albulapass noch in mehr als 7400' Höhe. Im Hochgebirge im Juli und August. Ab. Latenai (um vieles dunkler) aus dem Berner Oberland [Lederer], vom Pilatus [Wu.) und von der Bechburg [R.-S.).'^) M. Marmorosa Bkh. [II.-S. 65) und Var. Mierodon Gn. [Frr. Ol 8. \). B. an Hi|)pocrepis comosa, wiihreud des Tages unter Steinen oder sonst verborgen. F. namenllicli im Jiiia und den Alpen, Mai und Juni uiul dann wieder- im August und September. 1) M. Treitsclikii IJsd. Hh. 7ü6. 7ä7) soll iiacli Co«/, in eiiiLMU Exemplar bei Neiivesille gcl'aiijieii sein (?.]. • IV. Noctuiden. 131 Schaffhaii-sen [Trapp]; Seen bei Winteiihur (früher von Pfarrer Rordorf gefunden i; Brenigarten ^ßo//); Lägernberg bei Baden [Frey]] Aarburg, Engel- berg bei Ollen , Erllnsbacli . Gysulafluh U'//.); dann Bechburg ili.-S.) und vom Sülothurner Jura, ebenso demjenigen von Neuenburg und Bern [Wu.]; aus dem ValTravers; St. Blaise-Neuveville [Cotd.]; Berner Alpen; Wallis Anderegg); Riffelberg bei Zermatt und Siniplon [Ja.]; St. Gallen auf der Berneck [Tä.); Graubünden, so von Bergün (Z.). Über-Engadin [Pfaff'cn- z-eller) und von Sils [Hndteck] . Die viel dunklere Abänderung Microdon fand am Stelvio über der Fi-an- zenshöhe Wo. noch in 7500' Erhebung. Von den Gadmer Alpen, namentlich der Wendenalp in etwa (3500' Höhe ziemlich hiiulig [Rä.]\ auch vom Simplon [Derselbe] . M. Chenopodü S. V. (Trifolii Hufn.) [Hb. S^]. K. pohphag an Saponaria, Dianthus, Silene intlata. Wu. fand sie n\ei- slens samenfressend, abweichend ^on ihrer Lebensweise in Deutschland. F. in der Tiefe in zwei Generationen. Basel [R.-S. u. A.); Bechburg \ß.~S.]; Lenzburg [Wu.]; Bern [Beut.]: Tramelan [Ge.] und Neuveville [Coul. ; Genf (Museum ; St. Gallen [Tu.]; Chur, selten [Cafl. ; . Höhenverbreitung wohl gering. M. Saponariae Bkh. (Retieulata Vill.) [Hb. 58). B. an Saponaria officinalis, an Dianthus, Silene inflata. F. im Frühsommer, in unserem Faunengebiele lokal und nuMstens selten. Basel [Knecht, Leonhart, Sulyer]; Bechburg, dort 1872 sehr zahlreich [H.-S.]; an sonnigen warmen Abhängen des Jura, auch im Aar- und Wigger- tlial , auf der Wartburg und bei Lenzburg (Wu.); Bremgarten [Boll.; Burg- dorf, Oberhasli und Gadmenthal (üä., M.-T).]; Langnau ; St. Blaise-Neuve- ville [Coul.]; Auvernier (1388') [Rthb.]; Genf (Museum); Walliser Bagnethal [liä.]; Schaühauseu [Trapp]; St. Gallen beim Xeudorf ein Stück 7a.); Chur [Cafl.]; Tarasp [Kill.]. Die bedeutendste bisher bekannte Elevation im Gadmenthalc; beträgt 4000'. M. Dysodea S. V. (Chrysozona Bkh.) [Hb. 47). R. polyphag, an Prenanthes, Aquilegia, Hieracium, LacUica , Trilolium. F. vom Juni bis August. An vielen Stellen häuhger. Basel [Knecht. Leonhart]; Bechburg [H.-S.]; Bern [Beut.]; Burgdorf [M.-D.]; Schupfen [Rthb.]; Siselen [Rä.]; St. Blaise-Neuveville [Coul.]\ Solo- llmrn [M.-D.]: im Gadmenlhale ziemlich selten [Rä.]; die bekannten Aar- gauer Fundplätze [Wu.]; Schaffhausen, bei der Teufelsküche [Trapp]; Zürich und Umgebungen [Frey, Zell.-Dold.]; St. Gallen Tä.]. Die vertikale Verbreitung wohl sehr gering. 9* 132 IV. Noctuiden. M. Serena S. V. [Hb. 54) und Var. Obscura Stgr. R. polyphag, ;ni Taraxaeiini. Picris liieracioides. Ilieracien u. s. w. F. in zwei Generationen, Mai -und Juni und dann im August , in weite- ster Verbreitung und mancherorts häufiger. Von Basel bis Genf, vom Jura zum Wallis und Graubünden. Hier bei Bergün (Z.), Tarasp [Kill.) und im oberen Engadin, bei Sils-Maria [Hnateck). Var. Obscura (dunkler und gleichfarbiger) fand Z. annähernd In einem Exemplare bei Bergün und Wo. am Stelvio bei der Franzenshöhe an Felsen. Aus dem Gadmenthale {Rä.) . Von dem Tieflande kennt man noch ein Vor- kommen bei Oflringen und Aarburg [Wu.) und auf der Bechburg [R.-S.). üie Hölienvei'breitung bis weit über 6000'. Diantlioecia Bsd. D. (?)Luteago S. V. (OlbienaHb.) [Hb. 829. 830). Diese Art, deren R. in den Wurzeln von Silene inflata lebt, soll nach Stgr. in der Schweiz vorkommen und bei Speyer findet sich sogar Zürich als grober Breini'schev Irrthum erwähnt. D. Proxima Hb. {Hb. 409). Nur in den Alpen und seltener, im Juli und Augusl. \Va 11 iser Berge {Anderegg); Berner Alpen (Benl.); so vom Gadmenthale [Rü.]; Ganton llri [Rtlib.)] vom Pilatus [Wu.]; im Appenzeller Seealpthal [P.-J.]; im über- Engadin {Wolfensberg er u. A.); so im Val Revers [von Schenk) und bei Sils [Hnateck., Frey); auch im Unter-Engadin {Kill.). Höhenverbreitung bei uns gegen 6000'. Auf der Franzenshöhe des Stelvio noch 1000' höher {Wo.). D. Caesia S. V. [Hb. 60). R. an Silenen. F. an Felsen ruhend, im Jura und den Alpen. Für ersteren kennen wir die Bechburg {R.-S.) und die VV^^'schen Fundplätze im Aargau, ferner den Neuenburger und Berner Gebirgszug {Coul.) . W^i. bemerkt, dass die jurassi- schen (und auch auf der Molasse vorgekonuuenen) Stücke sämmtlich viel heller, als die alpinen ausfallen. Von St. Gallen ein Exemplai- {Tä.). In den vMpen überall und stellenweise häufiger, vom Wallis bis (;raul>Unden und zum Stelvio; mitunter bis zu hedeutender Höhe nicht selten, so im Gadmenthale [Ra.). Höhengrenze etwa bei 7000'. D. Filigrana Esp. {H.-S. 465), Var. Xanthocyanea Hb. Hb. 6i0. 641) und Luteocincta Ramb. H.-S. 384). R. die Blätter und Samen der Silenen verzehrend. F. am Tage an Felsen. Nachts um Blülhen von Silenen und iXelken , ein selteneres, tiein Jura und den Alpen angehörendes Insekt. I IV. Noctuiden. 1*33 Im Aargau bei Oftringen, Aarburg, Engelbei-g. Lenzlnug, Otliniarsingen, Bcaunegg , Lägern 'Wi/.]\ von Sor\ilier Hug.) und von 'rranielan /rC'. ; vom Pilatus [Wit.'': Berner Oberland Bimt.]: so aus dem Gadmentliale (jRä.); vom Olier-Engadin [Zell -DoUL). Var. .Xanthocyanea 'dunkelgrau, mit weniger Gelb der Vordernügel fand Wi(. am Jura, aber auch im angrenzenden Aargauer Tieflande, ebenso R.-S. auf der Bechburg. An besonders sonnigen Stellen kamen Uebergiinge zur Var. Luteocincta vor. Iliei- fanden sich auch Stücke ohne alle gelbe Bei- mischung, an D. Conspurcata Frr. erinnernd. Xanthocyanea auch aus dem Gadmenthale [Rä.). D. Tephroleuca Bsd. [H.-S. 140. 469). F. meistens eine Seltenheit. Gefunden l»ei Oflringen \Wu.) und im (jadmenthale. Hier auf den Bergen von 5500 — 6500' nicht gerade selten. Dagegen vom Simplon selten und viel dunkler [Rä.). Beut, erwähnt noch die Berner Alpen. D. Magnolii Bsd. H.-S. 71 . B. an Silene nutahs. F. im Mai und Juni an sonnigen , felsigen Stellen des Jura , auch bei Lenzburg, Oftringen, Othmarsingen und in anderen Aargau'schen Gegenden [Wu.]; einzeln ferner von der Bechburg [R.-S.]:, St. Blaise-Neuveville [Coul.]; aus dem Gadmenthale, aber selten [Rä.] . Von Chur CafJ.) und Tarasp [Kill.]. Sonst nirgends getrofl'en. D. Conspersa S. V. (Nana Hufn.) ijlb. 52). R. an Lychnis-Arten. F. im Mai und Juni und im Juli und August. Basel [Knecht, Leon hart]] im Aargauer Jura(IV7<.); Bechburg (/{. -8.); Chasseral [Coul.]; von Tramelan [de.); von Biel [Wu.]; von Sorvilier [Hug.); aus den Alpen, so vom Wallis Anderegg u. A.), wie dem Val de Bagne und Simplon [Rä.) ; Berner Alpen [Bent.' und Gadmenthal von 4 — 6000' [Rä.]; Meienthal und Pilatus [Wii.]; ferner von St. Gallen bis zur Bergregion [Tä.]; für Graubünden von Chur [Kill.); von Bergün [Z.) und den beiden Enga- dinen [Kill.' . Die Höhenverbreitung wie bei Caesia auf dem Stelvio [Wo.]. D. Albimacula Bkh. (Coneinna Hb.) [Hb. 51). R. an Silene nutans. jung in den Samenkapseln, dann am Boden. F. im Mai und Juni ^ höher im Juli und August, in warmen Jahren in tieferen Gegenden wohl mit doppelter Generation. Am Aargauer Jura bis zum Lägernberg, auch von Lenzburg (TV'<<.;; von der Bechburg [R.-S.]; vom Jura bei Neuveville und im Canton NeuchAtel [Coul.]; von Tramelan [Ge.]; von Bremgarten [Bali); St. Gallen (rä.); Bern \ 34 IV. Noctuiden. [Beut.) und Burgdorf (M.-D.); Gadmenlhal in gleicher Höhe wie Conspersa (flö.;, überliau[)t im Berner Oberlande; dann vom Pilatus [Wu..]. In Grau- bünden kennen wir das Rheinthal [Amstein] und das Ober-Engadin [ZelL- Dold.). Dann noch von Schatlhausen [Trapp] und Genf (Museum); sowie aus dem Val de Bagne und vom Simplon [Rä.). Höhenverbreitung zwischen 5 — 6000'. D. Compta S. V. [Hb. 53). R. in den Samenkapseln von Diantiuis, Lychnis, Silene und Cucubalus- F. im Mai und .Juni, wohl seltener. Basel [Knecht und Steh eil n-lmhof): Bechburg (R.-S.); Bremgarten iBoll); Zürich [Zell. -Do Id.); Schaffhausen [Trapp]:, St. Gallen [Tä.]; Aargauer Jura (VFm.), ebenso'dem Berner (wie dem Gadmenlhale [Rä.]) und Neuenburger, stellenweise nicht selten [Coul.]; von Tramelan [(le.): Wallis, so am Simplon in der Gondoschlucht [Ja.]; vom Simplon und dem Val de Bagne [Rä.]: aus dem Oberengadin [Schleich), so- wie dem unteren und dem Bergell [Kill.]; von Sils [Hnateck). Höhenverbreitung wie bei der vorigen Spezies. D. Capsineola S. V. [Hb. 57). R. in den Samenkapseln von Lychnis vespertina und diurna , Dianthus, Silene. F. in zwei Generationen, lokal, bisweilen häufig, doch auch vielen Orten fehlend. Er scheint wenig im Gebirge aufzusteigen. Basel [Knecht, Leonhart); Bechburg [R.-S.]; im Aargauer .Iura nicht sel- ten und auch in der dortigen Ebene \Wu.); von Bremgarten [Soll]; vom Pilatus bei Eigenthal und Alpnach und von Luzern; von Wasen an der Gott- hardstrasse [Wu.) ; Bern [Beut.]; Schupfen [Rthb.]; Oberhasli und Urweid [M.-D.]; von St. Blaise-Neuveville [Coul.]; von Tri^melan [Ge.]; von St. Gallen ijä.]; von Chur [Cafl.]. D. Cueubali S. V. [Hb. 56). R. in den Samenkapseln von Silene inflata. F. Im Mai und .luni , dann im Juli und August. Von Basel [Knecht, Sitlger); Bechburg [R.-S.]; Zürich und Umgehung Zell.-Dold., Hug.); Brem- garten [Boll]; Schaffhausen [Trapp); St. (Jallen [Tel.]; Aargauer Jura , sowie Wildegg und Lenzburg [Wu.]; Bern [Bent.]; Langnau [Rthb.]; Siselen [Rä.]: St. Blaise-Neuveville [Coul.]; Tramelan [CiC.]; vom Val de Bagne und Simplon [Rä.]; Wallis [Wu.], so vom Lenker Bad [Ja.]. Stellenweise häulig. Ghur. Domleschg, Tarasp und Bergell [KUL, Baz.]. Das Aufsteigen im Gebirg noch zu ermitteln. D. Perplexa S. V. (Carpophaga Bkh.) [Üb. 89). H. nieist(Mis in den Samenkapseln von Silene nutans. F. in (l()|)pelter Generalion, gleich dei" soi'igenArt, an \\armen sonnigen Stellen. IV. Noctuiden. 135 Basel {Knecht u. A.); Bremgarlen BoU); Schaffhausen Trapp ; St. Gallen, selten (Tä.; Bern, häufig (J9e/t^j; Burgdorf (.!/.-/>. ;; Schupfen Rihh.)\ Siselen (flä.); Berner Oberland, Gotthardstrasse und Meienthal, Gadmen (Rä.); aus dem Val de Bagne und vom Simplon [Derselbe): Pilatus, Luzern (Wii.); Bech- burg Iß.-S.]; um Neuveville und St. Blaise (Co?«/.); Aargauer Jura bis zum Lägernberg [Wie); Chur [Caß.]; aus dem oberen [Zell.-Dold.) und unteren Engadin bei Tarasji : auch aus dem Bergeil (Ä7//., Bnz). Wu. fand die Exemplare der Alpen und von Luzern meist dunkel, die des Jura vorwiegend hellgelb gefärbt. D. Capsophila Dup. [[fiH.-S. i62). Ob die Artrechte feststehen , wage ich nicht zu entscheiden. Aus dem Wallis [Gn. u. A.); bei Aari)urg fing sie Wu. inj August vereinzelt luiter I). Pei'plexa, aber seilen. D. Echii Bkh. (Irregularis Hufn.) ///). 90). Die R. der weit verbreiteten Dianthoecia an Gypsophila-Arten. F. bisher nur im Wallis^get rollen, woher ich ilin durch Andereyg erhielt. Episema 0. E. Glaueina Esp. (Tersa S. V.) [Hb. 140) und Var. Hispana Bsd. iH.-S. 105). B. an Muscari racemosum unti Anlhericum ramosum. Wallis [Gn.]; vom Aargauer Jura , Oftringen, Aarburg und Hauenstein [Wu.]-., von der Bechburg selten iß.-S.}. Var. Hispana (bläulich, mit deutliehen Makeln aus dem Wallis [Anderef/y) . Aporophyla Gn. A. Lutulenta S. V. [Hb. 159). R. an niederen Pflanzen, Stellaria und Myosotis. F. im Herbste, dem September und Anfang October nicht häufig und bisher nur sehr lokal getroffen. Bern •Bent.]\ Emmenthal [Btld).); Bechburg [R.-S.)\ Oftringeu, Aarbui-g und dem Schlossberg bei Leuzburg [Wu.]; aus dem Bergell (ßaz.). A. Aethiops O. (Nigra Haworth) [Hb. 859. 860. 8(51). R. an Rumex-Arten. F. von Mitte Juni bis zum Anfang des August. Aus dem Wallis; St. Blaise-Neuveville [Coul.'i; und von Aarburg [Wi/.), selten. Ammocouia Letl. A. Caeeimacula S. V. [Hb. 137). R. an niederen Pflanzen, wie Stellaria media, Rumex-Arten. Taraxacum und Galium. 1 36 IV. Nnctuiden. F. im Hochsommer und in den Herbst hinein , abermals lokal und fast nirgends häufig. Basel [Sulger ; Bern 'Bent..)\ die Aargauischen Fundplätze von Wii.; Bremgarten [Boll]\ Zürich [Frey]] Bechburg (fl.-S.); St. Blaise-Neuvovillc [CouL], Wallis [Speyer); St. Gallen, selten [Tä.]; Chiir [Caß.]. A. Vetula Dup. [tl.-S. 108). Die südliche Art fand sich in dem Bergeil in der Höhe von Vicosoprano [Baz.) und im Wallis, woher Hug. sie erhielt. Polia Tr. P. Polymita L. (Ridens Hb.) [Hh. 20). R. an Primula elatior. F. im Juli nur von Wa. getroffen und zwar allein zwischen der Wart- burg und Oftringen durch die »Bachdalenu. P. Flavieincta S. V. [Hh. 46). R. polyphag an niederen Pflanzen, Runiex, Senecio, GheHdonium, Ci- chorien und Gampanulen. Auch von Ribes grossularia, selbst von Weiden. F. im September. Basel [Sidger); Tramelan (Ge.); Lausanne [Panchaud de Bottens); Genf Museum ; Berner Alpen häufiger [Rthb.]; Oftringen, Aarburg [Wu.); St. Galleu einmal Tä.); Chur [CafL); Ober-Engadin [Zell. -Bold. ]\ Bergell (ßas.; . Bis über 5000' aufsteigend. P. RuÜGincta Hb. [Hb. 1i1 . 748) und Var. Mueida Gn. [Frr. 509. 3). B. polyphag, an Asplenium ruta muraria, Hieracien , Silene nutans, Grepis biennis und Gampanula rotundifolia [Wu.). F. im Herbste, gern an Felsen, einzeln überwinternd, namentlich vom .Iura und hinsichtlich der gelben Zumischung auf den VorderflUgeln dort sehr wechselnd. \m Aargauischen .Iura, auch bei Lenzburg und dem Staufberg [Wii.); Bechburg, nicht selten iR.-S.]; Burgdorf, sehr vereinzelt (i/.-/5.); St. Blaise- Neuveville [CouL); aus dem Wallis [Led.); vom Engadin [ZelL-Dold.]. Die der gelben Beimischung fast entbehrende , hellere Ai)weichung Mueida ist nach Wu. im Jura fast eben so zahlreich vorkommend als die Stammform. Höhengrenze bis 5000' und mehr. P. Xanthomista Hb. [IIb. 6 4 7) (Nigrocincta Tr.) uiul Var. Nivescens Stgr. [Il.-S. 4Si). R. an Dipsacus sylvestris und Hieracien [Wu). F. nach .Art der vorigen Spezies im Seplembcr und Octohcr , gern an Felsen ruhend. IV. Noctuiden. 1 r>7 Im Aargau vorn Born, Aarburg, dem Engelberg und Oftringen [Wu.]; Neuveville [Coid.)] Pilatus (Wu.); aus dem Berner Oberland, dem Hasli- und Gadmenthal öfter [Rä., M.-D.)\ aus dem Wallis (Anderegg), so von Ober- gestelen (4174') [A. Gerber): Schatfhausen [Trapp): von St. Gallenein Exem- plar (jTä.); Chur [Ca{l.)\ St. Moritz im Engadin 'Sp. und Zell.-Dold.); von Sils [Hnateck), aber selten; endlich von Magadino im Tessin [Zell.-Dold.]. V. Nivescens entdeckte Wu. als Seltenheit bei Oftringen und Aarburg, sosvie am dortigen Born und hinterher noch bei Lenzburg. Das Thier, nur an wenigen warmen Stellen vorkommend und sehr selten, pflanzte sich durch Erziehung vom Ei an fort. Heller, viel weisslicher. P. Canescens Dup. H.-S. 466) . Bisher nur aus dem Wallis, wo sie Anderegg auffand. P. Suda Hb. [Hb. 802). R. an Galium. F. aus dem Wallis, von .l/)rfe/"(^/y(/ erbeutet ; doch auch von den Süd- abhängen des Jura bei Bonigen und Ölten (I216'i [Wu.]. Jede weitere Mittheilung fehlt. P. ChiL. Hb. 49). R. polyphag, an Acjuilegia, Sonchus, Lacluca, Silenc nutans, sowie an Loniceren u. s. w. F. in zwei Generationen, die letzte noch tief im Herbste, doch wohl sel- ten in Mehrzahl. Bern 'Bent.]\ Burgdorf 'M.-D.)\ im Gadmenthale noch von 4000 bis zu 6000' und zwar noch im September öfters [Derselbe)] Simmenthai [Jä.)\ Langnau, Schupfen [Rt/tb.]; die Aargauer Fundstellen [Wu.]; von der Bech- burg [R.-S.]; St. Blaise--\euvevilIo öfter [Coul.); Tramelan [Ge.); Bremgarten [Bali); von Zürich und Umgebungen [Frey, Zell.-Dold.); Schafihausen [Trapp); St. Gallen bis zur Bergregion öfter [Tä.); Graubünden, weitverbreitet [Kill.) und hier noch bis Sils [Hnateck) . Dryobota Led. D. Protea S. V. [Hb. 406). R. an Eichen. F. durch das Tiefland in) Herbste verbreitet, doch zur Zeit kaum mehr häufig zu nennen. Genf [M.-D.); Bern [Bent.); Siselen [Rä.); St. Blaise-Neuveville [Coul); Schupfen [Rthb.); die Aargauer Stellen , welche Wu. untersucht hat; Bech- burg [R.-S.]; Zürich und Umgebung [Zell.-Dold., Hug.). Ich selbst fand sie freilich hier nie. Von Schaffhausen [Trapp] und von St. Gallen [Tä.]; von Chur und Mayenfeld \Cufl.). 138 IV. Noctuiden. Dichonia Hb. D. Convergens S. V. {Hb. 84). H. an Eichen. F. im Spätsommer. Er ist nur an einzelnen Orten gefunden worden. St. Blaise-iNeuveville, seltener [Coul.]; Beehburi;; '/i.-S.j; im Solothurner und Aargauer Jura vereinzelt {Wu.); aus dem Canton Glarus, noch vom Richetli- grat {Heer). Hier ist offenbar falsch bestimmt worden. D. Aprilina L. {Hb. 71. 721. 722). R. an Eichen, am Tage in die Spalten der Rinde älterer Bäume ein- gedrückt. F. im Spätsommer (gleich den anderen, die Eiche bewohnenden Insekten mit der Vernichtung dieser Bäume seltener geworden). Basel [Knecht, Sulgen; in den Cantonen Aargau und Solothurn {Wu.); (ienf (Museum); Siselen {Hä.); ferner von Zürich seltener {Frey); Schaff- hausen [Trapp und St. Gallen (Tä. ; in Glarus {Heer) und Graubünden {Mengold) und zwar sehr wahrscheinlich aus der Churer Gegend {Kill.). Cliariptera Gn. Ch. Culta S. V. (Viridana Waloh) {flb. 34) . R. an Schlehen, Pllaumenbäumen und Weissdorn, am Tage versteckt. F. im Juni und Juli. Bei uns nur l)eschränkt und selten vorkommend. Im Aargau von der Gysulafluh, der Wartlnu-g und dem Engelberg Itei Oftringen {Wu.); von der Bechburg {R.-S.); Traraelan {Ge.). Dann fand ihn Tä. einmal bei St. Gallen und Kill, ebenso bei Tarasp. Dieses ist Alles, was wir zur Zeit wissen. Miselia Steph. M. Oxyacanthae L. [Hb. Sil. H. an Schlehen, Pflaumen, Weissdorn. F. im September und October, wohl überall an lieferen Stellen. Die in'chl bedeutende llöhengrenze ist noch zu (M-mitteln. Bei Tarasp traf diese Art noch Kill. Valeria Oerinar. V. Jaspidea Villers {H.-S. 426). !{. von Schlehen. F. von der Gysulafluh bei Aarau [Wu.). V. Oleagina S. V. (///;. 33) . Von Tramelan [Ge.]. IV. Noctuiden. 139 Apamea Tr. A. Testacea S. V. {Hb. 139i. R. an Griiseni. F. im Juli und Aucust vei'borgen. lok;ii, doch stellemveise häufig. Basel [H.-S. und Knecht); Aargauer Fundstellen [Wu.); Bechhurg 'R.-S.]; Bern [Bent.]: Langnau (Rthb.); Neuveville [Coul.]; Zürich [Zell. -Bold, und Hiig.); Genf (Museum. '; Luperina Bsd. L. Texta Esp. (Cytherea Fab., Matura Hufn.) [Hb. 10*». 548j. R. verborgen an Gräsern. F. im .Fuli und August, vereinzelt, selten und nur von wenigen Stellen. Basel [Knecht, SuUjer) . Im Aargau am Born, Aarl)urg, Oftringen, Wart- burg, Schlossberg zu Lenzburg [Wu.]; dann noch von Bern [Jä.)\ von Siselen [Rn.]] St. Blaise-Neuveville [Coul.]; Biel und Langnau [Rlhh.]. Im östlichen Theile unseres Faunengebietes wohl des Gänzlichen fehlend. 2) L. Virens L. Hb. !2J35) . R. an Gräsern. F. im Sommer als vereinzelte Seltenheit bei uns. Aus dem Wallis von Sierre [Frei-Gessner] , bei Stalden (.4. Kündig); bei Zermatt Bent.); zwischen Möi'el und Naters [M.-D.). Coid. erwähnt noch eines Vorkonunens bei Neuveville. Bei Tarasp ein- mal im September [Kill.) . Hadena Tr. H. Satura S. V. Hb. Tr, (Porphyrea S. V.) (///;. 75). R. polyphag, an niederen Pflanzen, z.B. Eupatorium cannabinum, dann an Kubus-Arten, Loniceren u. s. w. F. im Hochsommer und beginnenden Herbste nicht allein in Waldungen, sondern auch Baumgärten [Wu.); wie es scheint fast überall seltener. Bechburg RS.); W'artburg , Oftringen, Lenzburg [Wu.); Schüi)fen. Aarberg, im Emmenthal [Rthb.); Bern [Bent.]; Bremgarten [Boll); Zürich und Umgebungen, aber selten Frei/, Zell.-Dold.); Chur Cnfl.). H, Adusta Esp, [Hb. (iOO— 608). R. an niederen Pflanzen. Taraxacum, Galium u. s. w. F. im .luli und August in weiterer Verbreitung und mit beträchtlicher Elevation. Auf dem .Iura, so der Bechl)urg (fi.-.S'.): vom Engelberg und 1) A. Dumei'lii Dup. iincti Sulr/er l)ei Btisel ?). -ii L. Hubella Dup. (H.-S. 100, 431. 432). Soll im WallLs vorkommen »ach Stgr. 140 IV. Noctuiden. Lenzburg, aber vereinzelt [Wu.] : von Sorvilier ^ (//«(/.) ; von Bremgarlen [Boll]] von Zürich am Katzensee [Hug.]. Ferner und häufiger aus den Alpen, so dem Pihitus und bei Eigenlhal, den Bernei- Bergen, wie dem Gadmen-, liasli- und Grindelwaldthal [Wu.); im östlichen Alpenlande, von dem St. Gallischen Weisstannenthal {Tel.) und aus Graubünden. Hier von Bergün (Z.), dem Ober-Engadin [Wolf'ensherye)- und ZeU.-Dold.), wie von Sils [Hna- tech); im Unter-Engadin bei Tarasp [Kill.'. Aul' dem angi'enzenden Stelvio noch auf der Franzenshühe [Wo.]. Einzelne Exemplare steigen alsoJ)is 7000' auf. H. Ochroleuca S. V. [Hb. 91). R. an Gräsern. F. im Juli und August, nur im Wallis und bei Basel [Leonhart] getroffen. In jenem Ganton bei Morel im Juli {Beut., Ja.). H. PlatineaTr. [H.-S. 40. 487). F. vereinzelt an sonnigen Halden des Jura. So von Oftringen und dem Engelberg [Wu.), von der Bechlnii-g R.-S.), aber immer vereinzelt und selten; ferner aus dem Wallis, so dem Yisplhale [Zell.-Dold.). Aus dem unteren Bergell, öfter [Baz.). H. Zeta Tr. [H.-S. 416) und Var. Pernix Hb. [Hb. 801. H.-S. 54). Die Stammform , im Juli und August , aus dem Jura, so der Bechburg '[R.-S.) und der Südseite des Aargauer Belchens [Wu.]; dann von den Alpen. Hochthürligrat im Kienthal [Rä.]] Zermatt [Bent.)\ Weissenstein [Z.)\ Tarasp (Ä7//.). Auf der Franzenshöhe in fast 7000' [Wo.). Var. Pernix (viel dunkler und, wie ich annehme, mit der nachfolgenden H. Maillardi sowie der nordischen H. Exulis Lefebvre eine und dieselbe Art bildend) nur von den Alpen. So vom Simplen [Gerber); Zermatt [Frey); dem Berner Oberland und dem Pilatus [Wu.): vom Gadmenthal, sowie dem Wen- den- und Steinengletscher [Rä.); dann aus GraubUnden, nämlich dem oberen Engadin , wo sie verbreitet, aber immer selten an Steinen und Felsen ge- troffen wird, so Samaden, St. Moritz und Sils [Zell.-Dold., Frey, Hnateck), Berninapass [Pfaffenzeller); endlich bei Tarasp [Kill.). Das bisher bekannte Aufsteigen mag 6000' betragen. H. Maillardi Hb. [H.-S. 55). Spät in dem Juli und namentlich dem ganzen August in den Alpen. So im Berner Oberland, z.. B. bei Lauterbrunnen [Bent. und Wu.)] von Rosenlaui, der Meienwand und Engstlen [M.-D.); vom Gadmenthale und den Ali)en (jRä.); von Zermalt [Frey); dem Bagnelhal [Rä.]; aus dem Davos [Spengler] und dem Ober-Engadin, wie Celerina, St. Moritz, Sils [Zell.-Dold., Hnateck, Frey); der Languard-Alp (./«.); aber immer vereinzelt. Am Stelvio (Franzenshöhe) bis gegen 7000' [Wo.]. IV. XorluidcMi. 141 H. Gemme a Tr. [H.-S. 70). Wiodeniiii nur im (iebirij;e, spül im Sommer ersclieinend. Vom Aar- gauer Beichen [W^k.': I)isl)er vorwiegend von den Alpen mil elwa GOOO' Höiiengi-enze. Heiner Oberland [Beul.]] Gadnier Bei'ge bis liel' in den Sep- UMnber, aber seltener yjr/'.; von Laulerbninnen (VI";/.). Aus dem \\'allis, von den Alpen bei Marllgny [Derselbe]] aus dem 01)cr-Engadin , so bei Sils {Hnatecl,]; vom Daves [R.-S.]. H. Rubrirena Tr. [Hb. 826. H.-S. 57). Nur von den Alpen im .Ulli und Augiisl. seilen, an Felsen, SlrassiMiein- fassungen, Telegraphenslangen u. dergl. Hei'uer Al{)en , so (lentthal [Beul.], Rosenlaui und Oberliasli [M.-I).), lüigsllenlhal [.lii.) und (iadmen [Rii. . (iraubünilen , wie Bergiin [/.,: dann das obere Kngadin von Samaden Ins /inn Maloja M.-D.^ von Sch('nl,. fbutteck, ti'eij); endlieli das Davos [Speiujler . Elevalion elwa 5500'. H. Furva S. V. 77/;. 407). R. an Gräsern, z. B. an Aira. F. im .(uli und August, mil unter an Flcliium-Bliithen. Verbreitet, aber seilen. Sl. Gallen (7V/".); Aargauer Fundplätze [\Vu. ; Gadmenihal [Hä.]; Wallis (^'/).i; Ül)er-Kngadin , so Nachts gelangen \on Hnateeh und Frey bei Sils-Maria ; von Tai-asp [Kill. ] aus dem Bergell iBaz.). Höllenverbreitung wie bei der vorhergeliendeu All. H. Lateritia Hufn. (Molochina Hb.) [Hb. 74). R. verltorgen an Gräsern. ¥. im Hochsommer. Aargauer Fundstellen [Wu.); Wallis [Beut.), so von Evolena [R.-S.) und Zermatt [Frey); Gadmenthal [Rä.]; Kalfeuserlhal in St. Gallen [Keller); Chur- walden [Hug.). Verbreitet im olleren Kngadin von Samaden aufwärts [von Schenk, Hnateck. Frey]; von Tai-asp 'Kill.). Auf der Franzenshöhe [Wo.) bis gegen 7000'. H. Polyodon L. (Monoglypha Hufn.) [Hb. 82). R. an den Wurzeln d(M' Gräsei'. . F. im Sommer, dem Juli und August, verbreitet. Aus dem lieferen Landestheile von Basel l)is Genf und Chur. hn Engadin bis Sils-Maria [Hnateck) . Also bis 5500'. H. Lithoxylea S. V. R. an Gräsern. F. gleichzeitig mit dem vorigen. Basel KnecJtl , Stihjer^\ ; Aargauer 142 'V. Noctuideri. Stellen und Bremgarten [Wu. und Boll) ; ßechburg [R.-S.); Bern, nicht häutig [Bent.]; Rucheggberg iJü.)] Burgdorf [M.-D.]; Siselen [Bä.); Zürich und Um- gebungen {Frey, Zell.-Doki.]; St. Gallen, öfter [Tä.]; von Chur häufiger iCaß.\. H. Sublustris Esp. (7/6. 240 . Einzeln von Lenzburg [Wu.]; Gadmen {Rä.) ; Genf (Museum;; Bechburg und Kreuzungen [B.-S.]] von Chur [Cafl.] und vom Bergeil [Baz.). H. Infesta Tr. (Sordida Bkh.) [Hb. 484). R. an Gräsern. F. hier und da in der Ebene, dann vom Jura und den Alpen; nicht gemein. Basel [Knecht u. A.); Bechburg [B.-S.]] Aargauer Fundstellen nebst Bremgarten [Wu. und BoU]] von Alpnach [W'ii.)\ Schupfen und Emmenthal [Bthb.); Gadmen und Siselen [Rä.]; St. Blaise-Neuveville [CouL), St. Gallen [Tä.]; von Tarasp einmal [Kill.]. Höhengrenze massig. H. Basilinea S. V. [Hb. 427) . R. an Gi'amineen. Wif. fand sie jung zu nasser Erntezeil häufig mit den Garben in die Scheunen eingeschleppt. Basel [Knecht]; im Aargau bisweilen häuhg [Wu.]:, Bechburg [R.-S.]; Sorvilier [Htig.) ; Bern , am Gurnigel [Beut.); Schupfen , Milnchenbuchsee [Rthb.); Gadmen, kaum 4000' überschreitend [Rä.); St. Gallen [Tit.); Ober- Engadin [Zell.-Dold.) und auch bei Tarasp häufiger [Kill.]. Erhebt sich etwa bis 5500'. H. Rurea Fab. [Hb. 241 und Var. Alopecurus Esp. (Combusta Dup.) :?y/6. 366). R. verborgen an Gräsern, wie Lolium, Trilicum repens u. s. w. F. im .fuli vereinzelt in dem Tieflande, \Nohl verbi-clteter in dem Ge- l)irge, dem Jura wie den Alpen. Bern, ßerner Oberland und Gurnigel [Beut.]; Siselen und Gadmenthal [Rä.); Bechburg iR.-S.); Aargauer Fundstellen [Wu.) und Bremgarten {l?o//) ; Genf (Museum); St. Gallen, öfter [Tä.) ; Chur [Cafl.]. Engadin und Sils- Maria [Zell.-Dold. und Hnateck); auch im Unter-Engadin [Kill.]; von Bergün ein Exemplar [Z.]. Die Var, Alopecui'us (besser als Combusta den Sammlern l)ekannt) nkit einfarbigen dunkelbi'aunen Vorderllügeln s])ärlich unter der Stammform, hu Gadmenthale ist sie so häufig als jene [Rä.]. llöhenverbreilung etwa 5500'. H. Scolopaeina Esp. ///;. 460) . R. an (iräscrn. an Briza media, Scii'piis p.iliisiris und s\lvaticus. IV. Noctuiden. 143 F. im Juni und Juli, lokal und seltener. Bern {Beut.); Buclieggberg [Ja.]; Schupfen {Bthb.:; Üftringen und Lenz- l)urg [Wu.); Brenigarten [BoU); Zürich [Frey); Genf (Museum). Höhenverbreitung wohl ziemlich gering. H. Hepatica S. V. (Characterea Hb.) [Hb. 133. 638). R. an Graniineen. Hohle Pflanzenstengel an den Flugplätzen in das (iras gelegt, dienen nach Wu. zu ihrer Einsanmdung. F. lokal und seltenei-. Basel [Stehel in- Inihof ] Bechburg [B.-S.)\ Aargauer Fundstellen [Wu.]\ Bechburg /{.-8.); Bern [Beut.); Neuveville {CouL); aus dem Gadmenlhale und von Siselen \Bä.); ferner von Schatfhausen [Trapp]; von Zürich [Hag.]; aus dem Churer Rheinthal [Wredoir. Anistein]: von Tarasp [Kill.] und aus dem Borgell [BazA. H. GeminaHb. [Hb. 482 1 und Var. Remissa Tr. [H.-S. 584 . R. an Grasei-n. aber auch anderen niederen Pflanzen, wie Taraxacum und Primulen. F. vereinzeil an begrasten Stellen der Wälder und an Waldrändern. Vom Engelberg, Oftringen und Lenzburg, selten [Wu.]; von Neuveville Colli.]; von den Davoser Alpen [Spengler]. Var. Remissa (die hellere, geschecktere Foi-m, von Neuveville [Conl.]; (ienf ^Museum) und aus den Graubündner Alpen, so bei St. Moritz [Mgb. und Zi'll.-Dold.] und von Sils-Maria [llnateck . Ilöhengrenze etwa 5500'. H. Unanimis Tr. [H.-S. 581). R. an Gräsern^ nach Wu. besonders an Phalaris arundinacea. F. im Mai; bisher nur in einem beschränkten Theile des wesdiclien Faunengebietes vorgekonunen. Bern [Beut., Ja.]; vereinzelt im Solothurner und Aargauci' .Iura : so Bech- burg [R.-S.] ; am Wauwyler See, bei Zolingen, Üftringen, im Aarthal, dem Aa- und Bünzthale, dem Torfmoor von Bünzcn, doch nirgends häuliu Wu.]. Wahrscheinlich auch von Tarasp [Kill.]. H. lUyrica Frr. (Scortea H.-S.) H.-S. 582) . Gadmenthal und zwar nicht selten , sowie schon von Ende Mai an er- scheinend [Rä.]; von Bern im August [Ja.]; Bechburg [R.-S.]; Lenzburg (W-».); von Tarasp [Kill.]. H. Didyma Esp. [Frr. 75. 1 . 2 , Var. Nictitans Esp. ///'. tiht; und Var. Leucostigma Esp. F)r. 443. i]. R. an Graswurzeln. F. im Sommer, überall und vielfach häufig, nicht allein im Tieflande, sondern auch vom Jura und den unteren Al[)en. 144 'V- Noctuideii. Var. Niclitans im Jura unter der StamMiforin , wie den Aargauer Fund- stellen r Oberland [Beut.], sowie Gadnien an schattieren Wald- rändern [liä.]: I.aniinaii (Hthb. : im Solotliurner und Aargauei' Jura , auch in den Wäldern der Ebene, sowie bei Oftiiuiien und Lenzbursj; (Hw.i; Basel •Jll. . In den östlichen Geilenden schein! er selten zu sein. Bei Chur fing ihn cintnal ('(tjl. Khizogrjiiiniia Led. R. Petrorhiza Bkh. (Detersa Esp.) lll). i^iW. |{. an Berbeiis, am Tage \ersleckl. I'. im Juli uml August, wohl ül)ei'all. in der Kbene . wie dem Jura und den Alpen. Hier erreicht er das (iadmentha! Vi//.;, dew Stein vor Hergün Z. nmXFveii)^ sowie Tarasp [Kill.]. Cliloautha ßsd. C. Hyperici S. V. ///;. 250). An sonnigen geschützten Bergabhängen des Aargauer Born selten [Wu.]\ dann aus dem Wallis Beut.]. C. Perspieillaris (Polyodon Cl.) Hb. 249 . H. an Hypericum perl'oratum. F. in doppelter (Generation , im Fridding und im Hochsonnner ; wie es scheint, wesentlich den tieferen Landestheilen angehörig, hier an warmen sonnigen Stellen, an wenigen Orten häufiger. Basel {Leonhart); Bechburg [R.-S.; Siselen [Rä.]; Neuveville, selten [Coul.]; Aargauer Fundstellen und Schloss Brauneck iWu.); Brenigarlen [B()ll\\ Zürich und Schaühausen, öfter [Frey, Trapp); von St. Gallen aus dem Hagenbuchwalde [Tä.]; von Chur [Cafl.) und aus dem Bergeil [Baz. . C. Radiosa Esp. [Hb. 434). B. an Hypericum. F. hier und da an warmen mit der genannten Pflanze bewachsenen Stellen, bisher fast nur vom Jura vorgekommen. So Nom Belchen , Born, dem Fingelberg, Wartburg, Staffelegg, Gaisberg bis etwa 1500' Meereshöhe {Wu.'r, dann noch von Schaffhausen [Trapp ;. Eriopiis Tr. E. Pteridis Fab. (Purpureofasciata Piller) Hb. 05). B. an Pteris acjuilina. F. bisher nur bei Lenzburg auf einzelnen lichten Waldstellen vorge- kommen und zwar im Juli und August als Seltenheit [Wn.] und von Genf (Museum) . ^) ■\, E. Latreillei Dup. HO. 818 — 890) halle //«rt/ecA- einstens l)ei Chiavenna .^cfun- . 831. R an niederen Pflanzen, gei"n an Huniex-Arten. F. im Juli und August im ebeneren Lande überall, von Genf bis Chur und an manchen Orten häufiger. Wo. fand noch bei Trafoi unterhalb 5000' ein Exemplar. Eiiplexia Stepli. E. Lucipara L. [tih. 55). R. polyphag, an Brom- und Himbeeren, Chelidonium, Aquilegia u. s. w. F. im Juni und Juli überall im tiefer gelegenen Faunengebiete. In der montanen Region vom Jolimonl [CnuL), von Tarasp und Trafoi {Kill.).- Habryiitis Led. H. Soita Hb. [Hb. 68. 475). R. an niederen Pflanzen und nach der Ueberwinterung zur Zeit der A[)relbliithe an Fju-rnkraut im düsteren Nadelholzwalde. F. von Ende Juni in den Juli hinein. Von Neuveville [Coul.)-, von Burgdorf (ü/. -/>.); Oftringen und Lenzburg, sehr selten [Wu.); St. Gallen (früher von Scheälin gefunden); bei Ghur ein Stück xCafJ.]. Um Winterthur und Zürich war H. Scita früher relativ häufig. Jetzt ist sie, obgleich der in Zürichs Utngebungen befindliche Zolliker und Sihlvvald wenig Veränderungen erfahren haben , gänzlich verschwunden [Frey). Brotoloniia Led. B. MeticulosaL. [Hb. 67). W. an niederen Pflanzen, auch Geranien der Gärten. F. wohl in doppelter (ieneration, überall, bald liäufiger, liald seltener (auch in den ilalienischen Thälern, wie dem Bergeil). Ich traf ihn noch bei Sils-IVLnia im Oher-i^ngadin. also in etwa 5500'. IV. Nofhiideii. 147 Mania Tr. M. Maura L. Hh. iiSß;. H. ;iii nie(i(U't'n PHitii/on , 'raraxacum und kraulaili^on (i(n\ii('lisen , an Berheris, sowie an Alnus incana unserer Flussufer. F. im HocIisonHiier bis in den Sep(einl)er verborgen in dunklen (le\\{'ilh(>n. unter Brüeken u. s. \v. Wohl ühei-all vom .lui'a bis Gi'aul)ün(len. Das Aulsleitjen im Gebirge isl nucli zu ermilleln: doeli scheint es ein sehe geringes zu sein. Naeiiia Stepli. N. Typiea L. [Hb. 61). K. an niederen Pflanzen, z. B. Lamiuni und Urtiea; nach Wii. zuweilen .sogar der Weinrebe schädlieh. F. im Sommer in weiter Verbreitung (hireli das Flach- und Hügelland der Schweiz , an manchen Orten häufig ; hier und .); Aargauer Fund- plätze (H'//. mit Ölten [Strahl) und Bremgarten [Bollr, Zürich [Huy.j: von Coltura im Bergeil [Baz.]. Ein selteneres Thier. Var. Lucens (mit weissücher odei- nilhlicher Makel der Vorderflügel) von Bern [Ja.] und Bünzen [Boll). H. Mioaeea Esp. [Hb. 224 . R. an Tussilago. Arundo, Ii-is, Glyceria, Atri|)lex. F. im September bisher als lokale Seltenheit nur bei Lenzburg [Wu.). H. Petasitae Double day. Em Exemplar von der Bechburg ß.-S.). 10* 148 tV. Nocliiideii, (jortyiia 0. G. Plavago S. V. (Ochracea Hb.) Hb. ISG. 187). R. in Stielen von Sanibucus, von Verbascuni. Valeriana ofticinalis und Eupatorium cannabinum, Arctium lappa und verschiedenen Distelarlen. F. im Spätsommer bis in den September, merkwürdig vereinzelt in unserem Faunenü,cbiete. Von Siselen {hü.]; von Oftringen, ans dem Aar- thal von Aarburg bis Hrugg [Wit.]; von Bremgarlen {Bali) und in einem Exem|)lare von St. Gallen (7a.). Nonagria 0. N. Typhae Esp. (Arundinis Fab.) [flb. 415). R. in Typha latifolia. F. in der Nahe Bremgartens, von Boll erzogen; dann von Rheineck [Tä.] und auch bei Chur {Call.). Gewiss noch an gar manchen Orten. ^) Tapiiiostola Letl. F. Fulva Hb. [Hb. 496). Ein Exemplar von der Bechburg ^R.-S.). Calamia Hb. C. Bathyerga Frr. (Lutosa Hb.) [11. -S. 312. 313). R. an den Wurzeln \on Phragmites comnumis, aber nur an vor Uebei- schwemmungen möglichst geschützten Stellen. F. sehr lokal nach vorhandenen Beobachtungen. Bern an der Aar (Hauptmann Benteli), dann weiter abwärts an den Ufern des Flusses bei Aarburg und Wildegg, sehr selten [Wu.]. C. Phragmitae Hb. {Hb. 230). Wurde bisher nur in der Nähe des Bieler Sees an den Ffern der Zihl (Thiele) gefunden [Coul.) . Leucania 0. L. Pudorina S. V. (Impudens Hb.) [Hb. 229). R. gleich den Verwandten versteckt an Gräsern. F. meistens an nassen Stellen von Mitte Juni an. Bisher nur von weni- gen Orten her bekannt. Bern und Berner 0])erland [lUhb.j; Oflringen, Aar- l)urg, Wildegg [Wu.) und vom llallwyler See [Frei-Gessner)\ von St. Blaise- Neuveville [CouL); von Tramelan (Ge.); von Genf (Museuu)) und von Schall- hausen (r/'ap;.»). Meistens als seilen erwähnt. 1) Die Nonagiieii iinseios Faiuioiiiichietos sind sclir woniii uiiU'isuclil. Wii' haben siclicr noch ('ini;j;(' Arloii zu erwarten. IV. Noctuidon. 1 !9 L. Impura Hb. IIb. 396). R. ;iii Grjisei'ii. F. im Juli und Aiiiiust , veri)r(Mlo(i'r als tue vofiiie Art. doch viellach wenii; häufig, an nassen Grasst eilen [Wa.]. Von Basel [Knechl^ Leonhart]\ Bechburg [R.-S.]: Bern Trupp); Schupfen IHl.hb.]: Siselen, öfter Hä.,: St. Blaise-xXeuveville iCoul.'.: Ofti'ingen , I.enz- l>urg untl an (lein Ufer der Aar {Wh.): Bremgarten BoU)] Genf (Museuni;; SchafVhausen [Trupp]-. Grauhünden Mou/ofd . wohl aus den Umgehungen Churs. L. Pallens L. Ilh. 234 und Var. Ectypa Hb. [Ilh. 231 . R. an Taraxacum und vielen niederen I'flanzen. F. im Juni und dann wieder im August noch Ncriucileter als der- xorige und stellenweise häufig, ja genuun. Wohl überall im lieferen Lande, sowie am Jura. Auch noch bei Tarasp {KüL). L. Obsoleta Hb. (///;. 233 . R. an Phraguntes comnuinis. F. im Juni: bisher nur l^ei Oftringen [Wu.], Burgdorf ;jy.-i^. und Brem- garten [BoU] getroffen. L. Straminea Tr. 7/.-.S. 321—323). R. an Phragmiles comnuinis. F. im Juni und Juli am Aarufer von Aaiburg bis Wildegg Wu.): Brem- garten [BoUi] Bern und Schatfliausen Trapp ; aus dem Reusslhale Hug). L. Scirpi Dup., Var. Montium Bsd. U.-S. 324. 325j. Als Seltenheit ^on den W'alliser Hochalpen [Gu. . L. Punctosa Tr. [H.-S. 310). Nach Hug. aus dem Wallis. Alle andei'en Angaben fehlen. L. Comma L. {Hb. 618). R. an Gräsern und Rumex-Arten. F. im Juli, verbreitet, an einzelnen Orten häufiger. Bechburg (R.-S.); Bern und Berner Alpen [Rfhb.]: Gadmen , vom Thal bis zu den Al])en häufig (fiä.); Burgdorf {M.-D.)\ im Aarthal von Aarburg bis Wildegg, im Wiggerthal und vom Pilatus (Wm.); Genf (Museum); Bremgarten {BoU); Zürich [Frey); verbreitet und häufig im Wallis, so von Sion , dem Riffel und dem Simplon {Jü.). Ebenso von Chur [Cafl.), Bergün (Z.), dem Ober-Engadin, wie Sils u. s. w. [ZelL-Dold., Bent.^ Hnateck, Frey). Elevation über 7000'. L. Andereggii Bsd. {H.-S. 326). Seltener und nur aus den Alpen im Hochsommer. Meienthal {Wu.); 150 IV. Noctuiden. ßerner Alpen [Rthb.:; vom Sustenpass [Ja.]; von den Gadnier Alpen in Höhen von 5 — 7000' nicht sehr selten {Rä.)\ Engadin {Zed.-lJold.); von Sils [Unateck); auf dem Stelvio [Frey) . L. Conigera S. V. [Hb. 222). R. an niederen Pflanzen, Erdbeeren. F. im Sommer, in weiterer Verbreitung. Bern [Bent.)\ Siselen, selten [Rä.)\ das Oberhasli- M.-D.) und Gadmen- thal bis über die Waldgrenze, an Scabiosen , Disteln (fiä.); Erlenbach im Simmenthai (2272') und Schupfen [Hlhb.); Burgdorf [M.-D.)\ Neuveville {Coul.)\ Sorvilier [Hug.)\ Tramelan \Ge.)\ Luzern {W'U.)\ Bechburg (R.-S.); Aargauer Fundstellen [Wt(,.)\ St. Gallen (Tä.); Chur [Cajl.]\ Sils-Maria {Unateck); Tarasp {Kill.) und Bergeil (Baz.). Elevation also zwischen ö- und 6000'. L. Evidens Hb. {Hb. 369). Von den Berner Alpen als bedeutendere Seltenheit {Rthb.). L. Vitellina Hb. [Hb. 379. 589). R. an Gräsern. F. im August und September, selten und lokal. Bern [Ja.); Siselen. öfter; im Gadmenthale noch bei 4000', aber selten 'flö.]; Oftringen [Wu.); Lenzburg {Beut.) auf grasigen freien Stellen der Waldungen und deren Rändern; Genf (^Museum); Bechburg [R.-S.); Chur {Cafl.\ und Sils [Hnateck). Höhengrenze 5500'. L. Loreyi Dup. \^H.-S. 309. 314;. Als einzelne Seltenheit im Oclober bei Lenzburg auf nasser grasiger Waldstelle [Wa.). L. album L. [Hb. 'ü'il). R. an Gräsern luid niederen Pflanzen. F. von Genf bis Schatihausen und Chur verbreitet und häufig, in erster Generation im Mai und .luni . in zweiter von Ende Juli bis in den October. Den Alpen mangelnd. L. Albipuncta S. V. Hb. 223). R. an Gi'äsern und niederen Pflanzen; mit Taraxacuiii und Stellaria media zu erziehen. F. in dei" schweizersclien l'-bcne von Basel, Schatihausen, dem Bodensee bis Genf und Chur; sehen im Gadmenthale {Rä.) ; den Alpen sonst fehlend. L. Lithargyrea Bsp. ///;. 225). R. an Gräsern, Plantago, Tara.vacum. IV. NoctuidfMi. J51 F. slellenweise häufig, wolil überall im tielcreii Liinde , erreicht die Berner Alpen [Rthh.-, Gadmen [Rä.). Engelberg [Uikj-] und Tarasp 'Kill.). L. Turca L. 7/6. 218). R. an Gi'äsern und niederen Ptlanzen. F. vom Juli bis in den September , hier und da einmal hiiufigei', doch bisher nur sehr lokal. Oftringen, Engelberg, Lenzburg i^Wu. ; Bremgarlen [Boil]; Genf (Mu- seum); Chur [Cafl.]. Mjthimna Ou. M. Imbecilla Fab. [Hb. 555. 728. 729). F. in den Alpen, aber auch (in einem Exemplare) von dem .Iura vom Chasseral [Coiil). Man hat ihn im .Juli und beginnenden August in Gadmen, zwar nicht im Thale, sondern auf den Bergen etwa in 5000' auf Disteln und Echiuni ge- troffen [Rä., Boll, Wu.). Sehr gemein ist er als rf an blühendem Polygonum bistorta auf den Wiesen des Ober-Engadin . von Sils bis über Pontresina hinaus; aus dem Daves [R.-S.]] bei Bergün ebenfalls nicht selten (Z.i. Die letzten sehr vereinzelten Exemplare traf ich noch auf dem Weissenstein. Die Passhöhe des Albula erreicht unsere Art nicht. Am Stelvio unterhalb der Franzenshöhe [Wo.] nicht oft. Höhengrenze 6000' und darüber. Graminesia Stepli. G. Trilinea S. V. (Trigrammica Hufn.) [Hb. 216). R. an Plantago und Rumex acetosella. F. im Mai und .Juni vereinzelt und seltener, doch an zahlreichen Orten. Bern, selten; Berner Oberland (jßen/.); Meiringen und Burgdorf (i/.-Z).); Gadmen [Rä.); Schlipfen [Rthb.]: Siselen (Rä.); St. Blaise-Neuveville [Coul.\; Tramelan (Ge.); Aargauer Fundstellen, noch am zahlreichsten bei Lenzburg [Wu.); Bremgarten [Boll]; Zürich und Umgebung, selten [Zell.-Dold., Freij); Schaffhausen [Trapp); St. Gallen [Tä.]; Chur [Cafl.]. Caradrina 0. C. Exigua Hb. [Hb. 362). F. Ende Juli und im August, dem Lichte zufliegend. Siselen. 1879 nicht seilen [Rä.]; von Lenzburg [Wu.j; Chur [Cafl.]. C. Morpheus Hufn. [Hb. 161). R. an Convoivulus, Urtica und anderen niederen Pflanzen. F. Ende Juni nur ganz vereinzelt und selten im Faunengebiele bisher getroffen. Bern [Beut.]; Siselen [Rä.]; Tramelan [Ge.]; Basel (///.); Bechburg 152 'V. Noctuideii. [R.-S.f] Aarburg uiul Auenslein 1^//.); von Wildegg llia/.]; St. Galleu, ein Stück [Tu:,: von Evolena (R.-8.). C. Cubicularis S. V. (Quadripunetata Fab.) IIb. 417). R. an niederen Pflanzen, wie Alsine media. F. im Juni und Juli in der ganzen Ebene und dem llügellande ver- breitet, meistens liäufiger, mitunter gemein. Im Gadmenlliale noeli gemein, aber etwas dunkler [Rä.]. Er erreicht am jurassischen Weissenslein 4000', und in den Alpen bei Bergün noch etwas mehr (Z., Frey); im Stelviogel^iet auf der Franzenshöhe, also in fast 7000', noch ein Stück von Wo. getroffen. C. Jurassiea R.-S. (? Fusoieornis Ramb.). R.-S. fand durch Nachtfang in nicht unbeträchtlicher Anzahl dieses interessante Thier, was in keiner Weise mit der vorhergehenden Spezies und wohl auch nicht mit der südlichen C. Fuscicoi'nis verbunden w^erden kann. Es hält ungefähr die Mitte zwischen C. Cubicularis und Kespersa fkurz- flügliger, gedrungener als die erstere , dagegen kleiner als die letztere, mit welcher es in der Flügelform stimmt) . Die Farbe ist silbergrau. Mit Cubi- cularis hat es gemein die schwarzen Punkte am Costalrand der Vorderflügel, zwei sehr markirt, zwei etwas weniger ausgesprochen, und die Hinlerflügel, welche besonders beim rf viel weisser sind, als bei Respersa , kaum gegen den Rand etwas grau angeflogen. Mit Respersa besitzt übrigens die Zeich- nung der Vorderflügel viel Aehnliches. Doch ist das schwarze Zackenband etwas mehr gegen die Flügelmilte gerückt und aus einer zusammenhängen- den Zackenlinie bestehend, während bei Respersa die Zacken eigentlich nur aus verschränkt stehenden schwarzen Punkten gebildet sind. Endlich ist die Flugzeit fast drei Wochen früher. So lautet die treffende, fast unvei-änderl wiedergegebene Beschreibung des Entdeckers. Die R. leider noch unbekannt. Bisher nur von der Bechburg [R.-S.]. C. Seiini Bsd. (H.-S. 91 . R. an Pilzen {Paul]. F. aus dem Wallis (ßn.) und \Aahrscheinlich auch bei Aarburg U'//. . C. Pulmonaris Esp. {Hh. 98). R. an Pulinonaria officinalis. F. vereinzelt im Aargau 'bei Ollringen) \(Mi Wh. gctrolVcti : dann von TivinnUan ijie.'i. C. Respersa S. V. (///;. 194). K. an Planlago-Arten. 1'". im ,luni und .fuli lokal und da in d(M- lieget seilen. \(»n (\('y IJechbure R.-S.), den .\ai;j;auer Fundslell(>n mit Lenzburt; IV. Nocdiidon. 153 {Wu.]: Souiiillon Coid. ; Breniiiarten ßo//i; Graubüiidcn SU/)-. ,so\(Hi(;imr Ca/!.]. Aus den Alpen mir vom Gadnienlhalp, nanicnllicli dem unteren an Kalkfelsen, doch bis zur Baumgrenze [Rü. . C. Alsines Brahm. Hb. 577). R. an Grasarten, Plantago, Rurnex. Lamiuin u. s. \\ . F. hn Sommer häufiger, in allen Landestlieilen lielroilen. Auch in. den Alpen ; so von ßellalp und der grossen Scheitlegg !•/«., vom Gadmenlhal uml hier auf Rlumen, namentlich Disteln , an sonnigen Hängen bis 6000' RH.); auch aus dem Berge II ißaz. . C. Superstes Tr. (Blanda Hb.) Hh. 162 . R. an Gräsern, l'lantago etc. F. im Juli und Anfang August. A;ii'bnrg und Oflriiigcn , selten (U'^^i; Bechburg (/i.-S.i; Bern [Ja. ; Siselen [Rü. ; Wallis bei (iamsen [Äfideregg); MUhlenlhal bei Schaffhausen [Trapp)] Clhur Ca//.;; Tarasp [Kill.]. C. Ambigua S. V. (Plantaginis Hb.) [Hb. 576 . R. an Löwenzahn, Salat und anderen niederen j'fhinzen. F". im Juni, dann nochmals im August und September. Basel [Knecht u. A.); Aargauer Stellen [Wu.)] Bechburg R.-S. \ St. Blaise-Neuveville [Coul.]; Genf (Museum;; Nyon [Rä.); Bern Bent.]\ Siselen \Rä.)\ St. Gallen [Tä.'\ und Tarasp [Kill.). C. Taraxaci Hb. (Blanda S. V.) (U.S. 380). R. an Plantago. F". von Ende Juni in den August. Weil verbreitet, hi den Cantonen Basel, Sololhurn. Bern, Genf, an den gleichen Orten wie die vorhergehende. Auch von Schü|)fen [Rthb.); Zürich am Katzensee [Hiig.); Glarus [Heer); Chur, und zwar häufiger [Cafl.).^) C. Gluteosa Tr. (Uliginosa Bsd.) [H.-S. 293). Nur aus dem Wallis, wo sie Anderecjg früher erzog [Speyer] . C. Palustris Hb. Hb. 367. H.-S. 292). R. an niederen Pflanzen, z. B. Plantago. Die interessante Noctue wurde bisher, sehen wir ab vom Wallis [Gn.), nur in Graubünden , namentlich im Engadin getroffen. Sie fliegt in den dortigen Hochthälern mit Beginn des Frühlings, d. h. von Ende Mai in den Juni hinein und zwar beim Einbruch der Dämmerung. Stellenweise ist sie häufig. Chur (Ca//.); Bergün(Z.); Samaden, Sils-Maria (//?ia/ecA-, Frey u. A.); Pontresina und Roseggthal (PfaffenzeUer, M.-D.): aus dem Bergell [Baz.]. 1) C. Gilva Donzel dürfte den südöstiicticn Grauliündner Bergen Ivauin felilen, da sie bei Trafoi und auT dein .Slulvin von Wo. nm\ Stgr. als Sejienheit getroffen worden ist. 154 IV. Nncliiiden. Höhengrenze gegen 6000'. Dio Verbreitung nach der Tiefe blieb un- l)ekannl. Etwa 4000' f. C. Arcuosa Haw. (Airae Frr.) [H.-S. 178. 179j. R. an Griisern, wie Aira caespitosa. F. von Ende Juni bis in den August, seilen und sehr lokal. Bei Oftringen und Lenzburg auf feuchten lichten GraspUitzen in Waldern und an Waldrändern [Wu.). Ein Exemplar fand ich vor .Jahren bei Zürich. Acosmetia Steph. A. Caliginosa Hb. [Hb. 474. H.-S. 435). J(i. erbeulete das Thier im Wallis (27. Juni) bei Lenk. Kusiiia Bsd. R. Tenebrosa Hb. {Hb. 158. 503). R. an Geum urbanum, Fragaria, Viola und anderen niederen Pflanzen; auch an Rubus. F. von Ende Juni in den August an manchen Orten , doch kaum häufig. Bern und Berner Oberland {lithb.); Gadmenthal und Siselen [Rä.]: Bech- burg [R.-S.]: St. Blaise-Neuveville [CouL); Genf (Museum); Aargauer Fund- stellen mit Zofingen, ebenso Hergiswyl am Fusse des Pilatus [Wu.); Brem- garten [Boll): Zürich und Balgrist [Hug., Zell .-Dold.) ; St. Gallen [Tä.): Chur [Cafl.]; Bergün [Z.]. Amphipyra 0. A. Tragopogonis L. [Hb. 40). R. polyphag, an niederen Pflanzen, auch an Esparsette. F. im August und September weit verbreitet und auch an manchen Orten seltener. Von Basel bis Genf, am Jura, wie bei der Bechburg [R.-S.) und von Tramelan [Ge.). Auch aus dem Alpengebiete; so Gadmenthal [Rä.)\ Simplon [Ja.); Churwalden [Huy.); St. Moritz [Mgb.)\ Sils-Maria [Hnateck). Das Thier mag gegen 6000' erreichen. A. Tetra Fab. [Hb. 39 1. R. an Stellaria, Hieracium. F. bisher nur ganz vereinzelt einmal zufällig in unserem Faunengebiele getrotten. So im Aargau bei Oftringen [Wu.) und vom Gurnigel [Ringiev). A. Pyramidea L. [Hb. 36). R. an Prunus- und Pyrus-Arten. daneben noch von Weissdorn, Pappeln und Liguster. F. vom Juli bis in den Herbst überall im Tief- und Ilügellande, kaum wohl in dein Gebirge aufsteigend. IV. Noctiiiden. 155 A. Perflua Fab. Jlh. 35). R. pulyphac;. ;m jungen Aprelhäiimen . Schlehen, Ligusler, an Loni- cent xylosteum. F. mit der Erscliehiunuszeit des vorigen, doch selten. Bern 'Beut./, Burgdorf [M.-D.)\ Schlipfen [Rthb.]; Beehlxirg (R.-S.); Oftringen ^Engclherg'i und Lenzburg [W\i.]\ Aarau {Gerber); Zürich und Balgrist [Frei/, Zell.-Dold.'; im Thurgau von Braunau iß.-S.); Dusnang und Degersheim [ Engster] ; von Ragaz-Pfafers [Kaiser]; von Chur und dem Rhein- thal [Amstein u. s. w.). Unsere Art erreicht, aber seltener geworden, noch das Gadmenthal (fio.) . Die Höhenverbreitung also keine erheblichere. A. Cinnamomea Göze [Hb. 37). R. an Ulmen, Pappeln; auch Evonymus und Loniceren erwähnt. F. nur als lokale Seltenheit. Von Bremgarten [Boll)\ Genf (früher von dort häufiger nach Bent.). Taeniocampa Gn. T. Gothiea L. [Hb. 112). R. poiyphag, an Taraxacum, Galium, Genista, Linden, Schlehen u.s.\v. F. im Frühling im Flach- und Hügellande überall und häufig. Von Genf (Museum) bis Tarasp [Kill.]. Noch im Gadmenthale [Rä.]. T. Miniosa S. V. [Hb. 174). R. an Eichen. F. im Frühling wie die vorige Art und da, wo Eichen vorkommen, über- all, doch seltener. T. Cruda S. V. (Pulverulenta Fab.) ([?] Hb. 173). R. an Eichen. F. gleich T. Miniosa, häufig. T. Populeü Fab. [H.-S. 109). R. an Pappeln, namentlich Populus tremula. F. im Frühling vom Tieflande bis zu den Höhen des Jura, doch lokal und seltener. Bisher getroffen bei Bern [Bent.]., Lignieres [Coul.], Schupfen [Rlhb.]. Ferner von den durch Wu. so gründlich durchsuchten Aargauer Stellen ; von Schaffhausen [Trapp); von Balgrisl bei Zürich [Zell.-Dold.]; von C\\\\Y[Kill.] . T. Stabilis S. V. :?] Hb. 171). R. an Eichen, Buchen, Linden. Pappeln u. s. w . I 50 I^ ■ Noctiiitlon. F. im FrüliliiiLi durch den ganzen tieferen Tlieil des Faunengel)ieles mehr oder weniger häufig. Im Gadmenlhale noch luiidig 7{ä/. T. Gracilis S. V. Hb. 168). R. zwischen versponnenen Rubus-Blältern. dann an Spirviea uhiiai-ia und anderen Pflanzen. F. in ahnlicher Zeil und gleichem Terrain wie der \oi-ige, also ebenfalls in weitester Yerl)reitiing, aJ^er seltener. Wie es scheint nur im Tieflande. T. Instabilis S. V. (Incerta Hufn.) Hh. 165. R. polyphag, in der Westschweiz bisweilen den Obstbäumen schädlich. F. gemein im Frtdijahr an den meisten Orten. In grosster Ausdehnung durch das Tiefland; doch auch im Schächen- und (Jadmenthal , am Briinig, so\Nie vom Rigi und Pilatus {}\u.). T. OpimaHb. Hb. 424. 676. 677;. Fi. an Eichen. F. gleichzeitig, aber seltener und lokal. Schupfen ilUhb.); im Aargau an den westlichen Abhängen des Engel- bergs, der Wartl)urg , im Wiggerthal und von Lenzburg [Wu.) . Von Zürich und Balgrist [Frey^ Zell.-Dold.). T. Munda S. V. [Hb. 166' und Var. Immaculata Stgr. R. polyphag. an Obstbäumen, Eichen, Buchen, Pappeln, Linden. F. im Frühling überall, meistens häufiger, nur in tiefer gelegenem Terrain (wie denn Z. bei seinen gründlichen Studien in der Höhe von Bergün niemals eine Taeniocampa fand, um von eigenen Erfahrungen zu schweigen) . Die fleckenlose Var. Immaculata von Lenzburg und der Wartburg (U^w.), von Bern [Bent ) und ziemlich häufig von Chur [Ca/l.]. Panolis Hb. P. Piniperda Panzer ([?] Hb. 476), R. an Pinus sylvestris. F. im ersten Frühling nach der Cultur des Nahrungsbaumes bald häufi- ger, bald seltener, bald gänzlich fehlend. Rem, häufig [Bent.]] Rurgdorf [M.-D.]] Bechburg (fi.-S.); im Aargau nirgends eine Seltenheit [Wu.) ; im Walliser Vispthal, meistens mit sehr blassen Stücken [M.-D.]; Zürich und Balgrist selten [Frcijj Zell.-Dold.); eben- so von St. Gallen [Tä.]: von Graubünden [Mengold), so bei Chur [Ca/l.]. Höhenverbreitung nur gering, aber noch näher zu bestinnnen. Paclmobia Gn. P. Leueographa S. V. [Hb. 411. 572). R. an niederen Pflanzen, wie Plantago , Stellaria, Taraxacum , auch an Heidelbeeren. IV. Nncüiidcn. 157 F. im ersten Friihlinii, luässi^ \ei'l)r<'itel und seilen. Bern [heul.]: Siselen [Rü.] Aargauer Fundstelli^n W'ii. und Hreni- garten [Boll)\ Zürieli l»ei Balgrisl [Zell .-Dold., Ftri/): aucli nocli im ()l)ei"en Engadin [Bi.]. P. Rubrieosa S. V. (///>. 430 . K. an niederen Fllanzen, wie Riirnex, Taraxaeum, Lactnca. F. im Frülding lokal und keineswegs häuHg. Basel [Kintchl \ Bechburg (/i.-N.); Bern iBent.); Meiringen [Gerber) und Berner Alpen 'Rthl).\: Cliasseral [Colli.]; Aargauer FundpUitze [Wu.]; Brenigarten [Boll); Zürich und Balgrist [Frei/. Zell.-Duhl.-. St. Gallen ^Tü..\ Ober-Kngadin IHnatevk. Beut.;. Mesogona Bsd, M. Oxalina Hb. [IIb. 219). B. an FJiissufern von Ei'len. namentlich Alnus incana, und Fappeln. F. im Hoclisomnier, \om August an l)is in den Anfang Oclol^er iiinein, doch nur an wenigen Stellen beobachtet. Basel [Knecht, Leonhart); Brenigarten [Boll, Freij); Oftringen und Lenz- burg 'Wu.); Bern [Bent.]: Genf (Museum); Chui- Kill.]; Sils [Hnatecl;] und Tarasp [Kill.]. Am vorletzten Orte allein in einei- Höhe von zwischen o- and (iOOO' get rollen. M. Acetosellae S. V. [Hb. 220. 881. 882). R. an Eichen. Bisher nur beobachtet im August und September auf der Bechl>urg [R.-S.], den Aargauer Fundstellen [Wu.); dann noch von Genf (Museum). Elevation also gering. Das Thier fehlt dem ganzen östlichen Theile, mit Ausnahme St. Gallens, wo Tä. im Hagenbuchwalde ein Exemplar erbeutet hat. Hiptelia Gn, H. Ochreago Hb. (Rubeeula Tr.) [H.-S. 437. 438). Aus den ßerner Alpen \Rthb. , dem Gadmen- und dem Meienthal selten [Wu.i. Dicycla Gn. D. Oo L. [Hb. 867). B. an Eichen. F. bei uns nur lokal und selten. Lenzburg [Wu.]; Biel (Hauptmann Betitelt); Burgdorf [M.-D.].; St. Blalse-Neuveville [Coul.]; Schupfen iRthb.); aus dem Oberhasli [M.-D. r. St. fiallen Tä.: und nach älteren Verzeichnissen auch aus Graubünden. 158 IV. Noolniden. Calymiiia Hb. C. Pyralina S. V. [Wi. W.\ . \\. zwisc'lieii vcrsponntMU'n BlüKcrn von Kichon, Ulinon. Birken, Weiden, P.ippeln, Apl'el- und Birnbiiinnen. F. im Sommer vom .luii an. weil verl)reitel, an manchen Orlen sparsam, anderwärts liäidieer. Aus den Canlonen Basel, Aai'iiau , Bei-n . Zürich, S(. Gallen und Grau- hiiiulen. Bei Ghui' häufig (Ca//.'; auch aus (i(Mn Domleschc; [kill.]. Uöhengrenze wohl unbedeutend. C. DifflnisL. {Ilh. 202). W. an l Imen. F. selten und nur von sehr wenigen ürlen bekannt. Bern [BenL mui Hü.): I.enzl)urg [Wit.,; Sl. (iailen (7(7. ; Zilricli Dirf- n'cli); (ienf Museum). C. Afflnis L. [Hh. 201 i. W. an Fliehen und Ihnen. ^ F. selten und selir vereinzelt. Basel iLeonlian, (it'i'her ; Bern Beut. : Ol'tringen , Lenzburg und Baden U'//.) ; (ienf iMuseuni; ; Chur in einem Stück (Ca/L). C. Trapezina L. [Hb. 200). R. an Laubhölzern, namentlich Eichen. F. im Juli und August. Gemein im ganzen Tief- und HUgellande. auch im Bergell gefuntlen [Baz.]. Dem Alpenlande fehlend. Cosniia 0. C. Paleacea Esp. (Fulvago S. V.) (Hb. 198. \[VS . R. zwischen den Blättern der Birke und Zitterpappel. F. im Juli und August, lokal und selten. Im Aargau von der Wartburg, dem Born und Oftringen (TV'/r); von dei- Bechburg iß.-S.]; Bern [Bent.]: Siselen (/{ä.j: Genf (Museum : Zürich [Frey); St. Gallen {TiL); Bergell [Baz.]. Dyschorista Led. D. Suspecta Hb. [IIb. 633). Bern zu Anfang August von Ja. gefunden. D. Ypsilon S. V. (Pissipuncta Haw.) [Hb. 136). R an Pappeln. F. nach dem Norkommen dieser Bäume im Tieflaiide bald häufiger, bald spärlicher oder (wie z. B. bei Zürich) zur Seltenheil geworden. Er fliegt im UochsouHuer und schein! nicht im Gebirge aufzusteigen. IV. No.-luid.Mi. ir,«» Plastenis Bsd. P. Retusa L. Hh. 214 . R. an Weidon. zwischen den versj3onnenen liliittein. V. überall, wohl im Tiel- und llüircllande \ nn (ieiil' l»is Tarasp KiU. . Kluiizeil der" .luli. P. Subtusa S. V. Hb. 213 . K. an Pappeln nnd Espen. F. mehr lokal im Juli. Basel (Knechl): Heehlnirii [H.-S.]:. Bern {Beul., Ja. ; Siselen {tiä. ; Schilpten [Rthb.]; St. Blaise-iNeuveville [Coitl. : Tranielan ((iV\ ; Aargauer Fundstellen [Wu.); Bremgarlen [Boli\ Lausanne iPaiir/KiKd ih' Bottens : Genf (Museum); Schaffhausen [Trapp]. ("iiToedia On. C. Ambusta S. V. [IIb. 215 . R. an wiUlen Apfelbäumen. F. im August im Wallis [Gn.) und von N\on Hü. . C. Xerampelina Hb. [Hb. 421) und Var. Unicolor Gn. Zu Ende August und Anfang Septeinl)er von der Bechl>ui"g (fi.-S.); von Bern an Ulmen ßä. . Var. Unicolor (mit fast einfarbigen Vorderflügeln) ebenfalls von Bern, öfter Rä.). Cleoceris Bsd. C. SalieetiBkh. (Viminalis Fab.) [Hb. 50;. R. zwischen zusammengesponnenen Blättern schmalblättriger Weiden- arien. F. im Juli und August im lieferen Gebiete weit verbreitet und auch in dem Jura wie den Alpen von Bern (so im Gadmenthale bis 4000' und mehr [Rä.]) und Graubünden (hier bis Tarasp [ä7//.]). Exemplare von Sils und Ponlresina sind ungewöhnlich dunkel [Frey]. Rä. al)er fand sie im Gadmen- thale grösser, l)ald heller, bald dunkler. Die Höhengrenze 5500', Orthosia 0. O. Lota Cl. [Hb. 167). R. an Weiden, Pappeln, Erlen, auch an Heidelbeeren. F. im September und October. Basel [R.-S.); häufiger in den Thälern und auf den Bergen des Jura {Wu.]\ Bechburg [R.-S.]] von Bern und St. Blaise-Neuveville [Coul.) gemein; von Burgdorf [M.-D.)\ Siselen und Gadmen (ßä.); Genf (Museum); Zürich und Umgebungen [Frey^ ZelL-Dold.); Schaffhausen [Trapp); St. Gallen (rä.); Chur, im dortigen Rheinthal [Caß.]. Höhenverbreitun" nicht beträchtlich. lOO TV. Xooliiideii. O. Maeilenta Hb. [Hb. 418 . H. ;iii BiiclK'n. I'. im Aiirgau fnsl illier.ill, wo Buchen wachsen, an Wakh'ändern nnti in lichten Geholzen, in einzelnen Jahi-en [laidiger, namentlich um Lenzl)m-i; [Wu.]] Heclibniij; [R.-S.]-^ Bern, zuweilen häufiger \Bent.)\ von Siselen und dem (iadmentliale Kä.i; St. Blaise-Neuveville [CouL): Tranielan [Ge.]. O. Ferruginea S. V. (Circellaris Hufn.) [Hb. 181). K. auf Ulmen, aljer auch niederen Pflanzen , in (\e\- .liii-'end in den KHtz- chen der Wollweiden und Espen. F. sehr weit verbreitet, eine häutigere Arl. Aus alleu Cantonen. Auch von iWn Berner Alpen (Hthb.' . O. Ruflna L. (Helvola L.) [Hb. 184). B. an Eichen. K. im Sej)tend)er und October, weit ver]>reitet , an manchen üi-ten durchaus nicht selten. Wohl überall im Tiel'lande von Basel bis Genf und Chur. Auch vom Jura, deui Gadmenthale ißä.) und Tarasp [KiH.]. O. Pistacina S. V. (Lychnidis Fab.) Hb. 131), Var. Canaria Esp., Var. Serina Esp, und Var. Rubetra Esp. [Hb. 707. 708 . B. pohphag, an Schlehen, IMlaunien. Kii'schbäumen , Alsine, (^entaurea jacea, Scabiosen l1. s. w. F. ungemein al)ändernd , vom September an in den Spälherbsl hinein und an einzelnen Stellen häuliger. Basel [k'nedit ; Aargauei' Fundplälze , häulig bei LcMizburg [Wii. ; \(»n Bremgarten (lidll,; Bechburg H.-S.]: Bern [Bent.]] Burgdorf (.17.-0.); Schu- pfen und Langnau [JUhb.); Siselen :/{'.); Zürich, selten [Freij] und Balgrisl {Zell.-DokL); St. Gallen einmal ^7«.); Chur und Bergell Cafl., Baz. . Var. Ganaria (dunkler, fast schwärzlich) fand sich bei Basel, der B»H'h- burg; Bern und Lenzburg. Var. Serina (mit den hellsten, fast einfarbigen Vordei-llügeln, \on den- selben Üi'ten. Var. Rubreta (mit rothbraunen , fast gleichfarbigen Vordeiflügeln \ on Basel und der Bechburg, sowie von Chur [Cafl.]. O. Nitida S. V. (7/6. 180). R. an Planlago, Veronica oflicinalis und chamacdrys. F\ im August und Se[)lendjer, ziendich selten. Lenzburg {Wu.]\ Bern und Siselen 'Beut.. Ii(i.]; Einmi'iithal Hllib. \ Gurnigel {Ringier]; St. Blaise-Neuveville (Co;//.); Genf (Museum) . O. Humilis S. V. (776. 170). Von Biirgdoi'f Anfang OcIoIxm- von M.-l). gefang(Mi : Sl. Blaise-Xeu\ cn ille (Coui.,. IV. Noctuiden. 161 O. Laevis Hb. [Hb. 163). Von Bern selten [Rä.]; St. Blaise-Neuveville [CoiiL). O. LituraL. [Hb. 127). R. an Weiden, HeidellDeeren und anderen Pflanzen. F. vom September bis in den spätesten Herbst nicht häufie. Basel (7//); Bechburg [R.-S.); Aargauer Stellen und Bremgarlen [Wii., BoIIk Bern {Ben(.); Schupfen und Einmenthal [Rl/ib.]; Burgdorf [31. -D.]; Neuveville [Coul.); Siselen und Gadnienlhal (ßä.); Genf {Bent.]-^ SchatTluuisen [Trapp]] St. Gallen, ein Stück (Tä.); Chur(Cf///.): Ober-Engadin (ZeU.-Dold.). Xauthia Tr. X. Citrago L. [Hb. 188). B. zwischen versponnenen Lindenblättern. F. von Ende August bis in den October. Im Aargau und dem Canton Solothurn sehr verbreitet, ohne häufig zu sein [Wu.)\ Bechburg [R.-S.)\ Bremgarten [BoU)\ Bern [Bent.); St. Blaise- Neuveville [CouL); Tramelan [Ge.]] Burgdorf und Gadmenthal [M.-D.]; auch sonst in der Berner subalpinen Zone; Genf (Museum); Schatrhausen Trapp); St. Gallen [Tu.]; GraubUnden [Kill.). Nirgends aber häufig. X. Aurago S. V. [Hb. 197) und Var. Fucata Esp. [Aurago Hb. 196). R. an Eichen. F. im August und September, doch meistens seltener. Bern und Schli- pfen, öfter [Bent. und Rthb.); Burgdorf [M.-D.]: St. Bhn'se [CokL): Siselen (fiä.); Aargauer Fundstellen [Wtc.) ; Bechburg, öfter [R.-S.); Bremgarten, häufiger [BolV;; Zürich, selten {Frcy^^: ebenso Schafi'hausen [Trapp): von Sl. Gallen [Tä.) . Var. Fucata (gleichmässiger, mit hellerer, orangefarbener Mittelbinde) fanden Wu. (bisweilen unter der Stammform in den Wäldern) bei Lenzburg, Rä. bei Bern und R.-S. auf der Bechburg. X. Flavago Fab. (Togata Esp., Silago Hb.) [Hb. 191). R. anfänglich in Weidenkätzchen , dann an verschiedenen niederen Pflanzen, wie Leontodon und Hieracien. F. von Ende August bis in den tiefsten Spätherbst, verbreitet und häufiger. Basel [Sulger); Bechburg [R.-S.); Bern [Beut.]; Burgdorf (.1/.-/).); Schu- pfen [Rthb.); Siselen und Gadmen [Rü.); Tramelan [(k'.); Genf (Museum); Aargauer Fundstellen [Wu..) und Bremgarten [Boll); Zürich [Zell.-DoUL); Schaffhausen [Trapp); Ragaz [Ringier ■. Chur [Cafl.]. Im Gadmenthale traf Rü. das Thier l>is 5500'. X. Fulvago L. (Cerago S. V.) [Hb. 190. 444) und Var. Flavescens Esp. [Hb. 445). R. anfaivgs an den Kätzchen von Salix caprea und Populus tremula, dann an niederen Pflanzen, namentlich Taraxacum und Hieracien, Frey. Lepidopteren. ^\ 162 IV. Noctuiden. F. im Ilerhsle, verl^reitet und bis zur sul>alpineii Erhebung gelangend. So im ganzen ebeneren Faunengebiete, ebenso vom Jura. Aus dem Dom- leschg (etwa 2000'], von Tarasp [Kill.) und dem Gadmenthale [Rä.). Var. Flavescens liier und da unter den typischen Exemplaren, aber viel sparsamer; so von Oftringen und Lenzburg [Wii.], sowie der Beehburg [H.-S.) und von Bern [Ja.). Heller, zeiehnungsloser. X. Gilvago S. V. [Hb. 443) und Var. Palleago Hb. [Hb. 442). R. an Ulmen und in Kätzchen der Espen. F. im Spätsommer und Herbste, mitunter nicht selten, doch nur lokal. Basel [Knecht, Sulger); Beehburg (R.-S); Bern [Bent.]; Siselen [Rä.]: von St. Blaise [Coid.]] Genf (Museum); Oftringen selten, Lenzburg häufiger [Wh.]] von Schaffhausen [Trapp). Var. Palleago (mit fast einfarbig gelben Vorderflügeln) von Bern [Jü.). X. Oeellaris Bkh. und Var. Lineago Gn. [Hb. 1 93) . An Pappeln im September und October bei Lenzburg selten [Wu.]; dann gleichfalls selten von Bern [Beut.]; von Chur [CafJ.). Ob von der vorigen Art wirklich verschieden, steht anhin. Var. Lineago (graulich,, gelb gestreift) von Basel [R.-S. und Andere). Hoporiua Bsd. H. Croceago S. V. [Hb. 189). R. an Eichen. F. im Herbste. Bern, nicht hüui\a,[ßent.); von Schupfen (ß^//?>.;; Siselen (fiü.); hier und da bei Neuveville und St. Blaise [Conl.]\ Genf (Museum); im Aargau mit der Eiche weit verbreitet bis auf die Höhen des Jura, doch nirgends häufig [Wu.); Beehburg [R.-S.)\ Bremgarten [Boll): von Zürich, recht selten [Frey); Schafl'hausen , nicht selten [Trapp); St. Gallen, selten [Tu.); Graubünden [Mengold xmd Cafl.). Orrhodia Hb. O. Serotina O. (Fragariae Esp.) [IIb. 104). R. an niederen Pflanzen. Von Basel [Leonhart); hc\ Lenzburg vom Beginn des October an und noch tief in den Winter, ja selbst bis Mitte März hinein [Wu.). O. Erythrocephala S. V. [IIb. 176) und Var. Glabra S. V. [IIb. 438). R. polyphag , an Galium moflugo, Taraxacum , Plantago u. s. w., aber auch an Eichen. F. im Herbste, Basel [Knecht); weit veri)reitet im Aargauer Jura (selbst zu höheren Stellen) und im Tieflande [Wu.); Bern [Bent.); Genf (Museum). L'eberall, wohl aber als seltenere Art. IV. Noctuiden. 163 Viir. Glabni (dunkler, der Costalnmd, die l^eiden Makeln und die Aussen- randbinde hellgrau) an den genannten Äargauer Lokalitäten (l^/^); von der Heehburg (/{.-S.); Landeron (Com/.); Bern [Bent.); Siselen [Ra.]. Wu. fand, dass die mit Eichenblättern genährten Raupen dunkler ge- t'.irble, zu Glabra iibei-gehende Schnietlerlinge lieferten. O. Veronicae Hb. (Dolosa Hb.) Hb. 541. 632 . Von St. Maurice im Unlerwallis und von Zürich \Hug.). O. Silene S. V. (Vau punetatum Esp.) W). 175, und Var. Immacu- lata Stgr. R. an niederen Pflanzen, aber auch an Schlehen. F. im Herbste, wie es scheint, mit sehr ungleicher Enlwicklung.szeit bis in den Winter hinein [Wu.]. Bern [Jä.)\ St. Blaise-Neuveville [Coul.); Genf (Museum); Äargauer Fundstellen [Wu.]; Balgrist bei Zürich [Zell.-Dold.]] Schaffhausen {Tr(ipp); St. Gallen (Tä.); Degersheim [Müller]] Chur, häufiger [Cafl.]. Var. Immaculata (ohne Vorderflügel-Flecke) (vielleicht zur vorigen 7\i'l zählend) in einem Stück von Bern \Bcnt.]. Silene geht bis Gadmen [Bä.)A] O. Vaccinii L. [Frr. 46. 2), Var. Spadieea S. V. [IIb. 179 und Var. Mixta Stgr. [Hb. 177). R. polyphag ; Pappeln, Heidel-, Brom- und Himbeeren, Thjmus. F. häufiger im Spätherbste und im Winter bei wärmerem Wetler. Als Stammform l)etrachtet ^^tyr. die fast gleichmässig kujjferbraunen Exemplare. Aus allen tieferen Lokalitäten , auch am Jura und bis Gadmen aufstei- gend [Rä.). Var. Spadieea (mit mehr oder weniger schwärzlich gebänderten Vorder- flügeln) von Lenzburg [Wu.], derBechburg [R.-S.], von Bern [Beut.), Siselen [Rä.] und Genf (Museum) . Var. Mixta (mit heller gebänderten Vorderflügeln [in Hb.'s Fig. 177 kaum ersichtlich]) von Lenzburg, seltener (M<.), dann von derBechburg [R.-S.] und von Bern [Bent.], sowie von Siselen [Rä.]. O. Ligula Esp., Var. Polita Hb. (Brigensis Bsd.) [Hb. 178. H.-S. 459) und Var. Subspadicea Stgr. (Spadieea Haworth [Haw.]). Die Artrechte scheinen mir auf schwächsten Füssen zu stehen. Als Stammart nimmt Stgr. die auf den Vorderflügeln schwärzliche, nach auswärts weisslich gebänderte Form an. R. in mit der vorhergehenden verwandter Lebensweise. F. von Lenzburg vom September an. nicht häufig [Wu.]; von Bern und Siselen [Beut., Rä.]. •1) Keine Art des Genus Orrhodia gewinnt nacli Z. melir die Hüiie \un Bergiin. ii* 164 IV. Noctuiden. Var. Polita (Voi'derflUgel schwärzlich , mehr oder weniger grau mar- morirt) bei Oftringen und Lenzburg [Wu. und Ringiei') , doch seltener; Bech- burg [R.-S.); Wallis [Gn.). Var. Subspadicea (rothbraun, häufig weisslich gegittert) von Siselen [Rä.]. O. Rubiginea S. V. [Hb. 183). R. an Weidenkätzchen, dann niederen Pflanzen. F. von Ende August, den Herbst hindurch in den Frühling , in weiter Verbreitung, doch keineswegs an allen Orten und sonst vielfach als selten erwähnt. Bern [Bent.]; Burgdorf [M.-D.]; Siselen, selten (Rä.): St. Blaise [Coul.]; Bechburg [R.-S.]:, an den Aargauer Fundstellen, auf den Bergen häufiger als in den Thälern , ebenso am Pilatus [Wu.); Zürich und Umgebungen [Frey, ZeU.-Dold. u. A.); St. Gallen [Tä.]; Ghur (Cr///.). Scopelosema Curtis. S. Satellitia L. [IIb. 182). R. polyphag. Sie soll nach Wu. neben anderen Raupen auch Blattläuse fressen. F. vom August zum Herbste und noch überwintert im Frühling, weil verbreitet, stellenweise häufiger, mitunter fast gemein. Aus der ganzen ebeneren Schweiz, von Basel bis Genf und ostwärts l)is Ghur. Auch noch im Gadmenthale [Rä.). Scoliopteryx Germar. S. Libatrix L. [Hb. 436). R. an Weiden und Pappeln. F. im .luni und Anfang .luli , dann im August und September, überall und häufig. Man hat ihn noch am Wildkirchli (4614') [Tu.), zu Sils im Obei-- Engadin getroffen [Hnateck], ja im Stelvio-Gebiefnoch auf der Franzenshölie [Wo.), also in fast 7000' Elevalion. Xylina 0. X, Semibrunnen Haw. (Oeulata Germar.) [H.-S. 460) . F. vom September an mit Ueberwinlerung, lokal und seilen. Basel [Knecht, Siilger); Bechburg [R.-S.); Aargauer Fundstellen (ir*/.); Siselen (Rä.); Genf (Museum); Ghur [Ca/1.). X, Petrificata S. V. (Socia Hufn.) [Hb. 239). R. an Eichen, Obstbäumen, Linden, Ulmen. F. gleich dem vorigen, in weiter Verbreitung durch die ganze tiefere Region des Faunengebietes und auch noch bei Gadnien \on Rä. beobachtet. IV. Noctiiiden. 1 (j5 X. Confonnis S. V. (Furcifera Hufn.) {Hb. HS,. R. nanienllicli an Alnus incaiia und glutinosa. F. mit der Ersc'lieinungszeit des vorigen wiederum in iilmlicher Verbrei- tung, el)enso aus dem Gadmenthale [Rä.]. Er dürfte aber höher im Geliirge aufsteigen, indem ihn Hug. noch aus dem Engadin erwähnt. Manche Ver- zeichnisse bezeichnen ihn als selten. X. Ingrica H.-S. [H.-S. 507. 573). F. im Hochsommer. Er findet sich seilen auf dem Jura, ebenfalls selten und nur an wenigen Stellen des Alpengebietes nach bisherigen Erfahrungen. Aus dem tieferen ebeneren Terrain nur von Bern •Bent.^ Ja.), sowie von Chur, öfter [CafL). Von den Berner Alpen [Rthb.]; so aus dem Gadmen- thale, öfter (iRä.); Engelberg bei Oftringen (Wu.) und aus dem Ober-Engadin [Zell. -Bold. ). X. Lambda Fab., Var. Zinckenii Tr. [ll.-S. 135). Wir kennen nur in beschränktem, ganz seltenem, Vorkommen in unserem Faunengebiete die Var. Zinckenii , welche Wu. bei Oflringen an) F"usse des dortigen Engelbergs auf nasser VValdwiese getroflen hat. X. Rhizolitha Fab. (Ornithopus Hufn.) [Hb. 242). R. an Eichen, Schlehen. F. im August, September und später. Im Flach- uml Hügellande wohl überall, bald häufiger, bald vereinzelter, von Genf bis Graubünden. X. Lapidea Hb. [Hb. 382), Var. Sabinae Hb. [Hb. 76ü. 767). R. an .luniperus sabina im Wallis. F. von Gamsen und dessen Umgebungen durch die Familie Aiulereg;/ gefunden und vielfach verbreitet. X. Merckii Rmb. (Ripagina Hb.) [Hb. 840). Nach Hug. im Wallis. Jede weitere Angabe über diese südliche Art fehlt. Calocaiiipa Steph. C. Vetusta Hb. (Hb. 459). R. an niederen Pflanzen, namentlich nasser Stellen; doch auch an Populus. F. im Spälsonnner und Herbste (auch überwinternd), im Allgemeinen selten, tloch verbreitet. Basel [Knecht): Bochburg (R.-8.); Bern und Bernei- Oberland [BenL:, Gadmon (/Ja.); Schupfen [Rlhb.]; Burgdorf [M.-D.]; Lan- deron und St. .Jean [Coul.]] Tramelan [Ge.); Genf (Museum); Aargauer Fund- plälze [Wu.]; Bremgarten [Boll]; bei Zürich im Balgrisl [Zetl.-Dold.]; St, Gallen [Tä.); Graubünden [Mengoki), so von Chur [Cajl.). 166 IV. Noctiiiden. Also iu \v{?ilostcr Vei'l)r(Mlung, wenn auch seilen und wohl nur in die untere Alpenregion des Canlons Bern aufsteigend. C. ExoletaL. [Hb. 244). R. der verwandten Art an zahlreichen nieileren Pflanzen, wie Pisuin, Taraxaeuni, Lactuca, Lamiuni, Liliuni martagon u. s. w. V. mit der gleichen Erscheinungszeit. Basel [Sulger, Panchaud de Bottens); Aargauer Stollen und Breingarten iWu., Boll); Bern [Beut.]] Schupfen [Rtfib.); Neuveville und Lignieres (Co«/.); Tranielan [Ge.); Gadmcnthal (Rä.); aus dem Wallis [Bent.]; Zürich {Frey, ZeU.-Dold.)] von Schaft'hausen [Trapp] \ St. Gallen (7a.) und von Sargans [Meli]] für Graubünden aus dem Rheinthale, von Flims und dem Bergeli {Caß., Baz.). Bei Bergün im Juli und August die R. mehrmals gefunden (Z., Frey). Ueberall selten. Höhenverbreitung beträchtlich übei- 4000'. C. Solidaginis Hb. [IIb. 256). R. auf Vaccinium niyrtillus. F. im September als seltenes Vorkonunniss im Jura und den Alpen, doch sehr lokal. Gysulalluh und Reichen [Wii.); Berner Alpen, so im Gadmen- thale [Rä.) und aus dem Oberhasli [Rthb. und M.-D.); vom Pilatus in mehr als 4000' [Wu.]. Xylomiges Gn. X. Conspicillaris L. [IIb. 237) und Var. Melaleuca Vieweg [Hb. 236). R. an niederen Pflanzen. F. lokal und selten. Bechburg [R.-S.); Aargauer Fundstellen (IVm.); Bremgarten [Boll); Tranielan [Ge.]; Genf (Museum); Sierre [Hug.)\ St. Gallen (rö.); Chur (Co//.). Var. Melaleuca (Thorax weisslich, Vorderflügel schwärzlich, am llinler- rande weisslich) findet sich hier und da unter der Stammform [Wu.)\ von der Bechburg [R.-S.], dem Jolimont [Coul.) und der Churer Gegend [Cafl.]. Scotochostra Led. S. PuUa S. V. [IIb. 238. 692. 693 . Soll nach Hay. im Wallis vorkonunen. Asteroscopus Bsd. A. Cassinea S. V. (Sphinx Hufn.) [IIb. 5. 6). R. an Eichen, IJnden, Buchen, Wollweiden. F. im Spätherbst, wohl überall in der F^hene und f»is zu d(>n Höhen des Aaigauer Jura, lieber das Alponland fehlt jede Angabe. IV. Noctuiden. |67 A. Nubeculosa Esp. [Hb. 3. 4). R. an Ulmen und Birken. F. im ersten Frühlinti; ; bei uns eine Seltenheit, einmal von mir hei Zui'ich gefunden. Aus Graubiinden nach 3Ietu/old. Dasypolia Ou. D. Templi Thunberg [Hb. 373). R. in den Wurzeln von Heracleum spondylium. Aus dem Wallis. Alles Nähere fehlt. Xylocaiiipa On. X. Lithorhiza Tr. (Areola Esp.) [Hb. 398). R. an Lonicera xylosteum. F. im ersten Frühling, Miirz und April, selten und nur an wenigen Orten bisher getrof!en. Im Aargau von Oftringen, der Wartburg und dem F^ngel- berg [Wu.]: von St. Blaise-Neuveville {CouL); Tramelan [Ge.]; Genf (Museum). Bei Zürich fand ihn Niemand. Lithocampa (xii. L. Ramosa Esp. [Hb. 247). R. in schattigem Walde an Loniceren. F. im Mai und Anfang ,Iuni. Bern, seilen [BenL.)\ Enmienthal , sehr selten [Rt/ib.]] Gadmen {Rä.); St. Blaise-Neuveville {CouL); Bechlmrg [R.-S.): Oftriugen und Pilatus {Wu.); Balgrist bei Zürich [Zell.-Dold.]. Während er an den letztgenannten Orten ebenfalls sehr sparsam erscheint, ist er relativ häufig bei Chur {Caß.) . Dann noch von Bergün (Z.), Tarasp (A7//.) und Sils im 0})er-Engadin [Freij). Die Höhengrenze zwischen 5- und 6000'. Calophasia Stepli. C. Platyptera Esp. {Hb. 254) . R. an Linarien. F. nur bei Genf im Juli und August {Frei/) und Nyon {Rü.j eben noch unser Faunengebiet erreichend. C. Linariae S. V. (Lunula Hufn.) [Hb. 252). R. an Linaria vulgaris und alpina. F. in doppelter Generation in weitester Verbreitung itn Tieflande; vom Jura, wie dem Weissenslein (./«.), dem Chasseral {Coid.\ und Genf (Museum). Von Chur (CV;//.) und Tarasp {lülL). Höheren Alpengegenden wohl fehlend. Cuciillia Schrank. C. Verbasci L. {Hb. 266). R. an Verbascum, und nach dessen Vorkommen bald häufiger, bald seltener. 168 IV. Noctuiden. F. im Mai und Juni weit verbreitet, im Flacli- und Hüi^eliande unseres Faunengebietes überall getroffen. Auch noch im Gadmenthale [Rä.). C. Scrophulariae S. V. (Hb. 267). R. an Scrophularia aquatica und nodosa. F. mit der Erscheinungszeit der vorigen Art. Er kommt wohl überall vor, bald häufiger, bald seltener. In den Alpen (nach Baz. auch im Bergell) noch in der Höhe von Bergün. Die Raupen hier an letzter Pflanzenart [Z., Frey). Ich erzog aus ihnen in Zürich zwei ganz dunkle, der C. Verbasci sehr ähnliche Stücke. C. Lyehnitidis Ramb. [H.-S. 204). R. an Verbascum-Arten. Von Gadmeu und Ferenbalm [Rä.]\ von Chur [Cajh). C. Thapsiphaga Tr. (•?//6. 816). R. an Verbascum. Von Basel [R.-S.]. C. Asteris S. V. [Hb. 260. 506). R. an Solidago virgaurea , an Astern, zuweilen auch an Gnaphalium uliginosum und sylvaticum. F. wohl im ganzen Flach- und Hügel lande, an manchen Orten jedoch selten. Man hat ihn in niederen Alpengegendon noch getroffen, so bei Gad- men [Rä.]. Höhengrenze wohl unter 4000'. C. Umbratica L. [Hb. 263). R. an Peucedanum, Sonchus, Canipanida, Cichorium (theilweise sicher). F. vom Mai bis October, nirgends selten im Flach- und HUgellande, ebenso vom Jura. Er dringt gleichfalls in die niedere Alpenzone ein; so noch von Bergün [Z.]. Elevation über 4000'. C. Lactucae S. V. [H.-S. 189). R. an Prenanlhes purpurca und Lacluca. F. vom Frühling bis in den Juli, ebenfalls weil verbreitet, alxM- sc^llcner als die vorhergehende Art. Wohl im ganzen tiefei'en Faunengel)iele : vom .Iura l)ei Tramelan [Cit'.) und aus den Alpen, aus dem Gadmenthale bis 4000' (/{«.), von Bergün [Z.) und von Celerina [M.-Ü.]. Ilöhenverbreitung etwa 5500'. C. Lucifuga S. V. [Hb. 262). R. an Prenanthes. Wit. erzog sie mit Taiaxacum. V. im Frülisommer. Von den Aargaiier Fundslellen ( U'/^) ; von der Bech- burg [R.-S.]; Bern [BeiU.]; im Berner Oberland [Derselbe und Rlhb.); aus IV. Noctuiden. 169 (lotii Gadnionlhalc [Uä.)\ vom Rousslhal im (Danton Uri {Wu.); von Chur C'«//.); von Tarasp [Kill.]. Wo. fand auf dem Stelvio bei der Franzenshöhe im August noch eine Raupe. Unsere Art kann also bis gegen 7000' auf- steigen. Sic ist wohl mit der nachfolgenden die am höchsten beobachtete Cucullia. C. Campanulae Frr. [H.-S. N. Schmetterl. 127). R. an Campanula rotundifolia, meistens mit Ichneumonenlarven besetzt. F. im FrUhsommer, selten und an wenigen Orten mit Sicherheit l)eob- achtet. Von Seen bei Winterthur, wo ihn vor langen Jahren /{o/'c/or/' ent- deckt hatte. Von Töss bei letzterer Stadt [Frey); dann Aargauer Fundstellen mit Lenzburg [Wu.]; Tramelan (Ge.); Rechburg (/i.-S.); St. Gallen [Tä.]; von Chur und Trins [Ca/I.]; Samaden [Pfaffen zeller) . Noch auf der Franzens- höhe des Stelvio [Wo.^ Struve). C. Santolinae Rmb. [II.-S. 198). Diese südliche Art traf Wu. an warmen Abhängen der Wartburg , des Borns in abendlichem Fluge an Silenen, Saponaria und Echium. C. Chamomillae S. V. und Var. Chrysanthemi Hb. [Hb. 686. 687). R. an Camillen. F. Ende April und im Mai. Vom Stachelberger Rade im Canton Glarus [Gerber) und von Oftringen [Wu.): von Tramelan [Ge.]. Die dunklere Var. Chrysanthemi an vorletztem Orte vereinzelt [Wu.).'^) C. Santoniei Hb. [Hb. 584. 585) und Var. Odorata Gn. R. auf Camillen unter denjenigen der C. Chamomillae. Von Oftringen und auch bei Auenstein [Wu.). Var. Odorata (von grösserem Ausmaass und heller Vorderflügelfärbung) hat der alte Anderegg im Wallis getrofl'en und vielfach versendet. C. GnaphalüHb. [Hb. 582. 583). R. an Solidago virgaurea. F. an verschiedenen Stellen der nordwestlichen und centralen Schweiz, doch nirgends häufig. Er dringt in die n)ittelschweizerische Aljienzone vor. Rern [Bent.]; Ferenbalm und Gadmenlhal Hü.)] Meienlhal, Pilatus, Luzern, vom Rigi [Wu.); dann von den Aargauer Fundplätzen, sowie vom Lägern bei Baden [Derselbe); fiechburg [R.-S.). Höhenverbreitung eine massige. C. Abrotani S. V. (Artemisiae Hufn.) [Hb. 257) . R. an Artemisia campestris und vulgaris und auch auf Matricaria chamomilla. 1) C. Tanaceti S. V. [Hb. 263) soll von Wredow in älterer Zeit bei Chur erzogen worden sein. 170 IV. Noctuiden. F. im Juni und Juli, nur sehr vereinzelt an wenigen Stellen. Von Aarburg und Lostorf [Wit,.); dann noch von Bern [Rthb.]. C. Absinthii L. [Hb. 258). R. an Artemisia absinthiuin und vulgaris. F. vereinzelt im Juni und Juli. Von Bern häutig [Beut.]] von Burgdorf [M.-D.); von Lostorf, beim Schlosse VV^artenfeld, einzeln [Wu.]; von Zürich, selten [Frey); ein Exemplar von Vulpera (3925') im Unter-Engadin [Kill.]. Höhengrenze bei 4000'. Eurhipia Bsd. E. Adulatrix Hb. [Hb. 517. 649. 650). R. im Süden an Pistacia lentiscus und terebinthus, welche bei uns fehlen. F. wohl mit doppelter Generation. Nur aus dem Wallis, wo ihn Än- deregg in ganz gewöhnlichen Stücken tindet. Telesilla H.-S. T. Amethystina Hb. [Hb. 69. 597. 598). R. an den Dolden von Peucedanum Chabraei und cervaria. F. von Ende Mai, im Juni. Man hat ihn l)ei Oftringen am Engelberg [Wii.) und in manchen Jahren, nicht ganz selten, durch Nachlfang bei Chur [Cafl.) getroflen. Nur dem ebeneren Lande angehörig. Plusia 0. P. Triplasia L. [Hb. 626). R. an Brennesseln. F. im Mai und Juni wohl überall im Flach- und Ilügellande, stellenweise häulig, an anderen Orten, wie z. B. bei Zürich, seltener. Unsere Art geht noch in das Bergeil und bis Tarasp [Baz., Kill.). Im Gadmenthale traf sie selten Rä. noch bis zu 5000'. P. Asclepiadis S. V. [Hb. 627). R. an Cynanchum vincetoxicum. F. im Mai und Juni, nur an wenigen Stellen des Jura und der subaljunen Regionen. Im Gadmenthal und zwar häutiger (/{«.); Meiringen (ßo//, Uu.); Reichen im Aargauer Jura [Wu.); am Fusse des Ghasseral [Coul.]; von Tra- melan [(jd.); von Chur [Cafl.) und Tarasp [Kill.). P. Urticae Hb. (Tripartita Hufn.) [IIb. 625). U. an Brennesseln. IV. Noctuiden. 171 F. mit der Erscheinungszeit lies vorigen, verl>reileler, doeli keineswegs überall. Basel [Knecht]] Bechburg [R.-S.)\ Bern [Beut.]; Burgdorf (iJ/.-Z>.); Chas- seral [Coid.) ; Tramelan [Ge.) ; Genf (Museum) ; llaslithal , Lauterbrunn, Schwarzenegg , vMpnach, Pilatus, Äargauer Fundstellen [Wu.]; St. Gallen (Tä.); Graubünden {Menf/old); so aus dem unteren (A7//.) und dem oberen Engadin [ZeU.-Dol(l.)\ aus dem Wallis [Hug.) und von Airolo (3629') (Geröe/-). Im Gadmenthale bis zur Baun)grenze (/fö.); vom Speer (6021') [Müller. P. Concha Fab. (C. aureum Knooh.) [Hb. 287). B. an Aquilegia und Thalictrum. F. im Sommer, von Ende Juni an, im Juli imd August. In der Ebene, bald vorkommend, bald fehlend. Bern, seltener {Bent.)\ Burgdorf (M.-D.); im Aargau bei Oftringen und ilem Engelberg, sowie Egliswyl, und zwar sehr selten [Wu.); dagegen öfter bei Bremgarten [Boll] und Zürich nebst Umgebungen [Zell.-Dold., Frey u. A.); St. Gallen selten [Tä.]; Ragaz-Pfäfers [Eiscnriny); Graultünden {Mengold). Wohl nur im Tief lande. P. DeaurataEsp. [Hb. 288. H.-S. 207). Die Nahrungspflanze als Geheimniss verschwiegen. F. im Wallis aus den Umgebungen Gamsens, wo sie die Aiiderer/g'sche San)mlerfamilie seit langen Jahren erzogen hat; bei Chur nur einigemal Nachts gefangen [Caß.]. P. Moneta Fab. [Hb. 289). B. an Aconitum napellus und lycoctonum. F. etwas früher als P. Concha. Er erscheint verbreitet im Canton Bern, auch am Jura, wie der Bechburg [R.-S.), bei Tramelan (Gß.), Neuveville [Cotd.); Oron [Panchaud de Bottens): Pilatus und Äargauer Fundstellen [Wii.), sowie Bremgarten [Boll); Zürich; im Stachelberger Bade (^2014); Canton Glarus und im Glarner Klönthale [Freij]; St. Gallen [Tä.); Bagaz [Eisenring); Graubünden im Churer Bheinthal (A7//.1 und bei BergUn nicht selten [Z.]. Im Gadmenthale erhebt er sich bis gegen 5000' [Hü.). P. Illustris Fab. [Hb. 274). B. an Aconitum lycoctonum. F. gleichzeitig mit dem vorigen, hoch im Gebirge aufsteigend. Zürich, am Ütliberg häufiger [Freg u. A.); Äargauer Fundstellen [Wn.) nebst Bremgarten [Boll); am Jura bei Tramelan [(ie.). Hier eine schöne Aberration, der Ilinterrand der Vorderilügel messingglänzend [Derselbe). Siselen, Berner Alpen und Gadmen [Rä.]; Appenzeller und St. Galler Alpen, wie unterhalb der Ebenalp [Tu.) und von der Ilüttenal[) [Midier]; Glarus 172 'V. Noctuiden. {Heer); Chur [Caß.)\ Bergiin (Z.) ; Ober-Engadin , so Sils- Maria [Hnaleck, Frey)] Tarasp [Kill.); von der Franzenshöhe [Wo.). Elevation 6—7000'. P. Modesta Hb. [Hb. 354) . R. an Pulmonaria officinalis. F. während des Juni und Juli, im Gegensalze zur vorigen Art ganz lokal und nur an wenigen Stellen des Jura. Bechburg [R.-S.]; im Aargau an der Wartburg, dem Engelberg bei Oftringen , Born , Goffersberg und Lütisbuch bei Lenzburg , niemals aber häufig [Wu.). P. Chrysitis L. [Hb. 272) . R. polyphag, an Nesseln, Disteln, Hanf, Marrubium, Galeopsis, Salvia, Echium u. s. w. F. in zwei Generationen in weitester Verbreitung durch unser Faunen- gebiet, keineswegs aber überall häulig. Er steigt massig in den Alpen auf. So hat man ihn im Bergeil [Baz.], Gadmen- {Hö.) und Ursernthaie [Wu.)j ebenso (freilich ganz vereinzelt) auch bei Bergün (Z.) getroffen. Die Hoch- alpen erreicht er nicht. Höhengrenze über 4000'. P. Orichalcea Esp. (Chryson Esp.) [Hb. 278). R. an Eupatorium cannabinum. F. im Juli und August, durch das Flach- und Hügelland weit verbreitet, vom Wallis l)is nach Graul)ünden (doch manchen Orten, wie z. B. Basel und Schaffhausen fehlend) und vom Jura bis zum Fusse der Alpen. Die (ohne Zweifel geringe) Elevation bleibt noch zu ermitteln. P. Bractea S. V. [Hb. 279) . R. im Jura an Hieracium pilosella gefunden (und hinterher mit Taraxa- cum und Pieris hieracoides gefüttert [Wm.]). F. im Juli und August, eine seltene Erscheinung (man könnte an eine aussterbende Art denken), jedoch an sehr zahlreichen Orten einmal gelroMen ; von der Ebene in den Jura und die Alpen. Basel und Bechburg [R.-S.); Aargauer Platze und Pilatus [Wu.): Bern [Beut.) und Berner Alpen, z. B. vom Giessbach, Gadmenlhal und Meienwand, öfter [Bä.); Lenk (Ja.); Schupfen [Rtfib.); am Chasseral [Coul.); Tramelan {Ge.); Dole oberhalb Nyon [M.-D.]; im Canton Zürich von Bauma (1982') [Wolfensberger) und Berg Dietikon [BoU); Schaü'hausen [Trapp); St. (iallen [Tä.); Gais [P.-L); Seealpthal [Müller); aus dem Wallis, wie von Evolena [R.-S.); von Chur und Passugg [Ca/J.); von Bergün (Z.); Sils-Maria [Hnaleck). Höhengrenze etwa 5500', IV. Noctuiden. 173 P. Aemula S. V. [Hb. 280). Dieses interessante, im Juli und August fliegende Mitglied unserer Fauna verdankt man Rä. Er fand ein (von mir zum Ueberfluss eingesehenes) Exemplar hei Gadmen. Bisher sicher nur aus Steiermark bekannt. P. Festueae L. [Hb. 277). R. auf nassen Wiesen, Sümpfen an Schilf und Sumpfgräsern. F. von Ende .luli in den August der tieferen Region als selteneres Thier angehörig, bei Sils-Maria bis etwa 5500' aufsteigend. Bern [Bent.); Moor bei Bönigen [M.-D.]; zwischen Bieler und Neuchäteler See an der ZihI [Coid.); Aargauer Fundstellen (IT//.) mit Aarau [Bent.) und Bremgarten [BoU)\ St. Gallen [Ta.)\ Bergeil [Baz.]. P. Mya Hb. (V. argenteum Esp.) [Hb. 275). Die Naturgeschichte ist bisher noch ein Geheimniss der Sanunler-Familie Änderegg. Nur aus dem Wallis; ohne Zweifel von den Umgebungen Gamsens. P. Circumflexa S. V. (Gutta Gn.) [Hb. 285). Wu. fand die R. auf Malricaria chamomilla, niemals auf Achillea. F. vom Juni und Juli an, lokal. Basel [R.-S. u. A. — wie er auch dem Elsass angehört); aus dem Aar- gau bei Aarburg, Born, Engelberg, Wartburg, dem Schloss- und Gollersberg, bei Lenzburg auf sonnigen Stellen [Wu.]; von Bremgarten auf nasser Wald- blösse [BoU]\ von Ragaz-Pfä fers [Eisenn'ng); aus dem Churer Rheinthal [Cafl.]: von Sierre [Hiig.) . P. Jota L., Var. Percontationis Tr. [H.-S. 265) und Var. Inscripta Esp. R. an niederen Pflanzen, Primula. Lamium, Phyteuma spicatum: auch von Lonicera xylosteum. F. im Juli und August, verbreitet, aber ziemlich selten. W^ohl überall im Tieflande, im Aargauer, Solothurner und Berner Jura [Wu., R.-S., Coul.). Auch im Gadnienthal [Rä.], dem Seealpthal [P.-L], dem Domleschg [Kill.], Bergeil [Baz.\ und von Tarasp [Kill.]. Var. Percontationis (das Silberzeichen ein y bildend) vereinzelt unter der Stammform. Aargauer Fundstellen [Wii,.]; Langnau [Rthb.]; vom Simmen- thal, z. B. bei Lenk, sowie von Gadmen (Rä.). Var. Inscripta (ohne Silberzeichnung) bei Gadmen (/{(/.); Tramelan [de.]. Höhenverbreitung eine mittlere. 3 — 4000'. P. Pulchrina Haw. (V. aureum Gn.) [Ulb. 282i . Ich bezweifle die Artrechte sehr. Ein Stück von Gais fP.-/.); von Cliur [CafJ.]; nach Rä. aus dem Gadmen- Ihal. von den Simmenthaler Alpen, Chasseral und DöIe : von Tramelan [Ge.]. 174 'V. Noctuiden. P. Gamma L. [tfb. 283). R. an sehr verschiedenen niederen Pflanzen, bisweilen Culturgewächsen, z. B. dem Lein, schädlich. F. überall bis zu den höchsten alpinen Flugplätzen, in der Tiefe gemein, in höheren Gegenden während der meisten Jahre selten, in der Ebene mit doppelter, in warmen Jahren gewiss mit dreifacher Generation. 1871 be- gegnete ich ihm in unzähliger Menge im Stelvio-Gebiete bis zu 8000'. 1879 war das Thier enorm gemein in der Schweiz , sowie auch auf der Südseite der Alpen verbreitet und verursachte hier erheblichen Schaden {Curo). P. NiHb. [Hb. 284). R. an Brennesseln. F. sehr selten und bisher von der Bechburg (R.-S.), sowie einmal am 5. August l)ei Bern gefangen. Auch aus dem Gadmenthale [IIa.]. P. Interrogationis L. [Hb. 281). R. an Vaccinium uHginosum. F. im Juni und Juli bis in den Anfang August , Abends an Blumen. In der Ebene selten und vereinzelt. Je ein Exemplar fand sich bei Burgdorf [M.-D.) und Schupfen [Hthb.)] Bremgarten auf einem Torfmoor (Rothwasser- moos genannt) im Juni [Boll). Verbreitet, aber vielerorts selten im Gebirge. Von der hohen Rohne am Zürcher See [Hug.]; vom Berner Oberland, wie von dem Hohenstollen im Oberhasli und aus dem Gadmenthale, häufiger {Rä.j; vom Pilatus [Wu.]; seltener als im Berner Alpengebiete in Graubüu- den, so dem Davos [R.-S.], dem Ober-Engadin {Pfaffhiz-eller), hier bei Sils [Unalcck]; von Tarasp [KilL). Bei Bergün fehlt er des Gänzlichen (Z.). P. Ain Hochenwarth [Hb. 290) . Die seltene, im August fliegende Art (R. unbekannt) im Alpengebiete. Ober-Engadin bei Sils-Maria [Fi'ey] . Ilnateck fing sie dort öfter, nach seiner Versicherung gegen den Abend; Pontresina [Ja.); Bergün, so z. B. am Stul- ser Wege [Frey); von Ragaz-Pfäfers [Kaiser)] im Wallis vom Simplon (ü.), von Sils-Maria [Hnateck). Höhengrenze etwa bei 6000'. A. Melanopa Thunb. (Vidua Hb.) [Hb. 403. H.-S. 433. 434) und Var. Tristis Hb. oder Rupestralis Hb. [Hb. 446). Es ist ganz willkürlich, die nordische Form als Stammform zu betrach- ten und in dem mit dunkleren Hinterflügeln versehenen Thiere unserer Hoch- alpen, A. Tristis, die Varietät zu erblicken. F. im Sommer auf den schweizerischen Alpen überall , bald häufiger, bald seltener. Man begegnet ihm vielfach in der Nähe abschmelzender Schneefelder oder auf Silene acaulis. Der Flug ein wilder. Annäherungen an die nordische Melanopa kommen vor, obgleich inuiier noch erhebliche Differenz bleibt. Höhengrenze etwa 8000'. A. Nigrita Bsd. [II. -S. 296) . F. Ende Juli und im August, nur auf hohen alpinen Stellen und selten. Die Flugweise eine ruhigere als bei der vorigen Art , an Schutthalden und auf Silene acaulis. WcUliser Hochalpen [Anderegg]] Rawyl-Pass (6970') an der Grenze von Wallis und Bern (Ja.); von der Passhöhe des Albula, selten [Frey]; auf der Höhe des Stelvio, etwas häufiger (Ho. und Stnive]. Das Bild bei 11. -S. sehr gut. Höhengrenze wohl über 8000'. A. Punesta PaykuU (Funebris Hb.) [If.-S. 209. 210). Das hochnordische Geschöpf als grösste Seltenheit in unseren Hochalpen. Berner Gebirge [BtJib.'-. im Gadmenthale nach dem Susleni)asse zu in etwa 4600' [Bä.); aus dem oberen F^ngadin bei der Ada (Sennhütte) von Samaden [von Schenk]. Heliaca H.-S. H. Heliaca S. V. (Tenebrata Seop.) [IIb. 316). R. an Cerastium arvense und triviale, Blüthen wie Samen verzehrend. F. im Mai und Juni gemein und wohl überall ; auch aus den italienischen Thälern. Dem Alpengebiete in der Regel fehlend. Doch Iraf ihn Mo. bei Trafoi, also etwas unterhalb 5000'. Omia Gii. O. Cymbalariae Hb. [IIb. 432). Nur aus der Alponzone, eine der früh (liegenden Noctuen, schon von Endo Juni an, ücrn an blühenden Svnizenesisfen. IV. Noctuiden. 177 Im Wallis boi Marligny (TF//.K auf dem' Simplon, im Zermattor Thal und dem Leuker Bade {Jä.)[ Meienwand und Berner Alpen [Bent.]. Von Cliur [Caß.], von Bergün (Z.) und dem Ober-Engadin, so vom Schafberp, bei Pont- resina [M.-ü.) und von Sils [Ilnatcck, Frey); vom Stelvio an Senecio doronicuni bis 7000' [Wo.]. Stellenweise, wie im Wallis, einmal häufiger. Den nörd- lichen Alpen wohl fehlend. Heliothis Tr. H. Ononidis S. V. {Hb. 312). R. an ünonls spinosa und arvensis. F. im Juni, dann im Juli und August, lokal. Aus dem Wallis, von den Umgel)ungen Gamsens [Anderegg) und von Sierre [Hug.]\ an den Südal)- hängen des Aargauer Jura vereinzelt, so von der Wartburg, Born und Gysula- fluh [Wu.)\ Biel, sehr selten [Rthb.); Schaffhausen [Trapp). H. Dipsaceus L. [Hb. 311). R. polyphag, an niederen Pflanzen und Sträuchern. Nach Wit. in den Samenkapseln der Silene inflata, auch an den Blüthen der Picris hieracoides. F. im Juni und Juli, in den tieferen Gegenden unseres Faunengebieles weit verbreitet, von Basel bis in das Wallis, vom Jura, z. B. St. Blaise- Neuveville [Coul.]., bis Chur [Cafl.]. Auch aus dem Dondeschg, dem Unter- luigadin und Misox [Kill.). H. Peltiger S. V. [Hb. 310). R. in den Samenkapseln von Hyoscyamus und auch am Mais (Zea mays). F. im Juli und August, seltener. Simplon [Ja.), sowie Yisp [M.-D.) und Wallis überhaupt [Bent. und R.-S.); häufiger bei St. Blaise-Neuvevllle [Coul.]; Renan [Hug.)\ Bern und Siselen [Rii.]] Aargauer Fundstellen [Wn.) mit Bremgarten , am Mutscheller [Ball]] ein Stück von Zürich [Frey); bei Diesbach im Canlon Glarus [Der- selbe); Chur [Cafl.). 1879 im August vereinzelt auf dem Weissenstein [Lanz) und der Passhöhe des Albula [Frey . Höhengrenze über 7000'. H. Armiger Hb. [Hb. 370). R. an Reseda lutea. F. in doppelter Generation, Juli und September bis Octol)er. Basel [Knecht u. A.); Bern, seilen [Bent.): St. Blaise-Neuveville [Conl.]; Bechburg {R.-S.]; Genf (Museum); Ormond [Panchaud de Bottens); Aargauer Fundstellen mit Lenzburg an sonnigen Stellen, \\\\ Jura an Schutthalden mit der Nahrungspflanze, doch seltner [Wu.\; Bremgarten an Onobrychis [Bali). Er geht bis in das Gadmenthal [Rä.]. F r y . Lepidnpteren. 1 2 178 IV. Noctuiden. Chariclea Stepli. Ch. DelphinüL. [Hb. 204). R. an Delpliinium consolida. Kürzlich bei Basel gefinulen [Knecht). Ch. Marginata Fab. (Umbra Hufn.) [IIb. 185). R. an Ononis spinosa und arvensis. F. im Juni. Basel [Knecht, Leonhart^ Sulger); an den Südabhängendes Jura, besonders in den Canlonen Aargau [Wu.) und Solothurn ; Bechburg [R.-S.); Bern [Beut.]: Schupfen [Rthb.)- Siselen [Bii.)- St. Blaise-Neuveville [CouL); Genf (Museum); St. Gallen [Tu.); Graubünden, so liei Chur und Fürstenau (SOI 3') [Kill.); stellenweise als selten, andernorts als häufiger angegeben. Euterpia Gn. E. LoudetiBsd. [Il.-S. 228. 229). i) R. an Gypsophilen und Silenen. F. (sonst nur dem Südosten unseres Welttheiles angehörig) im Wallis und in den Umgebungen Gamsens [Anderegg) sicher nicht selten. Auch aus dem Unterwallis in zwei Exemplaren [Wu.). A. Luctuosa S. V. [IIb. 305. 306). R. an Qonvolvulus arvensis. F. in zwei Generalionen (Mai und Hochsommer). Er l)ewohnt manche Stellen des Tief- und Hügellandes, um anderwärts ganz oder fast völlig zu fehlen. Basel [Knecht, Leonhart); Bechburg [R.-S.); im Aargau sehr weit ver- breitet [Wu.) und auch von Bremgarten [BoH); von Bipp im Canton Bern (1523') [R.-S.); Genf (Museum); Vevey und Boudry (1448') am Neuen- burger See [Rthb.); Wallis [Anderegg); ^on Evolena [R.-S.); in Zürich und Umgebungen jedenfalls eine Seltenheit; Schaffhausen [Trapp); St. Gallen, seltener [Tä.). Talpochares Led. T. Dardouini Bsd. (Mendaoulalis Frr.) [Frr. 330. 2). R. in den Samenkapseln von Anthericum ramosum. Diese südliche und südöstliche Art fand sich an den Abhängen des Jura, am Bieler See auf sonnigen, felsigen Halden zu Ende Juni und Anfang Juli [Rtht)). Ausserdem gedenkt Pfaffenz-eller eines Vorkommens im Puschlav. T. Polygramma Bsd. Dup. [II.-S. 257). Aus dem Wallis, sehr seilen ((in.). 1) Nacli dein verstorbenen Hofzalinarzt l.oiidot in Karlsrulie benannt, also nicht Laudeli. IV. Noctuiden. 179 T. Paula Hb. [Hb. 452). R. an Gnaphaliuni-Arten. F. bisher nur von Ihig. einmal bei Zürich c;elroffen. Erastria 0. E. Argentula Hb. (Bankiana Fab.) [IIb. 292). R. an Carex. Von Rasel [Knecht , Leonhart); Genf (Museum); aus den Umgebungen Zürichs [Snell]; aus dem Sitterwahl bei St. Gallen auf sumpfiger Wiese, ein Stück [Tä.]. E. Unca S. V. (Uncula Cl.) [Hb. 293). R. auf Cyperus- und Carex-Arten. F. auf Sumpfwiesen, bald seltener, bald häufiger ; im Mai und .Juni weil verbreitet, aber kaum höher als 4000' im Gebirge (.Iura) aufsteigend. Umgebungen Basels, lokal [Knecht]; Bern und Berner Oberland [Beut.]; Siselen [Rä.]; Neuveville und St. Blaise [Coul.); Schupfen [lUhb.]; Lenk [Ja.]; Weissenstein bis etwa 4000' auf nasser Wiese [M.-D.]; Eigenlhal am Pilatus [Wu.]; am Hallwyler See [Frei-Gessner und Wu.); Bremgarten [Bolij und ebenso im Torfmoor von Bünzen [Boll und Wu.); Zürich (Kalzensee, aber auch am linken Seeufer) [Frey): Balgrisl [ZeU.-Dohl.<; St. Gallen im Martins- tol)eI [Tä.); Schaffhausen im Scharren und auch vom Bodensee [Trapp). E. Candidula S. V. (Pusilla View.) [Hb. 295). R. an Gräsern. Bisher nur von der Gysulafluh sehr selten getrollten [Wn.). E. VenustulaHb. [Hb. 294). F. sehr vereinzelt und selten in den Cantonen Bern und Aargau. Von Schupfen [Rthb.); von Aarburg, Born und dem Golfersl^erg bei Lenzburg an trocknen, sonnigen Stellen, endlich noch vom Lägern bei Baden [Wu.). E. Atratula S. V. (Deceptoria Scop.) [IIb. 296). R. an Wiesengräsern. F. im Mai und .Tuni Er ist an vielen Orten des Flach- und Hügellandes verbreitet und häufig, so im Aargau und in der östlichen Schweiz, dagegen mangelt er bei Bern und Genf nach den Verzeichnissen. Eine irgendwie beträchtliche Elevation scheint zu fehlen. E. Fuscula S. V. (Fasciana L.) [Hb. 297). R. an Rubus-Arten. F. im Mai und .)uni, in seiner Verbreitung älinlicli dem vorigen. Noch aus dem Bergell [Baz-.). 12* 180 IV. Noctuiden. Phothedes Grii. P. Captiuncula Tr. {H.-S. 173. 174). Bisher im Appenzeller Seealptluil und zwar ziemlich häufig gefunden {P.-I.); el)enso in den älteren Verzeichnissen von Amstein und Wredotv aus den Umgebungen Churs angeführt. Dann traf sie Hü. hei Gadmen und am Simplon bis zu 5500'. Flugzeit von Mitte .luli an. Prothyniia Hb. P. Aenea S. V. (Viridaria Cl.) [Üb. 350). F. im April und Mai und dann wieder Ende .luli und im August, überall, wohl im ganzen Flach- und llügellande, von dem Jura und den Alpen. Flr ist, wie in der Ebene, hier in Höhen von 4000 — 5000' noch häufig, z. B. bei Bergün (mit schön gerötheten weiblichen Exemplaren), ebenso auf dem dorti- gen Weissenstein bei GOOO', um aber höher rasch abzunehmen. Aus den Walliser, Berner, Appenzeller und Graubündner Alpen. Auch noch auf dem Hohenkasten [Tä.]. Die höchsten Flugplätze erreicht ei" nicht mehr. Agrophila Bstl. A. Sulphurea S. V. (Trabealis Soop.) [IIb. 291). B. an Convoivulus arvensis. F. im Mai und Juni und dann mit spätsommerlicher Generation sowohl in der Ebene, wie namentlich dem Jura und den Alpenthälern, vielfach häu- fig. (Man kennt das Vorkommen von der Südwest-Grenze bis Tarasp). Stellenweise, wie bei Zürich [Ifug.j ZelL-Dold.) und Schupfen [Rthb.)^ selten. Man hat unser Thier noch in der Höhe von Zern)att und Trafoi, also etwas unter 5000' getroffen. Euclidia 0. E. Mi Cl. [Ifb. 340). U. an Kleearten. F. im Mai und .luni überall im Flach- und Hügellande, wie vom Jura und den Voralpen. 3J.-D. fantl bei Viege im Wallis Exemplare mit gelblich gefleckten Ilinterflügeln. E. Glyphica L. [Hb. 347). B, an Kleeai-ten und anderen niederen l^flanzen. F. gemein mit zwei Generationen wie der vorhergehende. Er steigt im (Jebirge höhei-auf. So ist er im obei'en l^jigadin l)is Sils-Maria (Hnatcck) noch ziemlich verbreitet. Noch höher auf den (Jadmer Alpen (/{(/.). Oraminodes Gu. G. AlgiraL. [IIb. 323). Diese südliche Art ist nur ganz vereinzelt und zwai- fast ausschliesslich im südlichen Faunengebiele getroflen worden. IV. Noctuiden. 181 Wallis [Rlhb.]; Genf und noch am Gurten ('£:666') bei Bern (./ä.); von Ouchy [Panchaiid de Ballens]; dann einmal bei Siscien (/io.); auch von Grono (939') im unleren Misox [Amslein). Pseudopliia Ou. P, Lunaris S. V. [Hb. 3 22). R. an juni^en Eichen und Eichenbüschen. F. im Mai und Juni, ein Bewohner des Tieflandes, von Basel [Knechlj bis Genf (Museum) und Graubiinden [Menfjold) verl)reitel. Catephia 0. C. Alchymista S. V. [Hb. 303). R. an Eichen. F. gewöhnlich im Juni , gern an den Stammen der Eiche. Er ist in unserem Faunengebicte , wenn auch massig verbreitet, stets als Seltenheit getrolVen worden. Bern (ßen^); Burgdorf (i/.-/>.; Aarbcrg {Rlhb.): St. Blaise-Neuveville [Colli.); Bechburg [R.-S.); Oftringen und im lÄUisl)uchwalde bei Lenzburg [Wii.]; Bremgarlen iBoll). Bei Zürich kam er mir* niemals in langen Jalu'en vor; dagegen traf ihn Hug. St. Gallen, ein Stück [Tä.); Chur an Obstköder, öfter iCaß.). C. Alchymista ist ein Bewohner des Tieflandes. Catocala Schrank. C. FraxiniL, [Hb. 327). R. an Paj>i)eln, Esp(>n, Birken, Eschen, Ulmen, Eichen und Buchen. F. im Spätsommer bis in den October, in weiter Verbreitung im Tief- lande, aber an den meisten Oi'ten seilen. Aus den Cantonen Basel, Aargau, Solothurn , Bern, Genf, Zürich , St. Gallen (auch im Toggenburg [Fret\)j Glarus. C. Nupta L. [Hb. 330). R. an Bappeln und Weiden. F. im Spätsommer und Herbst, im ganzen Flach- und Ilugellande und zwar vielfach häufig. Noch von Gais (R-/.), und auch aus dem Bergell (jBa3.), also in mehr als 3000' Hohe. C. Dilecta Hb. [IIb. 388). R. an Eichen. F. als grosse Seltenheil nur von Wii. im Aargau getroffen. So am Fusse des Engelbergs bei Oftringen und am Born, an Waldrändern. 182 IV. Noctiiiden. C. SponsaL. [Hb. 333). R. an Eichen, verbreitet, von nianclien Orten als seilen bezeiclinel. F. im Juli und August. Basel [Knecht); Bern [Beni.) \ Burgdorf [M.-D.) und Schupfen (ß//?6.); Siselen [Rä.]] St. Blaise-Neuveville [Coul.]; Lausanne [Panchaud de Bottens); im Aarthal, im Wigger- und Aathal bei Lenzburg, am Born und Engell)erg [Wu.], sowie von Bremgarlen [Boll]; selten bei Zürich und St. Gallen [Frey, Tä.) ; Ragaz-Pfäfers [Eisenrimj) ; Graubünden, im Ilauptthale des Rheins [Caß. u. A.). C. Promissa S. V. [Hb. 334. 657. 658). R. mit der vorigen an Eichen; Puppe an der Rinde der zahmen Kastanie [Wu.]. F. in der Erscheinungszeit der vorigen Art, aber seltener. Bcchburg (/L-8.); Bern [Benl.)\ Burgdorf [M.-D.); Schupfen [Rthb.); Siselen [Rä.); Neuveville [CouL); an den Aargauer Fundstellen [Wu. und BoU); Wäggis [Wu.); Zürich [Frei,); St. Gallen [Tä.); Clmv [Caß. und Mengold) . Beide Arten erreichen das Gebirge nicht. C. ElectaBkh. [Hb. 331). R. an Weiden. F. im Juli und August, auch noch später, in einer gewissen Verbreitung, manchfach al)er selten. Basel und Umgebung [R.-S., Kneclil, Sulger); Bern [Beul.); Burgdoi'f [M.-D.); Schupfen [Rothb.); Siselen [Rä.); am Neuenburger See [CouL); Aar- gauer Fundplätze und Bremgarlen [Wu. und Boll); Zürich und Balgrist [Frey, ZeU.-Dold.]\ Schaflhausen [Trapp); Rorschach (7'«.); vonChur, häuliger (CV///.) . C. Puerpera. Giorna, Tr. (Pellex Hb.) [Hb. 135. 594. 605). R. an Weiden und Pappeln. F., ein Mitglied der südeuropäischen Fauna, eben noch in unsei'en süd- lichen Thälern im llochsonuDei". Im Wallis, wo ihn Andercyg vielfach erzog (also wohl Umgebungen Gamsensl; von Turtmann; im Visi>thal bei Stahlen [Struve] . Ich sah ihn in diesem Thale mehrfach lliegen. Cerbcr cvwWhui noch Zermatt. Dann aus den südlichen Thälern Graubündens , dem Bei'geil und von Brusio im unlei'en Puschlav [Baz.). Elevation etwa 5000'. C. Paranympha L. [IIb. 336. 601). B. an Schlehen und Pllaum(!nb;uüneu. F. im Juli und August, in weilestci- Verbreitung diircii das Flach- und Hügelland, vom .hii'a liis nach Graubünden , auch nördlich in den Canlonen Schalfliausen [Trapp) und St. Gallen [Tä.). Als höchsten Punkt kenne ich zur Zeit den Graubündner Badeort Alvaneu [Kill.). IV. Nociuiden. ]S3 Spiiitherops Bsd. S. Spectrum Esp. [Hb. 325). R. an Genisten. Bisher ist diese südeiiropäische Noclue nur im Bei-geli, ziieist von P/a/fen- zcller und hinterher von Baz.^ erbeutet worden [Kill.). S. Dilucida Hb. [Hb. 383. 558). \\. an llippocrepis eoniosa, Onohrychis und Medieago. Von der Bechbury, nicht hiiufig [R.-S.]\ Südseite des Born und Aarluirg, selten [Wa.) . Toxocanipa On. T. Lusoria L. [H.-S. 240). R. an Astragalus glycyphyllos. F. wurde bei Oftringen im August von Wu. erzogen. Die Angabe eines VorkoMHuens bei Glarus [Heer] ist wohl kaum riciitig. Nui' im Tieflande. T. Pastinum Tr. [H.-S. 'ik'i. 243). R. an Astragalus, Vicia und Coronilla. F. im Juli, nur in wenigen Gegeiulen bisher beobachtet. IV«. fand unser Tier am Beleben , Born, Engelberg, an sonnigen, mit Gebüsch bewachsenen Stellen; Balgrisl [Zell.-Dold.); ein Exemplar von St. Gallen [Tä.]; in Grau- bünden einmal bei Ghur [Cafl.) und dann von Vettan (5070') [Pestalozzi- Hirzel); ? im Canton Glarus [Heer). Also übei" 5000' aufsteigend. T. Viciae Hb. [Hb. 671—673). R. an Vielen. F. von der Bechburg [R.-S.]; Schupfen [Rthb.j; St. Blaise-Neuveville [CouL); Genf (^Museum); Engelberg bei Oftringen [Wu.]', Balgrist bei Zürich [Zell.-Dold.); St. Gallen, ein Exemplar von der Berneck CA'/.), auch von üegersheini [Müller); Graubünden bei Chur [Ca/I.) und häulig von Tarasp (Ä7//.) . T. Craccae S. V. [IIb. 320. 669, 670. II.-S. 425^. R. an Astragalus, Vicia. F. bei Bern und häufiger bei (iunlen am Tluinersee Hauptmann Benleli); St. Blaise-Neuveville [CoiiL); im Aargau selten, vom Born und Engelberg [Wu.); Chur [Ca(L); häufig bei Tarasp [Kill.). Aventia Dup. A. Flexula S. V. [IIb. 19). R. an Flechten der Bäume und Sti'äucher (Prunus, Crataegus). Ig4 IV. Noctuiden. F. im Juni und .Juli in ziemlicher Verbreitung durch das Tiel- und Hügelland, mitunter in Mehi-zahl, anderenorts selten. Basel [Knecht, Siilger); Bechburg, öfter (R.-S.); Tramelan [Ge.); Öh- ringen, Born und Lenzburg, keine Seltenheit (W//.); Bremgarten, ebenso [BoU]; Zürich, selten (//«achtet. F. im Juni. Bern [Beul.]; Schüplcn, in Gebüschen hiudig [Rthb.]; Si- selen [Rä.); Ofti"ingen und Lenzburg, nicht selten [WU'.); Bechburg [R.-S. ; bei Zürich am Katzensee [Hug.); St. Gallen, seilen [Tä.); von Ghur bis zur monlanen Uegion, selten (Ca//.). Z. Tarsipennalis Tr. (Tarsierinalis Hb.) [Hb. 'öj. \\. an Gi'amineen. 1'. im Juni und .luli. Bisher nur an wenigen Stellen unseres Faunen- gebieles getroden , nämlich bei Basel [Panchaud de Botlens)^ bei ScIiUpfen [Rthb.), Siselen (/{(7.) und Lenzl)urg [Wii.). Hug. erwähnt ihn noch für Zürich. IV. Noctuiden. 185 Z. Tarsierinalis Knoeh. [U.-S. C11). R. poly[)luig, so von Clematis vitalba, Rubus, Taraxacum, Lactuca. F. vom Juni bis in den Angast. Basel (fi.-S.); Bern {Beut.): Schupfen {Rthb.]; Bechburg {R.-S.); Neuve- viile (Cotd.); Burgdorf (il/. -/>.); Siselen (fiä.); Aargauer Fundstellen [Wu.]; häufig bei Zürich [Frey]; St. Gallen [Tu.]; Bergeil {Baz.). Z. Emortualis S. V. {Hb. 1). R. auf Eichen. F. im Mai und Juni. Basel [Knecht)-, Bechburg {R.-S.\: Bern, nicht häufig [Beut.); Schupfen, nicht selten (Rthb.); Siselen und Lattrigen (Rö.); Neuveville [CouL); Engel- berg, Oftringen, Aarburg, Lenzburg, nicht häufig [Wie); bei St. Gallen im Galgentobel, sehr selten [Tit.); Zürich am Katzensee [Hug.); aus Graubünden seit den Tagen Mengold's aber nicht mehr aufgefunden [Kill.]). Madopa Steph. M. Salicalis S. V. IJb. 3j. R. an Salix caprea. F. im Juni und Juli, in jüngeren Waldschlägen. Wh. fand ihn bei Aar- burg l)is Wildegg, bei Ofti-ingen und Lenzburg , aber niemals häufig. Bei Schupfen, sehr selten [Rthb.] ; aus dem Lattriger Walde, selten [Rä.) ; von Hremgarten und Zürich, selten [Bali, Frey); um St. Galleu (7"«.); aus dem Wallis von Visp [Ja.). Heriiiiuia Lalr. *) H. CrinaUs Tr. (Barbalis S. V.) [Hb. 5). R. an Trifolium ['!). F. im Mai und Juni, in der Nähe von Eichen. Wh. fand ihn bei Oft- ringen, am Engelberg, Born und bei Lenzburg, sowie bei Alpnach nicht sel- ten. EI>enso berichten Beut, und Rthb. von Bern und Schupfen ; von Landeron ein Stück [Cuul.); von Zürich [Hny.); [1] aus dem Engadiner Val Rosegg [Jü.). H. Tentaeulalis S. V. (Tentacularia L.) [Hb. 6. U.-S. 607. 608) und Var. Modestalis von Heyden (v. Heyd.). R. an llieracium. F. der Stammform im Juni bis August, von der Ebene bis in tlie Vor- alpen verbreitet. Basel [Knecht, Hl); Bern, Lrweid [Ja.): Berner V'orberge, nicht seilen [Rthb.\, so unterhalb Grind(>l\vaid in etwa 2500' Höhe [Spci/er); Gadmen, hier bis 4000' gemein; Pilatus, Luzern und im Aarthale, nirgends 1j H. Cribra 1 i s IIb. welthe mil dem ungelicuprlichen Namen Cribruinalis im Kata- log von Slgr.-Wo. prangt, ist sicher niemals bei Ziirich gefangen worden. 186 IV. Noctuiden. seilen {Wu.); von Neuveviilc [CouL); St. Gallen {Tit.); in Graubiinden, aus dem Rheinthale und beiden Engadinen [Kill.). Var. Modestalis (ich besitze auch ein norwegisches Exemplar) findet sich im Ober-Engadin und auch im Wallis, so von_] Evolena [R.-S.]; aus dem Lenker Thale und vom Simplon (Rä.). Im ersteren Thale traf sie v. Heijd. zu Anfang August zahlreich bei St. Moritz ; dann fand sie HncUeck bei Sils-Maria, wo ich ihr mehrfach begegnete. Häufig an einer Stelle bei Pontresina [Stgr.] . Bei Bergün (es würde zur Zeil der niedrigste Fundplalz sein) begegnete ihr Z. vom zweiten Drittheile des Juni bis fast zu Ende Juli in grosser Menge. Auch am Fusse des Stelvio oberhalb Trafoi im Walde [Wo.). Endlich von höheren Stellen des Gadmenthales [Rä.). Höhengrenze bis gegen 6000'. H. DerivalisHb. [Hb. 19. H.-S. 609). F. im Juni und Juli. Bei Amsteg, häufig [Speyer]] Val Vedro am Simplon (Rä.); von Basel [Knecht, Panchaud de Bottens); Biel , Misox [Rthb.]; Urbach [Ja.]; Siselen , selten [Rä.); von den Aargauer Stellen, nicht selten [Wu.]; Bechburg [R.-S.]; St. Blaise und Landeron [CouL); bei St. Gallen [Tä.). Pechipogon Hb. P. Barbalis Cl. (Pectitalis Hb.) [Hb. 122). R. an Eichen, Birken, Erlen. F. im Juni. Von Basel [R.-S.]; von Gadnicn und Siselen, in Waldlichtungen öfter [Rä.]; aus Graubünden [Memjold] und neuerdings von Ghur [Ca/l.]. Bomolocha Hb. B. Fontis Thunberg (Crassalis Fab.) [Hb. 12. 172) und Var. (J^ Terri- cularis Hb. [Hb 163). R. an Vaccinium myrtillus. F. mit der Heidelbeere weit bis höher in das Gebirge verbreitet, von Ende Mai l>is in den Juli. Bechburg [R.-S.]; Bern [Beut.]; Schupfen und Langnau [Rthb.]; Burgdorf [M.-D.]; Ennnenthal [Ja.]; Gadmen [Rä.]; Aar- gauer Fundslellen , sowie von Wäggis und am Pilatus [Wu.]; Bremgarlen [Boll); Zürich [Frey); hohe Rhone [Huy.]; Bergeil [Baz.]. Var. Terricularis (die männlichen Vorderflügel fast ganz schwarz , aus- wärts mit weisslichcn Linien) von der Bechburg [R.-S.) und öfter im Gad- menthale [Rä.]. Hypeua Tr. H. Rostralis L. (///;. 10. 193. 194). R. an Hopfen. F. v.'ohl in zwei Generationen. Er ist gemein im t'anzen Flach- und IV. Noctuiden. 187 Hügellande; ebenso auch noch in den Voralpcn, wie dem GadnienÜiale [Rä.) vorkommend. H. Proboscidalis L. {Hb. 7) . R. an Nessehi, gerne in Wäldern. F. im Juni und August, an den meisten Orten häufig. Wohl überall im Flach- und Hügellande. Noch bis Gadmen [RU-] auf- steigend. H. Obesalis Tr. [flh. 8) . R. gesellschaftlich an Nesseln. F. im Juli und August, lokal und selten. Bechburg [R.-S.]; Schupfen und Meiringen [Rthh.]; Gadmen [Rü.); Bern [Beut.); Chasseral [Conl.]; Oftringen [Wu.]; Val Vedro und Simplon (fiö., Ja.); St. Gallen [TcL); Zürich [Ihig.); Chur und Tarasp [Kill.); Bergün (Z.); Bergell [Baz.). Elevation bis gegen 5000'. Tholomiges Led. T. Turfosalis Wo. [H.-S. 620). Auf Torfsümpfen bei Brenigarten und dem Bünzner Moos [BoU^ Frey); am Katzensee bei Zürich im Juni [Frey). Rivula On. R. Sericealis Scop. 7/6. 56). R. an Gräsern. F. im Juni und Juli. Zürich [Frey); Siselen [Rü.); Bern [Bent.]\ Gad- men (Rä.); Lauenon im Simmenthai [Ja.); Sion [Ja.); Sim{)lon [Rü. und Ja.); St. Gallen {Tä.); Dusnang [Eugster). An vielen Orten sicher übersehen. Ilöhengrenze etwa 4000'. Brephos 0. B. Parthenias L. [IIb. 341. 342). R. an Birken und Buchen. F. in den ersten warmen Tagen des Vorfrühlings. Basel [Gerber); Bern [Beut,); Burgdorf (J/. -/>.); Langnau [Rt/ib.); Lau- sanne [R.-S., Panchaud de Bottens); am rechten Ufer des Bieler Sees [CouL); Genf (Museum): Aargauer Fundslellen [Wu.] und Brenigarten [BoU]; Zürich [Paul); St. Gallen [Tä.); Graubünden [Mengold). Bei Gadmen bis 5000' Ende Mai [RcL). B. Notha [Hb. 343. 344). R. an Espen und Weiden , ähnlich fliegend und verbreitet , doch wohl meistens seltener. V. Geometridon. Basel [Knecht u. A.); Bechhui'g {li.-S.); Aargau [Wu. und Boll)] Bern [Berit.) und Schupfen [Rthl).); Sl. Blaise-Neuveville [Cord.]; Genf (Museum); bei Zürich, stellenweise öfter [Frey); nicht selten bei Gadmen bis zur Ele- vation der vorigen Art. B. Puella Esp. [Hb. 345). B. an Populus treniula. F. bisher nur im Aargau von Wu. getroli'en am Westabhange des Engel- beigs gegen Oftringen, auf den BlUthen von Mercurialis perennis. V. Geometrideu. Pseiuloterpa H.-S. P. Cythisaria S. V. (Pruinata Hufn.) [Hb. 2) und Var. Agrestaria Dup. B. an Ginslerarien und auch an Cylisus. F. vom Juni bis August. Von Wangen im Canlon Zürich [\39\')[Bremi ; Basel [Sulger); Bechburg [R.-S.]; Biel [Rlfib.]; St. Blaise-Neuveville [Coul.); von Lausanne [Lah.]; vom Simplon , namentlich im Val Vedro und hier lüs etwa 4300' aufsteigend [Rä.); Schaffhausen [Ti-app); St. Gallen [Tä.); Chur [Cafl.]] Bergell [Baz.]. Bald seltener, bald häufigei". Var. Agrestaria (kleiner, gleichfarbig grüne VorderflUgel und nur am Vorderrand weiss gestreift) von Lausanne [Lah.]. Geometra Bsd. G. Papilionaria L. [Hb. 6). B. an Birken, Silberpappeln, Erlen, Buchen. F. in zwei Generationen (Mai und Juni , dann im Hochsommer) wohl ül>erall, aber fast nirgends häulig. Er erreicht noch , aber sehr selten ge- worden, bei Gadmen 3700' [Rä.]:, ebenso auch Tarasp, daselbst öfter [Kill.]. G. VernariaHb. [Hb. 7). B. an Clematis vitalba. F. im Hochsommer. Basel und Mechburg \R.-S.]\ im (^anlon Mcrii [M.-D.. Rä.); St. Blaise-Neuveville [Coul.]; von Crissier (1502'); Doul)s [Bruand]; Aargauer Fund|)lätze [Wu.); Lausanne [Lah.]; Zürich [Brenii, Hug., Frey); Schaffhausen [Trapp]; St. Gallen (7V(.); GraubUndcn [Kill.]. Noch auf dem Simplon [Ja., Rä.]. Hier bis etwa 4300'. Pliorodesma Bsd. Ph. Bajularia S. V. (Pustulata Hufn.) [Hb. 3). B. an der ImcIic. V. Geometridcn. 189 F. im Juni und Juli, vereinzeil und selten. Zürich am Ütliberg [Bremi); Bern [M.-D.]\ Burgdorf [Heuser); Schupfen {Rthh.]\ St. Blaise-Neuveville, öfter [Colli.]; Lausanne [Lah.]. Ph. Smaragdaria Fab. [Hb. \). R. an Achillea inillefolium, Tanacetum, Artemisia und Senecio. F. von Ende Juni im Juli. Auenstein, Yilligen und Aarl)urg [Wn.]] Guttannen [Beul.); oberhall) Sion [Rä.); Evolena [R.-S.]. Elevation ül)er 4000', Nemoria Hb. N. Viridata L. (Cloraria Hb.) [Hh. 352). R. an Crataegus, Gorylus, Belula. F. ^m Mai und Juni und dann von Ende Juli in den August, häufig auf feuchten und trockneren Hängen und Waldvviesen. Verbreitet, doch nur den tieferen Gegenden angehörig. Bechburg (ß.-S.); Bern [Rä.]; Schupfen und Burgdorf [Rthh.. M.-D.): am Jorat (Lah.); Bex und Aigle (R.-S.j; Lenz- burg [Wu.]; Zürich [Brcnii, Frei/]: Schaffhausen [Trapp \ Chur [CafL): Bergeil [Baz.]. N. Porrinata Z, [H.-S. 566). R. an Crataegus, Corylus und Rubus. F. im Mai und Anfang Juni, dann wieder im August. Mit Sicherheit von Zürich [Iliig., Frey); Schaffhausen [Trapp); Aargauer Stellen und Südabhänge des Jura [Wu.]; Gadmen [Rü.]; Bergün , schon von Anfang Juni an [Z.]; Bergell [Baz.]. Erhebt sich also ül)er 4000'. N. Aestivaria Hb. (Strigata MüU.) [IIb. 9). R. an Carpinus, Eichen, Schlehen, Rosen u. s. w. F. mit doppelter Generation, einer früh- und spälsommerlichen. Basel (///); Bechburg [R.-S.]; Aargauer Stellen, namentlich im Jura [Wu.]; Siselen [Rä.]; Burgdorf und Emmenthal ; St. Blaise-Neuveville [Coul.]; Zürich, am Katzensee [Ihig.]; Chur, öfter [Cufl.); Bergell [Baz.]. Thalera Hb. Th. Bupleuraria S. V. (Pimbrialis Scop., Thymiaria L.) [Hb. 8). R. an Achillea, Solidago, Artemisia. F. wohl ziemlich selten vom Juli in den August. Basel [Knecht]:. Bechburg [R.-S.'i; Aargauer Fundstellen und Lägernberg [Wu.); Zürich [Bremi^ Huy.); Schaffhausen [Trapp]; Tramelan [Ge.) und St. Blaise-Neuveville [Coul.]; Berneck bei St. Galleu [Tä.]; Chur [Cafl.]; Bern, Burgdorf [M.-D.]; Lys, Nidau [Rthb.]; Lausanne [Lavaux ; Monlcherand bei Orbe ;1376';; Salgetsch bei Sierra [Lah.]. . 190 V. Geometriden. Jodis Hb. J. Putata L. {Hb. 10). R. an Vaccinium myrtillus. F. häufig von Ende Mal in den Juli, wohl überall an lieferen Stellen. J. Lactearia L. (Aeruginaria S. V.) {Hb. 46). R an Birken. F. vom Mai an gemein und wohl in liefer gelegenen Gegenden überall. Seine und der vorhergehenden Art Höhengrenzen sind unermittelt. Acidalia Tr. A. Pygmaearia Hb. (Parvularia Lah.) [IIb. 335. 336). Bsd. scheint südschweizerisclie Exemplare gehabt zu hal)en. Aus dem Misox (C. Zeller). A. Aureolaria S. V. (Trilineata Scop.) [Hb. 62). R. an niederen Pflanzen (?). F. im Juli. Nach Brcmi von Zürich und Frauenfeld (?); Neuveville [Coul.); Aargauer Jura an trocknen Stellen, seltener [Wu.]; Leuk, Viege, Zermatl (?) [Jü.]; von Evolena [R.-S.); am Simplen [Rü.]; von Tarasp [Kill.). Mit Sicherheit nur warmen Gegenden zukommend und über 4000' auf- steigend. A. Plaveolaria Hb. [Hb. 341). R. wohl an niederen Pflanzen. F. während des Juli in den August hinein im Gebirge in einer Höhe von 4 — 6000' und mehr. Von Wallis bis Graubünden, stellenweise gemein. Das Weib ist nur selten zu Ireff'en. Seltener am Jura, so l)ei Souaillon (Cow/.). A.'Perochraria P. E. [F. R. 49, a — g). R. an Gräsern (?). F. im Juli und August, verbreitet im Tieflande, stellenweise gemein, eben- so am Jura ; dann im Alpenlande von Zermatt (./ä., Frey) bis Trafoi [Kill.], bii Gadmenthale bei^ecnete dieser Art in mehr als 5000' Höhe noch häufiger Rii. A. OchreataS. V. [IIb. 96. F. R. 50. 1 a— c) . F. von Ende Juni bis in den August. Chasseral [Conl.]; Lausanne [Lafi.)] St. Gallen [Tä.)- Chur [Cafl.). Unsichere Angaben habe ich Übergangen. A. Macilentaria H.-S. [II.-S. 230. 231. 340. 341). Lah. fand das Thier zu Rovcreaz bei Lausanne. A. RufariaHb. [IIb. 112). \\. au Sicllaria und niederen Pflanzen. V. Geometriden. 191 F. im Juli und August, an trocknen wannen Stellen, Von Basel [Knecht); Schaffhausen [Trapp); St. Gallen [Tu.]. Dann am Jura, so dem Lägernberg [Frey), den Aargauer Fundstellen [Wu.), der Bechburg (i?.-8.), Biel ißä.), St. Blaise-Neuveviile {Coul.}; bei Orbe, Lausanne um! im Wallis [L(th.]\ auch noch in den italienischen Thälern [Derselbe). A. (?) Litigiosaria H.-S. [H.-S. 303. 304). Nach Lah. (f) von Lausanne; ('?) von St. Blaise-Neuveviile [CouL). A. Sericeata Hb. [Hb. 404). F. im Juni und Juli aus dem Wallis; hier an warmen trocknen Höhen mitunter häufig. Martigny , Sierre, Viege , Naters, Brieg, Zermatt (La//., JH., Frei/). A. Moniliata S. V. (IIb. 59). F. von St. Blaise-Neuveviile [Coul.]; vom Bodensee [Lah.)\ aus dem Bergell [Baz-.). A. Auroraria Bkh. (Muricata Hufn.) [Hb. 63). R. an Flantago und niederen Pflanzen überhaupt. F. im Hochsonnner. Mit Sicherheit von Siselen [Bd.), von Viege, dem Simplen [Joris). Kaum von Winterthur und dem Thurgau [Bremi). A. Dimidiata S. V. (Scutalata Hufn.) [Hb. 72). R. wohl an niederen Pllanzen (?) . F. im Sonuner, vielleicht in zwei Generationen. Aargauer Fundstellen {Wu.): von Siselen und Bern [Bü.); von Chur [Cafl.]. Bald seltener, bald häufiger. A. Contiguaria Hb. [Hb. 105). R. an Sedum. F. im Juli. Aus dem Wallis von St. Nicolas [Lah.), von Zermatt [Frey), von Brieg [Anderegg), von Evolena [B.-S.), vom Simplen, dem Bagnethal [Bd.); dunklere Exemplare von Bergün [Frey); Bergell [Baz.). Höhengrenze etwa 5000'. A. (?) Sodaliaria H.-S. [H.-S. 466). Nach Hag. vom Lägernberg im September (?) . A. Incanaria Hb. (Virgularia Hb.) [Hb. 1001, Var. Paleaceata G-n. (Dilutaria Hb.) [IIb. 589, Calcearia Z. (Cantenaria Bsd.) [H.-S. 437) und Var. BischofiFiaria Hb. [Hb. 586—588). R. soll an Rhamnus und Padus leben. F. überall gemein, vom Juni bis in den August, gern in Häusern. Nach 192 V. Geometriden. Caß. von Chur und nach Lah. Var. Calcearia (weisslich) von Meiringen, wäh- rend R.-S. Var. Paleaceata als auf der Bechburg vorkommend angibt. Var. Bischolliaria, über welche Lah. selbst nicht in das Reine kam (er erwälnit Lausanne, Aigle und Meiringen — und wurde selbst wieder un- sicher) ist — wie ich nach Ansicht zweier Originalexemplare seiner Samm- lung versichern darf — nichts als eine auffallend schwärzlich übergossene Var. der gemeinen Incanaria. Die Abbildung von IIb. ist schlecht. A. Straminata Tr. {II. -S. 82. 83). Diese Art, vom .luni bis August fliegend, ist erwähnt von Lah. für Burg- dorf {Heuser) und Aarberg {Rthh.); bei Siselen {Rä.): nach Wu. von den Hängen des Aargauer .Iura. A. Pallidata S. V. {H.-S. 110—113). F. im .luli. Nach Lah. von Lausanne undBellinzona ; von St. Blaise-Neuve- ville [CouL). A. (?) Subserieeata Haw. (Pinguedinata Z. und Asbestaria Z.) {H.-S. 409. 410). Soll nach Jii. bei Lugano gefangen worden sein (?) . A. (?)Laevigaria Hb. (Renularia Hb.) {Hb. 74. 331). Lah. erwähnt den Bodensee {Leiner)., Meiringen, St. Blaise-Neuveville {Colli.) und Lausanne (?). A. Pusillaria Hb. (Herbariata Fab.) {Hb. 99). Nur aus dem Misox {C. Zeller). A. Bisetata Hufn. (//.-8. 11G). F. im .Tuli und August, eine häufigere und wohl im ganzen tieferen Lande überall vorkommende Acidalie. Von Lausanne {Lah.) bis Chur {Cafl.) und Bergell [Baz.). A. Trigeminata Haw. (Reversata Tr.) {IIb. 73). F. im .luni und .luli. Aargauer Fundstellen und Lägern {Wa.)-. bei Bern {M.-D.)\ Lausanne [Lah.). A. Rusticata S. V. {Hb. 241 und Var. VulpinariaH.-S. (/A.-S. 473. 474). F. im. luli und August, ziemlich voi'breitel. Häufig auf der Südseite der Alpen; oft im Wallis {Lah.)^ so von Sion. Viege, Brieg [Ja.); Lausanne {Lah.); St. Blaise-Neuveville {CouL); Bern, Meiringen {M.-D., Heuser); Bechburg {R.-S.); Chur, nicht oft {Ca/}.). Var. Vulpinaria (heller, VorderflUgel mit rülhlichci- Mitlelbinde) vom Val Vcdio am Simplon {Rä.), von Gondo: südlich von den Alpen überhaupt häutiuer. V. Geometriden. 193 A. Osseata S. V. (Humiliata Hufn.) [Hb. 102). R. vielleicht an Ononis spinosa. F. von Ende Juni im Juli und August, wohl im ganzen Tieflande; stellen- weise häufig, so bei Siselen [Rü.]; anderwärts, wie bei Chur [Cafl.), seltener; St. Blaise-Neuveville [CouL); vom Stelvio {Wo.) und dem Bergeil [Baz.]; bei Bergün am Tuors nicht selten. Z. fand die dortigen Stücke grösser, trüber gelblich als die schlesischen, und immer mit geröthetem Costalrand. Höhengrenze also über 4000'. A. Dilutaria Hb. (Interjeetaria Bsd.) [Hb. 100. H.-S. 78. 79). F. Mitte Juni bis Mitte Juli im Gebüsch. Von Lausanne [Lah.]; Burg- dorf [31. -D.) und Aarburg [Wu.); auch von Bellinzona [Lah.]. Selten. A. Holoserieeata Dup. {H.-S. 80. 81). F. vom Juni bis August, seltener und mehr dem Westen und Süden an- gehörig. Lausanne, Ufer des Genfer Sees, im ganzen Rhonethal {Lah.); Fuss des Jura ißthb.): Biel {Rä.): Solothurn {M.-D.); Lägernberg {Frey); Aarburg und Oftringen {Wu.)] Bern, Bödeli {Jcl.); St. Gallen (Tä.) ; Tarasp {Kill.). A. Inornata Haw. (Suflfusata Tr.) (H.-S. 309) und Var. Deversaria H.-S. [H.-S. 305—308, 314). R. an Rumex. Ob die Stammform im Faunengebiete vorkommt, bleibt fraglich; doch gedenkt ihrer R.-S. von der Bechburg. Var. Deversaria, mit deutlicherer Zeichnung, Strichen und Linien, kommt im Juni und Juli stellenweise häufiger vor. Bechburg {R.-S.); Biel {Rthb., Rä.); Lausanne, Vevey , Aigle {Lah., Rthb.); verbreitet im Wallis, wie Sion, Sierre {Ja.); Val Vedro , öfter {Rä.); Schupfen (Rthb.); Aargauer Jura, nicht oft {Wu.); Tarasp {Kill.). A. Subversaria Lah., nach einem (!) Exemplar von Rthb. aufgestellt, ist zu streichen. A. Aversata L. (Hb. 56) und Var. Spoliata Stgr. (Aversata Tr.)(//6. 389) . R. an Genisten, Spartium und wohl auch an niederen Pflanzen. F. von Ende Juni im Juli und August (am Genfer See in zwei Genera- tionen) ist mit der bindenlosen Form Spoliata ziemlich gleich verbreitet und stellenweise häufig. Basel {Knecht); von St. Gallen {Tä.) und Zürich {Hug.) bis in das W^allis ; vom ganzen Jurazug (hier mitunter wie bei St. Blaise- Neuveville [CouL] häufig), und auch ins Alpengebiet eindringend, so bei Gadmen bis 4000' Höhe. Tarasp (ä7//.) und Bergeil {Baz.). Zwischenformen aus dem Wallis {Frey) . A. Emarginata L. {Hb. 1 07) . R, an Galium, Convolvulus. F. Ende Juli und im August, seltener. Oftringen . an feuchten Wald- Frey, Lepidopteren. j| 3 194 V- Geometriden. rändern des Engelbergs [Wu.]; Aarberg [Rthb.]; Siselen (fiö.); Lausanne und Paudex {Lah.); Zürich (?) [Bremi): Schaffhausen [Trapp]; Chur [Cafl.]. Höhengrenze wohl eine sehr geringe. A. Immorata L. [Hb. 133). R. an Erica, gewiss auch noch an anderen Pflanzen. F. im Mai, dann im Juli und August aufwiesen und an Waldrändern, öfter und sehr verbreitet. Er scheint indessen im Alpenlande nur massig aufzusteigen, so im Gadmenthal bis an die Alpen [Rä.] und Bergün , selten (Z.); auch aus dem Domleschg und von Tarasp [Kill.); von Zermatt [Frey); von Evolena [R.-S.]. Lah. berichtet von Uebergängen zur dunklen schwärz- lichen Var. Tessellaria Bsd. [H.-S. 227). Elevation 4800'. A. Rubricaria S. V, (Rubiginata Hfn.) [Hb. 111. 487) . F. an trocknen Stellen, vom Juli in den August. Basel [Knecht •. an sonnigen Stellen des Aargauer Jura [Wu.]\ Bechburg [R.-S.]; St. Blaise- Neuveville [CouL); Aarberg [Rthb.]; Lausanne, öfter [Lah.]; Sion [Jä.)\ Schafl- hausen [Trapp]; am Bodensee [Lemer]; Berneck bei St. Gallen [Tä.]; Chur [Cafl.] . Manchfach als selten erwähnt. Bei Lausanne eine Var. mit hellerer Mittelbinde häufiger als die Stammart. A. Marginepunctata Göze (Immutata S. V.) [Hb. 108. H.-S. 101). R. an Sedum. F. vom Juni bis in den August (nach Rä. in zwei Generationen). Bech- burg [R.-S.]; Berner Jura und Thuner See (fi.-S.); Sorvilier [Hug.]; St. Blaise-Neuveville [Coul.]; Siselen [Rä.]; Bern [Ja.]; Lausanne [Lah.]; Vevey [Rthb.]; Simplen [Joris, Ja.]; St. Gallen [Tä.]; Zürich [Frei/]; Chur [Cafl.]; Tarasp [Kill.]; aus dem Tessin vom Salvadore [Ja.]. hn Gadmenthal gegen 6000' sich erhebend [Rä.]. A. (?)Luridata Z. [H.-S. '?419 und y)Falsariai( 463 und Var. Confinaria H.-S. [H.-S. 315—317). Die Stammart aus dem Bergeil (5a;j.). Die hellere Var. soll im Juli vom Simplon gefangen sein [Ja.]. A. Mutata Tr. (PIneanata L.) [H.-S. 98—100). R. an Dianthus, Lychnis, Thymus. F. von Mitte Juni an. Am ganzen Aargauer und Berner .Iura (TT^?/.. Rthb.^ Coul.]; in den Alpen weitverbreitet und stark herabsteigend [Lah.]: Berner Alpen, Gadmen , namentlich auf den Bergen [Rä.]; Scheidegg, Ur- weid [Ja.]; im Wallis wohl sehr verbreitet l)is Zermatt [Frey]; Seealplhal und Gais [P.-J.]; Klosters [Hug.]; Bergün (Z. 1; Ober-Engadin und Trai'oi [Frey]. Alpine Stücke sind oft erheblich verdunkelt. Elevation bis 6000'. V. Geometriden. 195 A.' Fumata Steph. (Commutata Prr.) [H.-S. 91 — 93). R. an Vaccinium myrtillus. F. variirend , vom Juni in den August. Züricli [Frey); hohe Rhone [Hug.]; Chur [Caß.]. In den Alpen, von Chamouny [Lah.) bis ins obere Engadin [Pfaffenzeller] und Tarasp [Kill.], sehr verbreitet und stellenweise häufiger an schattigen, mit Heidelbeeren bewachsenen Stellen. Elevation gegen 6000'. A. Remutaria Hb. [Hb. 98. H.-S. 86—90. •?94. 95). R. an niederen Pflanzen, so an Vielen. F. vom Mai an sehr verbreitet im Tieflande. Vom Jura des Aargau (IFh.), der Bechburg (jR.-S.); vom Chasseral [CoiiL): von Tarasp {Kill.). Den Alpen selbst wohl fehlend. A. Nemoraria [Hb. 89. H.-S. 102;. Lausanne iLah.): Simplon (Joris): Malans {Ämstein). A. Punctata Tr. (Subpunctata H.-S., Cerusaria Lah.) [H.-S. 311 — 313). F. vom Mai bis in den Juli. Am Genfer See von Mitte Juli, sowie im Rhonethal [Lah.]; Wallis und Simplon bis Crevola [Rä.); Biel , Frinvilliers (1598') und Thuner See [Rthb.): Bechburg [R.-S.): Aargau (TFm.); Zürich [Frey)] St. Gallen {Tel.): Degersheim {Müller); Weissbad [P.-J.): Chur, öfter [Cafl.). A. Caricaria Reutti [H.-S. 553. 554). F. auf sumpfigen Stellen von Mitte Juni in den Juli. Von Aigle {Lah.): im Sumpfgebiete von Siselen öfter {Rä.); Zürich, am Ütliberg (Fi-ey) und Katzensee {Hug.); Chur {Caß.). Selten. A. Immutata L. (Sylvestraria Hb.) {Hb. 97. H.-S. 103—105). F. wohl in doppelter Generation , indem ein Vorkommen vom Ende Mai bis in den August erwähnt wird. Aargauer Fundplätze {Wu.): Siselen, seltener als die vorhergehende Art [Rä.); Bechburg {R.-S.): Berner Jura und Schupfen {Rthb.); St. Blaise- Neuveville {Coul.): Lausanne, selten {Lah.): Zürich, öfter (Frey) und am Katzensee [Hug.); aus dem oberen Engadin {Pfaffenzeller): von Tarasp [Kill.): Bergeil {Baz.). A. StrigariaHb. {Hb. 95. H.-S. 114—115). R. an Birken (?:. F. ziemlich selten von Ende Juni bis in den August. St. Blaise-Neuve- ville {Coul.); Lausanne und Thal von Aigle {Lah.): Salgetsch und Sierre [M.-D.); Viege {Ja.): Siselen, öfter [Rü.). Bei Zürich fand ich ihn nicht. 13* 196 V. Geometriden. A. Umbellaria Hb. (Compararia H.-S. Lah.) [Hb. 437, 438. H.-S. 299—303). F. im Frühsommer. Lausanne und Aigle {Lah.); Burgdorf {M.-D.); zwischen Aarberg und Worben iRthb.); Aargauer Jura [Wu.]; Bechburg {R.-S.); Zürich [Hug., Frey); Chur (Kriechbaumer) ; Tarasp {Kill.). Manche Angaben erscheinen zweifelhaft. A. Strigilaria Hb. (Nigropunctata Led. Prataria Bsd. Lah.) {Hb. 108. H.-S. 108. i09). R. an Vicia und Stachys. F. von Ende Juni bis in den August. Basel {Knecht); Bechburg [R.-S.); Aargauer Fundstellen {Wu.); verbreitet im Canton Bern {M.-D., Rä.); Chas- seral [CouL); Lausanne {Lah.); Zürich, häuüger {Hug., Frey); St. Gallen [Tä.); Chur und Tarasp {Cafl., Kill.). Nach Rä. im Gadmenthale bis 4200' aufsteigend. A. Imitaria Hb. {Hb. 51). Im Mai und September im Tessin ; so von Lugano an Felsen {Lah.); vom Cassarate {Ja.). Vom Berner Jura {Coul. und Ge.). RiL erwähnt noch Siselen und Ferenbalm. A. Ornata Scop. {Hb. 70). R. an Thymus serpyllum. F. in zwei Generationen, vom Mai an und wieder im Spätsommer. Wohl überall, vom Jura in das Wallis und bis Tarasp. Er mag bei Bergün (Z.) und im Gadmenthale {Rä.) etwa 4500' erreichen. A. Decorata S. V. [Hb. 71). R. vielleicht auch an Thymus. F., wie es scheint, bisher fast nur, mit Ausnahme von St. Blaise-Neuve- ville {Coul.), aus dem unteren Wallis, dort verbreitet und häufig. Von Martigny thalaufwärts. Lah. fand die Walliser Exemplare weisslicher als Oestreichische. Höhengrenze unbekannt, wohl sehr gering. Zonosonia Led. Z. Pendularia Cl. {Hb. 66). R. an Birken. F. im Frühsommer und dann wieder im August, wohl in grösserer Ver- breitung durch das Tiefland, bald als häufiger, bald als selten erw^ähnt. Zürich {Bremi, Frey); Bern und Burgdorf {Rthb., Rä.); Luzern [Hug.); im Aargau weit verbreitet [Wu.); von Lausanne {Lah.); St. Gallen {Tä.) und Chur' {Mengold) . Elevation wohl sehr gerine;. V. Geometriden. 197 Z. Orbieularia Hb. [Hb. 60). R. an Eichen. Salix und Alnus. F. im Frülisommer, bei uns selten und vereinzelt. Von Basel [Sulger); von Oftringen, Eglisvvyl und Othmarsingen im Aargau [Wu.]; Zürich [ZelL- DokL, Hug.); Bechburg [R.-S.); SchüjDfen [Rthb.]; Burgdorf (3/. -Z).;; Bern, Ferenbalm, Siselen {Rä.). Z. Omicronaria S. V. (Annulata Schulze) [Hb. 65). R. an Acer und Betula. F. im Frühsommer , dann im Juli und August verbreitet , keineswegs aber häufiger. Aus den Cantonen Aargau, Bern, Zürich, Schaffhausen, St. Gallen. Von Lausanne [Lah.); aus Graubünden [Mengold und Amstein). Elevation wohl sehr gering. Z. Pupillaria Hb. [Hb. 69) und Var. Gyrata Hb. [Hb. 434). Vom Lago Maggiore im Juli [Lah.): Nyon, Anfang August (fiö.); Öh- ringen,